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Lebensgefühl-Messe 2017

Erschienen am 22.03.2017

Aktiva-Messe 2016

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Jeder dritte Beamte ist verletzt worden

Polizei legt Kriminalitätszahlen für 2016 vor – Deutlich weniger Wohnungseinbrüche – Selbst Rettungsdienste werden angegriffen

Mit Blick auf die Kriminalitätsstatistik 2016 macht Alexander Pick, der Präsident des auch für den Landkreis Esslingen zuständigen Polizeipräsidiums Reutlingen, Problembereiche aus: die die Bevölkerung verunsichernden Wohnungseinbrüche, dass der Trend zunehmender Gewalt gegenüber Polizeibeamten anhält und dass „Flüchtlinge in der Kriminalität angekommen sind“. Und doch resümiert Pick: „Die Menschen leben bei uns sicher.“ Schließlich liegt die Zahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Und die Aufklärungsquote wurde erhöht, insbesondere bei Einbruchsdelikten.

Je 100 000 Einwohner wurden 4948 Straftaten verübt. Das ist zwar ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (4623), doch die Zahl liegt unter dem Landesdurchschnitt (5599). Und laut Statistik sei Baden-Württemberg das sicherste der 16 Bundesländer, sagt Pick. Wobei auch für das vergangene Jahr relativierend erwähnt werden muss, dass gut zehn Prozent der Fälle Verstöße gegen das Asylverfahrens- und Aufenthaltsgesetz waren. Gerade im Landkreis Esslingen mit dem Flughafen auf den Fildern schlägt dies zu Buche.

Trotz eines deutlichen Rückgangs bei den Wohnungseinbrüchen seien diese Delikte eine große Belastung für die Menschen, sagt Pick, sie „tragen in erheblichem Maß zur Verunsicherung“ bei. Daher stellt ihn auch die derzeitige Situation nicht zufrieden, auch wenn die Aufklärungsquote um rund zehn Punkte auf 18,7 Prozent gestiegen ist: „Die Quote ist trotzdem noch extrem gering“, sagt der Leiter der Kriminalpolizeidirektion, Reinhard Nething. Pick betont allerdings, dass die Ermittlungserfolge auch Ausdruck der verstärkten Bemühungen der Ordnungshüter seien. So wurde die Streifenpräsenz erhöht und hat die eingerichtete Ermittlungsgruppe „Eigentum“ ihren Teil zum positiven Trend beigetragen. Und die Bevölkerung investiert in Sicherheitstechnik – auch wegen der kostenlos angebotenen Beratung der Polizei. „Fast die Hälfte der Einbrüche ist im Versuchsstadium stecken geblieben“, sagt der Polizeipräsident. Zudem sei man unter Nachbarn auf verdächtige Personen sensibilisiert, die Bevölkerung sei wachsamer geworden.

Von den 449 Wohnungseinbrüchen im Landkreis wurden 102 in der Stadt Esslingen verübt, 148 auf den Fildern, 34 in Kirchheim und 27 in Nürtingen. Trotz des Rückgangs markiert die Zahl insgesamt im 20-jährigen Vergleich den vierthöchsten Stand. Die erwischten Einbrecher kamen überwiegend aus Ost- und Südeuropa. „Der heutige Einbrecher reist von der Ferne an“, sagt Pick. Die Täter sind in der Regel bandenmäßig organisiert, diese Banden seien wiederum häufig familiär geprägt. Bei der Betrachtung dieser Reisekriminalität erkennt der Polizeipräsident einen wesentlichen Grund im „Wohlstandsgefälle innerhalb Europas“. Pick lobt auf der anderen Seite die von der Politik auf den Weg gebrachte Strafverschärfung bei dieser Art von Delikten. „Schließlich sind Wohnungseinbrüche auch Verbrechen an der Seele der Menschen“, sagt er.

