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Zu trocken und zu mild

Regen und Frost fehlen – Pflanzen drohen Schäden


Milde Temperaturen, Sturm und etwas Regen – so hat sich der Winter bisher präsentiert. Auch wenn Meteorologen ihn noch nicht gänzlich abschreiben, so sind Landwirte mittlerweile besorgt.

„Grundsätzlich kritisch“ blicken die Landwirte auf die derzeitige Wetterlage, wie Siegfried Nägele, der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Esslingen, sagt. Das recht fortgeschrittene Pflanzenwachstum berge Risiken: „Je später jetzt noch ein Frost kommt, desto stärker kann er die Pflanzen schädigen“, sagt er. Ein weiteres Problem sieht er in der enorm verkürzten Winterruhe der Pflanzen. „Man kann sagen, sie sind nicht ausgeschlafen.“ Wegen der milden Witterung müssen die Landwirte vermehrt mit Schädlingen rechnen. „Wir müssen sorgfältig beobachten, damit wir einen Schädlingsbefall sofort bemerken und eventuelle Gegenmaßnahmen einleiten“, sagt Nägele.

Die Landwirte wünschen sich auch Niederschlag, denn der Grundwasserspiegel ist immer noch sehr niedrig. Am besten käme der Niederschlag als Schnee. Dieser sickert langsam in den Boden ein und versorgt ihn optimal mit Feuchtigkeit. Gefriert dann der Boden, dehnt er sich aus, durchs Trocknen zieht er sich zusammen. Feinkrümelige Erde entsteht. All das passiert derzeit nicht. „Fürs Bepflanzen ist das schlecht“, sagt Nägele. Vor allem Kartoffeln oder Gerste mögen keine speckigen Böden.

Wenn man schon nicht Ski fahren kann, dann geht’s wenigstens auf die Eisbahnen, sagen deren Betreiber. „Für uns ist das ein durchschnittlicher Winter“, sagt Heike Mack, die das Eisstadion in Wernau betreibt. Die hohen Temperaturen haben sogar Vorteile: „Liegt kein Schnee, kommen die Leute eher zum Eislaufen“, sagt Mack. Eisstadien seien „Nischen“, und die würden in jedem Fall genutzt. Nur die Energiekosten schnellten bei Wärme in die Höhe. Kosten, die man dann, wenn sie anfallen, nicht an den Kunden weitergeben könne. Und Mack fügt hinzu: „Für Energieversorger sind wir sowieso schwierige Kunden. Sechs Monate brauchen wir ganz viel, und den Rest vom Jahr nichts.“

Ein normaler Winter ist das nicht, er ist deutlich zu mild: So lautet das Urteil von Michael Gutwein. Der Esslinger Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst hat die Daten aus den vergangenen Monaten ausgewertet und sieht gute Chancen, dass der jetzige Winter den bisher wärmsten Winter von 2007 ablösen kann. Gutweins Prognose für die kommenden zehn Tage sieht auch keine Änderung der Großwetterlage vor. Für Skifahrer hat er gute Nachrichten: „Es wird zunächst nasskalt mit viel Schnee im Schwarzwald, auf der Alb und im Allgäu.“ Eine dauerhafte knackiger Kälte sei aber derzeit nicht in Sicht. Im Gegenteil: Laut Gutwein stehen die Chance gut, dass sich ab Mitte nächster Woche ein Hoch so über Europa positioniert, dass wir in einer milden südwestlichen Strömung mit frühlingshaften Temperaturen liegen. Allerdings hängt das sehr von der exakten Lage des Hochs ab: Liegt es weiter westlich oder über den Alpen, geraten wir auf seine kalte Seite. Dann muss der Frühling, der für die Meteorologen ab dem 1. März beginnt, noch etwas warten. Abschreiben will Gutwein den Winter noch nicht.             bob / Foto: dpa

Der Mann mit dem goldenen Kreuz

Landesdenkmalamt präsentiert Grab eines alemannischen Kriegers aus Bissingen – „Archäologischer Volltreffer“


Im vergangenen Frühjahr haben Archäologen des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg bei der Untersuchung des Bodens eines Neubaugebiets im Ortskern von Bissingen die Spuren einer großen alemannischen Siedlung entdeckt. Bei den Grabungen fanden sie auch das Grab eines Kriegers aus dem siebten Jahrhundert. Die reiche Ausstattung, darunter ein Kreuz aus Goldblech, weist auf einen bedeutenden Mann und auf die Frühzeit der Christianisierung in der Region hin. Kürzlich haben die Experten die Funde im Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen präsentiert und ihre Restaurierung erläutert.

