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Lebensgefühl-Messe 2017

Am 30.03.2017 von 18-22 Uhr
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Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Erschienen am 29.09.2016

Aktiva-Messe 2016

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Bauen & Wohnen

Erschienen am 07.07.2016

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Eine Ära endet

Psychiatrie zieht von Nürtingen nach Kirchheim – Friedhof wird Grünanlage

Die Kisten sind beziehungsweise werden gepackt in der psychia­trischen Abteilung der Kreiskliniken, die neuerdings Medius Kliniken heißen: Mit Sack und Pack ziehen Ärzte wie Patienten nach Kirchheim um, geplant ist der Schritt für den 21. Februar. Damit geht am Standort Stuttgarter Straße in Nürtingen eine lange Geschichte zu Ende.

Bereits im 15. Jahrhundert wurden am Nürtinger Neckarufer im sogenannten Siechenhaus Kranke untergebracht. Im Jahr 1861 richtete die Stadt dort ihr Hospital mit ein. Auch ein Armenhaus war in dem imposanten Gebäude, das im 17. Jahrhundert um drei Etagen aufgestockt worden war, untergebracht. 1950 verkaufte die Stadt das Gelände an den Landkreis, der dort nach dem Neubau des Nürtinger Krankenhauses auf dem Säer die psychiatrische Abteilung der Kreiskliniken untergebracht hat.

Inzwischen genügen die alten Gebäude und Anbauten jedoch nicht mehr den Ansprüchen eines modernen Klinikalltags. Im Rahmen der Umstrukturierungen der Kreiskliniken prüfte und verwarf der Landkreis deshalb etliche Varianten, wie und wo die Psychiatrie künftig untergebracht werden kann. So gab es zwischenzeitlich Überlegungen, das Angebot am Standort Plochingen zu konzentrieren.

Die Entscheidung fiel nach langen Diskussionen schließlich auf den Standort Kirchheim. Dort wird die psychiatrische Abteilung der Medius Kliniken im Februar einen Neubau beziehen. Rund 17,9 Millionen Euro hat das viergeschossige Gebäude gekostet. Ein Festakt zur Einweihung des Psychiatrie-Baus wird am Abend des 18. Januar stattfinden. Kirchheim avanciert damit zum bettenreichsten Krankenhaus im Landkreis.

Das Gelände am Nürtinger Neckar hingegen sieht einer neuen Zukunft entgegen: Der Landkreis veräußerte das Areal an die BPD Immobilienentwicklung, die dort ein neues Wohnquartier errichten will. Rund 140 Wohnungen sollen entstehen. Ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren ist bereits angestoßen.

Für die Neuordnung des Areals wird ein Großteil der ehemaligen Klinikgebäude abgerissen. Davon ausgenommen sind das ehemalige Siechenhaus und die dazugehörige Kapelle. „Sie stehen unter Denkmalschutz“, teilt die Pressestelle der Stadt Nürtingen mit. Der ehemalige Friedhof, auf dem sich sowohl Gedenkstätten für die Opfer der beiden Weltkriege als auch alte Grabstellen Nürtinger Familien befinden, wird den Bürgern künftig als Grünanlage offenstehen. Die Entwidmung sei zum 31. Dezember 2016 rechtskräftig geworden, so der Sprecher der Stadt, Clint Metzger. Die Stadt hat den Nachkommen angeboten, ihnen die Pflege der Gräber zu übertragen.      mo / Foto: mo

Stangenbohnen im Tütchen

Landkreis und Region präsentieren sich auf der Touristikmesse CMT – Reisehighlights bis 22. Januar – Partnerland Albanien

 

Noch bis Sonntag, 22. Januar, präsentiert die Reisemesse Caravan, Motor und Touristik (CMT) auf den Fildern neue Trends und Ziele. Wie in den Vorjahren machen auch Städte im Landkreis Esslingen und vor allem die Schwäbische Alb auf ihre Attraktionen aufmerksam.  An Wanderer, Tagestouristen und Radler richten sich die Angebote.

Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region geworden. Das betonte Landrat Heinz Eininger vor seinem Rundgang zu den Ständen der regionalen Aussteller. 1,5 Millionen Übernachtungen gab es im Jahr 2015 im Landkreis Esslingen zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr macht das eine Steigerung von 5,5 Prozent aus, während der Landesdurchschnitt bei einer Zunahme von 3,3 Prozent liegt.