Besorgniserregend nennt Pick den Anstieg der Zahlen bei Raub und schwerer Körperverletzung. Insbesondere treibt ihn um, dass sich die Gewalt immer häufiger gegen Polizeibeamte richtet – innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat sich die Zahl solcher Delikte verdoppelt. Jeder dritte Beamte sei in diesem Zeitraum verletzt worden. Pick beobachtet einen „bedenklichen Autoritätsverlust“, der sich im Übrigen auch an Beleidigungen und verbaler Aggressivität festmachen lasse. Diese richteten sich sogar gegen Feuerwehr, Ärzte und Rettungsdienst – und sehr häufig sei „hochgradige Alkoholisierung“ im Spiel.

Die Zahl der Tatverdächtigen ist 2016 um 11,6 Prozent auf 13 123 angestiegen. Der Anstieg ist auf die Gruppe der „Nichtdeutschen“ zurückzuführen, die insgesamt mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen ausmacht. Und in dieser steigt wiederum der Anteil der Flüchtlinge und Asylbewerber. Für das Polizeipräsidium kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Pick verweist auf die hohe Zahl junger Männer darunter, die generell häufiger als andere Bevölkerungsgruppen mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Außerdem komme bei den Flüchtlingen ein von Müßiggang geprägter Alltag hinzu, ebenso Sprachprobleme, Kulturkonflikte, eine ungewisse Zukunft und die ungewohnte Begegnung mit der westlichen Konsumwelt – „ein idealer Nährboden für Kriminalität“ sei dies. Knapp zwei Drittel dieser Delikte sind (Laden-)Diebstähle. Die allermeisten Körperverletzungen dieser Gruppe registriert die Polizei unter den Flüchtlingen selbst – oftmals seien sie den problematischen Verhältnissen in Sammelunterkünften geschuldet. Allerdings: Entgegen weit verbreiteter Gerüchte sind Flüchtlinge nicht überproportional wegen Sexualdelikten auffällig. Der Anteil tatverdächtiger Asylbewerber liegt hier unter einem Prozent.  Ch

 

Für den Landkreis Esslingen bilanziert die Polizei im Jahr 2016 insgesamt 25 936 Straftaten bei einer Einwohnerzahl von 524 127. Das bedeutet gegenüber 2015 einen Anstieg um 8,6 Prozent. Die Aufklärungsquote lag bei 62,0 Prozent (2015: 59,8). Tötungsdelikte gab es zwölf (minus acht), wobei hierunter auch versuchter Mord, versuchter Totschlag sowie fahrlässige Tötung fallen. Alle zwölf Fälle wurden aufgeklärt. Andere Gewaltdelikte nahmen zu: Raub und Erpressung gab es 147 Mal (106). Körperverletzungen wurden 2991 Mal (2448) gezählt, 686 Fälle davon waren schwere Körperverletzungen. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gab es 209 (plus 32).

Die Zahl der Wohnungseinbrüche sank von 567 auf 449, wobei es in etwa der Hälfte der Fälle beim Versuch blieb. Die Aufklärungsquote stieg in diesem Bereich von 8,1 auf 18,7 Prozent. 380 Autos wurden aufgebrochen (2015: 341). In Büros, Gaststätten oder Geschäfte wurde 716 Mal eingebrochen (2015: 735). Diebstähle gab es 7858 (2015: 7763), davon Ladendiebstähle 1450 (1236). Sachbeschädigungen zählte die Polizei 3288 (plus 577), Fälle von Betrug, Fälschung und erschlichener Leistung 3853 (2015: 4135). 1159 Mal wurde gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen (plus 35). 284 Fälle von Wirtschaftskriminalität (2015: 342), 195 (148) von Computerkriminalität und 83 (145) Fälle von Umweltkriminalität zählte die Polizei im Landkreis Esslingen.

Gewaltdelikte gegen Polizeibeamte nahmen von 143 auf 174 zu.

