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Erschienen am 22.11.2017


Erschienen am 11.10.2017

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Kleinod bewahrt

Verein Kunstdruck belebt Central-Theater in Esslingen – Programm ab Januar

Ein paar wenige Veranstaltungen sind bereits gelaufen, Ende    Januar startet das Esslinger Central-Theater dann mit einem regelmäßigen Kulturprogramm. Für die Belebung des ältesten noch erhaltenen Kinosaals in Deutschland  sorgt der Verein Kunstdruck.   Für die neuerliche Nutzung sind die Räume am Roßmarkt komplett renoviert worden.

Eigene Produktionen sowie  Gastspiele von Künstlern von außerhalb und Workshops will der Verein auf die Bühne im ehemaligen Kino  bringen. Am Wochenende 20./21. Januar soll im Central-Theater der regelmäßige Veranstaltungsbetrieb anlaufen. Geplant sind ein bis zwei Veranstaltungen an jedem Wochenende. Einen  Vorgeschmack gab es  im  November mit einem bunten künstlerischen Abend mit Luftakrobatik und Klaviermusik von Alan Sautter-Mendez sowie einem  Konzert mit zwei Newcomerbands aus der Region.

„Wir sind die jüngste deutschsprachige Intendanz“,  stellt Philipp Falser sich und seine Mitstreiter im  Verein Kunstdruck vor.  Die  Männer und Frauen – die meisten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt – haben sich zum Ziel gesetzt, autodidaktisch Schauspielkunst zu vermitteln und besonders ein junges Theaterpublikum anzusprechen. Der Verein hat sich 2013 gegründet und zählt 35 Mitglieder.  „Wir sind dezentral organisiert und gut vernetzt“, erklärt Vorstandsmitglied Falser, der zugleich seit Längerem Sprecher des Kulturnetzwerks Esslingen ist. Das erlaubt Kunstdruck  auch immer wieder,     Mitgestalter von außerhalb Esslingens hinzuzuziehen.

Seit 2013 hat Kunstdruck eine feste Bleibe gesucht – und bereits ein Auge auf das Central-Theater  als Standort geworfen. In Kooperation mit dem Podium Festival gab es zwar einige Projekte dort, aber die   Konditionen verhinderten bislang eine Realisierung als feste Adresse. „Seit Benedikt Stegmayer das Kulturamt leitet, hat das Projekt deutlich Fahrt aufgenommen“, berichtet Falser. Als der Kinderkunstverein Esslingen  aufgelöst wurde, erhielt Kunstdruck deren  Geld  als Startkapital zugeschlagen.

In der Vergangenheit haben sich bereits andere Kunstschaffende an einem Betrieb im Central versucht  – ohne dauerhaften Erfolg. Als die Ballettschule von Svetlana Khinganskaia und Vladimir Khinganskiy   2005 ging –  die fehlende Lüftungsanlage schuf schwierige Arbeits- und Trainingsbedingungen –, begann die Eigentümerfamilie, die Geschwister Geissler GbR, das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gebäude  über zwölf Jahre aufwendig und denkmalgerecht zu restaurieren, wie Miteigentümerin   Brigitte Sheikh erklärt. Die Renovierung wurde von Denkmalstiftungen und der Stadt bezuschusst.

Kunstdruck wagt nun den Sprung ins kalte Wasser. „Man muss es einfach versuchen“, sagt Falser optimistisch. Im Dezember läuft noch eine Crowd-Funding-Aktion.  bob / Foto: bul

Info: mehr zu Spenden und dem Programm unter www.kunstdruck-central.de.

Harmonie zum Blättern

ECHO-Buchtipps zu Weihnachten – Regionale Neuerscheinungen mit lokalen Autoren – Für Wanderfreunde und Hobbydetektive

Die Gitarre ist gestimmt, die Weihnachtslieder sitzen und die Geschenke sind auch besorgt: Über ein gutes Buch freut sich jeder. Wer so gut vorbereitet ist, findet sicher auch selbst Zeit zu lesen. Die Redaktion des Wochenblatts ECHO hat unter den regionalen Neuerscheinungen ausgewählt.

