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Am 30.03.2017 von 18-22 Uhr
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Erschienen am 29.09.2016

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Bauen & Wohnen

Erschienen am 07.07.2016

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Alle Jahre wieder

Die Influenza hat den Landkreis erreicht – Impfung lohnt sich noch – Nicht alle Fälle werden gemeldet – Häufiges Händewaschen schützt

Die Influenza grassiert: Nach wie vor ist der Süden Deutschlands stark betroffen. Auch im Landkreis Esslingen wächst die Zahl der Fälle.   Da die Experten noch nicht so bald von einem Ende der Grippesaison ausgehen, ist auch eine Impfung derzeit noch sinnvoll.

Im Kreis Esslingen sind von Juli  2016 bis zum 8. Februar 399 Fälle gemeldet worden. 72 Personen liegen oder lagen deshalb im Krankenhaus.  Zwei Todesfälle sind bekannt. Tatsächlich liegen die Erkrankungszahlen aber viel höher. „Wir bekommen ja nur die Fälle gemeldet, die durch einen Labornachweis sicher festgestellt worden sind“, sagt Angela Corea, die Ärztin beim Gesundheitsamt in Esslingen ist.

Die Medizinerin geht davon aus, dass sich die Krankheitszahlen noch mehren. Schließlich steige die Welle weiter an. In der diesjährigen Grippesaison überwiegen Erkrankungen mit dem Subtyp A(H3N2), der bekannt dafür ist, insbesondere bei Personen mit Grunderkrankungen und älteren Menschen zu schweren Krankheitsverläufen zu führen.

Gefährdet sind, wie Corea berichtet, neben den Älteren insbesondere Personen jeden Alters mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, unter anderem chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten oder auch chronische Grundkrankheiten wie Multiple Sklerose  sowie Menschen mit HIV-Infektion und Schwangere. Angela Corea sieht es als sinnvoll an, sich auch jetzt noch impfen zu lassen: „Sowohl das Robert-Koch-Institut als auch das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg empfehlen auch zum jetzigen Zeitpunkt noch die Grippeimpfung, insbesondere für die oben genannten Risikogruppen.“ Man müsse aber wissen, dass es etwa zwei Wochen dauere, bis der Schutz aufgebaut  ist. Auch wer geimpft ist, kann sich infizieren. Der Verlauf der Influenza  ist dann jedoch deutlich milder.

Corea wollte nicht ausschließen,  dass sich im weiteren Verlauf die Zahl der Erkrankungen an die Zahl der Krankheitsfälle vor zwei Jahren annähert. Die Grippewelle in der Saison 14/15 war eine der schweren im Land. In Deutschland starben damals etwa 20 000 Personen an der Influenza.

Im Esslinger Krankenhaus liegen einige ältere Patienten auf der Isolierstation, die sich mit der Influenza angesteckt haben. Auch Mitarbeiter sind krank und fehlen. Von einem rasanten Anstieg der Krankheitsfälle oder einer dünnen Personaldecke könne man aber nicht sprechen, sagt Klinikum-Sprecherin Anja Dietze. „Es ist eher der jahreszeitübliche Zustand im Klinikum“, erklärt sie und weiß: „Das kann sich noch ändern.“

Wer sich vor Ansteckung schützen will, sollte häufig die Hände waschen und sie dabei mindestens 20 Sekunden lang einseifen.           bob / Foto: dpa

 

Info: Fragen zur Influenza beantwortet die DAK am 15. Februar zwischen 8 und 20 Uhr über eine Hotline, t 08 00 1 11 18 41. Mehr gibt es auch auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (RKI): www.rki.de.

 

 