Die Gemeinde Bissingen, im Jahr  769 erstmals urkundlich erwähnt, geht auf eine alemannische Siedlung zurück, die vermutlich im fünften oder sechsten Jahrhundert gegründet wurde. Zwar ist ein alemannisches Reihengräberfeld nachgewiesen, Hinweise auf die Siedlung hatten aber bislang gefehlt. Im vergangenen Frühjahr stand die Bebauung einiger großer Gartengrundstücke in der Ortsmitte an, und Bissingens Bürgermeister Marcel Musolf informierte das Landesdenkmalamt, „weil wir ein ständiges Verdachtsgebiet für mittelalterliche Funde sind“. Die Experten fanden bei der Analyse von Luftbildern des 2000 Quadratmeter großen Areals klare Hinweise auf bedeutende Siedlungsstrukturen im Boden. „Also wurde eine Rettungsgrabung erforderlich“, sagte der Archäologe Jonathan Scheschkewitz, der gemeinsam mit seiner Kollegin Dorothee Brenner die Grabung leitete.

Bei der Vorstellung der Untersuchungsergebnisse im Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen erläuterten die Wissenschaftler, dass das frühe Bissingen aus Einzelgehöften bestand und eine „dichte Siedlungsstruktur“ aus Pfostenhäusern und halb in die Erde eingegrabenen Grubenhäusern für die Textilbearbeitung aufwies. Als „Besonderheit in Bissingen“ bezeichnete Brenner die vielen nachgewiesenen Öfen, die der Eisenverarbeitung dienten.

Mitten in der Siedlung gelang den Experten sogar „ein archäologischer Volltreffer“, berichtete Scheschkewitz. In einem der Gehöfte entdeckten die Archäologen das ungestörte Grab eines Mannes, der durch seine Ausrüstung und die Grabbeigaben als zumindest im Dorf bedeutender und wohlhabender Krieger gekennzeichnet ist. Der nach Einschätzung der Wissenschaftler mit 1,78 Metern für die damalige Zeit sehr große Mann wurde mit voller Bewaffnung, bestehend aus Lang- und Kurzschwert, Lanze und Schild, beigesetzt. Ein Pferdegeschirr und ein Metallsporn am Fuß weisen ihn als Reiter aus. „Das ist state of the art der damaligen Kriegstechnik“, beschrieb Scheschkewitz. Außerdem trug er einen wertvollen Gürtel.

Als besonders bedeutend werten die Archäologen den Fund eines Kreuzes aus Goldblech, das dem Toten, vermutlich auf ein Stück Tuch aufgenäht, auf das Gesicht gelegt worden war. „Die Christianisierung nahm im siebten Jahrhundert auch im alemannischen Raum Fahrt auf“, erläuterte Scheschkewitz. Das Kreuz ist mit vorchristlichen germanischen Symbolen geschmückt. Neben der Bestattung in einer eigenen Hofgrablege und den reichen Grabbeigaben weist dies laut Scheschkewitz auf einen Angehörigen der Oberschicht hin. „Sie spielte zu der Zeit mit solchen Symbolen“, sagte der Wissenschaftler. „Er war ein angesehener Mann, vielleicht hatte er das Sagen im Dorf. Vermutlich wollten seine Hinterbliebenen, dass er auch im Jenseits seinen Status behält. Die Familie konnte damit aber auch ihren eigenen gesellschaftlichen Rang demonstrieren“, erklärte Jonathan Scheschkewitz.

Um das Baufeld freizumachen, wurde die Grablege in vier Einzelblöcken in Gips gegossen und geborgen. In der Restaurierungswerkstatt des Landesdenkmalamts  arbeitet die Restauratorin Jelena Rieg derzeit daran, die Funde freizulegen, zu reinigen und in filigraner Kleinarbeit, teilweise unter dem Mikroskop, für eine Präsentation vorzubereiten. Marcel Musolf versicherte, dass die Funde eines Tages auch in Bissingen gezeigt werden können, wenn auch wahrscheinlich nur als Repliken. „Immerhin sind sie von hoher Bedeutung für die Ortsgeschichte“, sagte er.         pst / Fotos: pst

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Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Weniger essen, kein Alkohol,
Finger vom Handy lassen – es gibt verschiedene Varianten des Verzichts.
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Foto: dpa

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Straße gehört Narren

Große Fasnetsumzüge in Wernau und Neuhausen – Aktion gegen „Vollrausch“


Am kommenden Wochenende kann man sich die Füße plattstehen und staunen oder auch auf der Straße tanzen, klatschen und schunkeln. Mit den beiden großen Umzügen am Samstag in Wernau und am Sonntag in Neuhausen kommt die Fasnet auf ihrem Höhepunkt an.

