Was suchen Sie?

Abgestimmt!

RSS Nachrichten aus dem Kreis

Echo-Artikel-Kalender

September 2014
M D M D F S S
« Aug    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Bauen & Wohnen

Erschienen am 26.06.2014

ECHO Firmen-Fußball-WM 2014

Leistungsschau

Erschienen am 20.03.2014

Ausbildungs-Beilage 2013

Erschienen am 19.09.2013

aktiva 2013 Beilage

Erschienen am: 26.09.2013

Livemusik in der Region


Jeden letzten Samstag im Monat!

Aktuelles E Paper

Letzte Artikel

Tennis, Segway, Schlemmerfreuden

Gewinner des ECHO-Krimirätsels treffen sich zum Sport- und Freizeittag beim TC Esslingen

Blauer Himmel, sommerliche Temperaturen, gut gelaunte Menschen: Bessere Rahmenbedingungen hätte der Sport- und Freizeittag beim Tennisclub Esslingen gar nicht haben können. Tennis spielen, Segway fahren und anschließend italienisch essen – das war der exklusive Preis für die Gewinner des ECHO-Krimirätsels am vergangenen Sonntag. Schließlich hatten alle richtig recherchiert: Peter Saar, der vorgab Hallenschuhe für die Sandplatzhalle zu benutzen,  war der Täter.

Ihnen standen gleich drei kompetente Partner gegenüber: Steffen Herm, der Cheftrainer des TC Esslingen, der die Gruppe ins Tennis einwies, Gordon Motzkus, der den Männern und Frauen zeigte, wie man die Segways fährt und zu guter Letzt Michele Castellana, der die  Gäste zum Schlemmen auf italienische Art einlud.

Zunächst ging es auf den roten Sand. Trainer Steffen Herm verteilte die Schläger. Schnell waren die Grundbegriffe erklärt: Wie hält man den Schläger bei der Vorhand? Wo ist der richtige Treffpunkt des Balls? Herm spielte Bälle zu, korrigierte, feuerte an und lobte. Nach der ersten Einweisung spielten Paare schon selbstständig auf den benachbarten Plätzen. Nicht jeder Ball ging ins Feld, mancher blieb am Netz hängen. Bälle flogen hin und her, die Tennisneulinge gaben ihr Bestes. „Puh, das ist anstrengend, macht aber Spaß“, fand Ingrid Kornmann und lief auf die nächste Vorhand zu. Maria und Matthias Pallinger hatten sich auf Platz eins eingerichtet. „Es ist erst das dritte Mal, dass ich Tennis spiele, und schon klappt es so gut“, freute sich Maria Pallinger, die lange Handball gespielt hatte.

Krimi-Rätsel-Gewinner Markus Meyerle und Gabriela Dukaric sind seit langem Stammgäste bei Michele Castellana. Und beim Spielen  kamen sie schnell ins Grübeln, warum sie nicht längst schon mal Tennis ausprobiert  haben. „Zeit für eine Pause“ fand derweil Renate Ruoff und ließ sich von Gordon Motzkus, dem Inhaber der Firma SEG EVENTS in Esslingen, in die Fortbewegung mit dem Segway einweisen. Das war schnell geschehen, denn Segwayfahren ist nicht besonders schwer. Die Bewegungen des Oberkörpers bestimmen Geschwindigkeit und Richtung des Fahrzeugs. Nach einigen Versuchen fühlten sich die Fahrer sicher, legten sich in die Kurven und bretterten munter drauflos.

Nachdem der Weg entlang der Halle nicht mehr spannend genug war, „enterten“ ein paar Fahrer sogar die Sandplätze und prompt entstand ein neuer Sport: Gordon Motzkus und Steffen Herm übten sich im Segway-Tennis, Matthias Pallinger spielte ihnen die Bälle zu.

Nach Sport, Spiel und Bewegung  stand den Gästen der Sinn nach Essen und Trinken – das ist das Metier vom Michele Castellana. Der Wirt des TCE-Restaurants hatte für seine Gäste einen Begrüßungs-Prosecco vorbereitet, bevor es ans Menü ging.