Auf der Alb und im Albvorlandgebiet liegen die Zuwachsraten bei drei Prozent. Für das Jahr 2016 seien solche Zahlen allerdings nicht mehr zu erwarten, räumte der Landrat ein. „Der Geschäftstourismus hat im Jahr 2016 aus Angst vor Terroranschlägen in Europa abgenommen“, so Eininger. Dennoch setzt die Region weiter auf ihre Stärken, um so mehr, als etwa 80 Prozent der rund 220 000 Besucher der CMT aus der Umgebung kommen.

Besucher, die sich für die Schwäbische Alb und ihr Umland sowie für den Kreis Esslingen interessieren, schauen sich beim Stand des Streuobstparadieses direkt hinter dem Eingang oder in der Halle 6 um. Fündig werden sollen alle, die wandern, mit dem Rad die Landschaft erkunden oder einfach einen schönen Tag erleben wollen, wie Landrat Eininger sagte. Drei Angebote aus dem Landkreis stehen dabei ganz oben auf der Liste der Neuheiten: Es gibt eine aktuelle Radwanderkarte, die auch E-Bike-Touren enthält, es werden zusätzliche Infostellen zum Geopark Schwäbische Alb eingerichtet – nämlich im Freilichtmuseum Beuren und in der Panoramatherme am Ort. Außerdem liegt die Neuauflage der Broschüre „Regional einkaufen“ druckfrisch aus.

Ein umfangreiches Programm hat wieder das Freilichtmuseum in Beuren aufgelegt. Museumsleiterin Steffi Cornelius verteilte Samenpäckchen für die „Neckarkönigin“ – eine alte Stangenbohnensorte. „Alte Sorten“ ist eines der Schwerpunktthemen des Museums. Dazu gehört auch ein Genussmarkt im Mai.

Das Museum richtet überdies ein Kunstprojekt ein. Unter dem Motto „Lebens-Bühnen“ sollen sieben ausgewählte Künstler zeit­genössische Kunst im Kontext des Museumsdorfs realisieren. Panoramabad und Freilichtmuseum setzen die Gemeinde Beuren ins beste Licht.

600 000 Besucher im Bad und
80 000 im Museum pro Jahr machen Beuren zu einer guten Anlaufstelle für Touristen, die sich für den  Geopark Schwäbische Alb mit seinen Highlights Blautopf, Saurierfunde und Randecker Maar interessieren. „Bock auf Beuren“ sollen die Besucher haben: Bürgermeister Daniel Gluiber verteilte hölzerne Schlüsselanhänger in Form eines Ziegenbocks, dem Wappentier von Beuren.

Die großen Kreisstädte wiederummachen an eigenen Ständen auf sich aufmerksam: Esslingen lädt zu neuen Stadtführungen ein, als Blickfang am Stand dient ein großes Foto der astronomischen Uhr am Alten Rathaus. Wer bei der CMT Führungen buche, erhalte Rabatt, erklärt Alessandra Tatzel von der Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH (EST). Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt stellen sich als Messe-Gastgeberstädte vor und locken mit Theater und Musical.

Plochingen wirbt mit der Ausstellung zur Hundertwasser-Architektur im Mai, Kulturamtsleiterin Susanne Martin wies überdies auf Jubiläen hin: Der Kulturpark Dettinger und die „Kunststipendiaten“ werden 25 Jahre alt. Stammaussteller auf der CMT ist die Stadt Neuffen. „Das lohnt sich“, zieht Bürgermeister Mathias Bäcker Bilanz. Die Touristen kämen. In der Folge hat die Stadt 16 Ferienwohnungen sowie 16 Stellplätze für Camper anzubieten. Dieses Angebot ließe sich ausweiten, so Bäcker. Heike Büttner hält am Stand der Stadt Kirchheim die brandneu aufgelegte Imagebroschüre „Kirchheim erleben“ parat. Eine neue Nürtingen-Seite im Internet und die Führungen zum Thema „Aufstiege“, die bekannte Nürtinger Industriebetriebe, aber auch den Fußballer Christian Gentner zum Inhalt haben, stellt Jasmin Kühnle am Stand der Stadt Nürtingen vor.            bob / Fotos: bob

 

Info: Messe CMT, bis Sonntag, 22. Januar, 2100 Aussteller, Partnerland Albanien, Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr, Eintrittspreise: 14 Euro Tageskarte, 29 Euro Familienkarte, Ermäßigungen bei Online-Buchungen, mehr unter www.messe-stuttgart.de/cmt/.

„Qualität statt Quantität“

Unterkunft für 60 bis 70 Flüchtlinge in Lenningen – Professionelle Betreuung und großer Helferkreis

Der Landkreis Esslingen hat in der vergangenen Woche in der Gemeinde Lenningen eine neue Flüchtlingsunterkunft eröffnet. Voraussichtlich am Donnerstag, 26. Januar, werden dort zwischen 60 und 70 Flüchtlinge einziehen, die bislang in einer Notunterkunft, der Zelthalle in Dettingen, untergebracht waren.

