Was suchen Sie?

Abgestimmt!

RSS Nachrichten aus dem Kreis

Echo-Artikel-Kalender

Juli 2016
M D M D F S S
« Jun    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Aktiva-Messe 17.+18.9.2016

Für weitere Infos auf das Bild klicken

Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Erschienen am 24.09.2015

Bauen & Wohnen

Erschienen am 07.07.2016

Lebensgefühl-Messe

Am 17.03.2016 von 18-22 Uhr

Aktuelles E Paper

Letzte Beiträge

Erfrischendes für Körper und Geist

Die richtige Lektüre für die Ferien: Das Wochenblatt ECHO stellt aktuelle Neuerscheinungen aus der Region vor

 Erfrischendes für Körper und Geist

Endlich Sommer. Blauer Himmel und angenehme Temperaturen locken ins Freie, wie herrlich ist es, die Sonne auf der Haut zu spüren. Ein Eis, ein Stück Wassermelone oder ein kühles Getränk sorgen für Erfrischung. Und ein gutes Buch trägt seinen Teil zum Wohlbefinden bei. Das Wochenblatt ECHO hat aus den aktuellen Neuerscheinungen regionaler Autoren Werke ausgesucht, die zumindest geistige Erfrischung bieten.

 

Sechs Millionen Klicks auf dem Portal YouTube sprechen eine deutliche Sprache: Die Filmchen der Prenzlschwäbin sind Kult. Die heißt im richtigen Leben Bärbel Stolz, ist in Esslingen geboren und hat nun mit „Isch des bio?“ einen Erzählband über die schwäbelnde Großstadtpflanze, im Grunde über ihr Leben in Berlin, herausgebracht. In amüsanten Episoden erzählt sie, wie man als Schauspielerin und Mutter mit schwäbischem Migrationshintergrund in der Hauptstadt bestehen kann. Natürlich wird da kein Klischee ausgelassen, so ziemlich jedes Vorurteil bestätigt, aber genau das macht die Sache ja so spaßig. Prädikat: Voll luschdig.
Bärbel Stolz: Isch des bio?, Goldmann Verlag, München 

Entgegen dem Rat ihrer besten Freundin Helene und mit schlechtem Gewissen flieht die PR-Fachfrau Annika Winter in den Urlaub, als sie von der unheilbaren Krankheit ihrer Mutter erfährt. In einem Luxushotel in Südtirol will sie für die bevorstehenden Aufgaben Kräfte sammeln. Zunächst kann sie ihrem Domizil nicht viel abgewinnen. Viel zu langweilig. Das ändert sich, als Bergführer Samuel in ihr Leben tritt. Er weckt Annikas Leidenschaft – nicht nur für die alpine Welt. Protagonistin Annika lernt viel über sich, ihre Geschichte, ihr Leben, über Beziehungen und Freundschaften. So verknüpfen sich mehrere Erzählstränge zu einem vielschichtigen Lesevergnügen.
Juli Leuze: Für einen Sommer und immer, Egmont-Ink, Köln

Manchmal genügen nur wenige Worte, um Bilder zu erzeugen oder gar Universen entstehen zu lassen. Die Esslinger Autorin Anna Breitenbach versteht es, in ihren zum Teil sehr verknappten Gedichten, Gedankenlandschaften zu zeichnen und sie in ein poetisches Gewand zu hüllen. Das Stimmungsbarometer der kurzen Werke reicht von nachdenklich-melancholisch bis heiter-lakonisch, beschrieben werden Alltagssituationen, die für jeden nachvollziehbar sind und dennoch so womöglich noch nicht betrachtet wurden.
Anna Breitenbach: Haus und Hof, Sachen, Leute; Klöpfer & Meyer, Tübingen

Wer den Urlaub auf „Balkonien“ verbringt, muss auf Wildtiere nicht verzichten. Im Gegenteil: Viele Vögel, Kleinsäuger, Insekten sind in ihrer Arterhaltung gefährdet, weil deren natürlicher Lebensraum bedroht ist. Die Böblinger Biologin Bärbel Oftring zeigt auf, wie mit wenig Aufwand im eigenen Garten ein kleines Naturparadies geschaffen werden kann. Ausgewählte Pflanzen, Nischen, Behausungen und Nistplätze sorgen dafür, dass sich heimische Wildtiere wohlfühlen und den eigenen Garten in ein Tierparadies verwandeln.
Bärbel Oftring: Projektbuch Tierfreundlicher Garten, BLV Buchverlag, München