Foto: dpa

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Ostern als höchster christlicher Feiertag – Herausforderung für Gläubige

Ostern ist zwar das höchste christliche Fest, doch die Kirchen sind an Weihnachten am vollsten. Die Botschaft des ewigen Lebens ist so einfach nicht zu begreifen und nicht leicht zu vermitteln. Für die Kirchen ist das eine Herausforderung.

Weihnachten zieht auch Menschen in die Kirchen, die übers Jahr keinen Gottesdienst besuchen. „Das sehen wir auch sehr deutlich“, sagt Pfarrer Stefan Möhler, Pfarrer der katholischen Gemeinde Sankt Paul in Esslingen. Den Grund sieht er im  Verständnis der jeweiligen Feiertage. „Weihnachten ist einfach zu begreifen“, sagt Möhler. „Die Geburt eines Kindes und die Freude darüber kennt jeder Mensch aus der eigenen Erfahrung.“ Aber der Sieg des Lebens über den Tod, das Auferstehen von den Toten? „Das ist Kern- und Höhepunkt der christlichen Botschaft“, sagt Möhler. Und gleichzeitig die größte Herausforderung für den Christen. „Diese Botschaft ist letztlich eine reine Glaubensentscheidung und die Auseinandersetzung damit ein lebenslanger Prozess.“ Das mache Ostern eher schwer zugänglich, zumal der freudige Tag des Ostersonntag am Ende einer düsteren Zeit mit Verrat, Tod und Trauer über Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag steht. Theologisch gesehen gibt die Passionszeit laut Möhler ebenfalls eine zentrale Botschaft wieder: „Gott erspart uns das Leid nicht, aber er lässt uns darin nicht allein.“

Traditionell hat die evangelische Kirche den Karfreitag als ihren höchsten Feiertag gesehen. „Weil nur durch den Tod Erlösung zu erfahren ist“, wie Michael Waldmann, der Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Nürtingen, erklärt. Der Fokus  habe sich gewandelt, der Blick der Gläubigen richte sich stärker auf das freudige Osterfest, eher wie bei den Katholiken. „Aber gerade in einer Zeit, in der Leid und Tod an den Rand gedrängt werden, ist es wichtig, das zu thematisieren und nicht wegzuschieben“, sagt Waldmann.

Wie aber bekommt man die Osterbotschaft an die Menschen? Immer häufiger gibt es Osternachtsfeiern. „Vor Sonnenaufgang in die Kirche gehen und das Hellwerden erleben, das spricht die Menschen an“, sagt Michael Waldmann, der am Ostersonntag und -montag traditionell Menschen tauft.

Der Termin für Ostern hängt nicht von religiösen Werten, sondern vom Mond ab. Ostern wird am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert, also zwischen dem 22. März und dem 25. April. Die Ostertage beeinflussen andere Feiertage. Sieben Tage später ist der Weiße Sonntag, der Tag der ersten Kommunion. 40 Tage zuvor beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. 50 Tage nach Ostern ist Pfingsten und davon abhängig sind die Feiertage Christi Himmelfahrt und Fronleichnam.

In diesem Jahr feiern auch die orthodoxen Christen Ostern am 16. April. Meist aber sind sie später dran, da sie ihr Osterfest nach dem alten julianischen Kalender berechnen.

Der Ostermontag ist ein Relikt aus der Frühkirche, als sich das Osterfest als Zeit der Freude und der Taufe über eine ganze Woche bis zum Weißen Sonntag erstreckte.     bob

Foto: dpa

Eine Frau will hoch hinaus

Lisa Marie Haas aus Bempflingen möchte erste deutsche Astronautin werden – Werbung für Frauen in der Wissenschaft

Die Raumfahrt ist eine männlich dominierte Angelegenheit. Erst drei Europäerinnen haben bislang die Reise ins All angetreten, eine Deutsche war nicht dabei. Das könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Das privat initiierte Projekt „Die Astronautin“ hat nach Prüfungen unter 400 Bewerberinnen bundesweit sechs wissenschaftlich qualifizierte Kandidatinnen ausgewählt. Zwei von ihnen sollen nach einer weiteren Prüfung am 19. April eine Astronauten-Ausbildung antreten. Unter den Finalistinnen ist auch die Physikerin Lisa Marie Haas aus Bempflingen.