Gegrilltes Gemüse, knusprige Bruschetta, herzhafte Salami und Schinkenscheiben füllten den leckeren Vorspeisenteller, dem das Hauptgericht, Filetto caprese, folgte. Den Abschluss bildete Pannacotta, eine cremige Nachspeise mit fruchtiger Soße, stilvoll serviert in kleinen Gläsern. Ingrid und Peter Kornmann, Markus Meyerle und Gabriela Dukaric, Maria und Matthias Pallinger sowie Renate und Dieter Ruoff saßen noch lange im Restaurant La Famiglia zusammen und ließen den Tag Revue passieren.             Text/Foto: bob

Abgestimmt

Bundestrainer Joachim Löw hat Thomas Schneider zum
Co-Trainer ernannt. Der 41-Jährige war Jugendtrainer beim
VfB Stuttgart, scheiterte aber als Coach der Profi-Mannschaft.
Ist er der richtige Mann an Löws Seite?

Foto: rr

Der richtige Mann?

Ergebnis

Loading ... Loading ...

Wohnungen fehlen

Online-Portal hilft Studenten bei der Suche – Begehrte Privatzimmer

In wenigen Wochen beginnt das neue Semester an den Hochschulen in Esslingen und in Nürtingen. Rund 5000 Studenten nehmen ab 6. Oktober an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen ihr Studium auf. An der Hochschule in Esslingen sind es etwa 6000, die ab 29. September in die Hörsäle streben. Cornelia Bethge, die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing an der Hochschule Esslingen, rechnet mit etwa 1000 neuen Studenten. Auch wenn die jungen Leute an den Hochschulen im Kreis unterschiedliche Fächer belegt haben, eint sie meist eine Frage: Wo werde ich wohnen? Wohnraum für Studierende in Ballungsräumen wie dem Stuttgarter ist knapp bemessen. Und teuer. Das Studierendenwerk Stuttgart, das die Wohnungssuchenden der Esslinger Hochschule betreut, hat im August 2013 ein Online-Bewerbungsverfahren für Wohnungssuchende installiert. Seit April steht auch die Online-Plattform für Privatzimmer zur Verfügung. Studenten können ihre Wünsche nach Größe, Preis und Standort eingeben – im System wird der Antrag bearbeitet.

„Der Vorteil an dem Verfahren ist, dass die Studierenden schnell eine Rückmeldung darüber haben, ob sie nun ein Zimmer haben oder nicht“, erklärt Melanie Westphal, die Leiterin der Abteilung Marketing beim Studierendenwerk. „Da viele Studierende aus dem Umland kommen, können sie warten, bis sie etwas finden.“ Ausländer haben aber besondere Präferenzen. In Esslingen hat sich das Wohnangebot für Studenten seit der Eröffnung des neuen Wohnhauses am Rossneckar im Oktober 2013 etwas vergrößert. „Die 170 Einzelzimmer der Wohnanlage tragen wesentlich zur Entspannung bei“, sagt Westphal. Dennoch: Nicht alle Studenten haben das sprichwörtliche Dach über dem Kopf: Derzeit sind in Esslingen inklusive dem Standort Göppingen 74 Bewerbungen offen – dem gegenüber stehen 14 freie Wohnplätze. Für das Jahr 2016 ist eine weitere Wohnanlage am Rossneckar mit mindestens 130 Wohnplätzen in Planung.

Die Wohnheime in Nürtingen mit 302 Plätzen sind belegt. 85 junge Männer und Frauen stehen dort noch auf der Warteliste. „Wir gehen davon aus, dass diese Studenten auf dem privaten Wohnungsmarkt fündig werden“, sagt Nicole Lang, die Pressesprecherin des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim, das Nürtingen betreut. Auch die Nürtinger Studenten können sich online um Privatzimmer bewerben. Wie im Stuttgarter Studierendenwerk auch, werden Makler dort nicht zugelassen.

Die Zahl der Studenten hat seit dem Jahr 2012, als die ersten Absolventen des achtjährigen Gymnasiums an die Hochschulen strebten, zugenommen. Seitdem bewegen sich die Zahlen auf konstant hohem Niveau. „Den Höhepunkt erwarten wir in den Jahren 2015/2016“, sagt Lang. Der Bau weiterer Wohnheime für Studenten tue also not.                bob/Foto: Renner

Info: für Nürtingen: www.my-stuwe.de, für Esslingen: www.studierendenwerk-stuttgart.de.