Noch wirken die Räume und Flure im ersten und zweiten Stockwerk des früheren Firmengebäudes am südwestlichen Ortsrand des Lenninger Teilorts Oberlenningen recht karg. An manchen Stellen schauen noch Kabel aus den hell gestrichenen Wänden, einige Abdeckungen für Heizungsrohre fehlen noch, ein Absperrband hängt im Treppenhaus, es riecht noch nach Baustelle. Doch schon bald wird dort Leben einziehen. Der Landkreis Esslingen hat die beiden, zuvor vom Eigentümer umgebauten Etagen als Unterkunft für Flüchtlinge gemietet. Sobald die letzten Arbeiten erledigt sind, werden dort 60 bis 70 Männer einziehen, die bislang notdürftig in der Zelthalle in Dettingen untergebracht waren.

Wie Peter Keck, der Sprecher des Landkreises Esslingen, sagt, war ursprünglich eine Belegung des Gebäudes mit bis zu 149 Menschen geplant, für die pro Person rechnerisch 4,5 Quadratmeter Wohn- und Schlaffläche zur Verfügung gestanden hätten. „Allerdings sind auch bei uns im Kreis die Flüchtlingszahlen stark gesunken. Im Januar 2016 waren es noch etwa 820, im Dezember sind gerade mal 81 Menschen angekommen“, berichtet er. Das erlaube es dem Landkreis, ab sofort eine Regelung anzuwenden, die ab 1. Januar 2018 verbindlich sein wird. Danach stehen jedem Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft sieben Quadratmeter Wohnfläche zu.

Die künftigen Bewohner werden in Zwei- oder Dreibettzimmern leben, die mit Schränken, einem Kühlschrank, einem Tisch und Stühlen ausgestattet sind. Die Sanitärräume und eine große Küche mit mehreren Herden, die auch als Aufenthaltsraum genutzt werden kann, finden sich auf jeder Etage. „Die künftigen Bewohner leben teilweise schon den zweiten Winter in der Zelthalle. Nun bekommen sie zum ersten Mal feste vier Wände und etwas Privatsphäre“, beschreibt Keck.

Die sinkenden Flüchtlingszahlen bieten laut Peter Keck dem Kreis nun auch die Möglichkeit, „den Menschen eine ordentliche Unterkunft zu geben. Es bleibt eine große Herausforderung, aber wir müssen weg von der Quantität hin zur Qualität, von den Zelten und Baucontainern zu festen Unterkünften“, sagt er. Denn noch leben derzeit in sechs Kreiskommunen insgesamt mehr als 500 Menschen notdürftig in Zelthallen.

Weniger Flüchtlinge bedeutet auch, dass die Menschen besser betreut werden können, beschreibt der Kreissprecher. In Lenningen stehen dafür professionelle Helfer der Arbeiterwohlfahrt und der Bruderhaus-Diakonie bereit. Außerdem hat sich auch dort ein großer und rühriger Helferkreis von Ehrenamtlichen gebildet, der die Flüchtlinge im Alltag unterstützen wird. „Die Ehrenamtlichen leisten eine wertvolle, unverzichtbare Arbeit“, betont Keck.     pst / Foto: pst

 

Info: Kontakt zum Lenninger Helferkreis über Madeline Lesourd, t 01 76/ 43 63 13 78 oder E-Mail madeline.lesourd@bruderhausdiakonie.de.

 

Nachdem die Flüchtlingswelle im Herbst 2015 ihren Höhepunkt erreicht hatte, begannen die Flüchtlingszahlen ab Januar 2016 langsam abzunehmen. Nach Mitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart wurden im Jahr 2016 in Baden-Württemberg insgesamt rund 32 900 Flüchtlinge registriert, 2015 waren es noch rund 98 000. Im Regierungsbezirk Stuttgart gibt es zwei große Erstaufnahmeeinrichtungen in Ellwangen und Wertheim, die nach starker Überbelegung im Jahr 2015 in den Regelbetrieb zurückkehren. Die Notunterkünfte im Regierungsbezirk wurden nicht mehr benötigt, so wurden auch die Turnhallen der Universität Stuttgart-Vaihingen und der Hochschule Esslingen wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung übergeben. Auch wurde das Zeltlager im Reitstadion in Bad Cannstatt aufgelöst.

