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fildErleben


Erschienen am 11.10.2017

Bauen & Wohnen


Erschienen am 28.2.2018

Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Erschienen am 29.09.2016

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Erschienen am 22.11.2017

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Sechsspurig auf die Alb

Der Ausbau der A8 wird konkret – Kosten über 600 Millionen Euro

Seit  mehr als 20 Jahren wird ein neuer Albauf- und -abstieg geplant. Der Flaschenhals an der A8 soll auf sechs Spuren erweitert werden. Nachdem das 600-Millionen-Euro-Projekt lange auf Eis lag, soll es jetzt zügig weitergehen, was bedeutet: Frühestens im Jahr 2026 könnte die  Trasse fertig sein.

Zwei neue Brücken und zwei neue Tunnel kennzeichnen die künftige Trasse, die von der Anschlussstelle Mühlhausen nahezu geradeaus auf die Albhochfläche führt. Albaufstieg und Albabstieg verlaufen dann sechsspurig nebeneinander, derzeit ziehen zwei je zweistreifige Trassen getrennt ihre Schlaufen. Bis zur Einmündung der neuen Strecke im Bereich Hohenstadt sind es künftig 3,6 Kilometer weniger als bisher. Das berichteten Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) kürzlich bei einer Bürger-Info in Gruibingen.

Die Trassenführung wurde bereits in den 1990er-Jahren festgelegt, 2004 leitete das RP das Planfeststellungsverfahren ein. Vorgesehen war, einen privaten Betreiber bauen und seine Kosten über eine Mautstation refinanzieren zu lassen. Doch es fand sich kein Investor, 2006 wurde das Projekt auf Eis gelegt. Erst als der Bund 2014 einer Fortführung ohne Mautstelle zustimmte, ging es weiter. Mittlerweile ist der A8-Abschnitt als „festdisponierte Maßnahme“ festgeschrieben und wird somit durch den Bund finanziert.

Die Pläne wurden geändert und liegen nun vom 25. Juni bis zum 24. Juli unter anderem in Bad Ditzenbach, Gruibingen,  Merklingen, Mühlhausen und Wiesensteig aus. Bis  24. September haben Bürger Gelegenheit, sich zu den Planänderungen zu äußern. Durch den Wegfall der Mautstation sinkt der Flächenverbrauch, in der Folge sind auch weniger Ausgleichsflächen gefordert. Die beiden Tunnel „Himmelsschleife“ und „Drackenstein“, insgesamt fast drei Kilometer lang, bekommen durchgehende Standstreifen statt der ursprünglich vorgesehenen Pannenbuchten. Das erhöhe die Verkehrssicherheit, betonen die Planer. Mit dem zusätzlichen Erdaushub sollen die geplanten Dämme an der Amtalklinge höher aufgeschüttet werden.

Die Filstalbrücke im Bereich der Anschlussstelle Mühlhausen und die Gosbachtalbrücke südlich von Gosbach werden mit Glas eingehaust. Das diene dem Schutz von Vögeln und Fledermäusen, bringe aber gleichzeitig einen kleinen Gewinn beim Lärmschutz, berichtete Projektleiter Johannes Fischer.

Für die Anliegergemeinden wichtig ist vor allem der Wegfall der Mautstation, denn sie hatten erheblichen Ausweichverkehr befürchtet. Als Bedarfsumleitung bei Stau ist  der jetzige Albaufstieg vorgesehen, der zur Landesstraße zurückgestuft wird. Er verläuft durch keine Ortschaft. Der jetzige Albabstieg wird dagegen zurückgebaut – teils als Schotterweg, teils asphaltiert. Einige Bauwerke bleiben erhalten, denn dieser 1937 gebaute Abschnitt steht ebenso unter Denkmalschutz wie der 20 Jahre jüngere Albaufstieg.