Abgestimmt

Die EU will Energie sparen. Deshalb beschränkt sie die Leistung
von Staubsaugern künftig auf 1600 Watt. Manch Bürger sieht
darin Regulierungswut. Halten Sie die Vorgabe für richtig?

Foto: dpa

Weniger Leistung?

  • Nein! (67% )
  • Ja! (33% )
Loading ... Loading ...

Höchste Priorität

Planung für neuen A 8-Albaufstieg wieder aufgenommen– Beifall aus Kommunen

Kurz vor dem Abschluss, im Jahr 2005, hatte der Bund das Planfeststellungsverfahren gestoppt: Die Hoffnungen auf einen neuen Albaufstieg der A 8 zwischen Gruibingen und Hohenstadt schwanden. Nun hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) das Land gebeten, die Planung zu Ende zu führen. „Die Aufforderung nehmen wir gerne an“, sagte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). „Ich freue mich, dass er unserer mehrfachen Bitte nachkommt und zur A 8 eine Entscheidung gefällt hat.“

Erste Planungen dazu gab es in den 1970er-Jahren, eine privat finanzierte Strecke sollte mautpflichtig sein, die alte Strecke kostenlose Umfahrung. Doch es fand sich kein Konzessionär. „Die jahrelangen Untersuchungen einer öffentlich-privaten Finanzierung haben zu keinem Ergebnis geführt“, befand Hermann. Deshalb solle der Bund das Vorhaben finanzieren. Die Strecke ist 8,3 Kilometer lang, soll mit zwei Tunneln und zwei Brücken die bisherigen geteilten Trassen ersetzen und kostet rund 500 Millionen Euro. Hermann erwartet das Planungsende bis 2017, den Baubeginn für 2018. „Wir werden alles tun, um das Projekt zu beschleunigen.“ Die bisherige Trasse wird auf Wunsch des Bundes Teil der Planung.

„Die Finanzierung ist vom Bund noch nicht entschieden“, räumt Nadine Hilber von der Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart ein. Doch sie versichert: „Die Planung besitzt bei uns höchste Priorität.“ Zunächst müssten die Verkehrsuntersuchung und der Artenschutz aktualisiert werden. Ersteres wurde bereits beauftragt.

Die umliegenden Gemeinden hören es mit Freude. „Durch die Beseitigung des zweispurigen Nadelöhrs ohne Standspur würden deutlich weniger Staus entstehen“, sagt Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle. Umleitungen würden seltener, die Anwohner der Hauptstraßen entlastet, die Stadt werde noch attraktiver. Züfle hofft, „dass sich Bund und Land jetzt nicht gegenseitig den schwarzen Peter bezüglich der Finanzierung zuschieben“. Beide müssten Hand in Hand dafür sorgen, „dass diese Verkehrsachse endlich dem 21. Jahrhundert entsprechend ausgebaut wird“.

„Die geplagten Autofahrer und Unternehmen müssten Hurra schreien“, sagt Roland Schweikert, Bürgermeister von Gruibingen. „Doch die Jubelschreie heben wir uns mal auf, bis tatsächlich die Finanzierung gesichert ist und wir dem Spatenstich zusehen.“ Das Land müsse die Planungsmittel schnellstens freigeben. „Was wir noch brauchen, sind Menschen auf allen Ebenen, die dieses Projekt zu ihrer Sache machen und dafür kämpfen.“  Pd/Foto: dpa

Spiel, Satz und Mord

Kommissar Blickle ermittelt beim Tennisclub Esslingen und erwägt ein Comeback auf dem roten Sand

Es war ein heller Morgen Ende August, als Tennistrainer Steffen Herm sein Auto auf dem noch leeren Parkplatz vor dem Tennisclub Esslingen abstellte. Er unterrichtete gerne in den frühen Morgenstunden, die Ruhe, das Grün des Waldes, der rote Sand der Plätze, das Vogelgezwitscher. Der Cheftrainer des Tennisclubs trabte gedankenverloren den Weg entlang der Plätze und dachte gut gelaunt an die kommende Woche, für die er mit Gordon Motzkus einen Sport- und Freizeittag am TCE geplant hatte. Motzkus organisierte Segway-Fahrten, die Roller, die durch Gewichtsverlagerung fuhren. Pfeifend betrat er die Herrenumkleide – und prallte zurück. Dort lag ein Mann. Und der war mausetot, das sah Herm an der breiten Lache Blut um den Kopf. Daneben lag ein Tennisschläger, ebenfalls mit Blut verschmiert. Herm schluckte, ließ seine Tennistasche zu Boden gleiten und nestelte nach seinem Handy.

