Badevergnügen optimieren

Freibad Esslingen öffnet nach Bauarbeiten – Sanierungen in Berkheim beginnen im Herbst

Die Badesaison steht kurz bevor, das Esslinger Neckar-Freibad ist aber noch eine Baustelle. Ende Mai  soll das Bad wieder öffnen – renoviert und modernisiert und ein wenig umgestaltet.  Am 24. Mai findet die Eröffnung mit einer kleinen Feier statt, am 25. Mai startet der Badebetrieb. Im Herbst des Jahres wird dann das Bad in Berkheim einer Frischzellenkur unterzogen, bis dahin kann im dortigen Freibad ab 1. Mai geschwommen werden.

Schon im vergangenen Jahr war der Betrieb im Neckar-Freibad aufgrund der anstehenden Sanierungen eingeschränkt. Das Bad schloss Ende August, trotz weiterhin badetauglicher  Temperaturen, damit der Betreiber, die Stadtwerke Esslingen (SWE), die Bauarbeiten  beginnen konnte. Seither ist einiges passiert.

Mehr Parkflächen

Am augenfälligsten sind die Veränderungen  im Eingangsbereich. Das Areal mit Kassenhäuschen ist  etwas weiter ins Badgelände hineingerutscht. Dadurch ist ein Vorplatz entstanden, auf dem nun mehr Parkplätze möglich sind. Insgesamt sind es 40 Stellflächen, einige davon sind behindertengerecht. 100 Abstellplätze für Fahrräder soll es  künftig geben, Platz wurde auch für etwa 20 Motorräder geschaffen.

Neubau

Eine große Neuerung ist der Standort des Kiosks. Zuvor auf der linken Seite  an den Umkleiden gestanden, empfängt der Kiosk die Besucher nun direkt hinter dem Eingangsbereich auf der rechten Seite.   Ein neuer Betreiber wird dort für ein vielfältiges Angebot sorgen, wie Michael Werner, der Leiter des Bäderbetriebs bei den SWE, erklärt. Im Bereich der Umkleiden wurden teils neue Gebäudeteile errichtet, teils wurde die alte Bausubstanz über­nommen. Die  barrierefreien Duschen und Toiletten sind nun in einem neuen Gebäude  untergebracht. „Insgesamt liegen die Sanitärbereiche nun näher an den Becken“, berichtet Werner.

Neue Aufsichtskabine

Auch der Schwimmmeister ist umgezogen: Eine ebenfalls neue Aufsichtskabine in der Höhe zwischen dem Sport- und dem Nichtschwimmerbecken sitzt  zentraler im Bad, sodass eine bessere Überwachung  möglich ist. An den Becken selbst wurden keine Veränderungen vorgenommen. Vor einigen Jahren haben die SWE bereits  die Wassertechnik erneuert und die Wasseraufbereitungsanlage, die Filter und die Pumpe auf den neuesten Stand gebracht.

Die Liegewiese hat laut Werner teilweise durch die Baufahrzeuge gelitten. „An schadhaften Stellen ist neues Gras eingesät worden“, sagt er. Eine gute Nachricht  für die Badegäste ist,  dass die Eintrittspreise gleich bleiben.  Die Kosten für die Sanierung betragen rund 2,6 Millionen Euro. Laut Werner liegen sowohl die Bauzeit als auch die Kosten im Rahmen.

Sanierungen gehen weiter

Nach dem Neckar-Freibad gehen die Bädersanierungen in Esslingen weiter. Ab Herbst wird in Berkheim modernisiert. Dafür sind neun Millionen Euro veranschlagt, schließlich geht es um eine Komplettsanierung der Schwimmhalle, des Innenbeckens und um den Abbruch des Saunagebäudes. Die Technik hat laut Werner einen hohen Sanierungsbedarf. Es gibt auch eine neue Sprunganlage.  Diese sorgt  für   Freude: Die neue Anlage soll mit einem Ein-, Drei- und Fünf-Meter-Brett ausgestattet sein. Einen Dreibrett-Turm hatten die Berkheimer zwar bisher schon, allerdings war der Fünfer aus Sicherheitsgründen immer gesperrt.

