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Einige Monate Feldarbeit in Deutschland

Knochenjob Spargelernte: Der Berghof in Deizisau baut auf Erntehelfer aus dem Ausland

Manchmal, wenn Spargel und Erdbeeren schneller reifen als gedacht, greift Markus Eberhardt zum Telefon und ruft in Rumänien an. Dann hat er oft schon am übernächsten Tag zusätzliche Arbeiter. Auf dem Deizisauer Berghof arbeiten im Sommer zeitweise an die 30 Saisonkräfte, und wenn sie aus dem Ausland kommen, wohnen sie auch hier.

Früher waren viele Polen unter den Erntehelfern, mittlerweile kommen die meisten aus Rumänien. Beide Nationalitäten zu mischen ist schwierig – diese Lektion haben Markus Eberhardt und sein Bruder Christoph, die mit ihren Familien den Hof bewirtschaften, gelernt. Es fange mit Kleinigkeiten an, dann schaukle sich die Stimmung hoch und könne richtig unangenehm werden. Man konnte zwar immer schlichten, sagt Eberhardt: „Unser Vorteil ist, dass wir noch ein Kleinbetrieb sind.“ Aber lieber ist ihm eine homogene Truppe.

Laufend treffen jetzt neue Saisonarbeiter ein. Sie wohnen in Containern und in Zimmern auf dem Hof und versorgen sich selbst. Um sechs in der Frühe geht es an die Arbeit; an diesem Tag ist eine Gruppe mit einem der Transporter vom Berghof selbstständig zum Spargelfeld beim Kraftwerk in Altbach gefahren. Die jüngeren Männer stechen weißen Spargel, was vor allem bei Nässe ein Knochenjob ist. Denn dann wird die Folie über den Erdwällen sehr schwer und der Lößboden haftet an den Schuhen, dem Stecheisen und am Spargel. Leichter geht’s beim grünen Spargel, der über der Erde wächst. Zwei Frauen und ein älterer Mann gehen ziemlich flott durch die Reihen, bücken sich immer wieder und stechen die Stangen, die genügend Länge haben.

Harte körperliche Arbeit ist das allemal. „Der erste Tag geht, der zweite auch noch – dann fängt die Muskulatur an zu spannen“, sagt Eberhardt. Wer eine Woche durchhalte, sei übern Berg. Deutsche melden sich schon seit Jahren nicht mehr, selbst für den Verkauf sind sie zumindest in unserer Region schwer zu bekommen.

Vor einigen Jahren mussten die Bauern auf Betreiben des Bundesarbeitsministeriums einen bestimmten Prozentsatz an deutschen Arbeitslosen beschäftigen. Das war ein Flop, erzählt Eberhardt: Immerhin einer habe eine Woche durchgehalten, bevor auch er stillschweigend verschwand. Über Arbeitsmoral und Disziplin lässt er sich dennoch nicht aus. In Deutschland seien die meisten die Feldarbeit einfach nicht mehr gewohnt, sagt er, während die Helfer aus dem Ausland noch damit aufwachsen.

Camelia ist das vierte Jahr dabei und bleibt meistens fünf Monate. „Kein Stress, gute Arbeit, gutes Geld“, lobt sie. Die Rumänen auf dem Hof seien wie eine Familie, den Chef schließt sie mit ein: Zu ihm könne man immer kommen, wenn es ein Problem gebe. Zu Hause in Rumänien hat die junge Frau einen zwölfjährigen Sohn. Vermutlich versorgt sie mit dem Erntegeld ihre Familie. Aber auch in Rumänien ist das Leben schon lange nicht mehr billig, das weiß Eberhardt. Gewerbliche Arbeit fehle, die Männer verdienten meist mit Holzmachen im Wald.

Für die deutschen Landwirte ist es eine große Erleichterung, dass die Rumänen dank Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU jetzt recht unbürokratisch beschäftigt werden können. Monatelange Genehmigungsfristen fallen weg, so dass man kurzfristig nach Bedarf reagieren kann. Den Arbeitern legt Eber­hardt die Krankenversicherung mit Zahnbehandlung ans Herz. Zahnweh kann man nicht ignorieren, Heimweh ist aber auch immer wieder ein Thema. Es kommt vor, dass der eine oder andere deshalb zwei Tage durchhängt. Grundsätzlich wollen die Saisonkräfte aber so viel arbeiten wie möglich. Deshalb kommt der Chef ins Schwitzen, wenn die Ernte abflaut – oft überlegt er bei Nacht, wie er die Leute am nächsten Tag beschäftigen soll.