„Ich habe mich schon als Kind für den Weltraum und die Astrophysik interessiert und gesagt, dass ich einmal Wissenschaftlerin werden möchte“, erzählt Lisa Marie Haas. Diesen Weg hat sie konsequent verfolgt, nach dem Abitur Physik studiert und an der Universität Heidelberg in Theoretischer Physik promoviert. Hinzu kam ein Faible für Science Fiction. „In Star Trek sieht man viele technische Spezialistinnen, starke Frauen in Führungspositionen. Das hat mich nie losgelassen.“ So hat sich die 33-Jährige, die bei einem Technologieunternehmen in Reutlingen an der Entwicklung von Verbindungstechnik für Sensoren arbeitet, im Jahr 2009 für das Astronauten-Auswahlverfahren der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA beworben. „Doch damals hatte ich noch keine Promotion und nicht die nötige Berufserfahrung“, sagt sie. Im vergangenen Jahr ist die zweifache Mutter über eine Ausschreibung der Initiative „Die Astronautin“ gestolpert und hat ihre Unterlagen eingereicht. Die private Initiative möchte im Jahr 2020 die erste deutsche Astronautin zur Internationalen Raumstation ISS bringen und damit Mädchen und Frauen stärker für naturwissenschaftlich-technische Berufe interessieren.

Die folgenden Auswahltests waren der künftigen Aufgabe entsprechend anspruchsvoll. Von den anfänglich etwa 400 Bewerberinnen schafften es 90 in das Auswahlverfahren beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. „Das ist einem Pilotentest sehr ähnlich“, beschreibt Lisa Marie Haas. 30 der Kandidatinnen schafften die Prüfungen und wurden medizinisch unter die Lupe genommen. „Das sind dieselben Tests wie für die ESA-Astronauten. Da wird gefühlt jede Körperzelle umgedreht.“

Lisa Marie Haas ist in alle Tests „relativ gelassen reingegangen“ und sie hat sie alle problemlos bestanden. Nun ist sie unter den letzten sechs Kandidatinnen, unter denen eine Jury am 19. April zwei für die Astronauten-Ausbildung auswählen wird. „Die Chancen stehen für alle etwa gleich. Wir sind alle hoch qualifiziert. Trotzdem wäre es natürlich eine große Enttäuschung für mich, wenn ich nicht ausgewählt würde“, sagt sie. Und selbst die Zusage für die Ausbildung wäre noch keine Garantie für den Flug zur ISS. Nur eine der beiden Astronautinnen wird 2020 letztlich als erste deutsche Raumfahrerin den begehrten Platz in der Fähre zur ISS erhalten. Die andere bleibt als Sicherheitsreserve am Boden und darf auf eine Mission zu einem späteren Zeitpunkt hoffen.

Um die Ausbildung zu finanzieren, hat die Initiative „Die Astronautin“ eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Über Beiträge aus der Bevölkerung soll das erste Ausbildungsjahr, das berufsbegleitend absolviert wird, abgesichert werden.

Auf den Fall, tatsächlich in drei Jahren zur ISS zu fliegen und dort zehn Tage lang zu arbeiten, hat sich Lisa Marie Haas mental vorbereitet. „Die Enge beunruhigt mich nicht, die Station muss man sich eher kuschelig vorstellen.“ Beim Klettern und bei Hochtouren habe sie gelernt, mit Risiken umzugehen und Fehler durch kluges Abwägen zu vermeiden. Es gehöre auch Vertrauen in die technischen Sicherheitseinrichtungen dazu. „Man ist nicht komplett ausgeliefert. Die Angst fliegt nicht mit, aber man muss Respekt haben“, beschreibt sie. Und nicht zuletzt habe sie auch „eine große Portion Abenteuerlust“ als Antrieb.