Der Baubeginn könnte nach Schätzung der Planer frühestens 2021 erfolgen, das Land rechnet mit fünf Jahren Bauzeit.   aia / Foto: Regierungspräsidium Stuttgart

In einer Senke in die Hocke gehen

Wie soll man sich bei Gewitter verhalten? – Esslingen ist eine Blitzhochburg – Örtlicher Starkregen tritt häufiger auf

Blitz und Donner sind die vergangenen Wochen stete Begleiter der Menschen im Südwesten gewesen. Starkregen hat so manchen Keller vollaufen lassen, Rettungskräfte waren vielfach im Einsatz – auch im Landkreis Esslingen. Die Gewitter waren in der Regel regional begrenzt, doch für die Betroffenen ist dies kein Trost. Es scheint, dass auch in den atmosphärischen Entladungen der Klimawandel festzumachen ist.
Die Jahresmitteltemperatur im Südwesten stieg seit 1901 bis heute von rund acht auf mehr als neun Grad. Den größten Anstieg gab es nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz dabei erst in den vergangenen 30 Jahren. In Stuttgart gab es 1953 noch 25 Eistage mit Höchsttemperaturen unter null Grad und genauso viele Sommertage mit Höchsttemperaturen von mindestens 25 Grad. Bis 2009 erhöhte sich die Zahl der Sommertage in Stuttgart auf 45, die der Eistage ging auf 15 zurück. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sagte im vergangenen Jahr, die Ausschläge der Temperaturen belegten anschaulich, dass die Erderwärmung zunehme und an Tempo zugelegt habe. So ist auch die Häufigkeit und Intensität von Hagelstürmen gestiegen. Und auch die Verteilung der Niederschläge im Land ändert sich. Die Sommer werden trockener mit dem Risiko längerer Dürreperioden. Feuchtere Winter bergen die Gefahr von Hochwassern. Starkregen wie 2016 in Braunsbach werden keine Ausnahme bleiben.
Laut dem Blitz-Informationsdienst in München blitzt und donnert es im Süden mehr als im Norden. Im Ranking der Bundesländer stand Baden-Württemberg im Jahr 2016 mit 51 024 Blitzeinschlägen nach Bayern und Nordrhein-Westfalen an dritter Stelle. Auf einen Quadratkilometer kamen vor zwei Jahren im Südwesten 1,43 Einschläge. Blitzhochburg im Südwesten war Esslingen (2241 Blitze), am wenigsten blitzte es in Freiburg (65 Mal). An Tagen mit starken Gewittern zucken mehr als 200 000 Blitze durch den Himmel über Deutschland, Tausende schlagen ein.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland von einem Blitz getroffen zu werden, sehr gering. Jährlich werden demnach im Durchschnitt rund 130 Menschen verletzt, drei bis vier kommen durch Blitzeinschläge ums Leben. Nicht alle davon werden direkt getroffen. Aber auch wenn der Blitz in die Erde einschlägt, kann es gefährlich werden. Der Strom breitet sich dann bis zu 30 Meter um die Einschlagstelle herum im Boden aus. Wird man direkt getroffen, steigt die Spannung im Körper auf mehrere 100 000 Volt an. Mögliche Folgen: Herz- oder Atemstillstand. Laut DWD überleben aber rund zwei von drei Menschen, die von einem Blitz getroffen wurden. Sie haben dann jedoch jahrelang mit Spätfolgen zu kämpfen. Es kann zu Muskel- und Nervenlähmungen kommen, zu Bewusstseinsstörungen, Bluthochdruck und Persönlichkeitsveränderungen.
Wenn unterschiedlich warme Luftmassen aufeinandertreffen oder es in der Atmosphäre zwischen oben und unten besonders große Temperaturunterschiede gibt, gewittert es. Je heißer es am Boden ist, desto heftiger ist das Gewitter in der Regel. Die feuchtwarme Luft steigt nach oben, kondensiert und bildet eine Gewitterwolke. In der Wolke baut sich ein immer größer werdendes elektrisches Spannungsfeld auf, das sich durch eine Art Kurzschluss (Blitz) entlädt. dpa/ch / Foto: dpa