Bereits kurze Zeit darauf quietschten  Reifen und blaues Licht blitzte auf dem sonst so ruhigen Platz an der Römerstraße. Die Spurensicherung war bereits eingetroffen und aus einem Wagen schälte sich Kommissar Horst Blickle, ganz offensichtlich noch nicht richtig wach. Umso fideler wirkte hingegen Kriminalassistentin Bettina Schnell, die behände aus dem Auto sprang und flott auf den Tatort zuhielt. Als Blickle dort ankam – er war morgens immer sehr langsam – wusste Schnell schon das Wesentliche. „Chef, der Tote wurde mit einem Tennisschläger erschlagen, hinterrücks“, unterrichtete sie ihn. Und laut Polizeiarzt Hades war die Tat in der Nacht begangen worden. Der Tote war noch nicht identifiziert. Blickle kniete und besah ihn sich genauer: Er war etwa fünfzig Jahre, wirkte trotz seiner Leichenblässe gesund und durchtrainiert. Die Mordwaffe lag neben der Leiche: Ein Tennisschläger, ein Allerweltsmodell, wie ihn jeder benutzen konnte, soweit
Blickle sah. Aber wer war der Mann? Und wen hatte er so gegen sich aufgebracht? Fragen ohne Antworten.

Blickle stand auf und wanderte etwas ziellos herum und besah sich die Anlage des Tennisclubs. Zwölf Plätze, ein Clubhaus mit großer Terrasse und eine Halle mit zwei Plätzen, die, wie er erstaunt feststellte, einen Sandboden hatten und nicht, wie er das kannte, einen Teppichboden. Auf diesem Hallenboden konnte man ja mit Outdoor-Schuhen spielen. Blickle überlegte, ob er mal wieder versuchen sollte, den Schläger zu schwingen? Am besten in der Halle, verborgen vor den Blicken anderer.

Jäh wurde er aus seinen überhaupt nicht kriminalrelevanten Betrachtungen gerissen, als Bettina Schnell ihn ansprach. Neben ihr stand Clubwirt Michele Castellana. „Chef, Chef“, sag­te sie eindringlich, denn sie sah, dass Blickle immer noch träumte. „Sie sollten sich mit Signor Castellana unterhalten.“ Michele Castellana, der Wirt des TCE-Restaurants La Famiglia, reichte dem Kommissar erst einmal  eine Tasse Cappuccino von einem Tablett. „Herr Kommissar, ich kenne den Mann“, sagte Castellana und deutete auf den Toten.

Der Mann hieß Rainer Krause und war erst kürzlich in den Club eingetreten. Seitdem hatte er sich schon etliche Feinde gemacht: Aus der Mannschaft Herren 50 war er rausgeflogen, weil er sich vor allem bei Auswärtsspielen unmöglich aufgeführt hatte, die Gegner beschimpft und um Punkte betrogen hatte. Überdies hatte er alle seine Matches verloren. Es soll heftige Auseinandersetzungen bis zu Handgreiflichkeiten in der Mannschaft gegeben haben.

Im Jugendtraining wiederum hatte er Eltern verärgert, wie Trainer Herm berichtete, weil er seine zehnjährigen Zwillinge für die Nachfolger von Nadal und Federer hielt. Besonders mit Peter Saar, dem Vater des sehr talentierten Nico, war er immer wieder aneinandergeraten. Krause fürchtete den Elfjährigen wohl als Konkurrenz zu seinen Zwillingen. Bei Matches von Nico brachte er den Jungen aus dem Rhythmus, bis dieser verlor. Nachdem dies öfter geschehen war, hatte der Junge wertvolle Punkte verloren, war in der Rangliste abgerutscht und aus dem Kadertraining geflogen.