Allerdings konnten auch im Südwesten viele der 2015 angekommenen Flüchtlinge erst im Folgejahr einen Asylantrag stellen, da das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) überlastet war. Mittlerweile seien alle Rückstände aus dem Jahr 2015 abgearbeitet. In Baden-Württemberg wurden daher im vergangenen Jahr 84 610 Erstanträge auf Asyl gestellt. Das waren laut Bamf 11,7 Prozent aller Erstanträge in ganz Deutschland. Baden-Württemberg liegt damit auf dem zweiten Platz nach Nordrhein-Westfalen (27,2 Prozent) und vor Niedersachsen (11,5 Prozent). Die Asylbewerber werden nach einem Schlüssel auf die Bundesländer verteilt.    red/dpa

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Hilfe für Demenzkranke

Änderungen im Zuge des Pflegestärkungsgesetzes II

Neues Jahr, neues Glück – besonders für Pflegebedürftige. Denn 2017 kommt mit dem Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) die größte Reform seit Einführung der Pflegeversicherung. Was sich für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen verändert im Überblick:

In erster Linie soll das PSG II dafür sorgen, dass Pflege individueller und umfassender wird. Um das zu erreichen, definiert die Bundesregierung den Begriff „Pflegebedürftigkeit“ neu. Während bisher körperliche Defizite im Fokus standen, achtet der Medizinische Dienst der Krankenkassen ab Januar verstärkt auf Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit. „Dazu gehören neben Mobilität beispielsweise kognitive und kommunikative Probleme sowie auffällige Verhaltensweisen“, gibt Rosemarie Amos-Ziegler, Geschäftsführerin der Wohngemeinschaft für Senioren in Filderstadt, Beispiele. Insbesondere Menschen mit Demenz profitieren von den neuen Regeln, so die Expertin.

Fünf Pflegegrade lösen die bisherigen drei Pflegestufen ab. Die Überleitung erfolgt automatisch. Das heißt, wer bereits Leistungen bezieht, muss keinen neuen Antrag stellen. Auch die Angst vor finanziellen Einbußen ist unbegründet. Marco Grantz, Teamleiter bei der BKK Verbund Plus, beruhigt: „Niemand wird schlechter gestellt.“ Im Gegenteil: Pflegebedürftige rücken in den nächsthöheren Pflegegrad auf. Dadurch stehen den meisten mehr Mittel zu. Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, beispielsweise Demenzkranke, klettern sogar um zwei Stufen nach oben. Neu ist außerdem, dass künftig auch Menschen mit geringer Beeinträchtigung Anspruch auf monatliche Bezüge haben. Durch Leistungen im Reha-, Wohn- und Hilfsmittelbereich will der Staat sie befähigen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können.

Pflegeheimbewohnern erstattet die Kasse Aufwendungen für Pflege, Betreuung und medizinische Behandlungen. Kosten für Unterkunft und Verpflegung tragen Pflegebedürftige selbst. Bisher stieg dieser Eigenanteil mit fortschreitendem Unterstützungsbedarf. Das ändert sich, Bewohner zahlen den gleichen Satz, egal welcher Pflegegrad.

Das PSG II unterstützt auch pflegende Angehörige. Personen, die wenigstens zehn Stunden am Tag pflegen, sind jetzt besser abgesichert. Neben Renten- und Unfallversicherung besteht ab 2017 ein Anspruch auf Arbeitslosenversicherung. Vorausgesetzt, der Pflegende war vor der Pflegetätigkeit versicherungspflichtig oder hat Arbeitslosengeld bezogen. Gleiches gilt nach dem Ende der Pflegetätigkeit. Leistungen zur Arbeitsförderung sollen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern.      gys / Foto: dpa

Der Rocker und der Träumer

Ausstellung in Nürtinger Kreuzkirche mit Werken von Lindenberg und Janosch

Zwei Multi-Talente sind es, die in diesem Jahr im Mittelpunkt der großen Ausstellung in der Nürtinger Kreuzkirche stehen: Werke von Udo Lindenberg treffen auf Zeichnungen und Illustrationen von Janosch.

Als bildhafter Künstler trat Udo Lindenberg vor 20 Jahren erstmals in Erscheinung. Seither haben seine Likörelle ebenso Kult-Status wie seine Musik. Seine Werke hingen schon im Haus der Geschichte und im Kanzleramt. Markenzeichen seiner karikaturartigen Bilder: Der Panik-Rocker, der mit seinen 70 Jahren gerade ein neues musikalisches Hoch erlebt, tritt in den Motiven meist selbst in Aktion. Mal singt er auf dem Brandenburger Tor, mal schwenkt er sein Glas Richtung Freiheitsstatue. Immer wieder finden sich Anspielungen auf seine musikalische Seite.