Temperaturen über 30 Grad waren in diesem Sommer noch nicht so häufig, aber die Frage bleibt: Wohin, wenn es so richtig heiß ist? Ins Freibad? Zu voll. An den Baggersee? Zu weit weg. Die Autorin Susanne Suchy bietet Alternativen. Wie wäre es mit einem Besuch der Tiefenhöhle in Laichingen, einer Kanutour auf der Jagst oder einer interessanten Führung durch den Fasskeller des Residenzschlosses in Ludwigsburg? Diese und andere ungewöhnliche Ausflugsziele werden in dem reichlich bebilderten Büchlein vorgestellt und wecken nicht nur bei zu großer Hitze die Lust, entdeckt zu werden.
Susanne Suchy: Über 30°, Silberburg Verlag, Tübingen

Der Giraffenjunge Gisbert hat viele Freunde und ist eigentlich groß genug für alles, was Giraffen den lieben langen Tag machen. Aber plötzlich tuscheln Hyänen hinter seinem Rücken, nichts will ihm gelingen, die anderen Tiere machen sich lustig über ihn. Jedes Mal, wenn ihm ein Missgeschick passiert und die anderen lachen, wird er ein Stück kleiner. Gisbert hat zunächst keine Idee, wie er das aufhalten kann. Die erfrischend illustrierte Geschichte über die Macht der Worte, die Klein und Groß machen können, ist für Kinder ab drei Jahren geeignet.
Jochen Weeber: Was ist denn nur mit Gisbert los?, Patmos, Ostfildern

Es muss nicht immer der Urlaub am Meer sein, um bei schweißtreibenden Temperaturen Erfrischung zu finden. Attraktive Wasserziele liegen oftmals in der unmittelbaren Nähe des Wohnorts. Baden-Württembergs Wanderpapst Dieter Buck hat 34 Touren zu den schönsten Quellen, Seen und Wasserfällen zusammengestellt, die alle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können. Das Beste daran: Unterwegs lassen sich jede Menge Orte und ihre Sehenswürdigkeiten entdecken, die in diesem Buch in Bild und Wort vorgestellt werden.
Dieter Buck – Raus ans Wasser mit dem VVS, Silberburg Verlag, Tübingen

on / Foto: on

Abgestimmt

Laut Gesetz müssen dopende Sportler und verantwortliche Funktionäre
mit Haftstrafen rechnen. Was glauben Sie? Hilft das,
illegale Leistungssteigerungen zu vermeiden? Stimmen Sie hier ab.

Abgestimmt KW 29

Foto: dpa

Doper mit Haft stoppen?

Ergebnis

Loading ... Loading ...

Klettern, Slacken, Futtern, Spaß haben

Preis des ECHO-Krimirätsels spricht Sportliche und Genießer an – Besuch im Kletterwald Plochingen – Leckere Gerichte bei Leonardo Coco