Neben und nach dem Spargel läuft die Erdbeerpflücke. Dabei helfen auch viele Frauen, die in der Region leben – meistens ältere Türkinnen. Bei der zweiten Generation flaut die Nachfrage nach dieser Arbeit aber auch schon ab.     aia

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Nach der Meisterschaft hat Borussia Dortmund auch den
DFB-Pokal geholt – mit einem 5:2 über Bayern München.
Hat der BVB damit die Bayern-Dominanz gebrochen,
war das die Wachablösung?

  

Wachablösung?

Ergebnis

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Turner können auch paddeln und singen

Tausende fahren zum Landesturnfest nach Heilbronn – 75 verschiedene Wettbewerbe – „Es macht einfach Laune“

Die Zwölfjährigen, die zum ersten Mal mitmachen dürfen, freuen sich drauf. Die Herren, die seit 30 Jahren regelmäßig dabei sind, ebenso: Gut 12 000 Teilnehmer haben sich zum Landesturnfest vom 17. bis 20. Mai in Heilbronn angemeldet, allein aus dem Landkreis Esslingen sind 30 Vereine mit jungen und älteren Mitgliedern dabei. Ungewöhnliche Wettkämpfe, Schauvorführungen und Mitmachangebote versprechen erlebnisreiche Tage – und das gemeinsame Übernachten in Schulhäusern ist auch immer wieder etwas Besonderes.

Turner sind nicht nur an ihren Geräten und auf dem Boden stark, beim Landesturnfest zeigen sie auch noch andere Talente. Zum Beispiel beim Paddeln, Schwimmen und Laufen: Das sind die drei Disziplinen des „Besonderen Wettbewerbs“, der unter den Teilnehmern sehr beliebt ist und in Heilbronn auf dem Neckar, im Freibad und in der Natur stattfindet.

Mehrere Hundert Mannschaften haben sich dafür eingetragen, darunter auch zwei aus Plochingen. Der Turnverein vom Neckarknie fährt mit 28 Teilnehmern zum größten Breitensportevent im Land. Einige Mädels sind zum ersten Mal dabei, andere haben schon mehrere Landesturnfeste erlebt und wollen keines verpassen. Selbst die Abiturientinnen nicht, die in letzter Zeit wegen ihrer Prüfungen weniger intensiv trainiert haben. Sie werden halt „ein bisschen improvisieren“ und auf jeden Fall Spaß haben, da sind sie sich sicher. „Man trifft Menschen von überall her, es gibt viele Veranstaltungen, immer was zu tun“, sagt eine von ihnen.

75 verschiedene Wettbewerbe geben den Turnern die Gelegenheit, sich im ungewohnten Rahmen auszuprobieren. Das bietet denen, die ein- bis zweimal die Woche trainieren und gegen die echten Leistungssportler nicht punkten können, die Möglichkeit, auch mal vorne mitzumischen. Da gibt es den deutschen Mehrkampf, der drei Turngeräte mit drei leichtathletischen Disziplinen kombiniert. Oder den traditionellen Jahn-Kampf, bei dem zu Turnen und Leichtathletik Schwimmen und Kunstspringen hinzukommen. Gerade auf Letzteres müsse man sich schon vorbereiten, sagt die Plochinger Trainerin Andrea Knemeyer, aber „für uns ist das eine Chance, mal bis zu deutschen Meisterschaften zu kommen“.

Ähnlich geht es den Wettkampfgymnastinnen vom TV Reichenbach, die mit zwei Jugend- und einer Erwachsenengruppe nach Heilbronn fahren. Für sie finden zum einen die württembergischen Meisterschaften in Gymnastik und Tanz statt, sie machen aber auch bei den Turnergruppenwettkämpfen mit, die zusätzlich musische Disziplinen umfassen. Deshalb ist in Reichenbach derzeit einmal die Woche Singstunde: Die Gruppen studieren jeweils einen Song ein, den sie weitgehend a cappella vortragen werden. „Wir haben diesen Wettkampf beim Landesturnfest entdeckt“, erzählt Abteilungsleiterin Gabi Strohmayer. „Wir haben einfach Spaß daran, das macht Laune.“ Nach dem Wettkampf zieht es die Teilnehmer dann zum Beispiel in die Halle, in der neue Trendsportarten ausprobiert werden können.

„Abends ist auch immer viel los, da spielen super Bands“, sagt Konrad Kremer von den Seniorenturnern des TB Neuffen. Die Herren sind seit Jahrzehnten beim Turnfest mit von der Partie, heuer zu fünft. Mittlerweile sind bei ihnen die Breitensport-Wettbewerbe gegenüber den Meisterschaftswettkämpfen in den Vordergrund gerückt. Kremer mag es, die verschiedenen Wettkampfstätten und ihre Atmosphäre zu entdecken: „Da kommt man in Stadien, die man sonst nicht sehen würde.“ Auch das Nächtigen in Gemeinschaftsquartieren sei „unter Umständen sehr lustig“, selbst für ältere Semester. Die Männer aus Neuffen nehmen sich zudem von den vielen Vorführungen die eine oder andere Idee mit, um sie dann bei der nächsten Jahresfeier im Verein aufzugreifen.              aia

Abgestimmt

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart spielt als Sechster der
abgelaufenen Saison um die Qualifikation zur Europa League.
Sind Sie zufrieden mit dem Abschneiden der Mannschaft?

