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Lebensgefühl-Messe

Am 17.03.2016 von 18-22 Uhr

Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Erschienen am 24.09.2015

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Erschienen am 25.02.2016

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Aus vollen Kehlen

Deutsches Chorfest in Stuttgart mit 400 Chören und 700 Veranstaltungen

Aus vollen Kehlen

Die Zahlen sprechen für sich: 400 Chöre, 700 Veranstaltungen und 20 Bühnen: Mit dem Chorfest des Deutschen Chorverbands erwartet Stuttgart vom 26. bis zum 29. Mai eines der größten Musikfestivals der Welt: Vier Tage lang lädt das Fest zum Zuhören und Mitsingen ein. Die meisten Konzerte sind kostenlos.

Am deutschen Chorfest nehmen Chöre, Vokalensembles und „Vocal Bands“ aus ganz Europa teil. Sie präsentieren rund 80 Festkonzerte mit Vokalmusik. Dabei sind auch Chöre aus der Stuttgarter Region und mehr als zehn aus dem Kreis Esslingen. Für Moritz Puschke, den künstlerischen Leiter des Chorfests, ist diese Mischung ein Kriterium für die Attraktivität des Festivals. Außerdem bilde das Chorfest die heutige Welt der Chormusik ab: „Die Chorbewegung ist innovativ, bunt, vielfältig und vital“, sagt Puschke. „Sie vereint Jung und Alt, Pop und Volkslied, Klassik und Avantgarde, Countertenor und Beatboxer.“ Und mit den „Swingles“ und Roger Treece sind zwei internationale Größen dabei, wie Chorfest-Pressesprecherin Petra Heinze sagt.

Den Auftakt an Fronleichnam macht ein Open-Air-Konzert auf dem Schlossplatz mit dem Bundesjazzorchester „BuJazzO“ und den „Swingles“. Ebenfalls am Donnerstagabend ist das SWR Vokalensemble Stuttgart mit Liebesliedern von Brahms und dem Zyklus „Lieder einer Liebe“ des jungen Komponisten Daniel Smutny zu erleben. Den Eröffnungsabend komplettiert das Solistenensemble „Stimmkunst“ unter der Leitung von Kay Johannsen, das im Rahmen seines Projekts „bach:vokal“ gemeinsam mit dem Stiftsbarock Stuttgart Bach-Werke zur Aufführung bringt.

Die Menschen sollen die Konzerte auch hautnah erleben: „Nachtklang“ am Freitag und Samstag präsentiert eine Art  „Best of“ der Chorfest-Szene in mehr als 30 Konzerten, während das Publikum zwischen den Spielstätten flaniert. Große Namen sind dabei: Bobby McFerrins Produzent, Roger Treece, tritt am Freitag mit dem Jazzchor Freiburg auf. Ebenso singt am Freitag der Kammerchor Stuttgart. Am Samstag widmen sich die Gächinger Kantorei und das Sinfonieorchester Basel Beethovens „Missa Solemnis“. Aktuelle Themen sind ins Programm eingeflossen: „Heimatlieder aus Deutschland“ am Sonntagabend im Theaterhaus versammelt über 120 Musiker aus rund 15 Nationen, die Lieder aus allen Teilen der Welt vorstellen. Es gibt Mitmachformate wie den größten Beatles-Chor Deutschlands, Mitsingkonzerte für Kinder, der „Ich-kann-­nicht-singen“-Chor oder den „größten Online-Chor aller Zeiten“.  Auch ein Chorwettbewerb findet statt. Das deutsche Chorfest findet alle vier Jahre statt. Mit dem diesjährigen Fest kommen die Sänger zu ihren Wurzeln zurück: Das erste deutsche Sängerfest fand 1827 in Plochingen statt.           red/bob  /  Foto: Eidenmüller

 

Info: Die meisten Konzerte sind frei, Eintritt kosten die Festkonzerte und die Nachtklang-Konzerte. Tickets sind unter www.easyticket.de, t 07 11/ 2 55 55 55 und an bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Programm unter www.chorfest.de