Merkelbad zum Schluss

Ein letzter Akt betrifft das Merkelbad, dessen Sanierung mit voraussichtlich 9,3 Millionen Euro die des Berkheimer Bads noch übertrifft. Der Baubeginn im Jugendstilbad soll im Sommer 2021 sein, laut Werner laufen die Planungen dazu.  bob / Foto: bob

Info: Mehr auf www.swe.de


Kleiner Beitrag, große Wirkung

Modellprojekt für Biotopverbund in Neckarhausen gestartet – Ein Hektar Land für die Artenvielfalt

Die Stadt Nürtingen hat als eine der ersten Kommunen in Baden-Württemberg eine Biotop-Verbundplanung  zur Wiedergewinnung von Lebensräumen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und damit deren Erhalt durchgeführt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)  und das Landesumweltministerium unterstützen die Stadt bei der Umsetzung der Planungen. Eine davon ist die Schaffung von Biotopen innerhalb der Kulturlandschaft, die als Rückzugsgebiete für bedrohte Tiere dienen und als Trittsteine zerschnittene Lebensräume verbinden. Auf der Galgenberg-Hochfläche oberhalb von Neckarhausen wurde kürzlich ein etwa ein Hektar großes Gebiet mit der Aussaat insektenfreundlicher Pflanzen in diesen Offenland-Biotopverbund integriert.

Nürtingen ist neben der Stadt Stockach bislang die einzige Kommune im Land, die eine gemarkungsweite Planung für den Verbund von Biotopen durchgeführt und bereits mehrere einzelne Vorhaben umgesetzt hat. Landesweit gilt die Stadt daher als Modellkommune bei den Anstrengungen zum Erhalt der Artenvielfalt. Zum Start eines weiteren Bausteins im Biotopverbund kamen kürzlich Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller, die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender und Andreas Neureuther, der Technische Beigeordnete der Stadt,   auf einem bisherigen Acker beim Hof des Landwirts Ulrich Schaber oberhalb von Neckarhausen zusammen, um eine etwa einen Hektar große Fläche als Offenland-Biotop neu einzusäen.

Dort sollen künftig auf größeren zusammenhängenden Flächen und einzelnen Streifen zwischen intensiv bewirtschafteten Feldern blütenreiche Pflanzen wachsen, die vielen Insektenarten als Nahrung dienen. Da die Flächen über mehrere Jahre nicht gemäht oder bearbeitet werden, dienen sie auch als Lebens- und Rückzugsräume für gefährdete Vogel- und Säugetierarten. „45 Prozent der Landesfläche­  werden landwirtschaftlich genutzt, aber das Land ist zerschnitten und zersiedelt und wir haben einen dramatischen Artenschwund, etwa einen Rückgang der Vogelwelt in der offenen Landschaft um 56 Prozent. Es gilt also, den Naturschutz dort umzusetzen“, sagte Untersteller.

Dabei gehe es nicht um Großprojekte. Vielmehr seien viele kleine Bausteine wichtig, die ein großes Netz bilden und als Trittsteine für bedrohte Arten ökologische Wechselbeziehungen wieder herstellen und den genetischen Austausch sicherstellen können. „Und ich bin dankbar, dass es in der Landwirtschaft die Bereitschaft gibt, das mit solchen kleinen Beiträgen zu verwirklichen“, sagte der Minister.