Lindenbergs Gegenpart in der mittlerweile zehnten großen Kunstausstellung, die die Reuderner Galeristin Brigitte Kuder-Bross zusammen mit der Stadt Nürtingen realisiert, ist Janosch. Bekannt wurde der gebürtige Oberschlesier mit dem Kinderbuch „Oh wie schön ist Panama“. Tigerente, der kleine Bär oder Schnuddel haben heute einen festen Platz in Kinderzimmern auf der ganzen Welt. Ihn auf diese Figuren zu reduzieren, würde ihm jedoch kaum gerecht werden. „In Janoschs Bildern gibt es viele Details zu entdecken, es steckt immer etwas dahinter“, sagt Kuder-Bross. Der Autor und Illustrator, der seit Langem auf Teneriffa lebt, habe ein breites künstlerisches Spektrum, sagt die Galeristin. „Wir werden unter anderem auch einige seiner witzigen erotischen Bilder zeigen“, verspricht sie.

Insgesamt hat Brigitte Kuder-Bross für die Ausstellung 140 Arbeiten zusammengestellt. Zu sehen ist die Doppelausstellung vom 14. Januar bis 26. Februar, jeweils von Dienstag bis Sonntag, 12 bis18 Uhr. Dazu gibt es auch wieder ein breit gefächertes Rahmenprogramm. So wird Kunsthistorikerin Barbara Honecker am 17. Januar, 20 Uhr, in der Nürtinger Kreissparkasse einen Vortrag zu den beiden Künstlern und ihren Arbeiten halten. Das Haus der Familie bietet einen Mosaik-Workshop für Kinder an, auch die Reihe „Kunst und Wein“ wird fortgesetzt. Iris Oettinger und Band nehmen die Zuhörer am 27. Januar, 18.30 Uhr, mit auf eine musikalische Reise nach Utopia, der bunten Traumwelt von Janosch, und gehen mit dem Publikum auf eine „Paniktour“.       mo / Foto: mo

Letzte Ruhestätte für treue Begleiter

Hundefriedhof im Esslinger Stadtwald erzählt Geschichten – Europaweit einer der ältesten

Im Forstdistrikt Ettenfürst im Norden des Esslinger Stadtwalds stehen nahe der Kreuzung zweier Forstwege 13 teils stark verwitterte kleine  Sandsteinquader. Umgeben von hohen alten Bäumen markieren sie die Gräber von Jagdhunden. Dieser kleine Hundefriedhof wurde im Jahr 1912 vom königlich-württembergischen Forstwart Friedrich Wilhelm Hohl angelegt und  von seinen Nachfolgern bis in die 70er-Jahre genutzt. Er gehört somit zu  den ältesten Tierfriedhöfen Europas.

Das Ettenfürsttalsträßle liegt am Nordrand des  Esslinger Stadtwalds und verbindet das tief eingeschnittene Tal des Stettener Bachs mit der Schurwaldebene zwischen den Aichwalder Ortsteilen Schanbach und Lobenrot.

Es herrscht meist Ruhe in diesem Waldgebiet. Spaziergänger, die Erholung im Esslinger Teil des Schurwalds suchen, bevorzugen meist die leicht erreichbaren Wege entlang der Römerstraße. Nur wenige Wanderer wählen die direkte Querung des Stettener Bachtals mit steilen Ab- und Anstiegen, die sie auf diesen Wirtschaftsweg führen könnte. Nahe der Kreuzung des Ettenfürsttalsträßles mit einem weiteren Forstweg, dem  Saurainsträßchen, finden Fußgänger fast direkt am Wegesrand eine Gruppe von  kleinen Sandsteinquadern, umgeben von hohen, mehr als 100 Jahre alten  Douglasien, Roteichen und Thujen.

Eine kleine hölzerne Tafel verrät dem  Wanderer das Wesentliche: In der Abgeschiedenheit und der Stille des Waldstücks im Ettenfürst hat der königlich-württembergische Forstwart  Friedrich Wilhelm Hohl im Jahr 1912 zwei seiner Jagdhunde begraben.

Die letzte Ruhestätte der Tiere wurde mit alten Grenzsteinen aus Sandstein  markiert, in die die Namen der Hunde – Lisel und Wolle – und ihre  Lebensdaten eingemeißelt wurden. Friedrich Wilhelm Hohl, der seinen Dienst im Forstrevier Lobenrot im Jahr 1896 angetreten hatte und bis zu seinem Tod 1932 dort im Amt war, hat mit  den beiden Gräbern eine außergewöhnliche Förstertradition im Esslinger Stadtwald begründet.