Mehr als 3000 Hästräger und Guggamusiker ziehen am Samstag, 6. Februar, entlang der Kirchheimer Straße durch Wernau. Um 14 Uhr beginnt der große Narrenzug, zu dem Teilnehmer aus ganz Süddeutschland und der Schweiz anreisen. Zehntausende von Zuschauern werden erwartet; Anfahrt mit der S-Bahn, deren Halt nur wenige Meter von der Umzugsstrecke entfernt ist, wird empfohlen. Pkw-Parkplätze gibt es am Eisstadion, im Parkhaus am Stadtplatz und an der Junkersstraße. Anschließend laden die Wernauer Narren zum Hock in der „Hölle“ ein. Vor dem Quadrium und in weiteren Lokalen wird gefeiert, ab 20 Uhr findet in der Stadthalle – nur für kostümierte Gäste – der Fasnetsball mit Liveband statt.

Tags darauf, am Sonntag ab 13.33 Uhr, machen mehr als 60 Gruppen die Straßen in Neuhausen unsicher. Zum 53. Mal findet der Traditionsumzug statt, für den man durchaus zwei bis drei Stunden Zeit einplanen sollte. Auch die drei örtlichen Wagenbaugruppen mit ihren neuen Gefährten sind dabei. Die Parkplätze im Ort sind ausgeschildert. Beim Kinderumzug am Dienstag ab 13.33 Uhr zeigen die jungen Neuhausener ihre Kreativität, bevor sie in der Egelseehalle weiterfeiern.

Auch rund ums Wochenende geht es in beiden Orten närrisch zu, beginnend mit dem Sturm der Rathäuser am „Schmotzigen Dorschdich“, 4. Februar. In Wernau ist am Freitag Alemannische Nacht samt Narrengericht; in beiden Orten steht der Dienstag im Zeichen des Kinderfaschings, bevor die Fasnet wieder begraben wird.

Die Wernauer Narren wollen mit ihrer Kampagne „Fasnet ist mehr als Vollrausch!“, bei der der Narrenbund Neuhausen kooperiert, vor allem jugendliche Besucher zu reduziertem Alkoholkonsum anhalten. „Anlass hierfür sind die in den letzten Jahren massiv angestiegenen Einsatzzahlen von DRK und Polizei“, begründet Zunftmeister Marcel Reith. In Wern­au gibt es deshalb während des Umzugs weder an den Getränkeständen noch in den Gaststätten oder Geschäften Spirituosen zu kaufen.

Auch in anderen Orten wird Fasching gefeiert: Die „Wetzstoi-Beißer“ laden zum „Schmotzigen Dorschdich“ mit Guggamusik und Bühnenprogramm ab 19 Uhr auf das Schlachthofareal in Nürtingen. Ebenfalls am Donnerstag, 4. Februar, 19.30 Uhr, wird in der Festhalle Aich die Hexennacht mit der Partyband „Grafenberger“ gefeiert. In Wolfschlugen finden am 4. Februar ab 17.30 Uhr Narrenbaum-Umzug und Rathaussturm statt, am Abend des 9. Februar wird der Narrenbaum verbrannt. In der Gemeindehalle Oberboihingen wird am Sonntag, 7. Februar, 13 Uhr, ein inklusiver Fasching veranstaltet.             aia/ch  / Foto: aka

Blitzschnelle Krisenintervention

Demonstration im Backhaus Zoller: Landesteam für Lebensmittelsicherheit stellt seine Arbeit vor – Regionübergeifende Überwachung


Großer Bahnhof beim Backhaus Zoller: Menschen in Schutzkleidung und Klemmbrett unterm Arm bewegten sich in den Produktionsräumen, schauten Mitarbeitern über die Schulter und machten sich Notizen. Das Landeskontrollteam Lebensmittel Baden-Württemberg (LKL) war bei der Esslinger Bäckerei unterwegs – mit dabei der baden-württembergische  Verbraucherschutzminister Alexander Bonde sowie Landtagsabgeordnete. Doch der Einsatz diente nicht dem Zweck, Mängel beim Esslinger Bäcker aufzudecken, sondern die Arbeitsweise der neu gegründeten Spezialeinheit zu demonstrieren.