Schließlich gab es da noch TCE-Mitglied Hans Sachse, den Krause, der als Anlagenberater arbeitete, so nachhaltig „beraten“ hatte, dass dieser nun ruiniert war. Das wusste Gordon Motzkus zu berichten, der gerade seine Fahrzeuge auf der TCE-Anlage für den geplanten Sport- und Freizeittag aufbauen wollte. Etliche Personen mit Motiven, dem Krause eins überzubraten, dachte sich Blickle, während Bettina Schnell das Handy am Ohr hatte, um die Einzelverhöre zu organisieren. Kurz darauf saßen sie da: Karsten Rhein, der Mannschaftsführer der Herren 50, Hans Sachs, der um sein Geld Erleichterte, und Peter Saar, der Vater von Nico. Von Castellana hatte Blickle erfahren, dass alle drei am Abend zuvor im Clubhaus waren. Sonst sei wenig los gewesen, denn es hatte geregnet.

„Ich habe mit Krause noch mal über die Finanzen geredet, wollte an seine Verantwortung appellieren, er hat nur gelacht“, sagte Sachse. „Klar, ich hasse den Kerl, aber ermordet habe ich ihn nicht.“ Wo das Gespräch stattgefunden hatte, wollte Blickle wissen. „Vor der Eingangstür“, so Sachse. „Ich wollte keine Zeugen für das Gespräch.“ Peter Saar zeigte sich milder gestimmt. „Ich habe von Vater zu Vater mit dem Mann geredet“, sagte Saar. „Krause hat mir zugesagt, meinen Nico in Ruhe zu lassen. Und ein Mord, Herr Kommissar, unmöglich.“ Das Gespräch habe in der Umkleide stattgefunden, sagte Saar. Denn er habe wegen des Regens in der Halle spielen wollen und daher seine Hallenschuhe anziehen müssen.

Karsten Rhein war immer noch wütend: „Er hat mir schon wieder Prügel angedroht, wenn ich ihn nicht mehr aufstelle. Ein schrecklicher Mensch, aber ermordet habe ich ihn nicht.“ Wo er ihn getroffen habe, wollte Blickle wissen: „In der Umkleide, dort hatte ich meinen Schläger vergessen“, sagte er zögerlich. Blickle blickte noch unschlüssig, als ihm seine Kollegin Schnell den Ellenbogen in die Seite rammte. „Chef, da lügt doch einer“, raunte sie. Da machte es endlich auch bei Blickle klick, und klick machten die Handschellen. Bei wem? Und warum?                     Text: bob/Foto: bul

 

Senden Sie die Antworten auf die Fragen an marketing@ihr-wochenblatt-echo.de bis Montag, 1. September. Unter den richtigen Einsendungen losen wir fünf Personen aus, die mit je einer Begleitperson am Sonntag, 7. September, ab 10 Uhr, einen Sport- und Freizeittag mit Tennis bei der Tennisschule Steffen Herm, Segway-Fahrten bei Gordon Motzkus und einem italienischen Büfett vom Ristorante La Famiglia beim Tennisclub Esslingen besuchen.

Abgestimmt

Schwerkranke und Schmerzpatienten erfahren durch Cannabis
Linderung ihres Leidens. Was sagen Sie? Sollen diese Patienten
die Hanfpflanze selbst anbauen dürfen? Stimmen Sie hier ab.

Foto: dpa

Cannabis auf Rezept?

  • Ja! (100% )
  • Nein! (0% )
Loading ... Loading ...

„Es geht aufwärts“

VfB-Fanclubs sind verhalten optimistisch – Hoffnung liegt auf dem Trainer


Die Fans des VfB Stuttgart wurden in der vergangenen Saison auf eine harte Probe gestellt. Spiel um Spiel verlor der Fußball-Bundesligist, der Abstieg drohte, nur mit viel Glück reichte es am Ende der Spielzeit mit dem 15. Tabellenplatz zum Klassenverbleib. Vor der neuen Saison herrscht in den Fanclubs in der Region daher keine Euphorie, doch die Blicke richten sich nach vorn.

„Die letzte Saison hat richtig Nerven gekostet, wir haben Glück gehabt, dass ein paar andere noch schlechter waren als wir“, sagt Rolf Wicker vom VfB-Fanclub Teckschwoba in Notzingen-Wellingen. Er erzählt, dass etliche Anhänger aus dem Club und seinem Umkreis enttäuscht und sauer seien. „Einige Leute haben mir gesagt, dass sie sich dieses Gekicke nicht mehr anschauen“, berichtet Wicker und erzählt, dass er zum Saisonstart im vergangenen Jahr noch elf Dauerkarten für den 29 Mitglieder starken Club bestellt habe. „Dieses Jahr sind es gerade mal drei.“ Dennoch gebe es keinen Grund, Trübsal zu blasen. „Es geht aufwärts, ich bin da optimistisch“, sagt Wicker.