Auch Brigitte Dahlbender sah ein „wachsendes Verständnis bei der Landwirtschaft für den Erhalt der biologischen Vielfalt“. Da Landwirte jedoch ein  Interesse daran hätten, ihre Flächen auch zu bewirtschaften, seien  die Kommunen und das Land gefordert, mit Ausgleichsangeboten den Biotopverbund umzusetzen. „Nürtingen geht  mit einem guten Beispiel voran“, lobte sie. Andreas Neureuther verwies darauf, dass auch Nürtingen  den Konflikt zwischen Entwicklungsbedarf und Flächenverbrauch managen müsse. „Die Biotop-Verbundplanung ist dabei hilfreich, und wir appellieren an alle anderen Kommunen, ihren Beitrag zu einem Verbund zu leisten“, sagte er. pst / Foto: pst

Info: mehr unter www.bund-biotopverbund.de


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Bis zum 12. Mai hat das Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen geöffnet. Haben Sie vor, dem Rummel einen Besuch abzustatten?

Foto: in.Stuttgart / Thomas Niedermüller

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Neue Erkenntnisse

Ausgrabungen am Kloster Denkendorf: Keramikfunde reichen teilweise bis ins Frühmittelalter  zurück

Am Klosterhof-Areal in Denkendorf  wird ein Pflegeheim gebaut.  Ausgrabungen von Archäologen haben dort nun bedeutende Funde zu Tage gefördert: Bedeutend deshalb, weil die Funde zeigen, dass das Gebiet bereits vor dem Klosterbau besiedelt war. Das sind neue Erkenntnisse für die Geschichte Denkendorfs. Die Grabungen werden wohl in der nächsten Woche beendet sein.

Das Margarete-Blarer-Haus am Kloster steht seit Herbst 2018 nicht mehr.  Seit Mitte November wird auf Veranlassung des Landesdenkmalamts auf diesem Areal gegraben. Das Kloster-Ensemble ist ein   archäologisches Kulturdenkmal.  Bei Eingriffen in den Boden wie jetzt beim Neubau des Pflegeheims muss die Denkmalsubstanz wissenschaftlich ergraben werden, um nicht undokumentiert zerstört zu  werden.

Älter als gedacht

Seit November gräbt die Firma IKU  aus Rottenburg-Wendelsheim mit zum Teil bis zu acht Personen vor Ort. Derzeit legen sie einen Kanal frei, der das Sickerwasser von den  weiter oben liegenden, Wasser führenden Schichten  aufgenommen hat.  Die Grabung  soll bis zur nächsten Woche beendet sein.

„Wir haben mit den Grabungen neue Erkenntnisse zur Besiedlungsgeschichte Denkendorfs gewonnen“, zieht Dorothee Brenner Bilanz. Die Gebietsreferentin  für Mittelalter- und Neuzeitarchäologie  für den Kreis berichtet von frühmittelalterlichen    Keramikfunden. Deren Herstellungstechnik     und die spezifischen  Randformen weisen in die Zeit ab dem achten Jahrhundert hin.  „Wir können also sagen, dass vor der Klostergründung hier schon Menschen gesiedelt haben“, erklärt Brenner. Genaueres lässt sich über die frühen Denkendorfer aber kaum sagen. Waren sie einfache Menschen? Waren sie wohlhabend?

„Wir haben zwei   verzierte Beschläge aus Knochen gefunden, die möglicherweise zu einem Reliquienkästchen gehört haben könnten“, sagt Brenner. Das könnte auf eine wohlhabendere Bewohnerschaft hinweisen. Auch zogen die Mitarbeiter etliche  Tierknochen aus dem Boden – auffallend viele Knochen von Fleischfressern, vielleicht Hunden,  waren dabei, also keine Nutztiere. Könnten die Hunde für die Jagd eingesetzt worden sein? Auch dieser Gedanke könnte darauf hinweisen, dass die damaligen  Bewohner nicht ganz einfache Leute waren.    