„Um den immer komplexeren Anforderungen an die Lebensmittelüberwachung in einer globalisierten Welt besser gerecht zu werden, haben wir das Landeskontrollteam Lebensmittelsicherheit eingerichtet“, sagte Bonde beim Vor-Ort-Termin in der Großbäckerei.

Lebensmittelskandale wie Dioxin-Eier, Ehec-Keime, Pferdefleisch in Rindfleischgerichten, aber auch Betrug bei Herkunftsbezeichnungen verunsichern die Verbraucher immer wieder. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat das Land im Oktober vergangenen Jahres das LKL eingerichtet. Das LKL versteht sich als eine Art „schnelle Eingreiftruppe“, wenn es darum geht, in der Futtermittel- und Lebensmittelüberwachung rasch zu handeln. Zum anderen soll das LKL auch überregional eingreifen können, zum Beispiel, wenn Betriebe überregional Kunden beliefern oder Zutaten aus anderen Regionen beziehen. Ebenso gehört  die Vernetzung von Kontrolltätigkeiten mit benachbarten Bereichen wie Futtermittel und Tierschutz zum Aufgabenbereich.

Auch die zuständigen Behörden vor Ort sollen unterstützt und gemeinsame Kontrollen koordiniert werden.

Zum LKL gehören Fachleute wie Lebensmittelingenieure, Lebensmittelchemiker oder auch Agrarwissenschaftler. Bei Bedarf sollen weitere Experten zum Team stoßen – Schädlingsbekämpfer, IT-Spezialisten oder Toxikologen. In Großbäckereien sollen beispielsweise maschinentechnische Expertisen wichtige Erkenntnisse liefern. Auch Schnittstellen zur Futtermittelkontrolle können so bearbeitet werden, wenn beispielsweise Altbrot als Tierfutter genutzt wird – was Zoller früher angeboten hat. Der Chef der neuen Truppe ist Wolfram Martens. Der Professor leitete zuvor das Amt für Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen im Landkreis Emmendingen.

Das Landeskontrollteam Lebensmittel  wird sich vorerst auf zwei Bereiche konzentrieren: Zum einen werden Großbäckereien überprüft, zum anderen gilt die Kontrolle dem Label der regionalen Herkunft. „Wir haben Gott sei Dank keine Rückrufaktionen aus hygienischen Gründen“, erklärte Achim Zoller, mit seinem Bruder Jörg Inhaber des Unternehmens. Aber man sei auf solche Fälle vorbereitet und trainiere den Ablauf einer Rückrufaktion.

Im Notfall greift laut Zoller das Warnsystem über die vernetzten Kassen. Binnen weniger Minuten sei dann das Produkt komplett aus allen 24 Filialen im Landkreis entfernt.

Die Möglichkeit, den Weg eines Produkts und seiner Zutaten verfolgen zu können, stellt laut Minister Bonde ein wichtiges Instrument zur Überwachung dar. Er erinnerte an den Ehec-Skandal, zu dessen Aufdeckung zunächst die Herkunft der Keime erforscht werden musste. Die Einrichtung des LKL Baden-Württemberg erfolgte zusätzlich zur bisherigen personellen Verstärkung in der Lebensmittelüberwachung – von 2011 bis 2016 gab es Stellen für insgesamt 132 neue Lebensmittelkon­trolleure. Das LKL ist seit Oktober 2015 sukzessive im Aufbau und hat Mittel für bis zu 17,5 Stellen zur Verfügung.    bob / Foto: bob

Info: mehr unter www.mir.baden-wuerttemberg.de.

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Kupfermünzen kosten mehr als sie wert sind. In der EU wird Ihre
Abschaffung diskutiert, Auf- und Abrundungen sollen die Beträge
ausgleichen. Was sagen Sie? Weg mit den Roten?