  

Zufrieden mit dem VfB?

  • Ja! (100% )
  • Nein! (0% )
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Comeback fürs alte NT?

Liberalisierung der Kennzeichen stößt auf Begeisterung – auch in Kirchheim

 An manch altem Schnauferl kann man es noch entdecken: „NT“, das Kennzeichen des Altkreises Nürtingen. Bald schon aber könnten sich auf den Straßen wieder mehr Nürtinger Kennzeichen tummeln. Denn die Stadt unterstützt die Schwäbisch Gmünder Erklärung, die die historischen Kennzeichen wiederbeleben will.

Das schwäbische Städtchen hatte Ende 2010 die Diskussion um eine Liberalisierung der Kennzeichen angestoßen. Und dabei andernorts reihenweise offene Türen eingerannt. Eine repräsentative Umfrage der Hochschule für Technik, Wirtschaft, Touristik und Informatik Heilbronn erhielt ein enormes Echo. Rund 74 Prozent der Befragten bundesweit wollen ihre alten Kennzeichen zurück, auch in Baden-Württemberg wünschen sich die Bürger die 29 Kennzeichen zurück, die 1972 mit der Kreisreform ausgedient hatten. Überraschend dabei: Nicht nur die älteren Autofahrer sehnen sich nach NT, LEO oder ROT zurück, sondern auch viele Jüngere bekennen sich zu den Stadt-Kürzeln.

In Kirchheim unter Teck ging der Gemeinderat gar noch einen Schritt weiter: Er hat sich für ein eigenes Kfz-Kennzeichen für die Teckstadt ausgesprochen – nicht zuletzt als rollende Marketingstrategie. „KIT“, „KUT“ oder „KIR“ sind dafür im Gespräch. Ob es jedoch soweit kommt, ist fraglich. Hartmut Trümner von der Pressestelle des Landesministeriums für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart erwartet für das Kürzel KIT eher schlechte Aussichten: „Mit der Kennzeichen-Systematik würden sich Neukennzeichen nicht vertragen“, so seine Einschätzung.

Hingegen stehen die Aussichten um die Wiederbelebung der Kennzeichen der Altkreise gar nicht so schlecht – denn die Unterstützung ist groß. Mehr als 200 Städte haben sich inzwischen hinter die Initiative gestellt und wollen es künftig wie Nürtingen dem Autobesitzer überlassen, ob er das alte NT-Kennzeichen haben oder lieber mit dem ES-Schild durchs Ländle fahren will.

Im Augenblick liegt der Ball beim Bund. „Der Bundesrat wird in der übernächsten Sitzung darüber beraten“, berichtet Trümner. Mit einer entsprechenden Bundesverordnung hätten die Länder dann die Möglichkeit, über die Wünsche zu beraten und eine entsprechende Regelung auszuarbeiten. Auf Kreisebene hingegen hält man wenig von den Bestrebungen zur Rückkehr zu den alten Kennzeichen. Landrat Heinz Eininger hat sich wie der baden-württembergische Landkreistag klar gegen die Liberalisierung ausgesprochen. Er hält dies für „rückwärtsgewandt“.          mo

Abgestimmt

Weil sie die Inhaftierung von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko
kritisieren, fordern Politiker, dass ihre Spitzen der Fußball-EM in der
Ukraine keinen Besuch abstatten. Halten Sie einen solchen Boykott
für richtig?

  

EM nicht besuchen?

  • Ja! (60% )
  • Nein! (40% )
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Praktischer Leitfaden

Neuer Mietspiegel liegt vor – Leicht gestiegenes Niveau

Die Stadt Esslingen hat kürzlich den aktuellen Mitspiegel für das Jahr 2012 veröffentlich. Das Zahlenwerk ist im gesamten Landkreis Esslingen gültig und zeigt die Entwicklung der Mieten. Bei Fragen über die Höhe der Miete ziehen Mieter und Hausbesitzer, aber auch Gerichte die Erhebung zur Orientierung zu Rate.