Das sollte man bei Unwetter wissen:
Im freien Feld sollte man sich eine flache Stelle oder gar eine Mulde im Gelände suchen, erklärt die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder (BAG). Grundsätzlich gilt: Am besten ist man tiefer als das umgebende Gelände, da hohe Punkte Blitze anziehen. Nur enge Mulden sollte man meiden. In der Senke geht man in die Hocke, stellt die Füße eng nebeneinander, verlagert das Gewicht auf die Fußballen und legt die Arme um die Knie. Auf keinen Fall darf man sich unter Bäume, Türme, Pfeiler, Masten und Antennen stellen. Bergspitzen und Aussichtstürme sind zu meiden. Zu Überlandleitungen hält man laut BAG idealerweise einen Abstand von 50 Metern. Selbst das Anlehnen an einen Zaun kann gefährlich sein. Ganz wichtig: Keine Metallteile wie am Regenschirm oder Fahrrad anfassen. Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) rät auch zu einem Abstand von am besten drei Metern zu anderen Menschen. In Scheunen, Holz- oder Steinhütten sollte man sich nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Mitte des Gebäudes in die Hocke gehen. Radler und Reiter sollten absitzen und einen blitzgeschützten Ort aufsuchen.
Im Wald: Einzelne Bäume, Baumgruppen und Waldränder gelten als potenzielle Blitz-Ziele. Im Inneren eines Waldes ist die Gefahr laut VDE geringer. Trotzdem: idealerweise zu allen Bäumen und Ästen mindestens zehn Meter Abstand halten. –
Im Haus: Während eines Gewitters sollte man in Gebäuden ohne Blitzschutzsystem nicht duschen und baden, rät der VDE. Zur Sicherheit werden elektrische Geräte vom Strom genommen. Handys lassen sich gefahrlos benutzen. In einem Gebäude mit Blitzableiter ist man am sichersten.
Fahrzeuge: Autos, Wohnmobile oder die Kabine einer Baumaschine bieten Schutz, ihre metallische Konstruktion wirkt wie ein Faradayscher Käfig. Wichtig ist es dabei, die Fenster zu schließen.
Wasser: Beim ersten Donnergrollen heißt es, raus aus dem Wasser.
Schnelle Hilfe rettet Leben: Im Gegensatz zu anderen Elektrounfällen besteht nach DRK-Angaben unmittelbar nach dem Blitzschlag keine Gefahr für Helfer. Bei Kreislaufstillstand sofort mit der Wiederbelebung beginnen: 30 Mal mit dem Handballen das Brustbein fünf bis sechs Zentimeter tief eindrücken. Es folgen zwei Atemspenden im Wechsel. Ein Blitzschlag kann auch zu Verbrennungen und zu Verletzungen nach Stürzen führen.

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Ernüchterndes 0:1 gegen Mexiko: Gelingt dem DFB-Team
trotzdem noch die Titelverteidigung bei der Fußball-WM?

Foto: dpa

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Kaum Rudelbildung

Public Viewing zur WM im kleineren Stil  – Strengere Auflagen

Die Fußball-Weltmeisterschaft startet. Fans verabreden sich zum kollektiven Kickkucken.  Das ganz große Fieber, wie es bei der WM in Deutschland 2006 grassierte, ist vorbei.  Kleine Veranstaltungen in Kneipen und in Biergärten laufen hingegen gut, zumal die sich auch ohne großen Vorlauf organisieren lassen. 

In wenigen Tagen tritt die deutsche Nationalmannschaft in ihrem  ersten Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland an. Bei der WM  2006  war Public Viewing  der Kernbegriff deutscher Fankultur.  Das ist heute nicht mehr so. Und  das hat vielfältige Gründe. „2006, das war vor der Love Parade und vor der Terrorismusbedrohung“, sagt der Esslinger Ordnungsamtsleiter Gerhard Gozellik. Da ließen sich große kommunale Veranstaltungen noch gut organisieren. Dann jedoch hätten die Unfälle bei der Love Parade in Duisburg 2010 sowie die Gefahren terroristischer Anschläge  verschärfte Brandschutz- und Sicherheitsvorgaben für Großveranstaltungen nach sich gezogen. Gorzellik erinnert  an das WM-Zelt im Merkelpark. „Man stelle sich dort nur Terrorsperren und Taschenkontrollen vor.“ Gorzellik glaubt, dass manche Gastronomen noch kurzfristig nach einer Genehmigung fragen und sagt: „Einige Tage Vorlauf reichen.“