Kalkofen begeistert

Die Fachleute sind auch begeistert von einem  erstaunlich gut erhaltenen Kalkofen. Der gefundene Brennofen diente  vermutlich dazu, vor Ort Baumaterial zu produzieren. Er wird  schätzungsweise zur Zeit der Klostergründung um 1130 angelegt worden sein. Der so bezeichnete „stehende Ofen“ hat zwei gewölbte Schürlöcher, durch die er bedient wurde. Vier Tage lang wurden darin Kalkbrocken auf bis zu 1000 Grad erhitzt. Mithilfe des gebrannten Kalks wurde dann Mörtel angerührt. Ein besonderer Fund  sind auch Topfkachelscherben, die von den Archäologen als eine der ältesten Ofenkachelformen aus Baden-Württemberg eingestuft werden –  zwischen dem zehnten und zwölften Jahrhundert waren Kachelöfen ein Statussymbol.

Auch hat sich herausgestellt,  dass am Kloster,  entgegen bisherigem Wissen, bereits im Spätmittelalter  ein Flügel Richtung Süden angebaut war.

Die Firma IKU, die die Grabungen durchführt, wird    die Funde nun säubern, dokumentieren und in ihrem Lager in Rottenburg-Wendelsheim beschriften. Später sollen sie  ins Lager des Landesmuseums in Rastatt übersiedeln. bob / Foto: bob


Spielespaß im Osternest

Empfehlenswerte Geschenkideen: Aktuell sind etliche neue Würfel- und Kartenspiele erschienen

Top für Kindergartenkinder: Bei „Wettlauf in den Stall“ müssen die Spielerinnen und Spieler würfeln, passende Plättchen aufdecken und Tiere vorwärtsbewegen.

Wenn der Osterhase Kinderherzen glücklich macht, hat er meist Schokoladeneier und andere Süßigkeiten im Gepäck. Doch wie wäre es mit spielerischen Alternativen? Unsere Expertin Tanja Liebmann-Décombe gibt Tipps zu besonders empfehlenswerten Neuheiten.

Für Würfelfreunde

Keine Frage: Würfelspiele sind Glücksspiele. Bei „Hex Roller“ können Taktiker allerdings selbst ihr Glück in die Hand nehmen, zumindest ein bisschen. Entscheidend ist: Welche Zahlen wähle ich aus, um das Beste aus dem aktuellen Wurf herauszuholen? Je nach Spieler wird die Antwort anders ausfallen. Nur durch Zufall kann es vorkommen, dass die Spieler gleiche Zahlen aussuchen und dann auch noch an den gleichen Stellen auf ihrem Zettel eintragen. Wie oft und wo die Einträge erfolgen, ist dank der übersichtlichen Anleitung einfach zu verstehen. Wer seine Boni clever einsetzt, lukrative Punktquellen im Blick behält und Verbindungen zwischen den vorgedruckten Zahlen schafft, hat gute Chancen auf den Sieg. Fazit: kurzweilig, eingängig, gut.

„Hex Roller“ von Rustan Hakansson, erschienen bei Frosted Games/Pegasus Spiele. Ein bis acht Spieler ab acht Jahren; etwa 20 Minuten; etwa zehn Euro.

Für Kindergartenkinder

Ein gelungenes Schau-Genau-Spiel gefällig? „Hexe, Tier . . . wer fehlt denn hier?“ ist optimal dazu geeignet, um die Konzentrationsfähigkeit von Vierjährigen und älteren Kindern zu fördern. Sind die beiden Würfel gefallen, müssen die Spieler nämlich schauen, ob die abgebildeten Tiere auf ihren Karten zu sehen sind. Karten, auf denen sich beide Tiere befinden, dürfen umgedreht werden. Wer Würfelglück und alle seine Karten umgedreht hat, bekommt diejenigen Karten, die die Mitspieler noch offen vor sich liegen haben. Wer am Ende des dritten Durchgangs die meisten Karten hat, gewinnt. Fazit: Ein prima Spiel für Kindergartenkinder.

„Hexe, Tier . . . wer fehlt denn hier?“ von Haim Shafir, erschienen bei Amigo. Zwei bis vier Spieler ab vier Jahren; etwa zehn Minuten; rund acht Euro.