Klettern, Slacken, Futtern, Spaß haben1

Klettern, Slacken, Futtern, Spaß haben3Klettern, Slacken, Futtern, Spaß haben2Klettern, Slacken, Futtern, Spaß haben4
Klettern und Slackline im Kletterwald Plochingen und italienisch genießen im Ristorante Mediterraneo – das ist ein ungewöhnlicher Preis des ECHO-Krimirätsels. Und ja, es war auch ein ungewöhnliches Rätsel: Schließlich haben sich doch etliche Rätsler, wie Kommissar Blickle auch, zunächst täuschen lassen und auf KletteArtrainerin Sabine Sieber als Täterin getippt. Schließlich hatte sie als Ex-Lebensgefährtin eines sicher nicht einfachen Mannes ein starkes Motiv, ihn um die Ecke zu bringen. Dabei ging es ja um das Sorgerecht der Kinder – und um viel Geld. Und Sabine trug bei der Vernehmung das Rescue-Messer bei  sich. Sollte das nicht eigentlich gut verschlossen im Ausrüstungsraum hängen? Ja schon, da hat sich Sieber eines Vergehens schuldig gemacht. Aber ist sie deshalb eine Mörderin? Nein. Das hat dann auch Blickle erkannt. Denn jemand anderes hatte sich verraten – und sich damit als Mörder entlarvt: Markus Mohl, der Trainer-Kollege des Opfers und ebenfalls im Clinch mit dem Toten, schwadronierte vom Rescue-Messer als Tatwaffe. Woher konnte er von der Tatwaffe wissen, nachdem der Kommissar untersagt hatte, über Details in der Mordermittlung mit den Verdächtigen zu sprechen? Doch nur, weil er der Täter war. Weil er mit seinem Rescue-Messer den tödlichen Schnitt am Y-Fix seines Kollegen Kevin Koller angesetzt hatte.
Die fünf Gewinner Gerd Kauler, Elke Färber, Anne Schmidt, Ute Reichardt und Dorothea Sigel, die mit Verwandten und Freunden gekommen waren, hatten sich jedoch nicht täuschen lassen, genau gelesen und den wahren Täter ermittelt. Der ungewöhnliche Gewinn war ein Erlebnisabend im Kletterwald Plochingen mit Klettern in verschieden schwierigen Parcours, ein Slackline-Kurs und ein Essen im italienischen Spezialitäten-Restaurant Mediterraneo von Leonardo Coco.
Eingewiesen und betreut von Trainer Jakob Wolf, stürzten sich die Teilnehmer und ihre Begleiter in den Wald – je nach Mut und individuellen Fähigkeiten. Trainer Wolf musste nur wenig eingreifen, eine Teilnehmerin musste allerdings „geborgen“ werden, sie hing in den Seilen fest.
Behände wie ein Affe kletterte der zweitjüngste Teilnehmer, Moritz Schmidt, über die Baumpfade, hangelte sich an Seilen von Stamm zu Stamm. Auch auf der Slackline bewies er hohes Koordinationsvermögen. Ihm gelang es schnell, den Aufstieg auf das schlabbrige Seil zu meistern, Schritte von Baum zu Baum zu gehen – und das ganz ohne die Hilfestellung der Partner. Wieder war es Trainer Jakob Wolf, der die ersten Schritte auf dem Wackelseil vorgab. In Dreiergruppen übten die Teilnehmer ihre ersten Schritte ein. Immer einer versuchte sich auf der Line, rechts und links mit erhobenen Handflächen gingen seine Kollegen als Hilfesteller mit.
Eine weitere Übung war das Aufstellen auf der Slackline. Knie anwinkeln, den Fuß auf die Line aufsetzen, Arme nach oben, den Körper hochziehen und den zweiten Fuß auf die Slackline setzen – was sich so schwierig anhörte, gelang den meisten ganz gut – nicht zuletzt dank des Trainers, der den Anfängern mit großem Einfühlungsvermögen Berührungsängste nahm.
Dass es im Ristorante Mediterraneo auch italienische Küche vom Feinsten gab, erhöhte den Genussfaktor des Tags beträchtlich. „Ein perfekter Tag“, fasste einer der Teilnehmer zusammen.    bob / Fotos: bob

Abgestimmt

Experten beklagen, dass Kinder  nicht mehr gut oder gar nicht
schwimmen können. Was denken Sie? Sollte Schwimmen Pflichtfach
in der Grundschule werden? Stimmen Sie hier ab.

Abgestimmt KW 28

Foto: dpa

Pflichtfach Schwimmen?

Ergebnis

Loading ... Loading ...

Schienenarbeiten

Deutsche Bahn erneuert Gleise zwischen Plochingen und Wendlingen

Schienenarbeiten

Zugverkehr ausgedünnt, Verspätungen möglich: Noch bis Ende November dauern die Gleis-Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Plochingen und Reutlingen an. Insgesamt werden in vier Abschnitten 28 Kilometer Gleise und 49 Weichen erneuert. 27,4 Millionen Euro investiert die Bahn dabei. Als erster Schritt steht der Bereich mit zahlreichen Weichen an, der direkt hinter dem Plochinger Bahnhof liegt.

Auch Gleise altern. An den Schienen schleife sich das Profil etwas ab, der Schotter im Gleisbett werde runder und hafte nicht mehr so gut, sagt Martin Schmolke, der Pressesprecher der Deutschen Bahn in Baden-Württemberg: „Dann häufen sich die Störungen und Reparaturen.“ Auf der Strecke Plochingen–Tübingen ist jetzt die Erneuerung fällig. Der Abschnitt sei sogar recht alt, sagt Schmolke, weil dort zwar viele Züge unterwegs sind, aber bisher nur relativ wenige der stärker belastenden Güterzüge. In puncto Lautstärke bringt die Erneuerung keine Veränderung, bis die Schienen eingefahren sind, könnten sogar zusätzliche Geräusche entstehen, sagt der Pressesprecher, allerdings im kaum merkbaren Bereich. Aber weniger Störungen sollten die Folge sein, ebenso ein ruhigeres Fahrverhalten der Züge.