 „Anfangs, also zur WM 2006, waren das gute Veranstaltungen“, sagt Marc Philippi vom Schlachthofbräu in Nürtingen. Im  Biergarten konnte man die WM auf einer   Leinwand verfolgen. Allerdings habe man dann festgestellt, dass sich eine solche Veranstaltung  nicht rechnet. „Die Leinwand, Fifa-Lizenzen und Gema-Gebühren kosten an die 20 000 Euro, und  man muss einen Sanitätsdienst sowie   Securityleute vor Ort haben“, zählt Philippi auf. „Dazu kamen  viele Besucher, die nichts verzehrt haben.“

Daraus haben auch die Wernauer gelernt. Am Stadtplatz  organisieren Gastronomen  sowie die  Stadt seit 2006  die Übertragungen bei den großen Turnieren. Heuer allerdings mit Mindestverzehrgutschein, Securitydienst, eingefriedetem Gelände  und    weniger Zuschauern.   

Das Autohaus Hahn in Esslingen  will  ebenfalls  alle Spiele  der Deutschen   auf seinem Gelände in Esslingen-Zell übertragen, der CVJM in Esslingen lädt in den großen Saal im Haus an der Kiesstraße, Kneipen wie das Vier Peh in Esslingen sind dabei oder auch  die Halle in Reichenbach. Und manch ein Veranstalter entscheidet spontan: Die Grinio-Akademie in Köngen etwa  lädt nach ihrem Violinenkonzert am Sonntag in der Zehntscheuer zum Public Viewing ein. Im Internet lassen sich Public-Viewing-Möglichkeiten recherchieren.

Wer dann  mit  einem Autocorso feiern will, sollte die Hinweise der Polizei beachten:  Verboten sind das Sitzen auf Fahrzeugdächern, Motorhauben und im Kofferraum,  das Schwenken langer Fahnen aus Fenstern und das Abbrennen von Pyros. Auch der Fanschmuck am Auto muss mit Vorsicht eingesetzt werden. Die harmlos erscheinenden Spiegelüberzieher in den Landesfarben haben ihre Tücken: Verdecken sie beispielsweise einen eingebauten Blinker ist ein Bußgeld fällig.  bob / Foto: Archiv

Zu Besuch bei den Römern

Römerpark und -museum in Köngen feiern 30. Geburtstag – Viele Schulklassen und Familien zu Besuch – Neuer Spielplatz wird eröffnet

 

