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Schlaflabor schließt

Spezialabteilung am Klinikum Nürtingen macht aus Platzmangel dicht


Es wird zu eng im neuen Klinikum auf dem Säer. Das Nürtinger Krankenhaus meldet steigende Patientenzahlen, insbesondere bei den Intensivleistungen. Um nun zusätzlich Flächen dafür zu gewinnen, hat sich die Klinikleitung entschlossen, das renommierte Schlaflabor zu schließen.

Seit dem Jahr 2004 behandelt das Team um Oberarzt Markus Schulz am Krankenhaus Nürtingen Probleme und Erkrankungen wie Schnarchen, Schlafapnoe oder Schlaflosigkeit. Vier Plätze stehen für die Patienten zur Verfügung, ausgestattet mit einem Polysomnografiesystem, das im Schlaf auf 18 Kanälen verschiedene Körpersignale über WLAN aufzeichnet. 2007 hatte die Klinik in die moderne Ausstattung investiert.

Die Nachfrage war vom Start weg hoch. Das verwundert nicht, schaut man in die Statistik: Seit Jahren steigt die Zahl der Schlafstörungen stetig. In ihrem Fahrwasser ziehen sie eine Vielzahl von Folgeerkrankungen, von Depressionen bis hin zu Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Problemen, mit sich. Auf eine Untersuchung im Nürtinger Schlaflabor mussten Patienten deshalb mitunter Monate warten. Rund 500 Patienten sind dort pro Jahr behandelt worden.

Nun gehen im Schlaflabor endgültig die Lichter aus, die niedergelassenen Ärzte wurden bereits vor Wochen gebeten, keine weiteren Patienten an das Klinikum Nürtingen zu überweisen. Begründet hat die Klinik den Entschluss mit dem erhöhten Platzbedarf für die Intensivmedizin – eine Folge der Spezialisierung an der Klinik. „Die Intensivstation platzt aus allen Nähten“, sagt Jan Schnack, der Sprecher der Kreiskliniken. Der Platz des Schlaflabors mit seinen vier Einzelzimmern soll nun für Intensivpatienten genutzt werden. Auch ist ein Bereich geplant, in dem Patienten untergebracht werden können, wenn es zu Verzögerungen beim Bezug ihres Krankenzimmers kommt. Zudem handele es sich bei der Diagnostik im Schlaflabor um eine Leistung, die laut Bestimmungen als ambulant eingestuft sei, weist Schnack auf ein Paradoxon in den Bestimmungen hin. Grundsätzlich falle dies somit nicht in den Aufgabenbereich eines allgemeinen Krankenhauses.

Wer nun eine Schlafdiagnostik braucht, muss bis nach Stuttgart, Göppingen oder Reutlingen fahren, auch die Klinik an der Schillerhöhe betreibt ein Schlaflabor. Immerhin: Von den Mitarbeitern verliert durch die Schließung keiner seinen Job, betont Schnack.      mo / Foto: NTZ-Archiv

Zwischendrin mal ausklinken

Gesundheitsförderung in der Firma zahlt sich aus und wird steuerlich gefördert – Bei den Mitarbeitern kommen Angebote gut an


In der Mittagspause mit Kollegen walken, sich massieren lassen oder zwischendrin öfter mal herzhaft lachen – das alles dient der Gesundheit. Viele Firmen fördern Aktivitäten wie diese. Über den gesundheitlichen Nutzen hinaus dienen sie dem Betriebsklima, stärken die Identifikation mit dem Unternehmen, reduzieren Fehlzeiten – und können steuerlich geltend gemacht werden.

Im Krankenhaus ist Gesundheitsförderung natürlich ein Thema. Eines unter weiteren im Gesamtpaket „attraktiver Arbeitgeber“, wie Pressesprecherin Anja Dietze vom Klinikum Esslingen erklärt. Dessen Kursangebot, das vom Gerätetraining über Meditation bis zum „Togu Brasil“ reicht, läuft größtenteils in den eigenen Räumen. „Das ist besonders attraktiv, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht noch irgendwo hin müssen“, sagt Dietze. Fürs Büro-Yoga in der Mittagspause brauchen sie sich nicht einmal umzuziehen. Jeden Mittwoch nehmen zwei Gruppen nacheinander diese Möglichkeit wahr, eine halbe Stunde lang aus dem Arbeitsalltag auszusteigen. Auch mit externen Studios kooperiert das Klinikum, um trotz der unterschiedlichen Arbeitszeiten möglichst vielen Mitarbeitern Aktivitäten zu ermöglichen.