Für Paare

Das Faszinierendste an „Imhotep – Das Duell“ ist, dass in jeder Partie zu fast jedem Zeitpunkt eine prickelnde Spannung zu spüren ist. Wo platziert der Gegner seine Figur? Welches Plättchen will er sich schnappen? Kann ich ihm zuvorkommen und ihm einen Strich durch die Rechnung machen? Alle diese Fragen treiben die Spieler um und fordern volle Konzentration. Denn wer sich ablenken lässt oder es verpasst, das Tun seines Gegenübers zu verfolgen, kann rasch ins Hintertreffen geraten. Wichtig ist es, das Punkte-Potenzial der einzelnen Bereiche bestmöglich auszuschöpfen und auch die blauen Sonder-Plättchen nicht außer Acht zu lassen. Mit ihnen können kleine Vorteile in große Siegchancen verwandelt werden. Fazit: Ein tolles Zwei-Personen-Spiel.

„Imhotep – Das Duell“  von Phil Walker-Harding, erschienen bei Kosmos. Zwei Spieler ab zehn Jahren; etwa 30 Minuten; rund 17 Euro.

Für Kartenspieler

Ab in die Tiefe! Bei „Pearls“ schlüpfen die Spieler in die Rolle von Tauchern, die versuchen, möglichst viele Perlenkarten einer Farbe zu sammeln und diese Perlen in wertvolle Ketten zu verwandeln. Reihum dürfen sich die Spieler alle gleichfarbigen Karten der Auslage holen oder Karten ablegen. Gut abzuwägen ist Trumpf: Lege ich bereits vier Perlen einer Farbe, um mir den Vierer-Bonus zu schnappen und Platz für neue Karten auf der Hand zu haben? Oder warte ich ab, um mir weitere Karten für einen höheren Ketten-Bonus zu holen? Zwar kann bei „Pearls“ durchaus taktiert werden. Letztlich hat es aber auch mit Glück zu tun, wer seine Pläne erfüllen kann. Fazit: Ein einfaches Karten-Sammel-Spiel zum Jubeln und zum Ärgern.

„Pearls“  von Christian Fiore und Knut Happel, erschienen bei Abacusspiele. Zwei bis sechs Spieler ab sechs Jahren; etwa 15 Minuten; etwa acht Euro.

Für Spieleeinsteiger

„Wettlauf in den Stall“ ist top, um Kindergartenkinder an den Spieletisch zu locken. Gespielt wird klassisches Memory, die Schachtel lässt sich in einen bunten Bauernhof mit Stall und Weide verwandeln. Wow, was es da alles zu entdecken gibt! Allerdings neigt sich der Tag so langsam seinem Ende zu und das Vieh muss zurück zum Hof. Wer ein gutes Gedächtnis und Glück beim Würfeln hat, kann dabei helfen, die Tiere Schritt für Schritt voranzutreiben. Wird es den Spielern gelingen, die Bauernhofbewohner sicher in den Stall zu bringen, bevor die Sonne untergeht? Fazit: robust, schön gestaltet und ein guter Spieleeinstieg, denn am Ende gewinnen oder verlieren alle gemeinsam.

„Wettlauf in den Stall“  von Ingeborg Ahrenkiel, erschienen bei Schmidt Spiele. Zwei bis vier Spieler ab drei Jahren, rund 15 Minuten, etwa 18 Euro.

Weitere Spieleneuheiten, die sich   fürs Osternest eignen:

„Magic Mandala“ von Manu Palau, erschienen bei Huch. Ein bis vier Spieler ab sechs Jahren; etwa 15 Minuten, rund zehn Euro.

„Dizzle“  von Ralf zur Linde, erschienen bei Schmidt Spiele. Ein bis vier Spieler ab acht Jahren; etwa 20 Minuten, rund zwölf Euro.

„Stadt, Name, Land“, erschienen bei ASS Altenburger. Zwei oder mehr Spieler ab sieben Jahren; etwa 15 Minuten; etwa acht Euro.