Mit ihrem Flug verbindet Lisa Marie Haas auch eine wichtige Botschaft. „Ich will Mädchen und Frauen für die Naturwissenschaften und die Technik interessieren. Ich will Begeisterung wecken und Vorbild sein. Die Wirkung ist vom All aus signifikant höher als am Boden. Die ISS ist wohl der atemberaubendste Arbeitsplatz, den man sich vorstellen kann. Und der Raumflug soll ein Signal sein und zeigen: ‚Schaut her, ihr könnt das auch‘“, sagt sie.    pst

Info: Die Crowdfunding-Kampagne ist unter www.startnext.com/dieastronautin beschrieben. Informationen  gibt es unter www.dieastronautin.de.

Foto: Socher

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In Sachen G8, Abi nach zwölf, und G9, Abi nach 13 Schuljahren,
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Viele neue Ideen mitgenommen

Messe Lebensgefühl des ECHO zieht an – Belebter Abend bei Pfeiffer & May – Topact Modenschau

 

Auch die dritte Ausgabe der Messe Lebensgefühl des Wochenblatts ECHO in den Räumen von Pfeiffer & May in Plochingen hat sich als Publikumsmagnet erwiesen. Die beiden Etagen des Badspezialisten waren gut besucht; die 51 Aussteller boten ein vielseitiges Programm. Fast alle Branchen waren vertreten. Das Highlight an diesem Abend war wieder einmal die Modenschau, die Bärbel Dillon von Bärbel Moden aus Reichenbach veranstaltete.

Für den frisch gebackenen Plochinger Wirtschaftsförderer Felix Unseld war die Eröffnung der Messe einer der ersten Termine in Plochingen. Er sah sein Anliegen „regional einkaufen“ bei der „Lebensgefühl“ perfekt umgesetzt – präsentiert sich dort doch eine ganze Region mit ihrem Angebot. Pfeiffer & May-Geschäftsführer Georg Schillinger war „stolz, die Veranstaltung bei uns zu haben“. Dass die Messe Lebensgefühl und der Badspezialist gut zueinander passen, bekräftigte auch ECHO-Leiterin Andrea Gisdol.

Viele der Aussteller bei der „Lebensgefühl“ sind Stammaussteller. Ihnen und den neuen Ausstellern, die es immer wieder gibt, ist gemein, dass sie mit ihren Angeboten einen Beitrag zu einem besseren Leben leisten wollen. Etliche Aussteller thematisierten die Gesundheit, sowohl die körperliche als auch die mentale. Gesunde Ernährung und Körperpflege haben sich andere Aussteller zum Schwerpunkt gewählt. Andere wiederum geben Hilfestellung, wenn man etwas verändern möchte – sei es im seelischen Bereich als auch in der nächsten Umgebung.

Wie kann ich mein direktes Umfeld schöner machen, lautete die Frage, die Aussteller gaben Antworten: Silvia Anders mit ihren neuen englischen Kreidefarben, Manuela Speicher und Daniela Palumbo mit ihren marokkanischen Hamamtüchern, Sven Schmutzer mit seinem Reiseangebot oder auch Daniela Geigl, die ihr erotisches Spielzeug auf Pepper Partys beim Kunden vorführt. Dazu gab es jede Menge Unterhaltung: Fotodesigner Markus Boehr aus Hochdorf schoss den ganzen Abend Porträts in seinem mobilen Studio. Und vor der Tür schauten nicht nur Männer die aktuellen VW- und Subaru-Modelle von Auto Hahn und Auto Erhardt an. Das Gasthaus Lamm aus Wendlingen servierte Leckeres aus Topf und Pfanne – der Wurstsalat ging weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Und erfrischende Getränke mit und ohne Alkohol schenkten Bayha und Kessler Sekt aus. Der Höhepunkt der Messe war wieder einmal die Modenschau im Nebenraum, der proppenvoll war. Bärbel Dillon schickte Elke, Ioatta, Marlena und Marion auf den Laufsteg – und damit die aktuellen Trends in den Größen 34 bis 46, ergänzt mit Schuhen und Taschen. Wer wollte, schaute nach der Schau bei Bärbel Dillon in die Kleiderregale und ließ sich sein Lieblingsteil reservieren. Anschließend zeigte Vivena Markthalle aus Bempflingen Bademäntel aus zertifizierter Bio-Baumwolle.     bob / Foto: bob

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Im Frühling steht in vielen Haushalten das Großreinemachen an. Wie halten Sie es, machen Sie Frühjahrsputz?