Die Playlist des Lebens

Projekt „Und die Welt steht still“ erzählt von letzten Liedern und den Lebensgeschichten Sterbender – Liederabend am 3. Juni in Esslingen

Die Playlist des Lebens

An was erinnert sich ein Mensch, dessen Leben zu Ende geht? An seine Kindheit, seine Jugend, an die prägenden Zeiten im Leben. Viele dieser Erinnerungen sind eng verknüpft mit Liedern und Melodien. Der freie Journalist Stefan Weiller sammelt in seinem Projekt „. . . und die Zeit steht still – Letzte Lieder und Geschichten von Menschen im Hospiz“ die Lieder und damit gleichzeitig die Geschichten Sterbender. Diese musikalischen Vermächtnisse und Geschichten werden am 3. Juni ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche St. Dionys in Esslingen aufgeführt.

An diesem bundesweiten Kunstprojekt haben sich auch Menschen, die im Hospiz Esslingen verstorben sind, mit ihren Lieblingsliedern und ihren Geschichten beteiligt. Weiller betreibt dieses Projekt seit einigen Jahren. Dafür tourt er in ganz Deutschland. Entschließt sich ein Bewohner eines Hospizes, mit dem Journalisten zu sprechen, reist Weiller sofort zu ihm.

Aus den Esslinger Kontakten, aber auch aus den Kontakten zu Hospizbewohnern anderer Städte, entsteht eine Collage aus Musik, Texten und Videoinstallationen, die am 3. Juni in der Stadtkirche präsentiert wird. Umgesetzt wird das Ganze vom Ensemble Capella Vocale an St. Dionys, der Kilian-Haiber-Band und vielen anderen haupt- und ehrenamtlichen Musikern. Die musikalische Leitung hat der Kirchheimer Bezirkskantor Ralf Sach. Als Sprecherinnen sind Irina von Bentheim, die deutsche Stimme von Sarah Jessica Parker, und Birgitta Assheuer zu hören. Der Sozialpädagoge und Journalist Stefan Weiller hat bei seinem Besuch in Esslingen im Hospiz viele Geschichten gehört, die die Menschen am Ende ihres Lebens umtreiben, er hat von Liedern erfahren, die Wendepunkte und Eckpunkte im Leben der Menschen begleitet haben, und von Erinnerungen und Gefühlen.

Meist sind es Kinderlieder, von denen die Menschen gerne erzählen. Darüber hinaus gibt es deutliche regionale Unterschiede, wie Weiller berichtet. „Die Esslinger sind Rocker“, hat er festgestellt.  Alice Coopers „School’s out“ wurde als Lieblingslied genannt, Whitney Houston und die Dire Straits tauchten in den Erinnerungen auf. Aber auch die „Christel von der Post“ und Händels „Messias“. Dass Kirchenlieder in diesem letzten Soundtrack auftauchen, ist laut Weiller nicht selten. Die Esslinger Beiträge kombiniert Weiller mit Elementen aus anderen Hospizen, so dass das Projekt sich ständig verändert. Dabei bleiben die Befragten stets anonym. Und wenn ihre Lieder gespielt werden, sind die Befragten nicht mehr am Leben. „Es ist für meine Interviewpartner immer ein schöner Gedanke, dass etwas bleibt, wenn sie nicht mehr da sind“, sagt Weiller. In den Begegnungen mit den Hospizbewohnern wird nicht nur übers Sterben oder über Musik gesprochen. Sondern auch über das Leben. Oft werde herzlich gelacht, dazu laufe zuweilen Schlagermusik. „Es sind auch Begegnungen voller Lebensfreude“, so Weiller.