„Knaster“ von Heinz Wüppen, Markus Schleininger und Reinhard Staupe, erschienen beim Nürnberger-Spielkarten-Verlag. Ein bis zwölf Spieler ab acht Jahren; rund 15 Minuten; etwa zehn Euro.

„DOS“ erschienen bei Mattel Games. Zwei bis vier Spieler ab sieben Jahren; etwa 30 Minuten; rund zehn Euro.

„Colour Chameleon“ erschienen bei Jumbo. Zwei bis vier Spieler ab drei Jahren; etwa 15 Minuten; rund 32 Euro. Zwei bis vier Spieler ab drei Jahren; etwa 15 Minuten; rund 32 Euro. Liebmann-Décombe / Foto: Liebmann-Décombe


Abgestimmt

In Berlin wird ein Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungsbaufirmen vorbereitet, Grünen-Chef Robert Habeck unterstützt dies.  Sollen Vermieter enteignet werden, um günstigeren Wohnraum zu schaffen?

Foto: dpa

Enteignen?

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„Ein Segen liegt auf diesem Haus“

Hospiz in Esslingen besteht seit fünf Jahren – Veranstaltungsreihe während des ganzen Jahres

Das stationäre Hospiz in Esslingen ist vor fünf Jahren eröffnet worden. Das nutzen Träger, Mitarbeiter und Beteiligte  für einen Rückblick.  Dekan Bernd Weißenborn vom Träger Evangelische Gesamtkirchengemeinde fasst die  vergangenen Jahre   im Haus in der Keplerstraße  so zusammen: „Es liegt ein Segen auf diesem Haus.“

Acht Plätze, Gemeinschaftsräume, Trauerräume, ein Garten  – das stationäre Hospiz hat in den vergangenen Jahren rund 500 todkranke Menschen in der letzten Phase ihres Lebens aufgenommen und betreut. Die Menschen – im Hospiz heißen sie Gäste – stammen aus allen Gesellschaftsschichten und gehören allen Konfessionen an. Sie werden aufgenommen, wenn es für sie keine  Versorgungsalternative gibt. Ihr Aufenthalt im Haus beträgt in der Regel  14 Tage. Acht der Gäste haben das Haus aber auch wieder in andere Einrichtungen wie Pflegeheime oder nach Hause  verlassen können.

Ambulant vor stationär

Das Haus in der Keplerstraße ergänzt die ambulante Hospizarbeit im Landkreis Esslingen. Susanne Kränzle, die Gesamtleiterin des Hospizes, betont: „Ambulant geht vor stationär.“ Damit folgt die Hospizbewegung dem Bedürfnis der Menschen, in der vertrauten  Umgebung sterben zu  dürfen. Im Landkreis kümmern sich  65 Ehrenamtliche um diese Menschen. In den vergangenen fünf Jahren waren das rund 700 Menschen, die zu Hause, in Kliniken und Pflegeeinrichtungen begleitet wurden.

  Im stationären Hospiz arbeiten 24 Pflegefachkräfte, eine Pflegedienstleiterin  und zwei Hauswirtschaftskräfte.  Die Hauptamtlichen sind in Teilzeit beschäftigt. „Eine Vollzeitbeschäftigung ist auf lange Sicht nicht zu verkraften“,  erklärt  Susanne Kränzle. Die Arbeit sei  sehr anspruchsvoll und hochbelastend.  Auch Ehrenamtliche sind  im Haus an der Keplerstraße im Einsatz. Zudem steht den Gästen die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) mit Hausärzten, Seelsorgern und Physiotherapeuten  zur Seite. Ins Haus kommen auf Wunsch auch Fußpfleger und Friseure. Musik- und Kunsttherapie wird angeboten.  „Diese Orchestrierung des Lebensendes  macht es möglich, dass Menschen hier gut leben und sterben können“, sagt Kränzle, die aber nicht verhehlt, dass „das Sterben auch ein schmerzlicher, ungewisser und schwerer Prozess bleibt“. Und  es sei immer individuell: „Jeder lebt und stirbt anders.“

Das Esslinger Hospiz hat mittlerweile eine Vorreiterrolle in Deutschland eingenommen. Als erstes Haus hat es seinen Personalschlüssel von 9,75 auf 12,35 erweitert. Mit Susanne Kränzle steht außerdem die  Vorsitzende  des Hospiz- und Palliativverbands  Baden-Württemberg an der Spitze des Hauses.