Ab dem heutigen Donnerstag machen sich die Bauarbeiten im Zugverkehr bemerkbar: Bis kommenden Montag in den frühen Morgenstunden fährt die S1 zwischen Plochingen und Kirchheim nur im Stundentakt. Zwischen Kirchheim und Wendlingen pendelt aber eine weitere S-Bahn, von der aus man auf den Regionalexpress umsteigen kann. Der stündlich verkehrende Zug nach Tübingen wird beibehalten, fährt von dort in Richtung Plochingen etwas früher ab und hält ausnahmsweise auch in Wernau. Weiterhin fallen IRE- und IC-Züge weg sowie eine Regionalbahn zwischen Wendlingen und Plochingen; stattdessen verkehren Busse, die die Bahnhöfe anfahren. An Schultagen setzt die Bahn außerdem morgens Busse ein, die von Wendlingen und Wernau direkt zum Schulzentrum Esslingen-Zell fahren.

Stärker eingeschränkt ist der Nachtverkehr der S-Bahn: An den Juliwochenenden fallen teilweise die Nachtbahnen zwischen Plochingen und Kirchheim weg und werden durch Busse ersetzt, auch Verspätungen sind möglich. Fortgesetzt werden die Arbeiten ab dem 12. August zwischen Metzingen und Nürtingen und dann weiter Richtung Reutlingen, wo sie am 7. November enden sollen.                 aia / Foto: aia

 

Info: Bahnfahrer schauen in nächster Zeit besser einmal mehr nach, wenn sie pünktlich ankommen wollen: Informationen erhalten sie auf Aushängen, im Internet unter www.s-bahn-stuttgart.de und www.bahn.de/bauarbeiten, ebenso unter t 07 11/ 20 92-70 87 oder 01 80/ 6 99 66 33.

Suchen, finden, vernetzen

„Help to“ vermittelt Hilfsangebote und -gesuche – Portal für Flüchtlinge, Bedürftige und Ehrenamtliche – Erfolgreich in anderen Städten

Suchen, finden, vernetzen

Unter der Webadresse http://helpto.de/de öffnet sich das Fenster von „Help to“, dem Hilfe-Portal für Flüchtlinge, Ehrenamtliche und Bedürftige. User können dort Angebote einstellen, Gesuche bedienen oder mit engagierten Bürgern, Initiativen, Organisationen, Unternehmen und Kommunen in Kontakt treten. Seit Kurzem ist das Portal auch im Landkreis Esslingen aktiv.

Ein Esstisch wird gesucht, ein Kinderwagen kann abgegeben werden, ein Nutzer bietet Sprachunterricht an oder Hilfe bei täglichen Erledigungen – „Help to“ soll Anbieter mit Suchenden direkt in Kontakt bringen – ohne bürokratische Hürden. Dabei ist die Plattform so organisiert, dass sich seine Nutzer einfach orientieren können. Über Unteradressen sind die Räume Kirchheim, Nürtingen, Filder und Esslingen separat zu erreichen. Für Angebote und Gesuche stehen zehn Kategorien zur Verfügung: Sachspenden, Begleitung und Beratung, Fahrdienste und Transporte, Freizeit, Familie und Kinder, Sprache, Bildung und Wissenschaft,  Projekte und Idee, Arbeit und Wohnen. Diese Hauptpunkte sind noch einmal in weitere Untermenüs aufgefächert. Geschützte Kommunikationen zwischen Anbietern und Suchenden ist über das interne Nachrichtensystem des Portals möglich. „Help to“ läuft in Deutsch und in Englisch.

Auf dem Portal können sich auch die örtlichen Unterstützerinitiativen und andere Organisationen vorstellen. Bei der Nutzung von „Help to“ entstehen keine Kosten. Erforderlich ist lediglich eine Online-Registrierung mit Benutzernamen und E-Mail-Adresse. Verlinkt ist „Help to“ mit der Homepage des Landkreises mit einer interaktiven Karte zur Unterstützung der Arbeit von Ehrenamtlichen. Engagierte finden dort eine übersichtliche Darstellung von Angeboten und Arbeitskreisen, mit Hilfe derer sich die Ehrenamtlichen besser vernetzen können. Zudem bietet die Karte, die auch auf Smartphones und anderen mobilen Endgräten läuft, eine praktische Hilfe für Flüchtlinge zur Orientierung im Kreis.