Da werde etwa nicht selten über kulinarische Vorlieben gesprochen. So habe ihn ein Esslinger Patient über die richtige Zubereitung schwäbischen Kartoffelsalats aufgeklärt. Doch er höre auch ganz tiefe und berührende Einsichten über das Leben. Ein Gespräch im Hospiz Esslingen hat Weiller über Tablet geführt, es war das erste
dieser Art. Der Gesprächspartner konnte sich sprachlich nicht mehr artikulieren, also hatte er diesen Weg der Kommunikation gewählt. Für Weiller war das eine neue Erfahrung, da es große Zeitspannen  zwischen Fragen und Antworten zu ertragen galt. „Und das in einer Phase, in der dem Gegenüber eigentlich keine Zeit mehr bleibt.“

Für Dekan Bernd Weißenborn ist „Letzte Lieder“ viel mehr als ein künstlerisches Projekt. „Musik ist ein Mittel, die Seele des Menschen zu erreichen, oft auf eine tiefere Art, als Worte es können“, sagt Weißenborn. „Die Entscheidung, an diesem Projekt teilzunehmen, sei schnell gefallen, sagt er. „Es hat uns gleich angesprochen, es rückt die Biografien der Menschen in den Vordergrund und holt die letzte Lebensphase aus der Tabuzone.“ Außerdem fördere es das Verständnis für die Bedeutung der Hospizarbeit.

Stefan Weiller hat inzwischen rund 100 Interviews mit Sterbenden geführt. Er weiß, dass nur ein kleiner Teil der Menschen im Hospiz zu solchen Gesprächen noch in der Lage oder auch bereit ist. Bereits in mehreren Städten sind die Vermächtnisse der Sterbenden in einer Aufführung – Weiller bevorzugt die Formulierung musikalische Reportage – präsentiert worden. Zuweilen kommt das Team um Weiller an seine künstlerischen Grenzen. Alice Coopers „School’s out“ ist ein solcher Fall. „Unsere Sopranistin hat gesagt, dass sie das nicht singen kann“, erzählt er. Glücklicherweise hat dann das Esslinger Musikernetzwerk weitergeholfen. Einmal jedoch konnte Weiller etwas gar nicht umsetzen. Das Lied „Unbeschreiblich weiblich“ von Nina Hagen enthalte Textpassagen, die eindeutig zur Abtreibung aufrufen. „In der Kirche können wir das nicht bringen.“

Etwa ein Jahr lang war Weiller  immer wieder im Esslinger Hospiz. Dort habe ihn die Atmosphäre beeindruckt, die er mit „professioneller Sachverstand und großes Herz“ umschreibt. Hospizleiterin Susanne Kränzle wiederum hat gerne die Türen des Hospizes für das Projekt geöffnet: „Es waren achtsame und wertschätzende Gespräche. Sie zeigen, dass es auch ein Leben vor dem Hospiz gab.“ Und es sei für die Sterbenden eine Möglichkeit, der Nachwelt etwas zu hinterlassen. Sie und ihr Team wüssten ja oft nicht, welche Lebensschätze die Patienten mitbrächten. Das Hospiz hat acht Plätze, die mittlere Verweildauer der Gäste sind 17 Tage.                bob / Foto: bob

 

Info: „Und die Welt steht still“, Freitag, 3. Juni, 19.30 Uhr, evangelische Stadtkirche St. Dionys, der Eintritt ist frei. Finanziert wird der Esslinger Liederabend komplett über Sponsoren, so dass die gesamten Spenden des Abends dem Hospiz zugutekommen. Damit sollen  dann zusätzliche Angebote wie Musik- oder Kunsttherapie finanziert werden.

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Der Kauf eines Elektroautos soll gefördert werden.
Kritiker glauben, dass dies nur Unternehmen für ihre
Firmenflotte nutzen. Was sagen Sie: Soll es eine Kaufprämie
für E-Autos geben?

ARCHIV - Ein Mann steckt einen Stecker zum Laden eines Elektroautos am 09.03.2016 in Hamburg in eine Ladesäule. Die Stadt Hamburg hatte im März eine neue Ladesäule inklusive neuer Schilder zum kostenlosen Parken und zum Aufladen von Elektrofahrzeugen auf der Kurt-Schumacher-Allee aufgestellt. Foto: Lukas Schulze/dpa (Zu dpa "Kaufprämien für Elektroautos kommen - Bundesregierung will Förderrichtlinie zur konkreten Umsetzung beschließen") +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: dpa

Kaufprämie für E-Autos?