Eine zentrale Aufgabe nimmt der Förderverein wahr. Über Krankenkassenbeiträge fließt zwar Geld ins Hospiz. Der Träger, die Kirche, muss aber ein jährliches Defizit von 200 000 Euro tragen – das fordert der Gesetzgeber, da eine solche Einrichtung  keinen Gewinn erzielen darf. Daher geht nichts ohne Spenden: Rund 715 000 Euro hat der Förderverein in den vergangenen fünf Jahren zusammengetragen. Davon wird vieles für den Hausalltag besorgt: die Trauerbegleitung, die Zuschüsse für das Sommerfest, Instrumente für die Musiktherapie, der Beamer für  Fußball-Übertragungen, aber auch der Strandkorb auf dem Rundgang ums Haus.

Auch politisch einmischen

Wenn Weißenborn zurückblickt, dann stellt er fest: „Das Haus zu bauen, war eine gute Entscheidung, auch wenn es sehr viel Kraft gekostet hat.“ Insofern sieht er im Hospiz mehr als den Ort für die letzten Tage. Es gelte,  sich auch politisch einzumischen, wenn   es um Sterbehilfe und andere ethische Fragen gehe.  bob / Foto: bob

Info: Eine Veranstaltungsreihe läuft, der Blick auf das Lebensende wird in Infoveranstaltungen, Vorträgen und Treffen thematisiert. Mehr  unter www.hospiz-esslingen.de


Großbaustelle

Die B 313 wird in der Ortsdurchfahrt Nürtingen saniert – Sieben Monate Bauzeit, 3,8 Millionen Euro Kosten

Auf Autofahrer in Nürtingen kommen einige anstrengende Monate zu. Ab Montag, 15. April, wird die Bundesstraße 313, die die Hauptlast des Durchgangsverkehrs in der Stadt trägt, auf einer Länge von 2,2 Kilometern erneuert. Auch die Wörthbrücke wird saniert. Bis Oktober muss mit Verkehrseinschränkungen, Sperrungen und Umleitungen gerechnet werden.

Seit geraumer Zeit schon ist klar, dass der Belag der B 313 in Nürtingen dringend saniert werden muss. Der Asphalt hat unter dem ständig wachsenden Strom an Fahrzeugen, nicht zuletzt auch schweren Lkw, gelitten. Spurrinnen ziehen sich die Fahrbahn entlang, der Belag bröckelt, allenthalben sind Risse und Schlaglöcher zu finden, an manchen Stellen ist die Fahrbahn notdürftig geflickt und gleicht einer Holperpiste. Das soll sich ändern. Gemeinsam mit der Nürtinger Stadtverwaltung hat die Straßenbauverwaltung im Regierungspräsidium Stuttgart einen Sanierungsplan für die Straße entworfen, der nun in den kommenden Monaten in mehreren Bauabschnitten abgearbeitet werden soll. Insgesamt sollen etwa 3,8 Millionen in die Großbaustelle investiert werden.

Ab  Montag, 15. April, rücken die Baumaschinen an. Bis Anfang Oktober wird die Straße zwischen der Wörthbrücke und der Einmündung der Oberensinger Straße in elf Bauabschnitten auf einer Länge von 2,2 Kilometern erneuert, an manchen Stellen könnte auch der Untergrund befestigt werden müssen. Zusätzlich werden die Wörthbrücke  und einige Kanäle und Leitungen saniert.