Der Werkzeughersteller Metabo in Nürtingen setzt ebenfalls auf eine „bunte Mischung aus Bewegung, Ernährung und Entspannung“, so Kathrin Hager, die Verantwortliche fürs Gesundheitsmanagement. Jedes Jahr wählt das Gesundheitsteam, zu dem auch der Betriebsarzt gehört, einen Schwerpunkt. Dabei wird der Gesundheitsbericht der Krankenkasse herangezogen, der anonymisiert die häufigsten Krankheitsursachen enthält. „Daraus kann man treffsichere Rückschlüsse ziehen“, sagt Hager. Intensiv kümmert sich das Unternehmen um die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze und die Wiedereingliederung von Mitarbeitern nach längerer Krankheit. Betriebssport ist ebenfalls fester Bestandteil der Unternehmenskultur. An fast jedem Tag der Woche bietet Metabo eine Aktivität im Gesundheitsbereich an, von der Lauf-, Rad- oder Indoorsportgruppe bis hin zu einem Massageangebot direkt auf dem Werksgelände. Bei den Azubis ist Sport in den Ausbildungsplan integriert, sie haben ihre wöchentlichen Sportstunden.

Betriebssport hat auch bei Automatisierungstechnik Pilz in Ostfildern eine lange Tradition, regelmäßig findet unter anderem ein Fußballturnier statt. „Da wird dann gegen Kunden und Geschäftspartner gekickt“, erzählt Martin Kurth vom Pressezentrum der Firma, die zudem zweimal die Woche ihre Fertigungshalle zum Gymnastikraum macht: Zehn bis 15 Personen suchen dann mithilfe eines externen Kursleiters Ausgleich zum Arbeitsalltag.

In größeren Unternehmen gehört das betriebliche Gesundheitsmanagement längst dazu. Festo in Esslingen ist mit dem Slogan „Gesunde Mitarbeiter für ein gesundes Unternehmen“ und einem breiten Angebot ein Paradebeispiel dafür. Aber auch der Mittelstand und kleinere Firmen haben Möglichkeiten und können ihre Kosten beim Finanzamt geltend machen. 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr sind steuerlich absetzbar, vorausgesetzt, die Vorgaben des Leitfadens für Präventionsmaßnahmen werden eingehalten.

Rübezahl Schokoladen in Dettingen arbeitet beispielsweise mit einem Anbieter für Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik zusammen und konzentriert sich dieses Jahr auf psychische Belastungen in der Produktion. Aufgrund des schnellen Wachstums der Firma in den vergangenen Jahren seien „manche Probleme auf der Strecke geblieben“, sagt Rübezahl-Produktionsleiter Bernd Blochmann. In Workshops und „Meckerrunden“ wurde aufgearbeitet, wo die Mitarbeiter gerne Verbesserungen hätten – jetzt geht es um mögliche Lösungen.

Vielleicht heißt die Lösung manchmal schlicht: herzhaft lachen. Im Finanzamt Nürtingen finden die Mitarbeiter immer mal wieder lustige Post in ihrem E-Mail-Postfach. „Das ist nicht viel, aber man freut sich immer drauf“, sagt Elmar Reichle, Pressereferent des Finanzamts. Ursprung der humorigen Geschichten ist der Gesundheitszirkel des Amtes, ein Team, das sich für jedes Jahr ein neues Motto und Aktionen ausdenkt. Neben solchen Ideen und Sportgruppen sieht Reichle auch in flexibler Arbeitszeitgestaltung einen wichtigen Aspekt der Gesundheitsförderung. Der öffentliche Dienst biete da zum Glück zahlreiche Möglichkeiten, sagt er.     aia / Fotos:  dpa (links),  aia (rechts)

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Moderator Andy Borg hat dem „Musikantenstadl“ adieu sagen müssen,
er wirft den Verantwortlichen bei der ARD „Jugendwahn“ vor.
Die wollen die Sendung damit fit für die Zukunft machen.
Ist der Borg-Rauswurf richtig?

Foto: dpa

Ist der Rauswurf richtig?