Seine Nachfolger im Amt nutzten den Hundefriedhof bis in die 70er-Jahre weiter. 13 Tiere liegen im Ettenfürst begraben. Besonders ihr Alter hebt die kleine Anlage aus der Vielzahl der Tierfriedhöfe hervor. So handelt es sich bei dem Hundefriedhof im Esslinger Stadtwald mutmaßlich um einen der europaweit ältesten Tierfriedhöfe. Älter ist noch eine Anlage in der Nähe von Paris, der Cimetière des chiens in der Stadt Asnière-sur-Seine, die im Jahr 1899 angelegt worden war. Der Hundefriedhof Barsberge in Seehausen in Sachsen-Anhalt gilt sogar als weltweit ältester seiner Art. Er wurde im Jahr 1878 ebenfalls von einem Förster für seine treuen Begleiter angelegt.

Anders als die Grabstätten von Schoßtieren erzählen die Hundegräber im Ettenfürst Geschichten vom Hund als profanem Nutztier im Arbeitsalltag und vom lieb gewonnenen wichtigen Partner im manchmal nicht ungefährlichen Leben der Forstbediensteten in früheren Zeiten. So mussten im königlichen Forst Hunde für die herrschaftliche Jagd bereitgehalten werden, für die Jagd auf  Fuchs und Dachs war der fast obligatorische Försterdackel im Einsatz.

Doch noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts waren Hunde für den Forstmann auch ein wichtiger Schutz. Oft genug sahen sich die Förster mit  Holzdieben und auch bewaffneten Wilderern konfrontiert. Noch im Jahr 1919 wurde der Forstwart Friedrich Stotz im Wald bei Hegenlohe von einem  Wilderer getötet.

Der Hundefriedhof im Esslinger Stadtwald ist nicht in das Denkmalbuch  eingetragen. „Das muss auch gar nicht unbedingt sein“, findet Henry Wolter, Abteilungsleiter Wald und Verwaltung beim Grünflächenamt der Stadt  Esslingen. Viel wichtiger als eine formelle Eintragung sei, wenn  Spaziergänger und Wanderer, die an dem Hundefriedhof vorbeikommen, einen Moment lang innehalten und über die Geschichten, die er erzählt, nachdenken. Er setze auf neugierige Waldbesucher. „Es gibt noch viele Kleinodien bei uns im Wald, die auch nicht im Denkmalbuch stehen. Wir wünschen uns, dass die Menschen aufmerksam durch die Wälder gehen und freuen uns, wenn sie sich für das interessieren, was sie dort sehen, und weiter nachfragen“, erzählt Wolter.

Daher werde man auch künftig keine  Hinweisschilder auf den Hundefriedhof an Parkplätzen oder Abzweigungen von Forstwegen finden. „Wir wollen schließlich kein Disneyland im Wald haben.“            pst / Foto: pst

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Foto: dpa

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Zurück zum Sportbetrieb

Provisorische Flüchtlingsunterbringung in Sporthallen ist weitgehend beendet

Fast alle Sporthallen, die dem Landkreis Esslingen als Notunterkünfte für Flüchtlinge dienten, sind mittlerweile geräumt und werden teilweise bereits wieder für ihren eigentlichen Zweck genutzt. Das gilt zum Beispiel in Filderstadt: Dort waren in der Weilerhauhalle in Plattenhardt und in der Gotthard-Müller-Halle in Bernhausen für zwei beziehungsweise vier Monate Flüchtlinge untergebracht. Dafür sei vom Landkreis, der die Hallen von der Stadt mietete, ein Schutzboden eingelegt und danach zurückgebaut worden, erklärt Jens Theobaldt von der Filderstädter Stadtverwaltung. Auch zusätzliche Anschlüsse seien wieder entfernt worden, als die Bewohner in Zelthallen und andere Unterkünfte umzogen. „Wir haben einwandfreie Hallen zurückbekommen“, betont Theobaldt.

Auch die rund 100 Flüchtlinge, die Anfang des Jahres in der Turn- und Festhalle Oberesslingen logierten, konnten nach rund zwei Monaten umziehen. Die kreiseigenen Sporthallen in Kirchheim, Nürtingen und Esslingen-Zell dienten dagegen wesentlich länger als Notunterkünfte. In der Halle auf dem Säer in Nürtingen lebten bis Juli 2016 bis zu 270 Menschen. Sie muss nach Angaben des Kreis-Pressesprechers Peter Keck für rund 400 000 Euro saniert werden. Aufgrund des kurzfristigen Bezugs konnte dort kein Schutzboden eingelegt werden, auch die Sanitäranlagen seien nicht für eine Dauernutzung durch so viele Menschen ausgelegt gewesen. Ähnlich dürfte die Lage in der Kreissporthalle in Kirchheim sein, die bis zu 300 Flüchtlinge beherbergte und erst seit Mitte Dezember wieder frei ist. Geplant sei, so Keck, dass zum Schuljahresbeginn 2017/2018 diese Hallen wieder für den Sport zur Verfügung stünden.