Foto: dpa

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Abend für die Sinne

ECHO-Messe Lebensgefühl am 30. März bei Pfeiffer & May in Plochingen

Die Messe Lebensgefühl, die das Wochenblatt ECHO seit etlichen Jahren mit Partnern aus der Umgebung veranstaltet, findet dieses Jahr am Donnerstag, 30. März, ab 18 Uhr, in den Räumen der Firma Pfeiffer & May in Plochingen statt. Den Besuchern versprechen die Veranstalter einen Abend voller Informationen und Unterhaltsmomenten rund um das Thema „Freude am Leben“.

Der Badspezialist Pfeiffer & May bietet die passende Kulisse für die Lifestylemesse Lebensgefühl. In den Ausstellungsräumen versammeln sich auf zwei Ebenen mehr als 50 Aussteller aus der ganzen Region. Sie repräsentieren alle Branchen, die zu einem angenehmen Leben beitragen können. Es geht um Ernährung, um Gesundwerden und Gesundbleiben, um Wohnen, Reisen und Renovieren, um Mode, Kosmetik, Körperpflege und Erotik, um Sport, Schmuck, Garten und Reise. „An den Ständen stehen die Fachleute zu Gesprächen und Beratungen bereit“, sagt Andrea Gisdol. Die ECHO-Verkaufsleiterin weiß, dass es die Nähe zu den Ausstellern und die Vielfalt an Themen ist, die die Besucher an der Messe schätzen. Ein Unterhaltungsprogramm rundet den Abend ab. Ab 19.30 Uhr führt Bärbel Moden aus Reichenbach aktuelle Kollektionen vor. Die Firma BH-Queen zeigt, wie der richtige Büstenhalter nicht nur kleidsam, sondern auch gesund sein kann.

Als Gastgeber versteht sich neben der Firma Pfeiffer & May auch die Stadt Plochingen. „Das Thema Lebensgefühl spielt für uns in der Stadt Plochingen eine große Rolle“, betont Frank Buß, Bürgermeister der Stadt, in seinem Grußwort. Das Thema bestimme nämlich den Leitgedanken, an dem sich die Verwaltung bei der Entwicklung der Stadt orientiere.

Buß gefällt darüber hinaus die Präsenz lokaler Anbieter. „Das Gute und oft auch das Ausgefallene liegen oft näher als man denkt.“ Für Georg Schillinger ist das ECHO der richtige Partner für eine solche Messe. „Wir orientieren uns beide an den Inhalten Gesundheit, Ästhetik und Nachhaltigkeit“, erklärte der Geschäftsführer des Badspezialisten.

Zum Auftakt der Messe kommt auch der Wirtschaftsförderer der Stadt Plochingen, Felix Unseld, ins Haus. Er eröffnet um 19 Uhr die Messe gemeinsam mit Andrea Gisdol und Pfeiffer & May-Geschäftsführer Georg Schillinger.

Der Abend bietet neben dem informativen Teil auch eine Plattform, beieinander zu sitzen, mit Freunden zu plaudern und dabei ein Essen und ein Viertele zu genießen. Den Tisch deckt das Gasthaus „Zum Lamm“, es serviert Leckeres aus Topf und Pfanne. Durstlöscher und Anregendes halten Getränke Bayha und Kessler Sekt bereit.    bob / Foto: bob

„Effektiv und schonend“

Nordic-Walking-Weltmeister Michael Epp gibt in Wernau Kurse – Auf den richtigen Stockeinsatz kommt es an

Nordic Walking hat längst das sportliche Nischendasein verlassen und wird von einer breiten Fangemeinde betrieben. Auch Michael Epp hat sich dem Sport verschrieben, er hat es mehrmals zu Weltmeisterehren darin gebracht. Am 1. und 2. April gibt Epp in Wernau Nordic-Walking-Kurse. Das Wochenblatt ECHO hat sich im Vorfeld mit ihm unterhalten.