Ergebnis

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Auch für Berufspendler

Pedelec-Verleih in Region Stuttgart – Lücke zwischen Bahn und Zielort schließen

Auch für Berufspendler

An 14 E-Bike-Stationen in der Region Stuttgart kann man Pedelecs ausleihen: um einen Ausflug zu machen, aber auch, um vom Bahnhof zum Arbeitsplatz oder nach Hause zu kommen. Diese Stationen sind miteinander zum „Netz-E-2-R“ verbunden, Pedelec-Verleih-Stationen von Radhändlern oder anderen Trägern ergänzen das Netz.

Mit der E-Bike-Station in Filderstadt-Bernhausen war im April das „Netz-E-2-R“, ein Projekt der „Modellregion für eine nachhaltige Mobilität“, komplett. 14 Stationen in verschiedenen Städten werden von den jeweiligen Kommunen getragen, sind aber durch ein gemeinsames Ausleih- und Abrechnungssystem miteinander verknüpft. So kann man beispielsweise in Filderstadt ein Pedelec ausleihen und es in Herrenberg oder Göppingen wieder zurückgeben. Auch Berufspendler sind angesprochen, im Fahrradsattel „die letzte Meile“ zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz oder Wohnung zurückzulegen. Die Pedelecs, bei denen ein Elektromotor den Fahrer unterstützt, wenn er in die Pedale tritt, sind an sieben Wochentagen rund um die Uhr verfügbar: Wer sich einmal registriert hat, bekommt über Karte oder Handy-App Zugang zu den Rädern; auf digitalem Weg werden dann auch die Gebühren abgerechnet. Sie betragen zwei Euro pro Stunde und 16 Euro für den ganzen Tag. Bei Ausleihe über Nacht – wenn zum Beispiel jemand vom Bahnhof nach Hause und am nächsten Morgen dieselbe Strecke umgekehrt fährt – gilt ein Sonderpreis, ebenso wie VVS-Kunden Sonderkonditionen erhalten.

Filderstadt ist die einzige beteiligte Stadt im Kreis Esslingen. Plochingen wollte ebenfalls mitmachen, aber der Stadt gelang es nicht, schnell genug das notwendige Grundstück von der Bahn zu erwerben. Die weiteren Standorte in der Region findet man im Internet auf www.e-bike-stationen.de. Dort kann man auch die Verfügbarkeit von Rädern prüfen.

Darüber hinaus gibt es auch im Kreis Esslingen weitere Möglichkeiten, Pedelecs zu leihen: bei verschiedenen Fahrradhändlern oder auch an der Radstation am Kirchheimer Bahnhof. Ihr Träger ist die Esslinger Beschäftigungsinitiative ebi, die mit einem lokalen Radsportgeschäft kooperiert. Wer ein Pedelec leihen will, kann sich vorher telefonisch kundig machen und es reservieren. Das Angebot werde gut wahrgenommen, sagt Andreas Walter von ebi, besonders in der warmen Jahreszeit, wobei das Publikum breit gestreut sei: „Von Geschäftsleuten, die das Rad mal zwei Stunden nutzen möchten, bis hin zu Rentnern, die einen Wochenendausflug machen.“                 aia / Foto: aia

Behörde statt Pflegeschule

Landkreis ändert seine Pläne für das ehemalige Plochinger Krankenhaus – Die Stadt sieht’s positiv

Behörde statt Pflegeschule

Das ehemalige Plochinger Krankenhaus wird nicht wie geplant zum Gesundheitscampus, sondern zu einer Außenstelle des Esslinger Landratsamtes. Rund 280 Arbeitsplätze der Kreisverwaltung sollen in dem Gebäude auf dem Stumpenhof angesiedelt werden. Die zen­trale Krankenpflegeschule, die nach den bisherigen Plänen dort vorgesehen war, kommt dagegen nach Nürtingen.

Zunächst war geplant, die beiden Krankenpflegeschulen in Ruit und Nürtingen sowie die Weiterbildungsakademie der Kreiskliniken im ehemaligen Krankenhaus auf dem Stumpenhof unterzubringen. Dafür hat der Kreis auch schon einen Förderantrag beim Land eingereicht. Den will er nun zurückziehen, denn die Vorzeichen haben sich geändert.