Im Landkreis Esslingen leben derzeit 6000 Flüchtlinge, 2500 Ehrenamtliche sind zu ihrer Unterstützung und Begleitung in mehr als  50 Arbeitskreisen organisiert. „Das ist ein überragendes ehrenamtliches Engagement“, erklärte Landrat Heinz Eininger bei der Vorstellung des Projekts. „Help to“ soll dazu beitragen, dass dieses Engagement erleichtert wird und Ehrenamtliche sich besser miteinander vernetzen können. Die Karte ist unter der Homepage des Landkreises auf der Seite der Flüchtlingshilfe oder unter Bürgerservice/Kreiskarten A bis Z zu finden.

Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger bezeichnete die derzeitige Situation als „eine Herausforderung, wie sie sich seit Jahrzehnten nicht gestellt hat“. Für ihn gibt es zur gelingenden Integration „keine Alternative“. Es gehe nicht mehr nur um die Unterbringung und Versorgung der geflüchteten Menschen, befand auch Nürtingens Oberbürgermeister Otmar Heirich. „Was machen wir mit denen, die hierbleiben?“, fragt er und sieht die Themen Wohnen und Arbeiten im Zentrum. Es gehe auch darum, zwischen denen, die da sind, und denen, die kommen, Verbindungen herzustellen.

„Wir stehen vor einem langen Weg“, bilanzierte auch Peter Jahn, der Bürgermeister von Denkendorf. Das Integrationskonzept des Landkreises nannte er „vorbildlich“.  Und „Help to“ ermögliche eine schnelle Hilfe mit „zeitgemäßen Mitteln, die auf kurzem Wege Angebot und Nachfrage zusammenbringt“, sagte Jahn. Saime Etil-Atik, die beim Landkreis das ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge koordiniert, sieht in dem neuen Portal eine gute Möglichkeit, die Hilfen dahin zu lenken, wo sie gebraucht werden. Sie begrüßt auch den Nutzerkreis von Flüchtlingen und Bedürftigen: „So lässt sich Neid verhindern.“

Sebastian Gillwald vom Portalbetreiber hofft auf eine rege Nutzung der neuen Einrichtung: „Dort, wo die Kommunen dahinterstehen, wird es schnell ein Selbstläufer.“ Diese Anschubwerbung soll nun über die Amtsblätter, in den Arbeitskreisen und den Wohnheimen laufen.

Im Raum Nürtingen ist „Help to“ schon ein Thema. Dort wird rege gesucht, angeboten und geliefert. „Help to“ steht kontinuierlich unter der redaktionellen Kontrolle der Portalbetreiber. So kann auch vor Missbrauch geschützt werden, oder vor einer kommerziellen Nutzung des Portals als Verkaufsfläche.

„Help to“ läuft mittlerweile in elf Bundesländern mit insgesamt 72 Portalen, in der Nachbarschaft sind es Ludwigsburg, Pforzheim und der Landkreis Reutlingen. Träger und Organisator von „Help to“ ist der gemeinnützige Verein „Neues Potsdamer Toleranzedikt“. Es wurde im Jahr 2008 im Rahmen einer stadtweiten Diskussion um Toleranz, Weltoffenheit und Demokratie gegründet. Der Verein beruft sich auf das historische Edikt von Potsdam, auf dessen Grundlage vor 330 Jahren Zehntausende verfolgte Hugenotten in der Mark Brandenburg aufgenommen wurden.              bob / Foto: bob

 

Info: im Internet unter

http://es-esslingen.helpto.de

http://es-nuertingen.helpto.de

http://es-kirchheim.helpto.de

http://es-filder.helpto.de

Abgestimmt

Der Klimaschutzplan von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks
sieht unter anderem vor, den Fleischkonsum der Deutschen einzudämmen.
Halten Sie eine verordnete Fleisch-Diät für sinnvoll?

Abgestimmt KW 27

Foto: dpa

Weniger Fleisch?

Ergebnis

Loading ... Loading ...