Immer wieder ein wenig anders

Das Grippevirus ist ein alter Bekannter der Menschen. Auch wenn das Vorkommen von Viren erst im 20. Jahrhundert entdeckt und verstanden wurde, beschreiben Schriftstücke aus dem Mittelalter  Krankheitssymptome, die die Grippe bezeichnen. Der Name Influenza, also Einfluss,  stammt auch aus dem Mittelalter: Man glaubte nämlich, dass Krankheiten unter dem Einfluss bestimmter Sterne- und Planetenkonstellationen entstehen. Male mattone, die wütende Krankheit, hieß es in Italien um 1580, Lungensucht, Hirnwehe, Hauptkrankheit oder hirntobendes Fieber in Deutschland. Woher das hierzulande geläufige Wort Grippe kommt, bleibt ungeklärt. Sprachwissenschaftler vermuten eine Quelle im Russischen, wo das Wort chripe für heiser steht, oder auch im Französischen, wo das Verb gripper ergreifen und packen bedeutet.
Unterwegs ist das Virus als A-, B- oder C-Typus. Seine spezifischen Eigenschaften erhält es durch seine Untertypen, die mit H und N bezeichnet werden. Diese antigenen Oberflächenmoleküle Hämagglutinin HA und Neuraminida­se NA können sich ständig verändern. Das ist gut für das Virus und schlecht für den Menschen als Wirt: Von seinem Immunsystem werden sie nicht oder nur schlecht erkannt. Heute wissen wir, dass die sogenannte Spanische Grippe um 1918 herum vom Typus A/H1N1 ausgelöst wurde, das Ende der 70er-Jahre wieder in Russland grassierte. Das variable Virus macht auch die Produktion eines Impfstoffs schwierig. Dennoch gelingt es Pharmakologen immer wieder, ein Mittel herzustellen. Etwa ein halbes Jahr vor der Grippesaison auf der Nordhalbkugel sind die Viren auf der südlichen Hemisphäre aktiv. Nach diesem Subtypus arbeiten die Biochemiker ein Serum aus. Viren in abgeschwächter Form „erklären“ dem Körper, was da kommt, worauf er Antikörper bilden kann. Eine Impfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden, da sich das Virus ständig wandelt. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass etwa 41 Prozent der Deutschen gegen Influenza geimpft sind.       bob

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Foto: dpa

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Mediziner verstehen den Krebs besser

Weltkrebstag: Interview mit Michael Geißler, dem Chef-Onkologen und ärztlichen Leiter des Klinikums Esslingen

Am 4. Februar war der Internationale Krebstag. Das Wochenblatt ECHO hat sich mit Michael Geißler, Onkologe und ärztlicher Direktor des Klinikums Esslingen, unterhalten.

 

Professor Geißler, welches war für Sie die erfreulichste Nachricht zum Thema Krebs in den vergangenen Jahren?

Geißler: Das waren drei Punkte: Forschung und medizinische Betreuung haben zu einer über fast alle Krebserkrankungen hinweg nachweisbaren Steigerung der Überlebensraten geführt. Die Lebensqualität der Patienten steht außerdem immer mehr im Fokus der Onkologen und mit dem Durchbruch der Immuntherapie hat sich ein enorm wirksames und spannendes Behandlungskonzept aufgetan.

 

Aber 14 Millionen Menschen erkranken jährlich neu an Krebs und laut WHO verdoppelt sich die Zahl bis 2030.

Geißler: Der Anstieg hängt einerseits an der weltweiten Bevölkerungsexplosion und zumindest in den westlichen Industriegesellschaften an der immer älter werdenden Gesellschaft. Krebs ist meist eine Erkrankung des Alters. Eine immer ungesündere Lebensweise in den westlichen Industrienationen mit Übergewicht, Rauchen, falscher Ernährung und immer weniger Bewegung erhöht das Krebsrisiko zusätzlich.

 

„Versteht“ die Medizin Krebs heute besser?

Geißler: In der Tat haben wir über das weltweite humane Tumorgenomprojekt inzwischen praktisch jede Krebserkrankung molekular entschlüsselt, das heißt, wir kennen die einzelnen Erbbausteine und lernen, inwieweit Veränderungen der Erbsubstanz bei bestimmten Tumoren die Krebsentstehung beeinflussen und wie wir sie für die Entwicklung neuer Medikamente nutzen können.

 

Wo gibt es die größten Fortschritte, was ist gleich schlecht geblieben?

Geißler: Große Fortschritte bei der Erforschung und dem Verständnis der Tumorbiologie sowie der Entwicklung von neuen Krebsmedikamenten gibt es bei Leukämien und Lymphomen, bei den soliden Tumoren zeigen sich deutliche Fortschritte beim Brustkrebs, Lungenkrebs, dem schwarzen Hautkrebs (Melanom), Nierenzellkarzinomen und gastrointestinalen Tumoren, vor allem beim Darmkrebs. Weiterhin schwierig in der Behandlung sind Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und bösartige Lebertumore.

 

Welche neuen Therapieansätze gibt es? Verliert die Chemotherapie an Bedeutung?