So will die Bundesregierung die Ausbildung in den Pflegeberufen reformieren: Künftig soll es nur noch eine gemeinsame Ausbildung für die drei Bereiche Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege geben. Das Bundeskabinett hat den Entwurf des „Pflegeberufereformgesetzes“ bereits beschlossen, derzeit durchläuft er das parlamentarische Verfahren. Ab 2018 könnte dann die neue Ausbildung greifen. Nürtingen ist unter diesen Vorzeichen der bessere Standort, denn die dortige Pflegeschule der Kreiskliniken bietet bereits jetzt im Modellversuch eine Kombi-Ausbildung an. Zudem kann an der benachbarten Fritz-Ruoff-Schule die Fachhochschulreife erworben werden. Dort könnte man also auf bestehende Strukturen aufbauen, sich räumlich vergrößern und die Ruiter Pflegeschule inte­grieren. Auch die Fort- und Weiterbildungsakademie der Kreiskliniken soll nun nicht nach Plochingen umziehen, sondern bleibt bis auf Weiteres an ihrem jetzigen Standort in Kirchheim.

Das ehemalige Krankenhaus möchte der Landkreis dagegen komplett zu Büros umbauen, wofür er einschließlich Brandschutz rund 4,5 Millionen Euro investieren muss. Das Gesundheits- und Veterinäramt, das inhaltlich auch zu
einem Gesundheitscampus gut passte, ist mit seinen rund 80 Mitarbeitern schon vor einem Jahr eingezogen. Nun sollen weitere Zweige der Kreisverwaltung mit rund 200 Arbeitsplätzen folgen. Denn es herrscht Platznot im Amt, die Zahl der Stellen bei der Kreisverwaltung ist vor allem durch die Betreuung von Flüchtlingen stark angestiegen – und wird es noch weiter tun.

Im ehemaligen Krankenhaus könnten rund 4000 Quadratmeter Bürofläche entstehen. Es muss dafür von den Kreiskliniken an den Landkreis übergeben werden; juristische und steuerliche Details werden noch geprüft. Zudem sind im Rahmen eines „Sonderkontingents“ derzeit noch knapp 100 irakische Flüchtlinge – Frauen und Kinder – im Krankenhaus untergebracht. Diese könnten aber nach nebenan ins ehemalige Personalwohnheim umziehen, das ja nach dem neuen Konzept nicht mehr für Krankenpflegeschüler gebraucht wird.

In Plochingen kann man mit dieser Variante gut leben, weitere Mitarbeiter der Kreisverwaltung seien willkommen, sagt Bürgermeister Frank Buß. Sie kämen ja dem Stadtteil Stumpenhof und seinen Geschäften zugute. Auch der Gedanke an eine psychiatrische Ambulanz, die eigentlich im ehemaligen Krankenhaus hätte entstehen sollen, wird weiter verfolgt. Das bestätigt die Pressereferentin der Kreiskliniken, Iris Weichsel: „Derzeit werden entsprechende Räumlichkeiten zur Unterbringung dieser Einrichtung in Plochingen geprüft.“  aia / Foto: aia

Malen stärkt die Seele

Kunsttherapie als kreativer Baustein in der Erziehungsarbeit an der Grötzinger Weiherbachschule

Malen stärkt die Seele

Die Kunsttherapie ist für Psychologen und Psychotherapeuten längst ein etabliertes Mittel, um die Seele zu öffnen. Als begleitendes Förderangebot zur Erziehungs- und Bildungsarbeit an den Schulen hingegen ist sie weitgehend unbekannt in Deutschland. Die Weiherbachschule in Grötzingen ist hier einer der Vorreiter. In Kooperation mit dem Nürtinger Hochschulinstitut für Künstlerische Therapie entstand dort das Projekt „Kunst fördert Entwicklung“ (KufE).