Foto: dpa

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Sicher hoch hinaus

Brandschutz verbessert: Stuttgarter Fernsehturm öffnet wieder – Neue Angebote


Fast drei Jahre lang war Stuttgarts Wahrzeichen geschlossen. Jetzt sind die notwendigen Bauarbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes am Fernsehturm beendet. Der 217 Meter hohe Turm soll am 30. Januar wieder eröffnet werden.

Mit dem Datum der Wiedereröffnung ist auch sichergestellt, dass der Turm zu seinen 60. Geburtstag am 5. Februar in bestem Zustand und für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Die SWR Media Services GmbH als Turmbetreiber hat in den vergangenen Monaten nicht nur viele hundert Meter Kabel aus Feuerschutzgründen ummanteln lassen, sondern hat auch teilweise neue Hochfrequenzkabel eingezogen. Deren Austausch wäre laut Media Service erst in ein paar Jahren relevant gewesen, aber die aktuellen Bauarbeiten lieferten einen passenden Anlass, aufzurüsten. Neu ist auch der Eingangsbereich, der komplett umgestaltet worden ist. Die denkmalgeschützte Kasse ist nicht mehr in Betrieb, Tickets werden in einem eigenen Bereich mit Infotheke verkauft. Dort gibt es auch den Shop, der den bisherigen Andenkenkiosk ersetzt.

Rund 1,8 Millionen Euro hat die Renovierung gekostet, der SWR als Betreiber übernimmt 1,2 Millionen Euro, die Stadt steuert 605 000 Euro dazu. Die Kosten für die Brandschutzmaßnahmen sind von den zunächst angenommenen 1,2 Millionen Euro auf rund 1,8 Millionen Euro angestiegen.

Grund dafür waren verschärfte Brandschutzauflagen. Neu ist auch die Preisgestaltung: Einzelne Preise sind gestiegen, andere gesunken. „Das Preissystem ist flexibler und bietet bestimmten Gruppen wie Familien Vergünstigungen“, erklärt Annette Schmidt, die Pressesprecherin der SWR Media. Das Ticket für Erwachsene kostet künftig sieben Euro, zuvor fünf Euro. Kinder sind jetzt mit vier Euro dabei, früher mit drei. Kinder bis sechs Jahre zahlen neuerdings keinen Eintritt, früher musste ab drei Jahren gezahlt werden. Neu ist auch die Jahreskarte für Erwachsene (25 Euro) und für Kinder (14 Euro) sowie die Guten-Abend- und Guten-Morgen-Tickets.

Seit Herbst ist das Restaurant „Leonhards“ am Fuß des Turms eröffnet. Wirt ist Fabian Baur, der auch das Panorama Café im Turmkorb betreibt. Zum 5. Februar, dem 60. Turmgeburtstag, sind keine großen Aktionen geplant. Die Besucher stehen im Vordergrund: „Es sollen so viele Menschen wie möglich rauffahren können“, sagt Schmidt. Da der Turmkorb höchstens 320 Menschen aufnehmen darf, will die SWR Media die Warteschlangen unterhalten. Die Gastronomie will zudem Stände im Freien aufbauen. Der Fernsehturm wurde 1956 nach den Plänen des Architekten Fritz Leonard erbaut und gilt als erster Fernsehturm der Welt.               bob / Foto: dpa

 

Info: mehr dazu im Netz unter www.fernsehturm-stuttgart.de.

Die jugendliche Vielfalt begreifen

Sozialwissenschaftler Peter Martin Thomas beim IHK-Neujahrsempfang in Nürtingen – Chancen bei der Werbung um Auszubildende

Sie sind schwer zu fassen, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Generell, wenn die Altersgruppe pauschal kategorisiert werden soll. Aber auch für Unternehmen, die den beruflichen Nachwuchs für eine duale Ausbildung begeistern wollen. Beim Neujahrsempfang der Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen der Industrie- und Handelskammer (IHK) in der Nürtinger Stadthalle K3N eröffnete Gastredner Peter Martin Thomas dem Publikum vor wenigen Tagen Einblicke in Kinderzimmer und Lebenswelten. Er gab den Betriebschefs aber auch eine Art Leitfaden an die Hand, wie sie im Rennen um Auszubildende besser zum Zug kommen können.