Geißler: Neben der Weiterentwicklung von klassischer Chemotherapie, die bei einigen wenigen Tumorerkrankungen an Bedeutung verliert, wie beim Lungenkrebs, bei Sarkomen und Nierenkarzinomen, setzen wir Onkologen zunehmend sogenannte zielgerichtete Therapien und Immuntherapien ein. Diese Therapeutika besetzen ein bestimmtes Schlüsselloch auf dem Tumor, das für das Tumorwachstum von zen­traler Bedeutung ist. Das führt zum Absterben der Tumorzelle. Diese Therapeutika werden als Antikörper oder sogenannte Small Molecules dem Patienten über die Vene oder als Tablette verabreicht. Zu nennen sind auch die sogenannten Angiogenesehemmer, die die Blutversorgung von Tumorzellen hemmen, oder neue Medikamente, die das umgebende Bindegewebe so modifizieren, dass das Metastasierungsrisiko sinkt und klassische Chemotherapeutika besser an den Tumor gelangen können. Bei der Immuntherapie können wir therapeutisch Fluchtmechanismen von Krebszellen ausschalten, sodass das Immunsystem die Tumorzellen im Körper finden und vernichten kann. Hier sind die genannten  Checkpointhemmer  von großer Bedeutung.

 

Gibt es insgesamt weniger Nebenwirkungen und kann man sie besser behandeln ?

Geißler: Das Nebenwirkungsspek­trum der neuen Therapeutika hat sich verschoben, insbesondere bei den neuen Immuntherapeutika treten ganz andere Autoimmunnebenwirkungen auf, die wir aber behandeln können. Dies erfordert ein Umdenken. Auch bei den zielgerichteten Therapien gibt es häufig andere Nebenwirkungen als bei klassischen Chemotherapeutika wie Hautreizungen wie bei einer Akne im Jugendalter.

 

Welchen Stellenwert hat die Vorsorge?

Geißler: Einen hohen: Es gibt Tumorerkrankungen wie Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs und Hautkrebs, bei denen der  Krebs dadurch in einem noch gut heilbaren Frühstadium gefunden wird. Andererseits gibt es Krebserkrankungen, bei denen es keine sinnvolle Früherkrankungsmaßnahmen gibt und eine Krebserkrankung dann erst auffällt, wenn sie sich in einem fortgeschrittenen Stadium befindet.

 

Was sollte der Einzelne tun?

Geißler: Giftstoffe wie Rauchen und Alkohol vermeiden und den regelmäßigen Verzehr von gebratenem roten Fleisch verringern. Dagegen scheint der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse für einige Krebserkrankungen einen positiven Effekt zu haben. Ein weiteres Thema ist Übergewicht. Da das Übergewicht bei uns schon im Kindes- und Jugendalter beginnt, appelliere ich, dass die Schulen mehr aufklären und mehr Sportunterricht anbieten.

 

Gibt es aus Ihrer Sicht sinnvolle alternative Behandlungsmethoden?

Geißler: Als Schulmediziner bin ich auf die neuen Therapieverfahren fokussiert. Ich habe aber durchaus positive Erfahrungen bei einigen Krebserkrankungen mit der zusätzlichen Misteltherapie gemacht, wenn sie mit dem Onkologen abgesprochen ist. Ich warne eindringlich vor Scharlatanen, denen es ums Geld verdienen geht. Zum Beispiel die teuren und nutzlosen Krebsdiäten, die sogar die Lebensqualität der Patienten verschlechtern. Wir haben bei uns im Onkologischen Schwerpunkt in Esslingen eine Kooperation mit der Filderklinik, wo ja ein Schwerpunkt bei ganzheitlichen Behandlungsmethoden zusätzlich zur Schulmedizin liegt.

 

Lesen wir eines Tages die Schlagzeile „Krebs endgültig besiegt“?

Geißler: Auch wenn ich diese Frage gerne mit Ja beantworten würde, werden wir dies meiner Ansicht nach aber nicht erreichen können. Krebszellen sind ähnlich komplex anpassungsfähig wie das HI-Virus. Auch da haben wir trotz Milliardengeldern in der Forschung es nicht geschafft, einen zuverlässigen Impfstoff zu entwickeln. Wir werden sicher immer stärkere Erfolge verzeichnen, einzelne Krebserkrankungen zu behandeln. Alle Krebserkrankungen heilen zu können wird aber auch in den nächsten 50 Jahren ein illusorisches Ziel bleiben.   bob / Foto: bul

Auf dem Abstellplatz

Stellplätze für Wohnmobile: Landkreis ist gut gerüstet für Camper

Touristen entdecken den Landkreis Esslingen. Mit zunehmender Tendenz. Oben auf der Liste der Reiseziele steht die Schwäbische Alb, gefolgt von Städten und anderen Regionen im Kreis. Auch für Camper ist der Landkreis interessant: Rund 70 Plätze stehen zur Verfügung. Und es wird noch nachgerüstet.