 Wie die Nürtinger Stadtverwaltung mitteilt, wird die B 313 in jeder Bauphase pro Richtung einspurig befahrbar sein. Die nötigen Umleitungen verlaufen überwiegend durch das Stadtgebiet. Manche Seitenstraßen müssen dafür   zeitweise gesperrt werden, manche Anwohner können ihre Parkplätze und Wohnhäuser vorübergehend nicht mit dem Auto erreichen. 

Die ersten drei Bauabschnitte bei der Wörthbrücke sollen bis Ende Mai abgeschlossen sein.  Danach werden für  drei Wochen die Fahrtrichtung Stuttgart zwischen der Freien Kunstschule und dem Psychiatriegelände und anschließend die Gegenrichtung gesperrt. Im sechsten Bauabschnitt wird Mitte Juli die Straße zwischen der Einmündung der Stuttgarter Straße und dem Psychiatriegelände gesperrt, es folgt der Abschnitt zwischen der Einmündung Stuttgarter Straße bis zur  Wendlinger Straße. Der achte Bauabschnitt betrifft die  Spur Richtung Stuttgart zwischen dem Psychiatriegelände und der Einmündung Stuttgarter Straße. Dort soll in den Sommerferien gearbeitet werden, damit die Bodelschwinghschule nicht während des  Schulbetriebs von der Baustelle betroffen ist. Danach folgt in gleicher Richtung die Sanierung bis zur Einmündung der Wendlinger Straße. Während dieser Phase ist die Zufahrt zum Festplatz und zum Wohnmobilstellplatz nicht möglich.

Die letzten beiden Bauabschnitte erstrecken sich von der Einmündung Wendlinger Straße bis zur Bachhalde auf Höhe der Oberensinger Straße. Zunächst wird ab September die Fahrbahn in Richtung Stuttgart saniert. Darauf folgt die Gegenrichtung. Dafür sind jeweils zwei Wochen Bauzeit eingeplant. Das Gewerbegebiet Bachhalde wird während der Bauarbeiten erreichbar bleiben.  pst / Foto: pst

Info: Anwohner werden über mögliche Sperrungen  informiert.  Informationen zur Baustelle gibt es  im Netz unter www.baustellen-bw.de.


Abgestimmt

Die Bundesregierung will Elektro-Tretroller für die Straße zulassen, die langsamere Variante bis 12 km/h könnte auch auf  Gehwegen verkehren. Was meinen Sie, sollen E-Scooter zugelassen werden?

Foto: dpa

E-Scooter zulassen?

Ergebnis

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„Außergewöhnliche Präsentation“

Messe „Lebensgefühl“ des Wochenblatts ECHO bei Pfeiffer & May in Plochingen – Tanzworkshop und Modenschau

Die ECHO-Messe „Lebensgefühl“ ist und bleibt ein Publikumsmagnet: Das war wieder gut zu sehen bei der jüngsten Ausstellung in den Räumen von Pfeiffer & May (P&M) in Plochingen in der vergangenen Woche. Schon vor der offiziellen Eröffnung waren Parkplätze rar und die rund 30 Stände gut besucht. Andreas Heinkel, Geschäftsführer des ECHO, lud zum Rundgang durch „die ganz besonderen Räume“ ein, P&M-Geschäftsführer  Georg Schillinger  freute sich, wieder Gastgeber der  „außergewöhnlichen Präsentation“ zu sein, und Plochingens Bürgermeister Frank Buß nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, wie   gerne Plochingen  angesteuert wird.  Andrea Gisdol, die ECHO-Verkaufsleiterin, hatte registriert, dass deutlich mehr  Männer  zur „Lebensgefühl“ gekommen waren. Das interessante Vortragsprogramm zu Themen wie „Richtig vererben“, der Tanzworkshop und die Modenschau  – alles gut besuchte Veranstaltungen – trafen den Nerv der Besucher.  bob / Fotos: bob