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Spektakel ohne Nagl

Motocross in Aichwald vom 26. bis 28. Juni – Coldenhoff führt vor Ullrich


Auch wenn das Zugpferd nicht auf der Strecke zu bestaunen sein wird, verspricht das Motocross in Aichwald wieder spannenden und spektakulären Motorsport. Vom 26. bis zum 28. Juni steigt das Motocross-Wochenende, wobei der Freitagabend der Party vorbehalten bleibt. Samstag (9 Uhr) stehen Trainings-, Sonntag (11.30 Uhr) Wertungsläufe an. Als Spitzenreiter reist der Niederländer Glenn Coldenhoff auf den Schurwald, gefolgt von Dennis Ullrich, dem ADAC MX Masters-Sieger der vergangenen zwei Jahre. Eine Attraktion ist zudem der neue Clubfahrer des veranstaltenden MSC Aichwald, Brian Hsu.

An den Rennen wird Max Nagl, der seit Jahren für den MSC Aichwald startet, nicht teilnehmen. Der Oberbayer liegt in der MX-GP-Weltmeisterschaft aussichtsreich im Rennen. Bis zum vergangenen Wochenende führte er dort sogar. Doch dann stürzte Nagl in der Qualifikation des deutschen Grand Prix in Teutschenthal und verletzte sich am Knöchel. Operiert wurde bereits, ein Start auf der Strecke „In den Horben“ ist aber unmöglich. Manuel Dorn, der Vorsitzende des MSC Aichwald, ist aber sicher, dass Nagl bei seinen Fans in Aichwald vorbeischaut und Autogramme gibt.

Nach drei Rennen in der Masters-Serie führt Coldenhoff mit 135 Punkten vor Ullrich (110 Punkte) und dem Schweizer Jeremy Seewer (103). Coldenhoff belegte in sechs Läufen bislang fünfmal Rang zwei, einen Lauf beim Auftaktrennen in Fürstlich Drehna gewann er. Dort gewann Nagl den zweiten Durchgang, dessen Auftritt in Brandenburg sein bislang einziger bei den Masters war. Beide Läufe darauf in Jauer gewann der Belgier Kevin Strijbos. In Bielstein, dem dritten Rennen, war Seewer zweimal erfolgreich.

Brian Hsu gilt in der Motocrossszene als hoffnungsvolles deutsches Nachwuchstalent. In der Zwischenwertung des Youngster Cups der 14- bis 21-jährigen Piloten liegt der 17-Jährige nach drei Rennen mit 136 Punkten an der Spitze vor Stefan Ekerold (Weiskirchen/100) und Arminas Jasikonis (Litauen/89). Im Junior Cup (10 bis 15 Jahre) wurden bislang die Rennen in Fürstlich Drehna und Jauer ausgetragen, drei der vier Läufe gewann der Däne Mikkel Haarup. Hinter Haarup (97 Punkte) folgen im Klassement der Chemnitzer Jeremy Sydow (80) und Rick Elzinga (Niederlande/72).

Bei den Partys am Freitag- und Samstagabend spielt das „Hofbräu-Regiment“ auf. Am Samstag wird den Besuchern im Festzelt zudem beim Fahrerempfang das deutsche Team für das „FIM Motocross of Nations“ vorgestellt. Aus dem Kreis Nagl, Ullrich, Angus Heidecke, Henry Jacobi und Hsu werden wohl zwei Fahrer für die dreiköpfige Mannschaft nominiert. Neben Nagl gilt Ken Roczen, Masters-Sieger 2009 und 2010 sowie MX2-Weltmeister 2011, als gesetzt. Roczen hat sein Motocross-Glück seit einigen Jahren in den USA gefunden.             ch / Foto: Beck

 

Info: www.motocross-aichwald.de und www.adac-mx-masters.de

Kultur und Natur am Kraterrand

Kunst- und Aktionspfad am Randecker Maar – „Ein Lernfeld für alle Beteiligten“ – Riese Heim mit Symbolkraft


Von Samstag, 27. Juni, bis Ende August werden am Randecker Maar zwischen der Jugendhilfeeinrichtung Ziegelhütte und Ochsenwang Kunst und Natur eine enge Verbindung eingehen. Jugendliche und Mitarbeiter aus der Einrichtung, Künstler aus der Region und Kooperationspartner haben gemeinsam den zweiten Kunst- und Aktionspfad Randecker Maar auf die Beine gestellt. Entlang eines Skulpturenpfads und bei einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Musik und Theater, Open-Air-Kino und Workshops, Führungen zum Naturschutz und einer Umweltmesse sollen die Besucher staunen, nachdenken und nicht zuletzt auch genießen. Die Schirmherrschaft hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann übernommen.