So zum Beispiel in Neuffen. Die acht Plätzewerden um weitere acht ergänzt. „Zum April werden die neuen Plätze fertig sein“, verspricht Neuffens Bürgermeister Matthias Bäcker. Die Stadt am Albtrauf, die sich das 5000 Euro kosten lässt, ist laut Bäcker bei Campern bekannt. „Die Touristen kommen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern“, berichtet er. Deren Ziele seien die Alb, das Bad in Beuren oder das Outlet in Metzingen. Im Schnitt blieben die Camper drei bis vier Tage. „Sogar über Silvester waren neun Wohnmobile da“, so Bäcker. Die ganzjährig geöffneten Plätze unweit des Schützenhauses sind von Streuobstwiesen umgeben. Sie werden der Kategorie 1 zugeordnet, das heißt, dort ist Wasser und Strom vorhanden. Die Kneipp-Anlage liegt in unmittelbarer Nähe. Campen ist in Neuffen Chefsache: Die Stadt hat einen Flyer zu diesem Thema herausgegeben. Etliche Städte und Gemeinden am Albtrauf haben Plätze für Wohnmobile eingerichtet. Mit demnächst 16 Plätzen hat Neuffen das umfangreichste Angebot und mit 21 Tagen die längste  erlaubte Verweildauer.

Zwölf Wohnmobilplätze bietet Nürtingen an. Petra Schamber betreut die Plätze, die sie 2006 ins Leben gerufen hat – ehrenamtlich, in Zusammenarbeit mit der Stadt. Besucher kämen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Die Lage sei ideal: „Von Nürtingen aus kann man sternförmig viele attraktive Orte erreichen.“ Der Platz, abgetrennt vom Festplatz Oberensingen, war laut Schamber der Erste dieser Güte in der Umgebung. Seit 2010 findet auf dem angeschlossenen Festplatz auch ein jährliches Wohnmobiltreffen statt.

„Für Esslingen sind Wohnmobiltouristen eher kein Thema“, sagt hingegen Charlotte Fink von der Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH. An der Burg stehen zwar zwei Plätze bereit, Wasser und Strom gibt es dort allerdings nicht. Laut Fink gibt es in Esslingen keine Überlegungen, dieses Angebot zu optimieren und auszubauen. „Erfahrungsgemäß bevorzugen Camper Plätze in der Natur und besuchen von dort aus die Städte in der Umgebung.“

Eine Ausnahme im Kreis stellen die 42 ausgewiesenen Camperplätze an der Stuttgarter Messe dar. Auf Kreisgemarkung gelegen bieten sie in erster Linie Besuchern der Landeshauptstadt einen Stellplatz. Vor allem Messebesucher wie die der CMT nutzen die Übernachtungsmöglichkeit – die Kosten pro Nacht betragen 15 Euro, während Messen 25 Euro.

 

Info: Ein Flyer informiert über zehn ganzjährig geöffnete Wohnmobilstellplätze im Kreis mit Angaben zur Erreichbarkeit, der Anzahl der Plätze, Ausstattung, Preise und Verweildauer. Internet: www.landkreis-esslingen.de und dort Tourismus, dann Unterkunft anklicken.              bob / Foto: Stadtverwaltung Neuffen

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Metropolen, Nationalparks, Sonnenstrände – die USA
sind ein begehrtes Reiseland. Nun gibt es Präsident Trump.
Kann seine Politik Ihnen die Reiselust auf die USA vermiesen?

Foto: dpa

Keine Lust auf USA?

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Auf der Schattenseite

Kreis Esslingen hat landesweiten Spitzenplatz bei Wohnungslosigkeit

Im Landkreis Esslingen gibt es nach den jüngsten Zahlen rund 1440 Menschen, die keine eigene Wohnung haben. Damit ist der Kreis Esslingen der Landkreis mit der landesweit höchsten Zahl an Wohnungslosen. Als Hauptgründe gelten die hohen Mieten und fehlender Wohnraum. Die soziale Betreuung für Wohnungslose im Kreis gilt zwar als gut, das Kernproblem bleibt aber bestehen. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren etwa 6000 bezahlbare Wohnungen fehlen werden.

Die jüngste Studie zur Wohnungslosigkeit in Baden-Württemberg lenkt den Blick auf die Schattenseiten des prosperierenden Landkreises Esslingen und beschreibt eine große Herausforderung. Rund 1100 der 1440 Wohnungslosen sind Menschen, die aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen ihre Wohnung verloren haben und in ihren Heimatkommunen im Rahmen der allgemeinen Daseinsvorsorge in Unterkünften untergebracht sind. Etwa 300 Wohnungslose sind kreisweit in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe untergekommen.