Der Musikredakteur Günter Schneidewind hat erneut in seinem persönlichen Archiv geblättert und lässt Musikfreunde an seinen Begegnungen mit Stars wie Albert Hammond, Ian Gillan oder Udo Lindenberg teilhaben. Ein Schwerpunkt dieses Erzählbands bilden die Geschichten, die berühmte Songs wie „Highway Star“ oder „I will survive“ begleiten. Umrahmt wird dies von Interviews und launigen Anekdoten, zum Beispiel, dass Mike Batt seinen ersten Hit als Womble feierte, oder dass Led Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page einst Caterina Valente als Studiomusiker begleitete.
Günter Schneidewind: Der große Schneidewind – Hits & Storys, Klöpfer & Meyer, Tübingen

Geschichten der ganz anderen Art erzählt Christoph Wagner. Der Musikjournalist erinnert in Wort und Bild an die bewegten 1960er- und 1970er-Jahre, als Baden-Württembergs Musikszene den Hochburgen wie Hamburg oder Berlin in nichts nachstand. Jazz, Blues, Beat, Folk und Rock bewegte die Jugendlichen im Südwesten ebenso wie anderenorts, Musiker gründeten Bands und bereicherten die lokale Szene. Nicht zuletzt wird in dem Buch der Beweis erbracht, dass Schorndorf die heimliche Landeshauptstadt des Rock war.
Christoph Wagner: Träume aus dem Untergrund, Silberburg Verlag, Tübingen

Auch wenn in den vergangenen Jahren Wälder und Wiesen nur selten von Schnee weiß getüncht wurden, die Magie einer Winterlandschaft bleibt unbestritten. Wer wüsste dies besser als Wanderbuchautor Dieter Buck, der in seinem neuen Band 40 Winter-Wandertouren im Ländle vorstellt. Informativ und anregend leitet er durch die Strecken, gibt wichtige Parameter wie Länge, Dauer und Schwierigkeitsgrad an die Hand, macht durch Fotos Lust, die Landschaft live zu erkunden. Und wer seine Wandertour nach Einkehrmöglichkeiten aussucht, findet hier zahlreiche Tipps.
Dieter Buck: Winterwandern in Baden-Württemberg, Silberburg-Verlag, Tübingen

Was macht eigentlich ein Kobold im Winter? Ganz klar: Er friert. Also muss der Pumuckl unbedingt einen pudelwarmen Pumuckl-Puppenpullover haben. Doch den zu beschaffen, fällt Meister Eder gar nicht so leicht. Dies ist nur eine von neun lustigen Geschichten in dem Vorlesebuch, in dem der wohl berühmteste Kobold aller Zeiten die Hauptrolle spielt. Wie er wohl auf den ersten Schnee in seinem Leben reagiert? Was er wohl mit seinem Adventskalender anstellt? Übrigens: Der kleine Wicht hat sein Ränzlein wieder, die Bilder im Buch stammen von der Illustratorin des Originals, Barbara von Johnston.
Ellis Kaut: Pumuckl Wintergeschichten, Kosmos Verlag, Stuttgart

Die drei Schüler des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums Luca, Mina und Ben müssen nachsitzen. Allerdings werden sie in einen nicht mehr benutzten Raum in den Keller gebeten, die Tür lässt sich nicht öffnen. Und niemand ist in der Nähe, der sie befreien könnte. Nicht nur hier ist der Leser gefordert. Immer wieder müssen Rätsel gelöst werden, um zu erfahren, auf welcher Seite des Buchs die Geschichte weiter geht. Der bloße Einsatz von Hirnschmalz reicht da nicht aus, zuweilen muss geschnitten, geknickt und gefaltet werden. Ein interaktiver Lesespaß für clevere Spürnasen mit Detektiv-Instinkt
Anna Maybach, Inka und Markus Brand: Der Keller der Geheimnisse (EXIT-Das Buch), Kosmos Verlag Stuttgart