Seit gut einem Jahr sind sowohl Diplom-Kunsttherapeut Wolfgang Lang als auch Studenten der Kunsttherapie mit verschiedenen Angeboten in den Alltag an der Grund-und Werkrealschule in Grötzingen integriert. Sowohl klassenübergreifend als Wahlgruppe oder in Kleingruppen arbeiten die Kunsttherapeuten mit den Kindern. Im freien kreativen Prozess dürfen die Schüler dabei gänzlich ohne Notendruck sich ausprobieren, mit Materialien experimentieren und erforschen. „Sie reflektieren sich selbst im wertfreien Rahmen“, sagt Lang.

Zugleich haben die Kinder Gelegenheit, sich mit ihrem Umfeld auseinanderzusetzen und für sich Dinge zu klären. Und mit Belastungen wie Leistungsdruck, Ärger mit anderen Schülern oder auch familiär bedingten Problemen umzugehen. „Die gestalterischen Mittel erweitern den Sprachraum der Kinder“, so Lang. Die kreative Arbeit wird so zu einem Symbolisierungsprozess und Ausdrucksmittel für Dinge, die das Kind nicht oder noch nicht in Worte zu fassen vermag.

Gerade mal eine Handvoll staatlicher Schulen im Land bindet derzeit kreatives, freies Arbeiten als präventives wie förderndes Mittel in ihre Arbeit ein. Wolfgang Lang führt das vor allem auf die Tatsache zurück, dass dieser Zweig der Kunsttherapie nur sehr wenigen überhaupt ein Begriff ist. „Denn mit dem klinischen Ansatz der Kunsttherapie haben die kreativen Impulse, die wir an der Schule setzen können, nichts zu tun“, erklärt er. Vielmehr dient das künstlerische Tun als Katalysator für wichtige Entwicklungsphasen und für die Persönlichkeitsentwicklung. Dass die Grötzinger Schule seiner Idee derart offen gegenüber steht, ist deshalb für den Kunsttherapeuten ein echtes Geschenk.

Dass kreatives Schaffen so manchen Seelenknoten zu lösen vermag, hat die Rektorin der Weiherbachschule, Hannelore Blümel, schon oft persönlich erlebt. Über die Schiene der KufE-Angebote gelang es mehrfach, Auffälligkeiten bei Schülern deutlich zu lindern oder Konflikte aufzubrechen.

Lehrerschaft und Kunsttherapeuten arbeiten in dem Projekt eng zusammen. Auch die Schulsozialarbeiter sind im ständigen Austausch mit dem KufE-Team. „Wir arbeiten hier multiprofessionell am Kind“, sagt Blümel. „Dinge, die man als Lehrer erahnt hat, bekommen durch die Kunsttherapie eine neue Klarheit“, so ihre Erfahrung. Es helfe dabei, den einzelnen Schüler besser wahrzunehmen – und zu unterstützen. Sie sieht aber ebenso den präventiven Charakter des Angebots.

Die Anschubfinanzierung für das Projekt bekam die Schule von der Karl-Schlecht Stiftung. Mittelfristig soll jedoch die Stadt Aichtal die Finanzierung laut Blümel übernehmen. Ihr Traum ist es, dass für das Projekt KufE eine feste Stelle entstehen kann. „Die Kinder leben heute viel mehr an der Schule, und dadurch kommen auch neue Themen in den Schulalltag, die wir aufarbeiten müssen“, sagt sie.          mo / Foto: mo

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Dem Bundesrat liegt ein Gesetzentwurf vor: Gaffer, die bei
Unfällen im Weg stehen, Retter behindern und Tote fotografieren
und filmen, sollen bestraft werden. Finden Sie das richtig?

ARCHIV - Ein umgestürzter Baum liegt auf mehreren Autos am 28.10.2013 in einer Straße in Hamburg während eine Frau mit ihrem Smartphone die Szenerie fotografiert. Foto: Maja Hitij/dpa (zu dpa "Kampf gegen Gaffer an Unfallorten: Niedersachsen bringt Gesetzesinitiative in den Bundesrat ein" vom 13.05.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: dpa

Gaffer bestrafen?