Der Riese Heim überragt sie alle. Sieben Meter hoch empfängt die Großskulptur beim Hof Randeck an der Hepsisauer Steige die Besucher des Kunst- und Aktionspfads der Ziegelhütte am Randecker Maar. Der Riese, der der Sage nach einst das Neidlinger Tal zwischen dem Reußenstein und dem Heimenstein mit einem einzigen Schritt überquerte, steht auch als Symbol für die enorme Leistung, die die Jugendhilfeeinrichtung Ziegelhütte und insbesondere die von ihr betreuten Jugendlichen erbrachten.

Der Kunst- und Aktionspfad am Randecker Maar, der nach 2012 nun das zweite Mal organisiert wird, stellt für die Jugendlichen eine enorme Herausforderung dar. „Seit einem Jahr planen und arbeiten wir alle gemeinsam an dem Projekt. Die Jugendlichen erfahren dabei, dass man in einem Team auch etwas Großes stemmen kann, dass man auch auf bisher fremden Gebieten Unerwartetes erfolgreich meistern kann“, beschreibt Hendrik van Woudenberg, der Geschäftsführer der Ziegelhütte.

Was am Kraterrand des Randecker Maars entstanden ist, nötigt Respekt ab. Jugendliche der Ziegelhütte und Künstler aus der Region haben 40 Kunstwerke geschaffen, die entlang eines etwa fünf Kilometer langen Skulpturenpfads vom Hof Randeck bis nach Ochsenwang eine enge Verbindung zwischen Kunst und Natur herstellen. Der Kunstpfad ist eingebettet in ein umfangreiches Rahmenprogramm, das ab Samstag, 27. Juni, einen Monat lang die Vielfalt der regionalen Kultur abbilden soll und auf die landschaftlichen Besonderheiten des Biosphärengebiets hinweist.

Konzerte mit Musikvereinen, Ensembles und Bands aus der Region sind geplant, Jugendliche und Mitarbeiter treten bei Theateraufführungen auf die Bühne. Im Open-Air-Kino werden aktuelle Filme gezeigt, bei Führungen werden Aspekte der geschützten Natur zwischen dem Randecker Maar und dem Schopflocher Moor wie auch der Kulturlandschaft Schwäbische Alb nahegebracht, eine Umweltmesse informiert über Nachhaltigkeit, Mobilität und das Biosphärengebiet. Bei Vorträgen und Führungen wird den Besuchern die Landwirtschaft auf der Alb erläutert. Kinder und Erwachsene lernen bei Workshops den kunsthandwerklichen Umgang mit Stein und Wolle, Metall, Papier und Zeichengeräten. Ein Mittelaltertag, ein Lichterfest, der Kunsthandwerkermarkt Sommerlust sowie Kooperationsveranstaltungen mit dem Scheunensommer Schopfloch und dem Mörikehaus Ochsenwang runden das Programm ab.

„Für die Jugendlichen ist das ein großes Lernfeld. Sie haben im Lauf des Projekts viel über ihren Wert erfahren und Qualifikationen erworben“, sagt van Woudenberg. So hätten die Jugendlichen nicht nur Kunstwerke konzipiert und geschaffen, sie seien auch als Kunstpfad-führer ausgebildet worden, würden als Frontmann einer Band oder als Schauspieler vorne an der Rampe stehen. „Sie haben gelernt, vor großen Gruppen von fremden Menschen zu stehen, zu sprechen und ihr Können zu zeigen. Das hat ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstwertgefühl ganz enorm erhöht. Es kann eine einschneidende Erfahrung für das  Leben sein“, sagt van Woudenberg.  pst / Foto: pst

 

Info: Das Programmheft liegt in Geschäften und Buchhandlungen in Kirchheim und den Kommunen nahe dem Randecker Maar aus. Informationen auch unter www.jugendhilfe-ziegelhuette.de

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Online am Feierabend, mit Notebook am Strand – Ärzte beklagen,
dass Menschen sich in der Freizeit nicht mehr erholen. Was sagen Sie?
Müssen wir wieder lernen abzuschalten?