 

Nordic Walking galt lange Zeit als Seniorensport. Sie haben in recht jungen Jahren damit begonnen – warum?

Epp: Auch für mich war das die Seniorenvariante vom Laufen und Gehen. Vor ziemlich genau zwölf Jahren bin ich dann über meine Frau Karin zum Nordic Walking gekommen. Sie hat damals einen Kurs besucht und war ganz angetan. Irgendwann wollte ich wissen, was so toll ist am Gehen mit Stöcken und habe es ausprobiert. Nach wenigen Metern war ich so begeistert, dass ich zu meiner Frau sagte, da mache ich den Trainerschein. Noch am selben Abend meldete ich mich zu einem Trainerlehrgang an. Die Begeisterung ist geblieben.

 

Warum soll man mit Nordic Walking beginnen?

Epp: Ich komme aus dem Laufsport und vom Fußball, bei beiden fehlte mir stets der aktive Oberkörpereinsatz. Nordic Walking ist zudem ein effektiver und schonender Ausdauersport, der Rücken wird trainiert und die Beine werden entlastet. Mir wurde nach und nach bewusst, was mit dieser Bewegungsart alles gefördert wird. Wenn Lauftechnik und Stockeinsatz stimmen, werden fast alle 700 Muskeln im Körper trainiert.

Wie sollte ein Anfänger in Sachen Ausrüstung herangehen?

Epp: Zu meinen Anfängerkursen kommen manche sogar in Jeanshosen, um Nordic Walking zu testen. Eine sportliche Bekleidung ist allerdings besser – aber ganz locker und frei, ohne irgendwelches High-Tech-Equipment. Wenn sich jemand für einen Sport entschieden hat, dann kann er sich nach und nach eine Ausrüstung anschaffen.

 

Empfehlen Sie spezielle Schuhe?

Epp: Die Sportschuhhersteller sind natürlich auch auf den Trend aufgesprungen. Ich mache aber relativ viel in meinen Laufschuhen, die einfach total bequem sind. Nordic-Walking- beziehungsweise Outdoor-Schuhe haben den Vorteil, dass deren Material meist Gore-Tex ist und sie vorne meist einen leichten Spritzschutz haben, so dass das Wasser bei denen nicht ganz so schnell durch dringt. Die Spezialschuhe sind auch vom Profil her ein bisschen robuster und etwas gröber beim Material.

 

Und was gilt es bei den Stöcken zu beachten?

Epp: Ich rate von den ganzen Supermarktgeschichten absolut ab, gut und günstig passt in diesem Bereich nicht zusammen. Oft bleiben die Stöcke liegen, weil es keinen Spaß macht. Ich bin aber auch kein Freund der Teles­kopvariante, weil die Stöcke ein bisschen schwerer und nicht ganz so stabil sind wie die am Stück.  Allerdings ist das Heranziehen des Skistocks auch nicht der richtige Weg. Die Nordic-Walking-Stöcke sollten an die Körpergröße des Sportlers angepasst werden. Ein Trainer arbeitet meistens mit einem Stockhersteller zusammen, vertraut diesen Stöcken und kann Tipps geben. Wichtig ist: Der Stock muss ein gutes Handschlaufensystem haben, sollte leicht und stabil sein und benötigt eine gute Spitze.

 

Und wen das Klappern auf hartem Boden stört?

Epp: Das Klappern ist meist ein Technikproblem, je schlechter die Technik, umso lauter der Stock. Wen das klack, klack wirklich stört, für den gibt es Gummipads unten dran.