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Mit Lokalkolorit

WLB stellt neues Programm vor – Zuwachs bei Besucherzahlen

Mit Lokalkolorit

Viele regionale Bezüge in Themen und Sprache sowie Blicke auf das vergangene Jahrhundert ziehen sich wie ein roter Faden durch die Stücke der Spielsaison 2016/2017: In der vergangenen Woche hat die Württembergische Landesbühne (WLB) ihr neues Programm vorgestellt. Dabei waren auch die steigenden Besucherzahlen ein Thema.

Ein Blick zurück: Bisher hat die Rückkehr von Intendant Friedrich Schirmer der WLB erfreuliche Besucherzahlen gebracht. In der Spielzeit 2014/2015 haben 109 059 Menschen die Aufführungen besucht. Gegenüber dem Vorjahr lässt sich ein Plus von 22 Prozent für Esslingen und neun Prozent für die Auswärtsspiele ausmachen. Die Zahl der Vorstellungen ist im gleichen Zeitraum von 658 auf 722 gestiegen. Und für die laufende Saison deutet sich eine ähnliche Entwicklung an. Eine kleine Unbekannte stellt allerdings noch das Wetter dar, das der Freilichtbühne, die am 15. Juni am Kesslerplatz beginnt, die Bilanz verhageln könnte. Die erfolgreichsten Produktionen waren der „Sheriff von Linsenbach“ mit einer Auslastung von 85 Prozent und „Narziss und Goldmund“ mit einer Auslastung 99 Prozent.

24 Produktionen legt die WLB im neuen Programmheft vor. Darunter sind acht Uraufführungen  und zwei deutschsprachige Erstaufführungen. Eine der Uraufführungen ist „Doctor Faustus‘ Magical Circus Part II“, das Schirmer als „Musical mit den Zutaten Weimar, Beatles und Monty Python“ bezeichnet. Autor ist Martin Lingnau. Eine weitere Uraufführung ist der „Trafikant“, das vom Leben und der Liebe in einem Zigaretten- und Zeitungsladen im Wien von 1937 erzählt. Mit dem Stück „Die Auferstehung“ nach Karl-Heinz Ott steht eine weitere Uraufführung an.

Solche Premieren gibt es auch in der Jungen WLB: „Sumchi“ erzählt eine Geschichte über die erste Liebe im Israel der 50er-Jahre nach einem Roman von Amos Oz. „Wie sieht‘s denn hier aus?“ beschäftigt sich mit dem Thema Ordnung anhand einzelner Socken. Das „Tagebuch der Anne Frank“ erzählt von der dunkelsten Seite des 20. Jahrhunderts, 75 Jahre nach Annes erstem Tagebucheintrag.

Der schwäbische Dialekt und das kleinbürgerliche Schwaben mit möglichen Bezügen zur Heimatstadt sind die Leitmotive etlicher Stücke. So wie bei „Also sprach Barbarossa“ des Autors Lothar Bobbe. Schirmer stellte das Stück als „kleinstädtisches Puppical“ vor. Die spießbürgerliche Kulisse wird in „Fatal. Fatal. Mord auf dem Schillerplatz“ demaskiert. Jörg Ehni hat die Komödie von Eugène Labiche ins Schwäbische übertragen. Der Autor Ehni ist auch für die Freilichtaufführung im nächsten Jahr verantwortlich: „Ich kann nicht anders – Der Anschlag von 1517“ thematisiert 500 Jahre Martin Luthers Thesenanschlag. Einer Kooperation der städtischen Galerie und der Jungen WLB entspringt „NippleJesus“ nach Nick Hornby, das in der Villa Merkel aufgeführt wird.      bob / Foto: bob (Autoren und Theaterleute im Gespräch: Marco Süß, Lothar Bobbe, Friedrich Schirmer, Karl-Heinz Ott, Jörg Ehni und Marcus Grube – von links)

Info: Programm unter www.wlb-ess­lingen.de; Theaterkasse unter t 07 11/35 12-30 44.