Foto: dpa

Abschalten lernen?

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Badespaß im Grünen

Drei Seen zum Schwimmen geeignet – Häufige Kontrollen – Neckar zu belastet


Die Badesaison hat begonnen. Neben den Schwimmbädern in der Region laden im Landkreis Esslingen drei Badeseen zum Schwimmen ein. Der Aileswasensee in Neckartailfingen, der Bissinger See und der Untere Bürgersee in Kirchheim sind gut besuchte Badeplätze, deren Wasserqualität regelmäßig kontrolliert wird.

Die Seen sind zum Baden gut bis sehr gut geeignet. Regelmäßige Kontrollen auf Enterokokken und Escherichia Coli, die das Gesundheitsamt des Landkreises durchführt, führen zur Bewertung mit Sternen. Der Aileswasensee und der Untere Bürgersee haben drei, der Bissinger See hat zwei Sterne. Proben werden alle zwei Wochen entnommen. „Das ist doppelt so häufig wie die EU-Richtlinie vorschreibt“, erklärt Albrecht Wiedenmann. Der Arzt leitet beim Gesundheitsamt Esslingen das Sachgebiet Infektionsschutz und Umwelthygiene. Die Bewertung ergibt sich aus den Daten aus einem Zeitraum von vier Jahren, in denen der mittlere Wert über ein aufwendiges Rechenverfahren, das sogenannte Percentilverfahren, ermittelt wird. Die Ergebnisse werden auf den Internetseiten der Landesanstalt für Umwelt, Messungen, Naturschutz in Baden-Württemberg eingestellt und in einer interaktiven Karte veröffentlicht. Auskunft über die Ergebnisse der aktuellen Qualitätsüberwachung gibt es auch in den jeweiligen Rathäusern und an den Seen selbst, auch wenn dieser kurzfristig gesperrt werden sollte.

Der Aileswasensee liegt in einem Naherholungsgebiet am südlichen Rand von Neckartailfingen. Es gibt das Seerestaurant, einen Kiosk sowie Grillplätze. Am Südufer des Sees baden Familien mit Kindern gern in der Flachwasserzone mit aufgeschüttetem Sandstrand. Am Wochenende wacht die DLRG über die Badenden. Die Gemeinde hat vor zwei Jahren begonnen, Parkgebühren zu erheben. Probleme mit wildem Parken gibt es noch, vor allen an den Wochenenden.

Ähnliches erlebt der Freundeskreis der Bürgerseen in Kirchheim. Mitglieder gehen fast täglich frühmorgens an die Seen und räumen die Hinterlassenschaften der Besucher weg. „In den vergangenen Jahren hat der Abfall deutlich zugenommen“, sagt Volker Mangold, der Vorsitzende des Vereins. Nach den Wochenenden bleibe viel Müll von Partys liegen.

Die Bürgerseen umfassen drei Gewässer. Nur am Unteren See ist Baden erlaubt, am Mittleren wird geangelt, der Obere See hingegen ist gesperrt. Er dient als Rückzugsgebiet für Vögel und Amphibien. In Bissingen liegt der See fast mitten im Dorf. Es gibt einen Kiosk und Parkplätze. Der See ist etwa vier Meter tief und wird durch einen Bach gespeist. Ein Schieber kann den Zulauf des Bachwassers nach starken Regenfällen einschränken.

Das Baden in der Natur hat seine Grenzen: Auch wenn Flüsse wie der Neckar heute als „sauber“ gelten, sind sie zum Baden ungeeignet, wie Wiedenmann sagt. Von den Grenzwerten an Fäkalkeimen, die für Badeseen gelten, sei der Neckar „meilenweit entfernt“, so Wiedenmann. Das Baden im Fluss könne krank machen.   bob / Foto: Panitz

 

Info: www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/12521

Die Kinderstube der Steinkäuze

Bei einer Beringungsaktion gibt Dieter Schneider Einblicke ins Leben der bedrohten Eulenart


Der Steinkauz ist einer der Verlierer des enormen Siedlungsdrucks im Stuttgarter Raum. Immer seltener findet die kleine Eulenart, die bevorzugt in den Streuobstwiesen lebt, natürliche Nistmöglichkeiten. Bis auf einige wenige Exemplare ging der Bestand im Landkreis Esslingen zurück. Dank der ehrenamtlichen Arbeit der Artenschutzgruppe Steinkauz des Nabu Köngen-Wendlingen steigt die Zahl der Brutpaare aber wieder.