Die Sonderkommission des Landeskriminalamts Stuttgart T. O. M., Tote ohne Mörder, hat sich auf die Klärung von ungelösten Fällen spezialisiert. Dieses Mal beschäftigt sich das Team um den kauzigen Oberkommissar Sebastian Franck mit dem Verschwinden einer Schülerin. Lediglich ihre blutgetränkte Kleidung wurde gefunden. Die 17-Jährige war in einen ihrer Lehrer verliebt, und dass dieser ausgerechnet diejenige ehelicht, die ihm ein Alibi verschafft hat, erscheint verdächtig. Also muss Franck undercover an der Schule ermitteln und setzt sich damit einer unerkannten Gefahr aus. Fein gezeichnete Charaktere, ein humorvoller Schreibstil und ein Spannungsbogen, der die Leserschaft in die Geschichte hineinzieht, sind bei diesem Krimi Garanten für gute Unterhaltung
Thilo Scheurer: Fildermädchen, emons Verlag, Köln

Die Esslinger Autorin Pia Rosenberger geht erneut auf Zeitreise und macht in Esslingen im Jahr 1514 halt. Am Hainbach entdeckt die junge Tessa Berthier die Leiche ihres Jugendfreunds Ludwig, der von Jagdaufseher Friedrich Hofstätter, der mit seinen Schergen die Menschen rund um Stuttgart tyrannisiert, getötet wurde. Fast bezahlt sie dieses Wissen mit ihrem Leben, doch Corentin Wagner, der Hofstätter nicht wohlgesonnen ist, kommt ihr zu Hilfe. Die beiden können ins Remstal fliehen. Dort tobt der Aufstand des Armen Konrad, Tessa und Corentin schließen sich den Rebellen an. Doch Hofstätter ist einer, der die Jagd liebt und die beiden unnachgiebig verfolgt. Starke Figuren, ein fesselnder Plot, ein markanter Schreibstil und detaillierte Beschreibungen von Land und Leuten ergänzen sich hier zu einem fesselnden Historien-Epos. on
Pia Rosenberger: Die Tochter des Gewürzhändlers, emons Verlag, Köln

on / Foto: on

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Ein Ort der Trauer

Kindergrabfeld am Ebershaldenfriedhof vergrößert und neu gestaltet

Ein Kind wird tot geboren, eine Mutter verliert ihr Baby durch eine Frühgeburt  –  das sind traumatische Erfahrungen, die einer besonderen Würdigung bedürfen. Zum Beispiel durch einen Ort der Trauer. Das Klinikum Essslingen hat  vor 16 Jahren ein Kindergrabfeld angelegt, das jetzt vergrößert und neu gestaltet worden ist.

„Kinder, die zu schwach oder zu klein waren, mit uns zu leben“ steht auf dem Täfelchen am  Kindergrabfeld auf dem Ebershaldenfriedhof. Dort werden seit 2001 nicht lebensfähige Kinder in einem Gemeinschaftsurnenfeld beigesetzt. Zweimal im Jahr findet dort eine Trauerfeier statt. Die Möglichkeit wird von Eltern wahrgenommen, die ihre toten Babys nicht in einem Einzelgrab bestatten wollen oder können. Rund  100 bis 120  Tot-  und Fehlgeburten verzeichnet das Klinikum unter den etwa 1800 Geburten im Jahr.  Totgeburten, Fehlgeburten, Abtreibungen hinterlassen tote Kinder, die lange Zeit keine Berücksichtigung in den gewöhnlichen Trauerritualen fanden. Das hatte auch damit zu tun, dass bis ins Jahr 2009 eine Bestattung eines Frühgeborenen mit einem Gewicht unter 500 Gramm  in einem Einzelgrab nicht möglich war.  Eine Totgeburt wurde der Mutter in den Krankenhäusern meist sofort weggenommen und  entsorgt  –  so wie Organe oder Amputiertes. Dazu wurden Frauen in Vollnarkose versetzt, um ihnen das bewusste Gebären eines toten Kindes zu ersparen, wie Monika Hanke berichtet. Sie ist leitende Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Die vermeintliche Rücksichtnahme hat aber auch verhindert, dass Eltern trauern konnten. „Vielen Frauen und auch Männern wird die Tragweite ihres Verlusts erst viel später klar“, weiß die Krankenhausseelsorgerin  Dorothee Gölz-Most. Dann sind sie um einen Ort der Trauer froh.  Die toten Frühchen und Totgeborenen  – auch aus der Klinik in Ruit  –  werden im Klinikum aufbewahrt, bis sich Eltern entscheiden, an einer Trauerfeier teilzunehmen.  Die Taufe einer Totgeburt ist im kirchlichen Regelwerk  nicht möglich, aber das tote Kind kann gesegnet werden.