Regine Glück, Abteilungsleiterin der Dienste für Menschen in Armut und Wohnungsnot bei der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart, erzählt, dass etwa die Hälfte der Untergebrachten noch weitere Hilfen benötigen. „Armut und Ausgrenzung machen krank, das ist lange bekannt. Dazu beobachten wir, dass sich die Probleme der Menschen in ihrer Komplexität vervielfältigt haben“, erklärt Glück. Die Hilfsangebote in den Beratungsstellen und Tagesstätten in Esslingen, Nürtingen und Plochingen würden jedoch längst nicht mehr alle Bedürftigen erreichen. „Viele muss man aufsuchen“, sagt Glück.

Das Hilfesystem im Kreis ist laut Regine Glück zwar vielfältig, könne das Grundproblem jedoch nicht lösen. „In allererster Linie fehlt Wohnraum“, sagt sie. Nur wenn ausreichend viele bezahlbare Wohnungen zur Verfügung stünden, könne überdies vermieden werden, dass verschiedene Gruppen von Wohnungssuchenden und Bedürftigen gegeneinander ausgespielt werden können. „Unsere wichtigste Forderung an die Politik ist: Wohnraum und Beschäftigungsmöglichkeiten, damit sich noch leistungsfähige Menschen aus ihrer prekären Situation lösen können.“            pst / Archivfoto: dpa

 

Info: Die neue 52-seitige Broschüre „Orte zum leben“ informiert zum Thema und ist kostenlos bei der Fachberatungsstelle Esslingen, t 07 11/39 69 10 14, erhältlich.

Überwiegend optimistisch

Neujahrsempfang der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen – Festvortrag zum Thema Religion – Wechsel in der Geschäftsführung

Trotz aktueller „potenzieller Risiken“ wie dem Brexit oder dem Richtungswechsel in der amerikanischen Handelspolitik zeigt sich Heinrich Baumann,  der Präsident der Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen der Industrie- und Handelskammer (IHK), im Hinblick auf die lokale Wirtschaft überwiegend optimistisch. Das sei auch bei einem Großteil der Unternehmen im Landkreis Esslingen nicht anders, verwies er beim IHK-Neujahrsempfang im Esslinger Neckar Forum auf eine erste Tendenz der noch im Detail auszuwertenden IHK-Umfrage. Dennoch: Natürlich hätten „die beiden politischen Erdbeben“, die Großbritannien und die USA im vergangenen Jahr erschütterten, für eine gewisse Ratlosigkeit gesorgt, seien doch gerade die USA für die baden-württembergische Wirtschaft das Exportland Nummer eins. Für Verunsicherung sorgen laut Baumann zudem die Terroranschläge in Europa, die Entwicklung in der Türkei und die vielen Krisen der Europäischen Union: „Bislang als unumstößlich geltende Wahrheiten scheinen mit einem Mal über Bord gekippt und nicht mehr zu gelten. Als sicher geltende Prognosen werden von der Realität eines Besseren belehrt.“

Der Optimismus hiesiger Unternehmer lasse sich vor diesem Hintergrund wohl dadurch erklären, dass sie auch in Zeiten der Veränderung ihre Chancen suchen. „Wir sollten daher nicht den Teufel an die Wand malen und uns verrückt machen lassen. Konzentrieren wir uns auf die Stärken, die unsere Wirtschaft hat“, so der klare Appell. Schließlich sei das wirtschaftliche Umfeld bereits seit der Finanzkrise 2008 schwieriger geworden. Baumann mahnte eine verlässliche Wirtschaftspolitik und gute Standortbedingungen an: Themen seien dabei etwa der flächendeckende Breitbandausbau, die Verkehrsin­frastruktur und der Fachkräftebedarf. Eine enorme Herausforderung sei auch die Integration der Flüchtlinge, die bleiben dürfen.

„Wirtschaft lebt auch von Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann. Dazu gehören Recht und Moral, vielleicht auch Religion“, spannte Baumann den Bogen zum Festvortrag des Tübinger Theologieprofessors Karl-Josef Kuschel mit dem Titel „Volle Moscheen – leere Kirchen? Zur Zukunft des Christentums in Deutschland“. Aktuell löse die hierzulande starke Präsenz des Islam mit seinen radikalisierten Minderheiten einerseits Ängste und Abwehr aus, andererseits aber auch eine nie dagewesene Bereitschaft zur Integration, zum Dialog und zur Zusammenarbeit. Gleichzeitig erkennt Kuschel Gleichgültigkeit und Desinteresse gegenüber dem Christentum in Deutschland. Statistiken sprächen von rund 3,5 Millionen Muslimen in Deutschland, die Flüchtlinge seit 2015 nicht eingerechnet. Die Zahl der Moscheen werde aktuell auf 2750 geschätzt, christliche Gotteshäuser gebe es etwa 45 000 in Deutschland.