Schön ist es im Wohnzimmer der Steinkäuze. Alte Obstbäume, weite Felder und Wiesen hat die kleine Eule bei Köngen quasi direkt vor der Haustür. Gute Jagdgründe also für die Vertreter der Athene noctua. Mäuse, kleine Amphibien, aber auch Insekten wie die brummenden Junikäfer stehen auf dem Speiseplan der bis zu 23 Zentimeter großen Eulenart mit den schwefelgelben Augen. Nun allerdings steht jede Menge Besuch im Vorgarten: Mehr als 50 Teilnehmer hat Dieter Schneider von der Artenschutzgruppe Steinkauz zu einem ganz besonderen Ereignis im Geleit: der Beringung der jüngsten Steinkauz-Generation.

Bevor die Besucher jedoch einen Blick auf den flauschigen Nachwuchs werfen dürfen, gibt es erst einmal ein paar Daten und Fakten. Schneider ist ein echter Steinkauz-Kenner. Seit 39 Jahren bemüht er sich um den Fortbestand der nachtaktiven Vögel in der Region. 1972 – der Steinkauz ist gerade Vogel des Jahres – findet er kein einziges Brutpaar in seinem Bezirk. Ans Aufgeben denken der engagierte Naturschützer und seine Helfer nicht, sie bieten Nisthöhlen an und patrouillieren regelmäßig durch die Streuobstwiesen rund um Wendlingen, Köngen, Oberboihingen, Notzingen und Jesingen.

Nach zwanzig Jahren Arbeit wird der Erfolg langsam sichtbar: Acht Brutpaare verzeichnet er 1992 in seinem Gebiet. Inzwischen ist die Zahl sogar weiter gestiegen; im Schnitt sind es rund 25. Für Schneider nur ein Teilerfolg. Denn wo immer alte Streuobst-Hochstämme gefällt werden, geht ein Stück Lebensraum für die kleine Eule verloren. „Natürliche Nisthöhlen finden die Tiere kaum noch“, sagt der Nabu-Mann. „Früher haben die Steinkäuze auch nahe bei den Menschen gelebt, in Scheunen oder Unterständen, doch auch die gibt es kaum noch.“

Auch das Klima macht den Vögeln zu schaffen. Ist es so heiß und stickig wie vor wenigen Tagen, drohen die Jungen in den Niströhren zu verdursten. Bei seinen Kontrollgängen päppelt Schneider die Nestlinge deshalb schon mal mit einer Pipette voll Wasser auf. Anders als bei Reh oder Hase macht es den Kauz-Eltern übrigens nichts aus, dass er dazu die Vögel in die Hand nimmt: „Steinkäuze haben nur einen schlecht ausgeprägten Geruchssinn“, erklärt Philip Rösler, der Schneider seit Jahren assistiert. Nur wenn die Mutter auf den Eiern sitzt, ist Vorsicht geboten: „Stört man sie, kann es sein, dass sie das Gelege im Stich lässt.“

Mindestens 4000 Kilometer fährt Schneider Jahr für Jahr in Sachen Artenschutz. Neben dem Steinkauz kümmert er sich um Wanderfalke, Uhu und Kolkrabe. Die regelmäßige Kontrolle der Niströhren ist aufwendig, aber notwendig. Ist es nass, füttern die Elterntiere auch Regenwürmer. Da sie aber den Kot nicht ausräumen, entstehe ein ungutes Milieu in der Röhre, so dass gesäubert werden müsse.

In der Regel beginnen die Steinkäuze, die bei den Griechen als Vogel der Weisheit verehrt, in Mitteleuropa aber als Unglücksvogel verschrien und getötet wurden, Anfang April mit der Eiablage. In diesem Jahr verzeichnet Schneider aber einige Nachzügler. „Woran das liegt, kann ich nicht sagen“, sagt er. Trotz Marderverbiss rechnet er für 2015 mit rund 60 jungen Steinkäuzen, die dazu beitragen, die Eulenart in unseren Breiten zu erhalten.