„Auch die Zeremonie einer Namensgebung ist möglich“, erklärt Gölz-Most. „Ein Grabfeld vorzuhalten, gehört zwar nicht zu den originären Aufgaben eines Klinikums“, sagt Verwaltungsdirektor Wolfgang Hanselmann. Man wolle aber betroffene Familien nicht allein lassen und habe sich daher entschlossen, mit dem Erwerb der  Grabstätte die  Lücke im Zuständigkeitvakuum zu schließen.

Das Grabfeld  wird von einem Klinikmitarbeiter sowie von der Gärtnerei Mergenthaler gepflegt. Ein  Gedenkstein trägt eine Zeile aus einem Gedicht  Ludwig Uhlands: „Du kamst,  du gingst mit leiser Spur, von Gottes Hand, in Gottes Hand.“ Ein  Faltblatt  des Klinikums informiert verwaiste  Eltern über die Möglichkeiten des Abschiednehmens.  bob / Foto: bob

„Es bereichert die Menschen“

Adventsgarten auf der Viehweide in Bissingen – Besinnlicher Gegensatz zum Trubel der Weihnachtsmärkte

    

Von Freitag, 1. Dezember, bis Samstag, 16. Dezember, öffnet in Bissingen ein vorweihnachtliches Schatzkästchen. Zwei Wochen lang bietet die Familie Oelkrug die Gelegenheit, auf einem mit Skulpturen und Arrangements aus Keramik, Holz und vielen Details ausgeschmückten Weg durch den Garten ihres Bauernhofs die Weihnachtsgeschichte zu erfahren.
Auf der Viehweide ganz im Süden der Gemeinde Bissingen liegt am Ende eines langen Wirtschaftswegs und schon in Sichtweite des Sattelbogens der Hof der Familie Oelkrug. Zur Sommerzeit bewirtet die Familie, die einen Bio-Milchbetrieb führt, dort in ihrem üppig bewachsenen Garten zuweilen Spaziergänger in einem Bauernhofcafé. Im vergangenen Jahr hatte Karen Oelkrug die Idee, den Garten zur Adventszeit zugänglich zu machen und Gästen einige besinnliche Momente in der Natur anzubieten.
Wochenlang wurde getöpfert und geschreinert, wurden Skulpturen gefertigt und entlang eines Rundwegs durch den Garten arrangiert. An sechs Stationen wird die Weihnachtsgeschichte versinnbildlicht, Häuschen aus Ton zeigen die Stadt Bethlehem, hölzerne Engel stehen im Gebüsch, die Hirten und ihre Tiere, aus Holzplatten ausgesägt, gruppieren sich um die Scheite eines Feuers, Stücke von Baumstämmen tragen gekrönte Keramikkugeln und sind unschwer als die Könige aus dem Morgenland zu erkennen. Immer wieder finden sich Tafeln aus Keramik im Grün, die auf die dor­tigen Pflanzen und ihre Erwäh­­nung in der Bibel verweisen. „Der Adventsweg bietet die Möglichkeit, die Weihnachtsgeschichte zu erleben und lässt genügend Platz für die eigene Fantasie. Und wir wollen etwas Besinnliches anbieten, etwas anderes als den Kommerz und die Hektik der Weihnachtsmärkte“, erklärt Karen Oelkrug.
Das Angebot hat im vergangenen Jahr großen Anklang gefunden. Die Gemeinde hatte die Zufahrt auf dem Wirtschaftsweg für Privatautos freigegeben, so dass auch viele Senioren zur Viehweide kommen konnten. „Wir haben gespürt, dass der Adventsgarten die Menschen bereichert“, erzählt Karen Oelkrug. Daher hat die Familie in den vergangenen Wochen wieder gebastelt, gesägt, getöpfert und etliche Meter Kabel und Lichterketten verbaut.
„Wir hoffen, dass auch Familien kommen. Dann können wir auch ein wenig auf die landwirtschaftliche Produktion auf dem Hof aufmerksam machen“, sagt Karen Oelkrug. Am 1. Dezember wird die Familie den Garten für zwei Wochen öffnen und Gäste auf dem Adventsweg begrüßen. Samstags wird mit Kaffee, Waffeln und Bätschern bewirtet, überdies können Besucher Würste vom Hof erwerben und auf dem Lagerfeuer grillen. „Wir freuen uns auf eine besinnliche Zeit“, sagt Oelkrug. pst / Fotos: pst

Info: Adventsweg auf der Viehweide, Bissingen, 1. bis 16. Dezember, montags bis freitags 13 bis 17.30 Uhr, samstags ab 11 Uhr, sonntags ist der Garten geschlossen (www.viehweide-bissingen.de).