Das Römische Reich lag direkt vor unserer Haustür. Im Erdboden in Köngen, wo einst ein römisches Militärlager und eine zivile Siedlung standen, sind zahlreiche Spuren davon erhalten. Der Römerpark und das Römermuseum bringen den Besuchern diese Zeit näher. Zur Feier des 30-jährigen Bestehens wird dort am 8. Juli ein neuer Römerspielplatz eröffnet.
Die Köngener haben es immer gewusst: Schon vor mehr als 200 Jahren sprach man im Dorf über eine verborgene Stadt und Kostbarkeiten, die immer wieder auf den Äckern an die Oberfläche kamen. Eine Goldmünze des Kaisers Augustus, 1782 gefunden von einer armen Tagelöhnerfrau, brachte schließlich den Stein ins Rollen: Herzog Karl Eugen von Württemberg ließ erste Grabungen durchführen. Etwa 100 Jahre später wurde erneut gegraben, und das römische Militärlager wurde entdeckt. Noch einmal fast 100 Jahre darauf, in den 1960er-Jahren, sollte in Baugebiet über dem römischen Kastell entstehen. Das führte zu einem langen gerichtlichen Streit zwischen Grundstückseigentümern, die ihre Bauplätze verkaufen wollten, und Denkmalschützern – Letztere bekamen schließlich Recht und das Gelände wurde nicht überbaut.
Als dann in den 80er-Jahren öffentliche Gelder verfügbar waren, bauten die Gemeinde Köngen, das Landesdenkmalamt und der Schwäbische Albverein gemeinsam den Römerpark und den Museumspavillon auf. Der römische Eckturm war schon viel früher vom Albverein rekonstruiert worden; er ist jetzt mehr als 100 Jahre alt.
So kann man also seit 30 Jahren römische Geschichte im Köngener Museum entdecken. Kinder sind dabei eine wichtige Zielgruppe, wie Museumsleiterin Carmen Zeis berichtet. Viele Schulklassen der Stufen vier bis acht seien im Museum zu Gast. Sie können an einer Führung ebenso teilnehmen wie an einem der Projekte, bei denen mit Punzier- und Prägewerkzeug gearbeitet, ein Specksteinamulett oder ein Würfelturm gefertigt werden. Neu ist in diesem Jahr der aus Zinn gegossene Eckturm des Köngener Kastells zum Bemalen. Auch andere Kindergruppen und Geburtstagsrunden sind im Römermuseum willkommen und finden künftig mit dem Römerspielplatz eine neue Attraktion vor.
Mit „Kletterlimes“, römischen Figuren, Fässern und Wachturm nimmt er Bezug auf das Leben der Bürger im römischen Reich vor rund 2000 Jahren. Die Gemeinde wolle damit „auch schon Kinder spielerisch an das Thema heranführen, das ja für uns eine identitätsstiftende Bedeutung hat“, sagt Bürgermeister Otto Ruppaner. Er sieht in dem Spielplatz einen weiteren Anreiz für Familien, den Römerpark zu besuchen. Finanziert wurde er durch die Bürgerstiftung Köngen, die 150 000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Pläne und Umsetzung mussten eng mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt werden, denn „das ganze Areal steht unter strengem Denkmalschutz“, erklärt der Bürgermeister. Auch im Bereich des Spielplatzes liegen noch historische Überreste im Untergrund – deshalb dürfen die Geräte nicht zu tief im Grund verankert werden.
Am 8. Juli wird der neue Spielplatz eingeweiht, gleichzeitig wird von 10.30 bis 17 Uhr mit einem großen Fest und Aktionen der 30. Geburtstag des Römerparks gefeiert. So ist die Gruppe „Numerus Brittonum“ aus Welzheim zu Gast und informiert unter anderem über Schreibkultur, Medizin und den Soldatenalltag. Auch die anderen Begleitveranstaltungen, übers Jahr verteilt, stuft Zeis als ausgesprochen hochwertig ein. Eine Sonderausstellung über römische Schwerter hat bereits stattgefunden. Am 19. Oktober greift ein Vortrag über Wagengräber in Süddeutschland auch die vor-römische Vergangenheit Köngens auf, denn 1972 wurde dort ein keltisches Wagengrab entdeckt.
Ein Besuch im Park und im Museumspavillon lohnt sich aber immer. Das Gebäude steht mit seinem schrägen Gründach symbolisch für eine angehobene Erdscholle – als Anspielung auf all das, was in der Erde gefunden wurde oder noch begraben ist. Im Museum finden die Besucher neben Schautafeln und einer Tonbild-Schau viele Exponate: ein Mithrasrelief, ein Hochrelief der Pferdegöttin Epona und viele kleinere Ausgrabungsfunde, unter anderem einen Münzschatz, der 1967 in einem Tongefäß vergraben gefunden wurde.
Um diesen Schatz geht es in einem frisch erschienenen Buch, herausgegeben vom Geschichts- und Kulturverein Köngen, in dem Hintergründe zu den Münzen und ihrer Fundgeschichte erklärt werden, „in gut verdaulichen Portionen“, wie Bürgermeister Otto Ruppaner sagt. Es sei „so formuliert, dass es nicht nur Studierte lesen können“, so Museumsleiterin Zeis. Das gilt auch für die gesamte Aufmachung des Museums, in dem Themen wie Ess- und Trinkgewohnheiten, Kleidung und Schmuck oder Handel und Gewerbe in Grinario aufgegriffen werden.
Draußen im Park sind neben den Bäumen eines historischen Fruchtgartens zwei Dutzend Abgüsse von römischen Steindenkmälern verteilt. Die weitläufige Grünanlage vermittelt einen Eindruck von der Größe des Militärlagers, auf dem sie errichtet wurde und das rund 161 auf 150 Meter maß. Das bronzene Modell des Kastells hilft dabei, sich auf dem grünen Areal die damaligen Mannschaftsbaracken vorzustellen. aia / Fotos: aia

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Am Donnerstag startet die Fußball-WM. Deutschland
will seinen Titel verteidigen. Sind Sie schon im WM-Fieber?