 

Wie entstand die Sportart?

Epp: Da gibt es viele verschiedene Varianten der Entstehungsgeschichte. Die Amerikaner meinen, sie hätten es erfunden. Die nordischen Länder sagen: Wir waren es. Dort diente es den Langläufern als Sommertraining. Bei uns kam es um 1997 stärker auf, auch wenn man auch hierzulande schon recht lange mit Stöcken läuft.

 

Sie bieten auch die Nordic-Walking-Variante im Wasser an. Was hat es damit auf sich?

Epp: Das war eine Idee im Jahr 2006, um ein Kursangebot etwas aufzupeppen. Allerdings waren die normalen Nordic-Walking-Stöcke dazu nicht geeignet, weil die auftreiben. Und so haben wir den Aqua-Stock entwickelt, auf den wir ein Patent haben und mit dem viel in Therapieform gearbeitet wird.

 

Auf welchem Untergrund gehen Sie denn am liebsten?

Epp: Wiese, Wald und Schotterwege machen am meisten Spaß, im Wettkampf laufe ich aber am liebsten auf Asphalt. Ich trainiere aber auch viel auf der 400-Meter-Bahn im Stadion. Da kann ich Technik und Abdruck am besten testen, üben und trainieren.

 

Wenn ein Anfänger gut gearbeitet hat, soll der dann ins Joggen übergehen?

Epp: Nein – kann er, muss aber nicht. Meistens ist es so, dass Jogger zum Nordic Walking wechseln, weil sie die Knie schonen müssen. Aber eigentlich ist beides ganz toll zu kombinieren, wenn keine Probleme mit den Gelenken bestehen. Ich laufe morgens und mache abends Nordic Walking. Es gibt schon auch Fälle, in denen Läufer vom Nordic Walking ins Joggen übergehen – aber eher weniger.

 

Auf was können sich denn die Teilnehmer Ihres Kurses in Wernau freuen?

Epp: Wir haben sehr viele Anmeldungen und haben deshalb das Programm erweitert. Sieben bis acht Trainer werden die Gruppen jeweils betreuen. Zunächst wird es eine Nordic-Walking-Technikschulung auf dem Sportplatz geben, damit man mit dem Stock richtig umgehen kann. Dann geht es auf einen Rundkurs. Natürlich wird dann nicht nur gewalkt, auch hier gibt es Tipps zur Technik. Mittlerweile kann man sich nur noch für die Zusatzeinheiten anmelden.                   ch / Foto: Epp

Info: Das Nordic-Walking-Technik-Training auf dem Sportplatz des TSV Wernau beginnt am Samstag, 1. April, 10.30 Uhr; um 13.30 Uhr geht es ins Gelände. Am Samstagabend (17 Uhr) und am Sonntagmorgen (9.30 Uhr) werden weitere Kurse angeboten. Anmeldung für die Zusatzeinheiten per E-Mail an: michael@mika-sports.com.

 

 

Zur Person

Michael Epp ist nicht nur fünffacher Nordic-Walking-Weltmeister, mehrfacher nationaler Meister und Sammler weiterer Titel in dieser Disziplin, er hat auch schon Weltrekorde aufgestellt (etwa in 24 Stunden 170,7 Kilometer gehen und in sechs Stunden 55,88 Kilometer). Und er ist Nordic-Walking-Lehrer und -Trainer. Der 46-Jährige lebt in Altshausen in Oberschwaben, in der 4200-Einwohner-Gemeinde ist er im Hauptberuf Leiter des Bürgeramts. Für seine Trainertätigkeit hat Epp eine kleine Firma gegründet, neben Nordic-Walking- und Laufkursen bietet er auch Schneeschuhtouren an.

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60 Jahre EU: Das sind Frieden, Freiheit und Wohlstand auf
der einen, Bürokratismus und Demokratiemängel auf der
anderen Seite. Was sagen Sie: Ist die EU zukunftstauglich?

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Hat die EU Zukunft?

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