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Eine Zeitreise

Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt vom 28. November bis 22. Dezember

Der Aufbau läuft bereits:  Von Dienstag, 28. November, bis Freitag, 22. Dezember, findet in  Esslingen der Mittelalter- und Weihnachtsmarkt statt. Das bedeutet nicht nur vier Wochen  mittelalterliches und adventliches Treiben in der Altstadt, sondern auch eine große Schar von Besuchern, die mittlerweile aus der ganzen Welt nach Esslingen kommen.

In diesem Jahr ist der Markt mit 25 Markttagen kürzer als sonst. Es gibt auch nur drei Marktwochenenden, da der 24. Dezember auf den vierten Advent fällt. Der Veranstalter, die Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH (EST), hat daher die Öffnungszeiten donnerstags, freitags und samstags von  20.30 Uhr auf 21.30 Uhr ausgedehnt. Das soll auch dazu beitragen, dass mehr Besucher die Donnerstage und Freitage statt der oft überfüllten Samstage für einen Besuch nutzen.

Insgesamt rund 170 Stände füllen den Weihnachts- und den Mittelaltermarkt  – davon sind für gewöhnlich ein paar mehr auf dem Mittelaltermarkt. Zusätzliche 40 Stände kommen an den Wochenenden über  die  Adventsmärkte hinzu.  Neue Beschicker bereichern die Märkte, wobei die EST  auf ihr bewährtes  Programm setzt: Handwerksstände, an denen alte Fertigkeiten gezeigt werden, die dann in  Workshops weitergegeben werden – zum Beispiel Drucken und das Fertigen von Marionetten.

Das Zwergenland, der Markt für Kinder, findet wieder am Kleinen Markt statt. Die dortige Baustelle ruht in der Zeit, die Unterführung wurde wiederum geöffnet.

Insgesamt sorgen 50 szenenbekannte Künstler für rund 500 Programmpunkte. Neu ist beispielsweise das Trio Nachtwindheim. Highlights sind das Konzert mit „Estampie“ und mongolischen Gastmusikern am 9. Dezember im Münster St. Paul sowie das Wochenende 9. und 10. Dezember, wenn auf der Burg Falknervorführungen sowie das Bogenschießturnier für Familien stattfinden.

Neue Mitmachaktionen stehen mit dem Gesangsworkshop mit Sigrid Hausen am 10. Dezember und dem Fechtworkshop mit Gero Bergmann am 15. Dezember an.  Am 20. Dezember steht der traditionelle Fackelumzug zur Burg auf dem Programm. Es gibt die bewährten Führungen für Schulklassen, Erlebnisführungen für Erwachsene und die Führung mit Knecht Remigius, die das echte, oft schwere Leben  im Mittelalter zum Thema hat. Neu ist die Kooperation mit der Württembergischen Landesbühne (WLB).    Am  2. und 3. Dezember findet im Märchenzelt die Lesung „Sams trifft Herrn Bello“ mit WLB-Schauspie­lern  statt.

Das Sicherheitskonzept sieht ein paar zusätzliche Fluchtwege vor, Betonbarrieren schützen die Eingänge. Die Polizei wird ihre Präsenz verstärken. Shuttlebusse  verbinden an den Wochenenden Parkplätze außerhalb mit der Innenstadt.  bob / Foto: bul

 

Info: mehr unter www.esslingen-marketing.de und unter www.facebook.com/Der.Esslinger.Mittelaltermarkt.und.Weihnachtsmarkt/

Max und Felix als Denkmalschützer

Viereckschanze im Esslinger Stadtwald: Kulturdenkmale im Waldboden schützen – Rückepferde sorgen für schonende Waldwirtschaft

  