Foto: dpa

Schon im WM-Fieber?

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Viele neue Impulse gewonnen

Messe Aktiva des Wochenblatts ECHO: Plattform für Zukunftsorientierte – Neuer Standort Altes Rathaus gut angenommen

Das Wochenblatt Echo veranstaltet seit etlichen Jahren Messen. Die Aktiva ist ein Klassiker, bereits sieben Mal hat sie stattgefunden. In diesem Jahr aber zum ersten Mal im Alten Rathaus. Das Fazit: Auch in den kleineren Räumen ist die Messe Aktiva gut aufgestellt. Die Themen Gesundheit, Wellness, Vorsorge, Fitness und seelische Ausgeglichenheit sprechen die Menschen an.

ECHO-Verkaufsleiterin Andrea Gisdol war nach den beiden Tagen zufrieden: „Das Alte Rathaus hat seine Reize, das ist unbestritten“, sagte sie. Auch die 18 Aussteller hätten  den neuen Standort begrüßt. Zumal am Sonntag die Probefahrten der Pedelecs vor dem Alten Rathaus  für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten.

Andrea Gisdol ist davon überzeugt, dass die gute Kombination der Aussteller  die Anziehungskraft  der Messe ausmacht.   Man erhält dadurch praktische Handreichungen  sowie neue Impulse, das wollen die Besucher.  So sieht das auch Lydia Rulhof, die als Coach und Beraterin ihr Projekt Gesichtslesen vorstellte. Ihr Ansatz: In jedem Gesicht spiegeln sich die Stärken und Schwächen eines jeden Menschen individuell wider. Sie zu erkennen helfe, neue Wege zu gehen und seine Potenziale auszuschöpfen.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Bianca Wenzler. Die studierte Erwachsenenpädagogin  bezeichnet sich als „strukturiert und analytisch“.  In ihren Beratungsgesprächen lege sie aber Wert auf den  individuellen Impuls, der aus der Seele kommt. Azra Bergmann vom Bettengeschäft Bergmann 5 Sterne Schlaf sieht die erhöhte Sensibilität der Menschen in Bezug auf einen gesunden Alltag. „Es geht heute nicht mehr nur um eine neue Matratze,“ sagte Bergmann, „die Kunden fragen nach dem Erholungsraum Schlafzimmer, nach einer individuell passenden Matratze und  dem gesunden Gesamtpaket, angefangen vom Bettgestell über Auflagen bis zu Kissen und Bezügen“.

Oft sind es persönliche Erfahrungen, die Menschen neue Erkenntnisse bringen. Uwe Holm hat eine schmerzhafte Wirbelsäulenerkrankung mit teilweiser Lähmung hinter sich. In dieser Zeit kam er durch Zufall mit Energetix Magnetschmuck in Kontakt. „Ich habe zunächst nicht an eine Wirkung geglaubt“, sagt Holm. Aber das Tragen der magnetisierten Schmuckstücke hätte schnell geholfen, die Schmerzen reduziert und die Beweglichkeit erhöht. Holm trägt ein silbernes Magnetherz von Energetix ans Hemd geklippt.        