„Alles wächst wunderschön“

Landwirte und Winzer kämpfen mit Folgen des vielen Regens – Pilzbefall – Mehrarbeit im Weinberg – Aufgeplatzte Früchte

Alles wächst wunderschön1  Alles wächst wunderschön2

Große Regenmengen sind in den vergangenen Wochen vom Himmel gefallen. So viel, dass der Boden oft das ganze Nass nicht aufnehmen konnte. Die Natur reagiert auf diese Menge: Einerseits kurbelt die Mischung von Nass und Wärme das Wachstum mächtig an, andererseits hat der heftige Niederschlag auch etlichen Früchten geschadet.

„Die Selbstpflücksaison bei den Erdbeeren ist bei uns fast komplett ausgefallen“, sagt Christoph Eber-hardt, der mit seinem Bruder Markus Eberhardt den Berghof in Deizisau betreibt. Schuld daran hatten vereinzelte faulige Früchtchen zwischen den gesunden Erdbeeren. Der heftige Regen brachte Früchte zum Platzen: Wenn die Feuchtigkeit eindringen konnte, faulte das Beerchen. „Da kamen kaum Leute. Und Selbstpflücker sortieren die schlechten Früchte verständlicherweise nicht aus, sondern lassen sie hängen“, erklärt Eberhardt. Die wiederum steckten die anderen Früchte an. Also haben die Eber­hardts die frühen Erdbeersorten selbst geerntet und im Laden verkauft. Manchen gesunden Erdbeeren sieht man die Blessuren durch den harten Niederschlag noch an. Eberhardt zeigt auf weiße Streifen, die sich wie breite Nähte an der Pflückstelle zeigen.

Fäule bedroht auch die Kirschen: Sigrid Jetter vom Obst- und Gartenbau Kreisverband Nürtingen weiß von den Klagen der Mitglieder über vom Regen aufgeplatzte Früchte.  „Die Pilzerkrankungen mehren sich. Gerade die ersten Kirschen haben sehr gelitten.“

Derzeit sind es die Kartoffeln, die  Christoph Eberhardt Sorgen bereiten. Zwischen den Pflanzreihen stand das Wasser – zum Teil steht es noch dort. „Zuviel Nass an der Wurzel mögen Kartoffeln gar nicht, Pilz aber schon“, weiß Eberhardt. Dann drohe die sogenannte Kraut- und Knollenfäule. „Wir müssen die Kartoffeln dann sehr gut trocken lüften“, sagt er. Dennoch: „Wir können nicht ausschließen, dass ein paar Faulige darunter sind.“ Christoph Eberhardt schaut öfter als sonst an den Himmel. Drohen Gewitter, ziehen seine Mitarbeiter Planen über die Felder. Aber das ist auch kein Allheilmittel: „Unter dem Plastik wird es zu feucht und zu warm, auch kein gesundes Klima für die Pflanze.“

Plane rauf, Plane runter, Früchte kontrollieren – das Wetter fordert nicht nur von Landwirten mehr Einsatz.

Auch die Winzer spüren das. Albrecht Sohn, der Vorsitzende der Esslinger Weingärtnergenossenschaft, spricht von deutlicher Mehrarbeit im Weinberg. „Wir haben einerseits ein starkes Wachstum durch Regen und Wärme, aber dadurch auch starkes Wachsen des Unkrauts“, erklärt Sohn. Gleichzeitig müssen die Winzer die Rebstöcke auslichten, denn ein zu dichtes Blättergeflecht hält das Sonnenlicht von den Trauben fern. „Auch der Pilzdruck ist enorm“, erklärt Sohn die Gefahren durch ein Zuviel an Regen. Da müssten Sprühmittel eingesetzt werden. Insgesamt will sich Sohn keine allzu großen Sorgen machen – auch weil man die Natur nicht korrigieren, sondern sie höchstens begleiten könne. „Die Qualität des Weines ist auch nicht gefährdet“, sagt er, „höchstens die Menge.“ Insbesondere beim Spätburgunder.

Sohn sieht in erster Linie die positiven Seiten: „Der Regen tut der Natur nach der langen Trockenheit im vergangenen Jahr sehr gut“, sagt er. „Alles wächst wunderschön.“

Das gilt zunächst auch für das Getreide. „Für das Wachstum ist der Regen gut, solange es keine Unwetter gibt“, sagt Siegfried Nägele, der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Esslingen. Schwierigkeiten sieht Nägele auch dann, wenn es zu Staunässe kommt. Sommergerste und vor allem die Steppenpflanze Mais mögen keine nassen Füße, sondern viel Licht. Klar ist auch: „Der Pilzdruck wächst.“ Und Pflanzenschutz kann nun nicht mehr angewendet werden. Wie hoch der Pilzgehalt in den einzelnen Getreidearten ist, wird nach der Ernte durch den sogenannten DON-Gehalt in der Krume gemessen. Dann entscheidet sich die Weiterverwendung des Getreides.