Große Teile der mit uns lebenden Muslime seien angesichts der kriegerischen Selbstzerfleischung der islamischen Welt genauso beunruhigt, betonte Kuschel. Spätestens seit den Terroranschlägen in Europa 2015 und 2016 müsse genauer hingeschaut werden, müsse nach den Ursachen gefragt werden. Was die Wirtschaft angehe, so habe man „bis in die Führungsetagen weltweit operierender Firmen begriffen, dass in einer ökonomisch global vernetzten Welt Geschäfte mit Vertrauensbildung zwischen den Partnern zu tun haben, und dass diese Vertrauensbildung auch abhängt von der Sensibilität für Geschichte, Kultur und Religion des jeweils Anderen“. Die ökonomische und politische Abhängigkeit von Ländern mit islamischer Prägung sei gerade in den Bereichen der Sicherheits-, Energie- und Wirtschaftspolitik bedeutend. Ein freier Welthandel, gepaart mit kulturellem Protektionismus und weltreligiöser Ignoranz, funktioniert laut Kuschel nicht. Vielmehr gelte es, sich auf die Grundwerte zu besinnen, die zehn Gebote des Christentums seien dabei die Kernbotschaft.

Die goldene Regel Jesu vertiefe diese Werte: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das sollt auch ihr ihnen tun.“ Respekt, Verständnis und Solidarität bildeten einen unlösbaren Zusammenhang zwischen dem eigenen Wohlergehen und dem anderer. „Und der Andere ist immer auch der Andersglaubende, Andersdenkende und Anderslebende“, machte Kuschel klar.

 

„Für mich ist dieser Abschied ein großer Schritt. Obwohl ich ihn mir gewünscht habe, fällt er mir schwer. Ich bin sehr gerne hier gewesen.“ Nach acht Jahren hat Hilde Cost den Posten der leitenden Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen abgegeben, Nachfolger ist Christoph Nold. In den vergangenen Jahren habe sie den Landkreis Esslingen als sehr wirtschaftsstark kennengelernt: „Ich habe die Menschen hinter den Zahlen kennengelernt und bin schwer beeindruckt. In dieser Landschaft zwischen Neckar, Filder und Albtrauf gibt es ein unglaubliches Potenzial an innovativen Unternehmen.“ Sie sehe zwar die Herausforderungen, vor denen diese stünden, „aber ich bin überzeugt, dass sie sie meistern können“.

IHK-Präsident Heinrich Baumann lobte die scheidende Geschäftsführerin: Nach insgesamt 30 Jahren bei der IHK kenne sie das Kammergeschäft in- und auswendig. Sie habe nie aufgehört, ihren Horizont zu erweitern und habe so zu jedem neuen Thema eine fundierte Meinung. Cost sei „uneitel, unbedingt verlässlich, zielorientiert, stilsicher, empfindsam, ausgleichend, humorvoll und immer freundlich“. Ihrem Nachfolger Christoph Nold hinterlasse sie eine bestens organisierte Bezirkskammer und ein motiviertes, schlagkräftiges Team.

Der neue Geschäftsführer dankte seiner Vorgängerin für die gute Einarbeitung der vergangenen Wochen: „Sie haben ein hervorragend bestelltes Feld und große Fußstapfen hinterlassen. Das ist Herausforderung und Anspruch zugleich“, sagte  Nold. Schritt für Schritt wolle er nun den Landkreis, seine Unternehmen und Unternehmer kennenlernen.        eis / Foto: bul

Last fürs Lenninger Tal

Baubeginn beim Albvorlandtunnel – Bis zu 500 Lastwagen täglich

Die Bauarbeiten für die Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Ulm nehmen nun auch im Albvorland konkrete Formen an. Auf der Gemarkung der Gemeinde Dettingen wird derzeit die Baustelle für das Ostportal des Albvorlandtunnels eingerichtet. Ab dem Sommer werden sich von dort aus zwei Tunnelbohrmaschinen fast neun Kilometer weit bis nach Wendlingen vorarbeiten. Doch das Lenninger Tal wird stark belastet. Der gesamte Aushub wird per Lkw abtransportiert, der Großteil der bis zu 500 Schwerlaster pro Tag soll über die B 465 nach Süden fahren.