Entzündungshemmung und Schmerzlinderung sollen auch die Produkte von Cellagon herbeiführen. „Wer gesund ist, schluckt keine Pillen, alle erforderlichen Nährstoffe finden wir in der Natur“, hieß es am Stand der  Firma Cellagon. Die Besucher konnten kleine Kostproben zu sich nehmen. Stark  nachgefragte Themen sind Fitness,  Wellness, Vitalität und Energie  in jedem Lebensalter. Anregungen für dieses Ziel gaben  die Betreuer des Stands von In Shape oder auch Thermofit. Deren  Vibrationsboard wurde oft zum Ausprobieren genutzt. Sportliches Biken mit technisch hochwertigen Fahrrädern stellte Dietrich Gartentechnik und Fahrräder vor. Wie man ein Haus hygienisch sauber hält, waren weitere Themen. Birgit Mayers Fliegenklatschen wurden auch gerne mitgenommen. 

Beratungen  zu Wohnsituationen und zur Pflege- und Betreuungssituation  für ältere Menschen wurden ebenfalls gut angenommen.

Und dass sich Schönheit und Gesundheit nicht ausschließen müssen, zeigten einmal mehr Fiala, Müggenburg oder auch die Zahnarztpraxis Roos. Insgesamt hat die Messe rund 800 Menschen während der beiden Tage ins Alte Rathaus gelockt.

  „Eine kleine feine Veranstaltung“ nannte eine Ausstellerin die Aktiva. Eine Messe, die eine Wiederholung wert ist. bob / Fotos: bob

Wandern und Feiern

Landesfest des Schwäbischen Albvereins in Kirchheim

Am Wochenende 9. und 10. Juni findet in Kirchheim das Landesfest des Schwäbischen Albvereins statt. Neben der Hauptversammlung des Vereins erwartet die Gäste eine Vielzahl von geführten Wanderungen und Exkursionen in der näheren Umgebung, außerdem gibt es Musik und Tanz sowie einen Wimpelfestzug durch die Stadt. Der Veranstalter, der Teck-Neuffen-Gau des Albvereins, rechnet mit mindestens 5000 Besuchern.

Wenn am Samstag, 9. Juni,  das Startsignal zu den ersten geführten Wanderungen gegeben wird, liegen zwei Jahre Arbeit hinter dem Teck-Neuffen-Gau des Schwäbischen Albvereins. Wie Jörg Haußmann, der stellvertretende Gauvorsitzende, berichtet, waren etwa 300 Mitglieder aus den 31 Ortsgruppen im Gau mit den Vorbereitungen und der Organisation des Landesfests des Albvereins beschäftigt.

Die Organisatoren haben ein vielfältiges und umfangreiches Programm zusammengestellt, das mit einigen Höhepunkten aufwartet. 15 Wandertouren und Exkursionen werden angeboten, darunter sind naturkundliche Führungen, Familientouren, Wanderungen für Menschen mit Beeinträchtigung und Stadtführungen in Kirchheim, aber auch  Touren auf die Alb mit einigen Höhenmetern.  So gibt es auch eine Führung zum Hausberg des Kirchheimer Albvorlands, der Teck, mit dem Wanderheim und dem Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins. Dabei ist auch eine Wanderung, die von Manuel Andrack geführt wird –  Deutschlands wohl bekanntestem Botschafter des Wanderns und Autor von Wanderbüchern. „Das ist sicher ein Highlight des Wochenendes“, meint Haußmann. Insgesamt gehe es bei der Tourenwahl darum, „dass unsere Gäste das Gebiet hier kennen und schätzen lernen“, sagt Haußmann.

Neben den Wanderungen wird auch ein Kulturprogramm angeboten. Vor dem Kornhaus, auf dem Martinskirchplatz und dem Marktplatz in Kirchheim treten an beiden Tagen Musik- und Tanzgruppen auf, am Samstagabend spielt auf dem Marktplatz die schwäbische Band Wendrsonn und bei der Martinskirche ist ein Tanzfest angesagt. Am Sonntag werden die Teilnehmer aus den 23 Gauen des Albvereins bei einem Wimpelfestzug vom Postplatz zum Marktplatz gehen. Die Organisatoren erwarten mindestens 5000 Besucher. „Wir machen die komplette Bewirtung selbst und haben uns darauf eingestellt“, sagt Jörg Haußmann. pst / Foto: Kreisarchiv Esslingen

 

Info: Landesfest des Schwäbischen Albvereins, Kirchheim, 9. und 10. Juni, Teilnahme an allen Angeboten mit Festabzeichen zu fünf Euro (www.albverein.net).