Thomas hat im Auftrag der IHK Baden-Württemberg im Land tausend 16- bis 24-Jährige nach ihrem Leben, ihren Hoffnungen und Wünschen befragt. Thomas stammt aus Sindelfingen, hat Erziehungswissenschaften studiert, hat Lehraufträge an mehreren Hochschulen und ist Leiter der Sinus-Akademie in Heidelberg. In seiner Studie kommt er zu dem Schluss, dass die Jugendlichen durchaus ehrgeizig sind, in ihrem Leben darf der Spaßfaktor allerdings nicht zu kurz kommen. Und vielfach ist eine Familiengründung zentraler Bestandteil der Lebensplanung. Doch auf Beständigkeit solle sich der Betrachter nicht einstellen. „Die Jugendlichen schaffen sich einen Wertemix, der sich ständig verändert“, sagt der Sozialwissenschaftler.

Thomas wies in seinem Vortrag nicht nur darauf hin, dass sich die Kommunikation im Zuge der Digitalisierung in nur wenigen Jahren radikal verändert hat. Insbesondere durch den demografischen Wandel habe sich auch die Optionsvielfalt der jungen Generation vergrößert. „Früher waren wir immer überall zu viele“, sagte der Spross der Babyboomer-Generation. Die Möglichkeiten gerade in der Berufswelt seien heute deutlich vielfältiger. Und: „Im Gegensatz zu vor 20, 30 Jahren ist das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern besser.“ Es werden sogar generationenübergreifend die gleichen Klamotten angezogen, dieselben Konzerte besucht. Bei so großer Freiheit und Harmonie, so viel Mitbestimmung innerhalb der Familie
gingen allerdings Streit- und Reibungspunkte verloren, die sich dann beim Lehrer oder Ausbilder entladen könnten.

Thomas hat ein Lebensweltenmodell für die U-18-Generation erstellt, in dem er die Jugendlichen in sieben Gruppen einteilt. Drei davon zeichnete er etwas präziser. Die konservativ-bürgerliche Gruppe lebe Werte wie Sicherheit und Geborgenheit, sie habe klare Vorstellungen von Job und Familie. Bei den materialistischen Hedonisten bekämen der Spaßfaktor im Leben, Geld und Luxus eine größere Rolle. Und dann wird die expeditive Gruppe genannt, die immer vorne dran sei, der vieles leichtfalle. Deren Mitglieder seien die Unabhängigen, die Kreativen. Fleiß und Ehrgeiz wird den Jugendlichen fast durchweg beschieden.

Mit derlei Ansatzpunkten versuchte Thomas, Strategien vorzugeben, wie auf Jugendliche als künftige Auszubildende zugegangen werden kann. Denn dabei müssen sich die Unternehmen etwas einfallen lassen. Nach den Forschungen der Sinus-Akademie streben aktuell nur 24 Prozent des Nachwuchses eine Berufsausbildung an. „Ein Warnsignal“, sagte Thomas. 35 Prozent wollen studieren, 13 Prozent wollen nach dem Schulabschluss weiterführende Schulen besuchen. „Aus der Vielfalt der Jugendlichen gilt es, die passenden Auszubildenden zu finden“ sagte Thomas. Und Überzeugungsarbeit zu leisten.

Da könnten auch Mittelständler und Kleinbetriebe punkten. Denn eines der Studienergebnisse besagt, dass der Spaß im Beruf, das Einbringen der eigenen Fähigkeiten, auch das Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen den Jugendlichen besonders wichtig ist. Das Gehalt spiele eine nachrangige Rolle. Und ganz wichtig: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Das sind super Chancen für die Betriebe“, unterstrich Thomas.

Für sich zu werben, gelinge am besten über Praktika. Auch über Ausbildungsmessen, Bildungspartnerschaften oder Aktionstage an Schulen lassen sich die Jugendlichen erreichen. Im Feld der Studien- und Gymnasialabbrecher sollten sich die Betriebe umschauen.

Die potenziellen Auszubildenden gelte es dabei stets ernst zu nehmen, auch schnell auf Fragen und Anforderungen zu reagieren. Werde soziales Verantwortungsbewusstsein demonstriert, etwa beim Sponsoring des örtlichen Sportvereins, komme das gut an. Zudem seien Vorzüge des Unternehmensstandorts wie Wohnmöglichkeiten und Verkehrsanbindung hervorzuheben. Aufstiegschancen, Möglichkeiten wie ein Studium nach der Ausbildung, seien aufzuzeigen. Damit die Bewerber an Informationen kommen, sei eine gute Unternehmens-Webseite wichtig. Die Güte einer Ausbildung verbreite sich zudem unter Jugendlichen schnell.