Etwa 30 der rund 60 Kilometer der neuen Schnellbahnverbindung zwischen Stuttgart und Ulm werden in Tunneln verlaufen. Einer davon wird auf einer Strecke von 8,8 Kilometern von Wendlingen aus bis auf die Höhe des Kirchheimer Stadtteils Jesingen verlaufen, um dort auf der Gemarkung der Gemeinde Dettingen nahe der Autobahn wieder ans Tageslicht zu führen.

Wie Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann sagt, sahen die Planungen zunächst vor, das hügelige und dicht besiedelte Albvorland hauptsächlich auf einer oberirdischen Trasse nahe der Autobahn mit nur kurzen Tunnelabschnitten zu durchqueren. „Das hätte eine lange Brücke über das Lautertal mitten durch das Dettinger Gewerbegebiet mit enormer Lärmbelastung für die Bürger bedeutet“, beschreibt Haußmann. Der Widerstand der Gemeinde war erfolgreich, ab dem Jahr 2004 war die Trassenführung im Tunnel beschlossene Sache.

Nun wird die Sache konkret. Nachdem das Großprojekt des Alb­aufstiegs bereits weit fortgeschritten ist, nehmen die Mineure ab diesem Sommer den Albvorlandtunnel in Angriff. Die beiden mehr als 120 Meter langen und fast elf Meter hohen Tunnelvortriebsmaschinen, die parallel die zwei Röhren bohren, werden im Frühjahr angeliefert und montiert und danach loslegen.

Der gesamte Aushub soll per Lkw zu Steinbrüchen in Süddeutschland abtransportiert werden. Doch obwohl für die Großbaustelle eine eigene Autobahnzufahrt gebaut wird, werden auf das Lenninger Tal dabei große Belastungen zukommen. „Wir rechnen für die reine Tunnelbauzeit von zwei Jahren mit 400 bis 500 Lkw pro Tag. Der Löwenanteil wird über die B 465 nach Süden fahren“, erklärt Michael Frahm von der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH.

Frahm wie auch Andreas Grote, ein Sprecher der mit dem Bau beauftragten Firma Implenia, räumen allerdings ein, dass es noch kein stimmiges Verkehrskonzept für den zusätzlichen Schwerlastverkehr auf der ohnehin schon stark befahrenen Bundesstraße gebe. Die Projektverantwortlichen seien allerdings „mit Hochdruck dabei“, Lösungen zu erarbeiten, die die Belastung für die Einwohner der Ortschaften im Lenninger Tal so gering wie möglich halten. „Unser Wunsch ist, nicht zu den Hauptverkehrszeiten zu fahren“, sagt Grote.

Rainer Haußmann setzt dabei auf Geduld, Durchhaltevermögen und die Zukunft. „Die Belastung der Bürger ist groß und das Lenninger Tal wird leiden. Aber ich setze zwei Jahre Bauzeit gegen eine aufgeständerte Trasse und Belastung für Generationen. Wir werden die Baustelle tapfer ertragen.“           pst / Foto: Kilgus

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Sigmar Gabriel zieht zurück und schickt für die SPD
Martin Schulz als Kanzlerkandidaten ins Rennen.
Was meinen Sie, haben die Sozialdemokraten mit
Schulz bessere Chancen?

Foto: dpa

Der bessere Kandidat?

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„Blaue Flecken sind unerwünscht“

Dominik Bruntner aus Hochdorf ist Mister Germany 2017 – Der 23-Jährige will bodenständig bleiben – Weiter beim TV Hochdorf kicken

Wer würde nicht gerne eine Woche mit den Finalistinnen der Miss-Germany-Wahl verbringen? Dominik Bruntner aus Hochdorf fliegt in diesen Tagen mit den 22 Missen der Endauswahl nach Fuerteventura: Das gehört zu den Aufgaben des amtierenden Mister Germany, ähnlich wie er mittlerweile bei einer ganzen Reihe von Wochenenden als Jurymitglied bei den verschiedenen Landesfinalen mitwirkte.

Der 23-Jährige kann gut mit den Kandidatinnen mitfühlen und ihre Nervosität nachvollziehen. Schließlich ist es noch nicht lange her, dass er sich selbst um den Titel „Schönster Mann Deutschlands 2017“ bewarb. Am 10. Dezember trat er in Linstow im Kreis Rostock gegen 16 weitere Kandidaten an – wobei die Herren sich einmal im Anzug, einmal oben ohne präsentierten. Qualifiziert hatte sich der Schwabe, als er im November zum Mister Baden-Württemberg gewählt wurde. Auf der anderen Seite, in der Jury, fühle man sich schon deutlich entspannter als auf dem Laufsteg, sagt er.