Die rund 100 Bewohner der Sporthalle in Zell sind kürzlich ebenfalls verlegt worden, überwiegend in die Esslinger Weststadt. Diese Halle könnte der Kreis im Notfall kurzfristig wieder als Unterkunft aktivieren – so lange sie noch steht. Sie war schon vor dem Einzug der jungen Männer sanierungsbedürftig, inzwischen hat der Kreistag entschieden, sie durch einen Neubau für rund 5,5 Millionen Euro zu ersetzen. Das gilt längerfristig als wirtschaftlicher.

Somit bleibt noch das Provisorium in der früheren Turnhalle Unterboihingen. Sie ist ohnehin für den Abbruch im Jahr 2018 vorgesehen und wurde auch nicht mehr für den Sportbetrieb genutzt. Lediglich auf den Außenfeldern wird noch gekickt, die Sportler können weiterhin die Sanitäranlagen im Untergeschoss der Halle nutzen. Für die Flüchtlinge wurden Wasch- und Sanitärräume sowie Kochgelegenheiten in Container ausgelagert.

Die Unterbringung bleibt trotzdem eine große Aufgabe. Zum einen muss den Flüchtlingen ab 2018 in Baden-Württemberg mehr Platz zugewiesen werden. Diese Regelung gilt eigentlich schon länger, ihre Umsetzung wurde aber per Ausnahmegenehmigung verschoben. Zum anderen gibt es noch immer viele Zeltstädte und Container, die, so Keck, durch nachhaltigere Lösungen ersetzt werden sollen. Das seien die großen Herausforderungen im Jahr 2017.                aia / Foto: aia

Mindestlohn steigt auf 8,84 Euro

Steuerentlastungen, höhere Hartz-IV-Sätze, neue Staubsauger-Leistungswerte und andere Änderungen im Jahr 2017

Geringfügige Steuerentlastungen, ein neues Einstufungssystem für Pflegebedürftige, höherer Mindestlohn: 2017 kommen wieder Änderungen auf Bürger zu.

Eine Auswahl:

-Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag steigt um 168 Euro auf 8820 Euro. Davon profitieren alle Steuerzahler, da der Fiskus erst bei Einkommen über dem Grundfreibetrag Steuern abzieht. So werden 2017 bei einem Ledigen erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 8820 Euro im Jahr Steuern fällig. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag auf 17 640 Euro.

-Kinderfreibetrag: Der wird von 7248 Euro um 108 Euro erhöht.

-Kindergeld: Das steigt um monatlich zwei Euro pro Kind. Für die ersten beiden Kinder beträgt es dann monatlich je 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro. Ab Kind Nummer vier gibt es jeweils 223 Euro.

-Kinderzuschlag: Wer wenig verdient, bekommt einen Kinderzuschlag. Er wird Anfang 2017 um zehn Euro auf je 170 je Monat erhöht.

-Einkommensteuer: Die Eckwerte des Einkommensteuertarifs werden ausgeweitet, damit wird der Effekt der „kalten Progression“ eingedämmt. Der Steuersatz fängt mit 14 Prozent an bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 8821 Euro (Ledige) und steigt dann mit dem Einkommen allmählich an bis auf 42 Prozent ab 54 058 Euro.

-Unterhalt: Unterhaltskosten für einen Dritten sind als außergewöhnliche Belastungen für das Jahr 2017 mit maximal 8820 Euro abziehbar, 168 Euro mehr als für 2016.

-Altersvorsorge: Vorsorgeaufwendungen für das Alter können steuerlich besser abgesetzt werden. Dazu gehören etwa Beiträge zur gesetzlichen Rentenkasse oder zu Versorgungswerken. Für die Berücksichtigung der Sonderausgaben gilt laut Steuerzahlerbund ein Höchstbetrag von 23 362 Euro. Maximal könnten 84 Prozent abgesetzt werden.

-Pflegeversicherung: Mit der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes wird das Leistungsangebot für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige ausgebaut. Eingeführt wird ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, der sich nach dem Grad der Selbstständigkeit des Betroffenen richtet. Demenzkranken wird Anspruch auf die gleichen Leistungen eingeräumt wie Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Zugleich werden die bisherigen drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade ausgeweitet. Keiner der 2,8 Millionen Leistungsbezieher aus der sozialen und der privaten Pflegeversicherung soll schlechter gestellt werden.