Hafenfest

Plochinger Hafen und Firma Kaatsch feiern am 9. Juni gemeinsam Geburtstag

Zwei runde Geburtstage sind Anlass genug, am Samstag, 9. Juni, 11 bis 22 Uhr, ein großes Hafenfest zu organisieren: Der Plochinger Hafen feiert 50-jähriges, die Firma Kaatsch 70-jähriges Bestehen. Ein Fest für die ganze Familie wird daher am Plochinger Rheinkai veranstaltet. Zudem wird es eine Leistungsschau der im Hafen angesiedelten Betriebe sowie weiterer Plochinger Unternehmen geben. „An diesem Tag kann die Öffentlichkeit einen Blick hinter die Kulissen des Hafens und seiner Betriebe werfen“, sagt Hafen-Geschäftsführer Gerhard Straub. Vereine aus Plochingen und der Umgebung sorgen für das kulinarische Wohl der Besucher.
„Ein Höhepunkt ist die Wasserski-Show des deutschen Nationalteams“, verspricht Michael Leistner, Mitglied der Geschäftsführung bei der Firma Kaatsch. Hafenrundfahrten, auch ein Probesegeln werden angeboten. Quads und Mini-Bagger warten auf Probefahrer, auf der Bühne haben der Musikverein Stadtkapelle Plochingen, die Harmonikafreunde 1930 sowie (Show-)Tanz-Gruppen Auftritte. Ab 18.30 Uhr sorgt die Band „Liquid“ mit Rock- und Pop-Hits für Stimmung. Am Freitag, 8. Juni, findet zudem ein Festakt für geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden statt.
Der Plochinger Hafen wurde am 12. Juli 1968 nach vierjähriger Bauzeit offiziell eröffnet. „Er ist zugleich Anfang und Ende der 202 Kilometer langen Bundeswasserstraße Neckar, die von Mannheim über Heilbronn und Stuttgart nach Plochingen führt“, erklärt Straub. Aktuell sei der Neckar von Binnenschiffen mit einer maximalen Länge von 105 Metern und 11,45 Metern Breite befahrbar, bedingt durch die Abmessungen der 27 Schleusen. „Das soll sich künftig ändern. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist eine Verlängerung der Schleusen für Schiffe bis zu 135 Metern Länge geplant“, nennt Straub ein Thema, das die Neckarschifffahrt schon länger umtreibt. „So können größere Mengen gleichzeitig verschifft werden, zudem wandert mehr Transportverkehr von der Straße aufs Wasser, was neben dem wirtschaftlichen auch einen wichtigen ökologischen Aspekt beinhaltet.“ Derzeit passieren den Plochinger Hafen im Schnitt gut 700 Schiffe pro Jahr. „Pro Woche sind es zwischen zehn und 15, das hängt unter anderem vom Wasserstand ab“, so Straub.
Der Schrott- und Metallhändler Kaatsch feiert mit dem runden Geburtstag gleichzeitig den Betriebsstart seiner neuen „Recycling-Arena“. Das Thema Recycling werde angesichts der endlichen Ressourcen immer wichtiger, betont Leistner. „Viele wissen nicht, dass man bei uns auch als Privater kleinere Mengen an Schrott abgeben kann, die bei uns dann sortiert und recycelt werden.“ Pro Monat werden bei Kaatsch allein gut 20 000 Tonnen Stahl verarbeitet und verschifft. eis / Foto: eis

Info: Am 9. Juni wird es einen Bus-Shuttle geben mit Haltestellen in Wernau (Esslinger Straße/Parkplatz Diem), Deizisau (Keplerstraße/Parkplatz Index) und Plochingen (Bahnhof/Bussteig 3). Das Plochinger Neckarhafenfest findet am Rheinkai 2-10 statt, die Zufahrt zum Rheinkai ist während des Fests gesperrt. Mehr zu Fest und Hafen-Historie unter www.neckarhafen-plochingen.de.

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Foto: dpa

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