Angesichts seiner vielen Termine ist es gar nicht leicht, mit dem Hochdorfer einen Termin zu bekommen. Am ersten Morgen nach der Wahl zum Mr. Germany riefen schon die ersten Radiostationen, Fernsehsender und Printmedien an. Und auch die zehn Tage danach habe „von morgens bis abends das Telefon durchgeklingelt“, sagt er.

Seitdem ist der 23-Jährige ständig unterwegs, obwohl er eigentlich sehr heimatverbunden ist. In Hochdorf ist er aufgewachsen, dort wohnt er noch immer – derzeit gerade auf dem Sprung, aus dem Elternhaus in eine WG mit einem Freund zu ziehen.

Er wird in diesem Jahr viele Orte und viele neue Menschen kennenlernen, das ist mit dem Titel „Schönster Mann Deutschlands“ verbunden. Ein geregelter Tagesablauf ist beim Modeln ohnehin nicht drin. Das weiß Bruntner, der diese Karriere im Nebenjob begann und seit einem Jahr ganz auf diese Karte setzt. Begonnen hat alles, als ihn ein Fotograf auf Facebook „entdeckte“ und zum Fotoshooting einlud. Das war vor sieben Jahren und Bruntner machte mit, zumal ihm ein paar schöne Bilder als Geburtstagsgeschenk für seine Mutter gelegen kamen. Weil das Ganze sehr gut lief, bewarb er sich auf Anraten des Profis bei einer Agentur und bekam erste Aufträge.

Zunächst hatte Bruntner Indus­triekaufmann in einer Reichenbacher Firma gelernt und war dort nach dem Abschluss noch ein Jahr lang angestellt. Dann wechselte er ganz in die Schönheitsbranche, modelte für Haarpflegeprodukte, für Sportmarken, für Mode. Auch in der Bravo-Fotostory war der 1,87-Meter-Mann mit blauen Augen und dunkelbraunen Haaren schon zu sehen. Insgesamt ist die Modebranche nach wie vor sehr weiblich, Männer seien da schon immer in der Minderheit, erzählt er. Dass sich vier Männer unter 40 Frauen wiederfinden, ist bei Modelterminen nicht selten.

Frauen bekämen in dieser Branche mehr Jobangebote und mehr Geld, andererseits könne ein Mann den Beruf lange ausüben: Auch Herren mit grauen Schläfen und ein paar Charakterfalten im Gesicht sind durchaus noch gefragt. Für Frauen ab spätestens 35 werde es dagegen schwierig, auch wenn sich die Stimmung langsam wandle.

Bis zu den grauen Schläfen braucht der 23-Jährige aber noch nicht zu denken, vorerst hat er mehr als genug zu tun. Dass sich „Türen öffnen“, dass er interessante Begegnungen hat, das erhofft er sich von seinem Jahr als Mister Germany. Ein zweites Mal kann man sich für diesen Titel nicht bewerben. Aber es gibt ja auch noch den Mister World: „Warum nicht?“, sagte Dominik Bruntner, als er in der SWR-Landesschau gefragt wurde, ob er sich eine Kandidatur bei diesem Wettbewerb vorstellen könnte.

Ebenso vorstellbar ist für ihn, irgendwann in den Büroalltag zurückzukehren. Überhaupt wirkt der junge Mann ganz und gar nicht abgehoben. Dass seine natürliche und unverkrampfte Ausstrahlung bei der Mister-Germany-Wahl zu seinem Sieg beitrug, kann sich Dominik Bruntner gut vorstellen, schließlich machte er auch gegen deutlich muskulösere und durchtrainiertere Typen das Rennen. Mehrmals pro Woche Fitnessstudio stand aber im Vorfeld auch bei ihm auf dem Programm. Das wird weiterhin dazugehören, außerdem spielt der Hochdorfer gern Tennis und Fußball. Er hofft, weiterhin beim TV Hochdorf, wo er seit der Kindheit kickt und Freunde hat, aktiv bleiben zu können. Ganz einfach wird das nicht: Zum einen verpasst er aufgrund von Terminen nun häufig das Training, zum anderen sind blaue Flecken beim Modeln unerwünscht. Trotzdem will er es versuchen, denn „ganz ohne Fußball kann ich halt auch nicht“.            aia / Foto: dpa