Heinrich Baumann, der Präsident der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen, schätzte derlei Hinweise in Bezug auf „unsere wichtigste nachwachsende Ressource – unsere Jugend“. Und der Präsident gab sich selbstbewusst. „Wir dürfen die duale Ausbildung nicht schlecht machen lassen“, sagte Baumann.           ch / Foto: bul

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Versicherer fordern, ältere Autofahrer zu verpflichten,
Testfahrten mit geschulten Beobachtern durchzuführen.
Was meinen Sie, senkt dieser Eingriff in die Freiheit die
Unfallzahlen bei Senioren?

Foto: dpa

Tests für Senioren?

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Ende der Kontonummer

Ab 1. Februar muss die IBAN auf Überweisungsträgern stehen


Der guten alten Kontonummer wird endgültig das Totenglöcklein geläutet. Nur noch bis zum 1. Februar ist es Verbrauchern möglich, diese in Verbindung mit der Bankleitzahl (BLZ) für Bankgeschäfte zu nutzen. Unternehmen und Vereine hatten bereits im Jahr 2014 auf IBAN (International Bank Account Number) umstellen müssen. Der BIC (Bank Identifier Code) muss bei Zahlungen innerhalb Deutschlands und ab 1. Februar im europäischen Wirtschaftsraum nicht angegeben werden. Die Bundesbank hatte Ende vergangenen Jahres Zweifel geäußert, dass die Umstellung reibungslos vonstatten geht. Hiesige Finanzinstitute sehen dies hingegen gelassen.

Seit dem 1. Februar 2014 gilt der einheitliche europäische Zahlungsverkehr SEPA (Single Euro Payments Area). Zwar hätten sich die meisten Bürger an die 22 Zeichen lange IBAN gewöhnt, sagt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. „Aber eine kleine Minderheit hält immer noch an der alten Kontonummer fest.“ Probleme befürchtet er insbesondere bei Älteren oder bei Menschen, die kein Online-Banking nutzen. Banken müssen Überweisungsträger mit alter Kontonummer künftig zurückgeben. Bisher hatten sie Aufträge kostenlos korrigiert, das dürfen sie nun nicht mehr. Werden Überweisungen nicht ausgeführt, drohen Kunden etwa bei nicht pünktlichen Rechnungszahlungen Mahngebühren oder Verzugszinsen.

„Die Frist für die Verbraucher war sehr komfortabel“, sagt Ulrich Unger, Pressesprecher der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen (KSK). Bei der KSK wird eine breit angelegte Informationsoffensive gefahren. Online muss bereits die IBAN eingegeben werden, der schriftliche Überweisungsträger fristet zudem nur noch ein Nischendasein: Im Inlandsverkehr seien das noch drei bis vier Prozent des Belegvolumens. Fehlt dabei die IBAN immer noch, wird der KSK-Kunde schriftlich über die „Nichtausführung“ informiert. Daueraufträge wurden bereits umgestellt. Auch bei hinterlegten Online-Vorlagen überführte die KSK die Daten automatisch ins SEPA-Format.

Den Service der Dauerauftrag-Umstellung hat auch die Volksbank Esslingen übernommen. Armin Schnabel, Bereichsleiter Rechnungswesen/Zahlungsverkehr, beziffert den Anteil der „beleghaften Überweisungen“ mit Kontonummer und BLZ auf noch drei bis fünf Prozent. Auch Volksbank-Kunden werden auf eine fehlende IBAN schriftlich hingewiesen. Ansonsten verweist Schnabel auf die komfortablen Möglichkeiten des Online-Bankings.              ch / Foto: dpa

 

Info: IBAN und BIC werden in der Regel auf Geldkarten und Kontoauszügen ausgewiesen. Beim Online-Banking lässt sich die unübersichtliche IBAN abspeichern, so lassen sich Fehler beim Übertrag vermeiden. Bei der Angabe der Ziffernfolge auf Rechnungen empfiehlt sich die Aufteilung in Vierer- und Zweier-Blöcke. Bei der IBAN folgt nach dem DE (für Deutschland) und zwei Prüfziffern die achtstellige bisherige BLZ. Zwischen ihr und der bisherigen Kontonummer am Ende wird mit Nullen aufgefüllt (bis 22 Zeichen erreicht sind).

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