Fünf davon werden gar zu Botschaftern ihrer Art. Als Gerhard ­Deusch­le die fast schon flüggen Jungtiere aus dem Jutesäckchen holt, klicken unzählige Fotoapparate und Handykameras, um die flauschigen Nachkommen mit ihren großen Augen in Pixeln festzuhalten. Auch Anfassen ist erlaubt. Dann aber geht Rösler daran, den Nachwuchs zu wiegen und zu vermessen. Die Daten bekommt das Max-Planck-Institut in Radolfzell zur Auswertung, um noch mehr über die fliegenden Kobolde der Streuobstwiesen zu erfahren.   mo / Foto: mo

„Es ist sehr gefährlich“

Wege am Wielandstein weiterhin gesperrt – Sicherung kann teuer werden


Zu Anfang des Jahres krachte bei einem Felssturz ein Teil des Wielandsteins bei Oberlenningen in die Tiefe. Aus Sicherheitsgründen bleibt das Gebiet auf unbestimmte Zeit gesperrt. Das Gutachten zu einer geologischen Untersuchung der Felsformation ist noch in Arbeit.

Am Wielandstein, einer ausgesetzt stehenden Felsformation am Trauf oberhalb des Lenninger Ortsteils Oberlenningen, stürzten zu Anfang des Jahres auf einen Schlag etwa 400 Kubikmeter Gestein in die Tiefe. Der Felssturz riss dazu etwa einen halben Hektar Gemeindewald unterhalb des Wielandsteins nieder. Aus Sicherheitsgründen wurden die Forst- und Wanderwege in dem Gebiet und auch die Zugänge zur Burgruine Wielandstein und zu den Kletterrouten weiträumig gesperrt. Im März wurde der Wielandstein geologisch untersucht. Die Ergebnisse des Gutachtens zum Zustand der Felsformation und zu möglicherweise weiteren Risiken, die der Albtrauf an dieser Stelle erwarten lässt, sollen im Juli dem Lenninger Gemeinderat vorgestellt werden. Der wird sich dann mit der Sache befassen

So lange setzt sich das Warten auf die Ergebnisse der geologischen Untersuchungen und das Gutachten fort. „Derzeit wissen wir nur, dass alles sehr brüchig ist“, sagt Lenningens Hauptamtsleiter Günther Kern. Je nach Einschätzung der Experten könnten die Sicherungen am Fels und für die Wege eine größere Summe verschlingen.

So ist derzeit noch völlig offen, wann und mit welchem Aufwand die Felsen gesichert werden können und ab wann die Wege dort wieder nutzbar sind. Daher bittet Kern die Wanderer um Geduld. Etliche von ihnen würden aus Neugier die Sperrung missachten. „Und wir können natürlich nicht alles kontrollieren. Derzeit können wir nur eindringlich bitten, die Absperrungen zu respektieren.“ Dies müsse im Interesse jedes Wanderers liegen. „Am Wielandstein ist es nach wie vor sehr gefährlich“, warnt er.

Auch wenn die Warnung nur für das derzeit gesperrte Gebiet bei Oberlenningen gilt, nagen Wind, Wetter und vor allem das Wasser überall an der Schwäbischen Alb und tragen sie ab. Es bröselt und bröckelt an den Steilhängen, immer wieder poltern auch Steine zu Tal. Regen von der Hochfläche sickert durch Risse und Spalten nach unten, wäscht Kalk aus, Klüfte entstehen, bei hohen Temperaturunterschieden entwickeln Wasser und Eis zudem Sprengkraft in den Rissen. Direkt am Trauf können sich so ganze Schollen vom Gebirge lösen, die im Verlauf von Jahrtausenden zu Tal gleiten oder aber am Steilhang und in exponierten Lagen wie am Wielandstein abbrechen.

Dies bremst nicht nur Wanderer. In den vergangenen Wochen und auch jetzt noch mussten und müssen sich Autofahrer, die vom Lenninger Tal aus auf die Alb wollen, immer wieder auf Straßensperrungen und Umleitungen einstellen. Zur Sicherung der Albaufstiege vor Steinschlag werden an den Hängen oberhalb der Straßen brüchige Felsen und lose Steine abgetragen.         pst / Foto: aka

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Ein ausgebüxter Zirkuselefant hat einen Menschen getötet. Tierschützer fordern,
Löwen, Bären und Elefanten im Zirkus zu verbieten, da sie nicht artgerecht lebten.
Was sagen Sie? Sollen diese Tiere raus aus dem Zirkus?

Foto: dpa

Großtiere verbieten?

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