Auch Michael Ulmer vom Fanclub Bauze-Schwoba Neuhausen möchte nach vorne schauen. „Das Abschneiden in der letzten Saison steckt noch in den Knochen, jedoch kann es eigentlich nur noch besser werden“, sagt er. Wie Ulmer blicken auch die Vertreter anderer Fanclubs im Landkreis Esslingen verhalten optimistisch in die Zukunft. „Euphorisch bin ich nicht gerade, es ist eher ein gedämpfter Optimismus“, sagt Martin Fink vom Fanclub 0711 Denkendorf. Auch Eva Kalmbach, Vorsitzende des Fanclubs Wilde Schwaben, sieht den VfB auf dem Weg der Besserung. „Man muss abwarten, mit einer positiven Grundstimmung“, sagt die Altbacherin.

Dieser Optimismus liegt für die Fans im neuen Trainer des VfB Stuttgart begründet. „Unsere größte Hoffnung liegt auf Armin Veh“, sagt Joachim Schmid, Vorsitzender der Rot-Weißen Schwaben aus Esslingen-Berkheim. Eva Kalmbach sieht das ähnlich. Veh, der den VfB schon einmal trainiert und ihn im Jahr 2007 zur Meisterschaft geführt hat, „weiß auf was er sich einlässt, er kennt die Gegebenheiten und er kann was“, ist sie überzeugt.

Doch auch der beste Trainer nutze nicht viel, wenn der Verein nicht für starke Spieler sorge. „Man muss da noch nachlegen“, forderte Schmid, ehe der VfB den serbischen U 21-Nationalspieler Filip Kostic für sechs Millionen Euro verpflichtete. Trotzdem gibt es Kritik an Sportvorstand Fredi Bobic. „Bobic hat nicht mehr viel Bonus bei uns Fans. Er muss Transfers liefern, die auch funktionieren“, sagt Fink. Kalmbach glaubt gar, „dass der nicht mehr lange tragbar ist“. Ulmer wiederum spricht den Fans aus der Seele: „So eine Saison wie die letzte will in Cannstatt wohl keiner mehr erleben.“     pbs/ Foto: dpa

Liebesgaben für die Schützengräben

Feldpost gibt Zeugnis vom Soldatenleben im Ersten Weltkrieg und vom Leben daheim

In diesem Jahr blickt die Welt auf zwei denkwürdige Ereignisse zurück. Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg. In einer Serie widmet sich das Wochenblatt ECHO diesem Thema. Ein wichtiges Verbindungsglied zwischen Front und Heimat war die sogenannte Feldpost, die im Ersten Weltkrieg eine ungeheure Konjunktur hatte.

In Esslingen läuft die Veranstaltungsreihe „52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg“. Das historisch-kulturelle Langzeitprojekt dauert  vier Jahre bis November 2018 und widmet sich in jedem Monat einem anderen Thema aus dem Ersten Weltkrieg. Feldpostbriefe sollen  im November im Fokus stehen.

Feldpostbriefe und -karten sowie Liebesgaben waren Mittel, die Kontakte zwischen dem Soldaten an der Front und den Lieben zu Hause zu halten, was der Wehrmoral des Soldaten zugute kommen sollte. „Es gab zwar die Feldpost schon in früheren Kriegen, aber das Ausmaß der Feldpostbriefe im Ersten Weltkrieg ist ungeheuerlich“, sagt Joachim Halbe­kann, der Leiter des Archivs in Esslingen, das eine große Menge an Feldpostbriefen und -karten beherbergt. „Es müssen Milliarden Briefe gewesen sein, die hin- und hergingen.“ Halbe­kann sieht die Brieflut  auch in der Postkartenkultur begründet, die von 1900 bis etwa 1930 dauerte und um die Kriegsjahre ihren Höhepunkt hatte.