Bodendenkmale, zumal im Wald gelegen, haben einen entscheidenden Nachteil: Man kann sie schlecht sehen. Das hat dazu geführt, dass die Forstwirtschaft ihnen über Jahrzehnte Schaden zugefügt hat. Um Waldbesitzer und Forstmitarbeiter für die Bodenschätze zu sensibilisieren, hat der Landesbetrieb Forst BW ein Merkblatt herausgegeben.
Im Esslinger Stadtwald, nahe dem Jägerhaus, liegt eine rund 2000 Jahre alte keltische Hofanlage im Boden, 150 Meter davon entfernt ein Gräberfeld. Ein Täfelchen am vorbeiführenden Waldweg macht Spaziergänger darauf aufmerksam. Doch die Reste der Anlage aus der frühen Besiedlungsgeschichte der Region ist nur für geübte Augen zu erkennen. Mehr als einen Hügel nimmt der ahnungslose Betrachter zunächst nicht wahr. Zwar sind Teile der Viereckschanze, wie die Keltenanlage heißt, bereits in den 1920er-Jahren ausgegraben worden, dennoch sind forstwirtschaftliche Arbeiten in diesem Bereich weitergelaufen wie immer. Das bedeutet, dass durch das Fällen und Durchziehen von Baumstämmen durch sogenannte Rückegassen mit schweren Maschinen Teile der Anlage abgetragen und geschleift wurden; das passierte in den zurückliegenden Jahren vielfach aus Unkenntnis.
Seit 2009 hat die Stadt alle Denkmale auf ihrer Gemarkung aufgelistet. Diese Denkmaltopografie bildet nicht nur die historisch relevanten Gebäude in der Altstadt ab, sondern eben auch Kulturdenkmale in freier Landschaft. Der Schutz dieser Denkmale ist allerdings eine Herausforderung. Die Holzernte, die Waldbewirtschaftung sowie das Anlegen von Wegen im Wald als Erholungsgebiet gehören zu den Faktoren, die im gemeinsamen Konzept des Landesamts für Denkmalpflege und des städtischen Forstbetriebs Esslingen beachtet und bearbeitet werden mussten.
„Es gibt eine Reihe von Methoden, die eine bodenschonende Bearbeitung des Waldes möglich machen“, erklärte Stadtförster Ingo Hanak kürzlich bei der Vorstellung des Projekts. Hanak, der sich seit drei Jahren intensiv mit der Thematik beschäftigt, führte vor, mit welchen Arbeitsgeräten beispielsweise der Boden schonend und flach geöffnet werden kann, um Setzlinge einbringen zu können. Wie Hanak berichtete, sind hohe alte Bäume um die Anlage herum gefällt worden. „Diese Bäume hätten bei Sturm umgerissen werden und auf die Anlage stürzen können.“ Das langfristige Ziel sei eine Bewirtschaftungsform, die ohne sturmgefährdete Bäume auskommt.
Einen wesentlichen Anteil am Walddenkmalschutz hat der Einsatz sogenannter Rückepferde. Max und Felix, die beiden Kaltblüter des Lichtenwalder Garten- und Landschaftsbauers Julian Sartorius, ziehen jedes bis zu 600 Kilo Holzgewicht aus dem Wald. Der Vorteil: Die Tiere transportieren die Holzstämme aus nächster Nähe der Denkmale ab und überbringen sie an weiter entfernt stehende Erntemaschinen.
Werden die Stämme nur über kürzere Distanzen über den Boden gezogen, ist die Gefahr geringer, dass sie sich eingraben und an diesen Stellen Schaden anrichten. Für das Konzept bedeutete dies, dass die Rückegassen neu bewertet wurden. Auch der Rückeweg der Pferde musste an das bestehende Rücke­wegenetz angeschlossen werden. Landesarchäologe Dirk Krausse ist von dem Konzept überzeugt: „Die keltische Viereckschanze ist ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Denkmalpflege und dem Forst beim Schutz archäologischer Denkmale im Wald.“ Auch Felix Reining, der ehemalige Kreisforstamtsleiter und jetzige Geschäftsführer von Forst BW, steht hinter dem Konzept: „Der Wald birgt zahlreiche Bodendenkmäler. Forst BW setzt sich aktiv dafür ein, dass sie geschützt bleiben.“
Und Burkhard Nolte, der Leiter des Esslinger Grünflächenamts, freute sich darüber, dass ein Esslinger Denkmal als Beispiel für das Merkblatt ausgewählt wurde.
Info: Das Merkblatt „Denkmale im Wald: Erkennen und schützen“ gibt es bei Forst BW oder zum Herunterladen im Internet unter www.forstbw.de. Es richtet sich an alle Waldbesitzer und Menschen, die im Wald arbeiten. bob / Fotos: bob