Besuch der alten Dame

Keltenfürstin: Ausstellung der Grabfunde vom 12. bis 29. Mai in Hülben – Heidengrabenzentrum im Aufbau

Besuch der alten Dame

Hoher Besuch hat sich in Hülben angesagt: Vom 12. bis zum 29. Mai macht die Ausstellung des Landesdenkmalamts „Das Geheimnis der Keltenfürstin“ Station beim Sport- und Freizeitgelände Rietenlau in Hülben. Die Reutlinger Kreisgemeinde hat starke keltische Verbindungen. Der Ort liegt in nächster Nähe zum Heidengraben, dem spätkeltischen Oppidum.

Vor fünfeinhalb Jahren ist bei Herbertingen im Kreis Sigmaringen eine Grabkammer freigelegt worden. Dort wurde vor 2600 Jahren eine frühkeltische Fürstin bestattet. Das Grab gehört laut Experten zu den wichtigsten archäologischen Entdeckungen der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland. Bei den Ausgrabungen unter Laborbedingungen und dem Einsatz modernster Methoden sind Grabbeigaben zum Vorschein gekommen. Die Gold- aber auch die Bernsteinbeigaben des Grabes weisen eine außergewöhnlich hohe kunsthandwerkliche Qualität auf und lassen auf intensive Kontakte der frühkeltischen Eliten zu den Etruskern Mittelitaliens schließen. Die erhaltenen Hölzer der Grabkammer erlauben es, das Todesjahr der Fürstin naturwissenschaftlich exakt auf 583 vor Christus festzulegen.

Die Ausstellung, die jetzt nach Hülben kommt, will die Besucher in die Welt der frühen Kelten führen und vom Geheimnis um die Keltenfürstin und ihren Begleiterinnen erzählen. Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung dreht sich um das Thema Gold, Design, Goldschmiedekunst und deren Bedeutung früher und heute.

Mit der Ausstellung in Hülben soll  auch eine Brücke zwischen den beiden wichtigsten Siedlungen der keltischen Zeit in Baden-Württemberg geschlagen werden: dem frühkeltischen Fürstensitz Heuneburg an der oberen Donau, von wo die Dame stammt, und dem spätkeltischen Oppidum Heidengraben, der größten befestigten Siedlung der prähistorischen Zeit auf dem europäischen Kontinent. Beide gelten als Kulturdenkmale von europäischem Rang.

Die Ausstellung ist auch Vorreiter für den geplanten „Kelten-Erlebnis-Sommer 2017“ in Hülben. Dann  nämlich werden dort erstmals die hochwertigen Repliken der Grabfunde zu sehen sein. Geplant sind auch Veranstaltungen rund um die Kelten. Jetzt schon können die Besucher vom Ausstellungsort im Sport- und Freizeitgelände Rietenlau in Hülben zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu den Befestigungsanlagen des Heidengrabens und zu den Grabhügeln beim Burrenhof gelangen. Dort soll bis 2020 das Heidengrabenzentrum entstehen, das über die Geschichte und die Bedeutung der Kelten in der Region informiert.
bob/red / Foto: Regierungspräsidium

Info: Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 12. Mai, 18 Uhr, mit Vorträgen und dem Ausschank des Biers „Keltoi“. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 10 bis18 Uhr, freitags und samstags 10 bis 21 Uhr, sonn- und feiertags 10 bis 20 Uhr (dann auch Führungen ab 12, 15 und 17 Uhr). Der Eintritt ist frei. Es gibt verschiedene Vorträge. Am 28. und 29. Mai Besuch der Gewandgruppe „Riusiava“. Mehr unter www.huelben.de

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Am Wochenende läuft der European Song Contest (ESC).
Was denken Sie? Hat die deutsche Teilnehmerin Jamie-Lee Kriewitz
mit ihrem Song „Ghost“ eine Chance auf den Titel?

epa05294594 Germany's Jamie-Lee performs her song 'Ghost' during a rehearsal for the 61st annual Eurovision Song Contest (ESC) at the Ericsson Globe in Stockholm, Sweden, 08 May 2016. The ESC consists of two semi-finals, to be held on 10 and 12 May, and a grand final that will take place at the Ericsson Globe on 14 May. EPA/JONAS EKSTROMER SWEDEN OUT +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: dpa

Chancen beim ESC?

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