Probleme macht laut Nägele allerdings die Heuernte. Eigentlich sollte sie beendet sein, doch nur etwa ein Drittel ist bisher eingefahren. Das wirke sich natürlich auf die Qualität des Heus als Futtermittel aus. Einer hat sich über die Regenmassen uneingeschränkt gefreut: Das ist der Wald.         red / Fotos: bob

Abgestimmt

Die Briten haben den Brexit gewählt und die EU damit in
eine schwere Krise gestürzt. In einigen Ländern werden
Stimmen lauter, die ebenfalls einen Austritt aus der Union fordern.
Was meinen Sie, zerfällt die EU?

Abgestimmt KW 26

Foto: dpa

Zerfällt die EU?

Ergebnis

Loading ... Loading ...

ECHO-KRIMIRÄTSEL

Tödlicher Sturz in die Tiefe:  Im Kletterwald Plochingen wird ein Toter gefunden – und Kommissar Blickle leidet an Höhenangst

Tödlicher Sturz in die Tiefe

Friedlich lag der Wald im frühen Morgenlicht. Sonnenstrahlen flirrten durchs Geäst, erhellten das Grün, drangen bis zum Boden durch. Vögel sangen. Diese Stimmung mochte Helmut Wackenhut besonders gern. Jeden Morgen genoss er diese besondere Stunde, wenn er einen ersten Kontrollgang durch den Kletterpark hoch oben am Stumpenhof über der Stadt Plochingen unternahm. Heute war plötzlich alles anders. Der Geschäftsführer des Kletterparks stoppte abrupt: Dort unten, unter der langen Seilbahn, lag ein Mensch. Seltsam verkrümmt und offensichtlich leblos. Helmut Wackenhut erschrak furchtbar – auch weil er den Toten an seinem gelbgrünen Anorak erkannt hatte. Es war einer der Trainer, Kevin Koller.

Blaulicht blinkte: Es dauerte nicht lange, bis neben der Spusi auch der Wagen von Kommissar Blickle vorfuhr, die Tür ging auf, unrasiert und steif  stieg der Kommissar aus. Behände sprang seine Kollegin Bettina Schnell aus dem Wagen. „Hier waren wir doch kürzlich, Chef, klettern, mit der ganzen Abteilung. Wissen Sie nicht mehr? Am Polizei-Sporttag im Frühjahr?“ Blickle wusste nicht, denn er hatte sich an diesem Tag gedrückt, sich krankgemeldet. Bewegung lag ihm nicht.

Später hatte er erfahren, dass die Mannschaft nach dem Sporttag im Kletterwald im benachbarten Ristorante Mediterraneo bei Coco hervorragend italienisch gespeist hatte. Da hatte sich Blickle geärgert. Das Essen bei Coco war bekanntermaßen sehr gut. Die Kollegen hatten geschwärmt: „Die Pasta, die Saucen und super Pizza.“

Die Umstände schienen verwirrend. Trainer Kevin Koller, ein erfahrener Instructor und Rescuer für Wald- und Hochseilgarten, war offensichtlich von der langen Seilbahn abgestürzt. Das sogenannte Y-Fix, sein Sicherungssystem, war gerissen. Wie die Spurensicherung an den zerfetzten Kanten feststellen konnte, hatte jemand die Seile mit einem sehr scharfen Messer bearbeitet. Kollers Y-Fix musste wohl, als es auf der Seilbahn sein ganzes Gewicht zu tragen hatte, gerissen sein. Damit war die Verbindung zum Sicherungsseil gekappt und Koller 20 Meter in die Tiefe gestürzt. „Das war eindeutig Mord“, schloss Blickle messerscharf. Und nicht nur das: Als Mordwaffe kam eigentlich nur das superscharfe Rescue-Messer, das jeder Trainer immer bei sich haben muss, in Frage. Wer aber sollte es auf den 35-jährigen Trainer abgesehen haben?

Wackenhut berichtete der Polizei von den Gewohnheiten seines Instructors: „Koller hat gern frühmorgens seine Runden gedreht, bevor der große Ansturm losgeht“, sagte er. Und außerdem habe der Trainer immer persönlich alle Klettereinrichtungen auf ihre Funktionalität und Sicherheit überprüft.