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Die FDP und ihr Chef Christian Lindner haben die
Sondierungsgespräche zu einer Jamaika-Koalition in
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Foto: dpa

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„Ein ganz besonderer Abend“

Eisstockschießen, Eislaufen und Abendessen: Gewinner des ECHO-Krimirätsels treffen sich im Eisstadion Esslingen

  

Der Tatort des aktuellen ECHO-Krimirätsels war das     Eisstadion  in Esslingen. Dort wurde das Opfer von der Eismaschine des Eissportvereins überrollt. Die fünf Gewinner, die den Mörder ermittelt hatten, waren in der vergangenen Woche eingeladen, sich in verschiedenen Eissportarten zu versuchen. Und Fahrten auf der Eismaschine, dem Mordinstrument, waren auch  dabei. Die fünf Gewinner hatten beim Krimirätsel auf den Lehrer Peter Prell gesetzt. Der hatte sich verraten, als  er, obgleich er sich als kompletter Laie in Sachen Eissport und Eistechnik vorgestellt hatte, plötzlich sehr kundig über die Mammoth-Eismaschine sprach. Damit war er der Lüge überführt.

Joachim und Stefanie Brucker aus Unterensingen, Sven Maier und Kiriaki Dzemadidou aus Kirchheim, Ute und Jürgen Lang aus Baltmannsweiler, Karin Nutz und Georg Przybilski aus Ostfildern sowie Katja Möhle-Stöhr und Martin Stöhr aus Esslingen wagten sich aufs Eis, zunächst zum Eisstockschießen. Sie erfuhren, dass der Stock aus Stiel,  Körper und Laufsohle besteht  – und dass es unterschiedlich schnelle Sohlen gibt, erkennbar an der Farbe. Vereinspräsident Dieter Fingerle erklärte die Spielregeln: Bein Stockschießen kommt es darauf an, ähnlich wie beim Boule, den eigenen Stock innerhalb der Zielfläche möglichst nahe an die ausgelegte Daube zu schießen.

Erlaubt ist es auch, einen günstig liegenden Stock des Gegners wegzuschießen. Zwei Mannschaften wurden gebildet: Männer gegen Frauen.  Die Eisstockneulinge  stellten sich  geschickt an: Sie beherrschten das Ausloten zwischen kräftigem Schwung und gezieltem Wurf, der  innerhalb der Abmessungen verbleibt, ganz gut. Nach dem Wettbewerb konnte jeder Schlittschuhe ausleihen. Dabei standen etliche der Gewinner seit langer Zeit das erste Mal wieder auf Schlittschuhen. Entsprechend wackelig  verliefen die ersten Schritte. Wer zum ersten Mal  auf Kufen stand,  bekam von Dirk Fingerle  eine Einweisung in die richtige Hinfalltechnik. „Immer nach vorne fallen“, lautete das Motto. Nach gut zwei Stunden im Kalten  – den Abschluss bildete eine Fahrt mit der Eismaschine und Eismeister Dirk Fingerle  –  ging es in die warme Stube. Das Restaurant „Iglu“ hatte einen Tisch  reserviert und herbstlich geschmückt. Zum Auftakt servierte die Küche eine heißee Gemüsebrühe mit Schalotten und Maronen. Der Hauptgang versetzte alle in Entzückung: ein argentinisches Hüftsteak, butterzart und kross gebraten,  garniert mit Gemüse, Kartoffelgratin und Sauce Bernaise. Den Abschluss bildete ein fruchtiges Mangosorbet auf Brombeerspiegel. „Das war ein ganz besonderer Abend“, fasste Stefanie Brucker zusammen. „Es hat wahnsinnig Spaß gemacht.“  bob / Fotos: bob