-Beitragssätze: Der Beitragssatz zur Krankenversicherung bleibt 2017 weitgehend unverändert bei durchschnittlich 15,7 Prozent. Denn der Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer allein zahlen müssen, kann laut Schätzung bei 1,1 Prozent bleiben. Er kommt zum Beitrag von 14,6 Prozent hinzu, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte tragen. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung bleibt bei 18,7 Prozent stabil. In der Pflegeversicherung steigt er auf 2,55 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent bei Kinderlosen. Der Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung beträgt weiter 3,0 Prozent.

-Bemessungsgrenzen: Die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der auf Arbeitsentgelt oder Rente Beiträge zu zahlen sind, steigt bei der Rentenversicherung im Westen auf 6350 Euro monatlich und im Osten auf 5700. Die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt 52 200 Euro im Jahr.

-Hartz-IV-Sätze: Zum Jahresbeginn sollen Leistungen für alle steigen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können. Der Regelsatz für Alleinstehende steigt von 404 Euro auf 409 Euro pro Monat. Die Grundsicherung für Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren erhöht sich um 21 auf 291 Euro. Der Regelsatz für Kinder bis zu sechs Jahre beträgt weiterhin 237 Euro im Monat. Jugendliche bis 18 Jahren erhalten vom Januar an 311 Euro.

-Flexi-Rente: Arbeitnehmer können flexibler aus dem Berufsleben aussteigen. Künftig kann eine neu eingeführte Teilrente mit Teilzeitarbeit kombiniert werden. Das soll Anreiz bieten, länger zu arbeiten. Außerdem dürfen diejenigen, die mit 63 Jahren in Teilrente gehen, künftig deutlich mehr hinzuverdienen. Ab Juli 2017 können Rentner jährlich 6300 Euro hinzuverdienen. Darüber liegende Verdienste werden zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

-Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt von 8,50 auf 8,84 Euro je Stunde.

-Neurentner: Bei der Rentenbesteuerung erhöht sich der steuerpflichtige Rentenanteil von 72 auf 74 Prozent. Dieser Anteil gelte für im Jahr 2017 neu hinzukommende Rentnerjahrgänge. Bei Bestandsrenten bleibe der festgesetzte steuerfreie Rentenanteil bestehen.

-Spendenbescheinigung: Spenden an kirchliche, mildtätige oder gemeinnützige Organisationen können steuerlich geltend gemacht werden. Für Spenden, die ab 1. Januar 2017 gezahlt werden, braucht der Nachweis nicht mehr der Einkommensteuererklärung beigefügt werden. Die Bescheinigungen müssten dem Finanzamt nur noch auf Anforderung vorgelegt werden.

-Steuererklärung: Wird beim monatlichen Lohnsteuerabzug ein Freibetrag berücksichtigt, besteht grundsätzlich die Pflicht, eine Einkommensteuererklärung abzugeben – außer, wenn der Steuerzahler nur geringe Einkünfte hat. Beträgt der 2017 erzielte Arbeitslohn laut Steuerzahlerbund maximal 11 200 Euro, müsse keine Einkommensteuererklärung abgegeben werden.

-Garantiezins: Ab Januar gilt für klassische Lebensversicherungen ein niedrigerer Garantiezins. Er sinkt von derzeit 1,25 auf 0,9 Prozent und ist der Zinssatz, den die Versicherer ihren Kunden maximal auf den Sparanteil zusagen dürfen. Der neue Garantiezins gilt laut Branchenverband GDV für Verträge, die ab dem 1. Januar 2017 abgeschlossen werden. Für Bestandskunden ändere sich nichts.

-EEG-Umlage/Netzentgelte: Verbraucher müssen zur Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne wohl auch 2017 tiefer in die Tasche greifen. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Auch die Netzentengelte werden steigen. Falls Anbieter dies weitergeben, können Kunden nach Angaben der Verbraucherzentrale Brandenburg einen Tarif- oder Anbieterwechsel prüfen. In diesem Fall gebe es immer ein Sonderkündigungsrecht.

-Elektrogeräte: Ab September 2017 dürfen nach Angaben der Verbraucherzentrale Brandenburg entsprechend der EU-Ökodesign-Richtlinie nur noch Staubsauger verkauft werden, die eine maximale Leistung unter 900 Watt haben – am EU-Label auch daran erkenntlich, dass der Jahresstromverbrauch unter Standardbedingungen maximal bei 43 Kilowattstunden liegen darf.   dpa / Foto: dpa