Wackenhut zeichnete das Bild eines verschrobenen, aber sehr peniblen und zuverlässigen Menschen, weswegen er Privilegien genoss. Beispielsweise durfte er sich als „Cheftrainer“ betrachten und sich außerhalb der Betriebszeiten auf der Anlage aufhalten. Von diesen Gewohnheiten wussten alle, die dort arbeiteten. Neben Wackenhut die beiden anderen Trainer und Instructors, Markus Mohl und Sabine Sieber.

Wackenhut berichtete auch von Kollers Schwierigkeiten. Mit dem Kollegen Mohl kam er nicht zurecht, da dieser ihm seine Position neidete, Koller aber keine Gelegenheit ausließ, Mohl herumzukommandieren. Auch vor Kunden. Sabine Sieber war Kollers Ex-Freundin. Sie führten eine Art Rosenkrieg, bei dem es um das Sorgerecht der beiden Kinder, das Sieber in erster Instanz verloren hatte, und um richtig viel Geld ging. Und dann hatte Koller seit Kurzem einen echten Feind: Ein Polizist aus Kirchheim, Paul Panter, hatte sich beim Sporttag verletzt. Ein Sicherungsseil war ihm gegen den Mund geschlagen und hatte ihm zwei Vorderzähne ausgeschlagen. Er wurde zum Gespött. Er machte Koller dafür verantwortlich: Er habe ihn nicht richtig eingewiesen. Panter tauchte öfter auf der Anlage auf und bedrohte Koller.  Blickle entschied, einen Spaziergang zu machen, um alle Informationen zu verdauen. Er schlenderte über die Wege, blickte in den Wald, wo die elf Parcours mit den 116 Elementen in den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angelegt waren. Er sah die Seilbahnen, er blickte erschaudernd auf die Free Fall Jump-Plattform, von wo man 17 Meter in die Tiefe sprang. Dahinter der Big Rope Curtain, der Holzdrache. Blickle war von der geheimnisvollen grünen Welt angetan, dennoch trat ihm Schweiß auf die Stirn, Klettern und Balancieren machten ihm Angst. Der Tote hatte keine Angst gehabt, als er sich auf der Seilbahn eingehakt hatte. Dass sein Y-Fix angeritzt war, hatte er nicht geahnt. Denn die Ausrüstung aller Trainer und aller Besucher, das hatte er erfahren, hing verschlossen in einem Raum. Also musste der Täter den Tatort gut gekannt haben.

„Wir müssen die Trainer befragen, ebenso diesen Polizisten aus Kirchheim“, ordnete Blickle an. „Keine Details von unserer Seite. Ich will erst alles über ihr Verhältnis zu Koller erfahren.“ Beide Trainer waren noch nicht im Dienst, sie wurden angerufen, den Kollegen aus Kirchheim holte ein Streifenwagen ab. Panter war besonders schlecht gelaunt: „Kollegen, der Koller war ein Angeber, mit seinem tollen Rescue-Messer rumfuchteln, ja, das konnte er, aber mich richtig einweisen nicht.“ Panter zeigte anklagend auf die hässliche Zahnlücke. „Aber bringe ich deshalb jemanden um? Kollegen, bitte!“ Markus Mohl sagte, Koller sei ein Arsch gewesen, aber kein Trainer würde je ein Rescue-Messer verwenden, um jemandem zu schaden. „Ich konnte ihn nicht ausstehen“, sagte Mohl, „aber ein Mord? Nein, Herr Kommissar! Seine Fachkenntnisse habe ich durchaus geschätzt.“ Sabine Sieber, eine auffallend athletisch und durchtrainiert wirkende Frau, unterdrückte mit Mühe ein Lächeln, was Blickle und Schnell nicht entging. „Sieht so aus, als ob ich nun nicht mehr um das Sorgerecht für Paula und Maxi vor Gericht ziehen muss, und das Geld kann ich auch behalten“, sagte sie, um sich gleich zurückzunehmen: „Ich bin aber keine Mörderin“, sagte sie und rückte mit einer nervösen Bewegung ihr Res­cue-Messer am Gürtel zurecht.

Schnell stupste Blickle an, der noch grübelte. „Chef, die Handschellen!“
Blickle kapierte. Die Handschellen klickten. Bei wem? Und warum?

bob / Foto: bob