In den Karten und Briefen wurde tatsächlich viel über Banales berichtet. Das alltägliche Leben war Thema: die Kinder, der Großvater,  das Vieh und das Wetter. Auch der Soldat sollte sich allgemein und unverbindlich halten, denn die Zensur  unterband Kritisches und Negatives. Für Halbekann sind es oft diese Allgemeinplätze, die nur erahnen lassen, welchem Grauen die Männer im Krieg ausgesetzt waren. Der Satz „Hier ist es schon schlimm, mir geht es gut, ich hoffe, bald zu Hause zu sein“ überlasse dem Leser, sich das Schlimme vorzustellen. Noch ein anderes „Grauen“ verdeutlichen die Briefe. „Für die Soldaten gab es Phasen schrecklicher Langeweile“, sagt Halbekann. „Nutzlos rumhängen, ein paar sinnlose Übungen zu machen und sich mit Läusen und Ratten abzuplagen, bis ein Inferno über einem hereinbricht, macht einen Menschen kaputt.“ Für Halbekann ist das „die andere Seite  des Horrors.“

Als am 1. August 1914 der Krieg begonnen hatte, fingen Vereine – allen voran das Rote Kreuz – unmittelbar an, Sammelaktionen für die Soldaten zu organisieren und Sammelstellen einzurichten.

Mädchen und Frauen strickten Socken und Pulswärmer. In den Zeitungen wurde immer wieder zum Einsammeln von Wollresten aufgerufen. Während es sich bei den sogenannten Liebesgaben für die Frontsoldaten anfangs meist um Strickwaren handelte, gingen in der Folge auch andere Dinge auf die Reise: Zigarren, Zigaretten, Tabak, Pfeifen, Tabaksbeutel, Feuerzeuge und andere Dinge des täglichen Gebrauchs. Schüler verpackten die Sachen.

Die Liebesgaben waren ein Markt. Der Einzelhandel hatte sich in kürzester Zeit auf den Krieg eingestellt. Dazu wurden die Produkte oftmals gleich mit einer entsprechenden Feldpostverpackung angeboten. Textilhändler verkauften Feldposthemden, schon fertig verpackt. Beim Tabakwarenhändler gab es die Zigaretten im Päckchen und in der Süßwarenhandlung waren Schokolade, Cognac-Pralinen und die Pfefferminzpastillen schon zusammengestellt und versandfertig verpackt.

Das Engagement der Kinder und Jugendlichen beim Stricken und Einpacken ließ aber im Laufe des Kriegs nach. Das hatte auch seinen Grund darin, dass es den Menschen zu Hause selbst an vielem fehlte. Auch das Militär hatte im Lauf der Kriegsjahre andere Sorgen, als Briefe und Päckchen zu transportieren. Ende 1917 forderte die Obere Heeresleitung sogar die Schulen auf, wegen mangelnder Transportkapazitäten auf den Versand von Weihnachtspaketen zu verzichten. Es sollten vielmehr Geldspenden zur Verfügung gestellt werden, mit denen das Militär preiswert einkaufen und die Güter den Soldaten pünktlich zu Weihnachten zustellen könne.

Mit der Feldpost, die es seit dem 18. Jahrhundert bis heute als militärische Einrichtung gibt, haben nachfolgende Generationen ein Zeitzeugnis in der Hand. Es sind Informationen und Stimmungen aus erster Hand.

Rudolf Stützel aus Oberesslingen hatte darüber hinaus noch ein weiteres Anliegen. Als 17-Jähriger in den Zweiten Weltkrieg gezogen, hat er vor neun Jahren seine gesammelten Briefe in einem Buch verarbeitet. Stützel war fünf Jahre im Krieg, war bei der Belagerung von Leningrad dabei und wurde achtmal verwundet. „Es sind Bücher eines einfachen Soldaten“ schreibt er in seinem Vorwort. „Briefe eines blutjungen Menschen mit den Worten, Gefühlen und Gedanken der Jugend.“ Stützel, der im vergangenen Jahr gestorben ist, ging es darum, die „Wahrheit zu schreiben“ – und um eine Mahnung an die Jugend. „Auf dass es nie wieder geschehe.“            bob/Foto:  dpa

 

Info: „Feldpost. Briefe und Auszeichnungen eines 17-Jährigen von 1940 bis 1945“, 2005 Timon Verlag, ISBN: 3 938335033.

Abgestimmt

Die Bundesregierung will die Elektromobilität fördern.
Zum Beispiel mit der Öffnung von Busspuren in Städten für
die Stromautos. Finden Sie das richtig? Stimmen Sie hier ab.

Foto: dpa

Bahn frei für Stromautos?

  • Ja! (50% )
  • Nein! (50% )
Loading ... Loading ...