„Der Mietspiegel ist ein wichtiges Instrument zur Bestimmung des angemessenen Mietpreises für nicht preisgebundene Wohnungen“, sagt Nikolaus Illik-Brücher vom Esslinger Sozialamt, unter dessen Regie der Mietspiegel erscheint und der auch in den anderen Städten im Landkreis als Grundlage für Mietfragen dient. Der neue Spiegel weist eine Durchschnittsmiete von 7,16 Euro auf den Quadratmeter aus, im Zahlenwerk von 2011 waren es mit 6,91 Euro auf den Quadratmeter etwas weniger. Möglicherweise ist der leichte Anstieg mit den etwas höheren Mieten für Wohnungen und Häuser aus der Zeit vor 1950 zu erklären. Illik-Brücher schätzt, dass mittlerweile immer mehr dieser älteren Häuser saniert wurden. Die Nachfrage nach Wohnraum ist größer geworden, da immer mehr Menschen in der Stadt wohnen wollen.

Seit mehr als 20 Jahren erscheint in Esslingen ein Mietspiegel. Seit sechs Jahren ist es ein so genannter qualifizierter Mitspiegel, der nach wissenschaftlichen Vorgaben erstellt wird. Alle vier Jahre wird er neu aufgelegt, alle zwei Jahre unter Berücksichtigung der allgemeinen Preisentwicklung aktualisiert. Der Mietspiegel berücksichtigt Größe und Baujahr einer Wohnung, auch Lage und Ausstattung können über ein Punktesystem einfließen. Neben den Esslinger Mietervereinen arbeiten die Baugenossenschaft Esslingen, die Esslinger Wohnungsbau, sowie Haus und Grund unter der Koordination von Illik-Brücher zusammen. Das EMA-Institut in Regensburg begleitet die Zusammenstellung.

Das Anschreiben der Mieter, die Bearbeitung der Rückläufe und die Analyse der Daten dauert neun Monate. Bei geschätzten 20 000 Mieteinheiten in Esslingen ist Illik-Brücher froh, wenn 1000 Anschreiben ausgefüllt zurückkommen. Die relativ geringe Anzahl reicht aus, um mit statistischen Mitteln ein tragfähiges Zahlenwerk zu erstellen.             bob

Info: Der Mietspiegel kann in gedruckter Form bei den an der Erstellung Beteiligten bezogen werden. Für eine Schutzgebühr von fünf Euro ist er im Aktivbüro im Esslinger Neuen Rathaus sowie im Bürgeramt erhältlich. Im Internet ist er unter www.esslingen.de – Stichwort „Mietspiegel 2012“ – sowohl einsehbar als auch herunterzuladen. Dort kann auch mit Hilfe des Mietspiegelrechners die konkrete Miete einer Wohnung bequem berechnet werden.

Abgestimmt

In Baden-Württemberg wird die Gemeinschaftsschule eingeführt.
Kritik am gemeinsamen Lernen gibt es. Was sagen Sie? Kann die
Gemeinschaftsschule für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen?

  

Gerechtere Schule?

  • Nein! (63% )
  • Ja! (37% )
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Nachhaltig handeln

Projekt „Ab in die Zukunft“ macht Klima und Umwelt zum Thema

 

Zum ersten Mal richtet das Land Baden-Württemberg unter dem Titel „Ab in die Zukunft“ die Nachhaltigkeitstage aus. Bis zum 26. April geht es darum, wie Menschen klima- und umweltbewusst leben und handeln können. Das Herz der Aktion sind die 48 Stunden für die Nachhaltigkeit am Freitag und Samstag, 20. und 21. April. Vorträge, Tage der offenen Tür, Ausstellungen und Führungen stellen im Kreis Esslingen vorbildliche Projekte vor.

So lädt am 20. April, 15 Uhr, die Hochschule Nürtingen-Geislingen zu einem „Weltbewussten Stadtrundgang“ ein. Dabei geht es um Globalisierung und nachhaltigen Konsum (Treffpunkt: Innenhof Hochschule). Am Samstag, 21. April, 10 bis 16 Uhr, bietet ein Tagesseminar der VHS Nürtingen mit dem Titel „Prima Klima“ eine Fortbildung für Nachhaltigkeitsmentoren an (Anmeldung unter www.vhs-nuertingen.de).

Das Mehrgenerationenhaus Linde in Kirchheim lädt am 20. April ab 12 Uhr unter dem Motto „Delikate Diskussionen“ zur generationenübergreifenden Tafel auf den Kirchheimer Marktplatz ein.

Das Kompostwerk Kirchheim lädt am Samstag und Sonntag, 21. und 22. April, von 11 bis 16 Uhr zu zwei Tagen der offenen Tür ein. Die Bezirksgruppe Geislingen des Naturschutzbunds Alb Neckar führt am 21. April ab 14 Uhr auf die Limburg. Treffpunkt ist am Parkplatz Friedhof Weinsteige in Weilheim.

Am Freitag, 20. April, 14 Uhr, weiht die Hochschule Esslingen mit Vorträgen und Filmen das Institut für nachhaltige Energietechnik und Mobilität ein. Am 21. April öffnet von 9 bis 16 Uhr das Esslinger Klima-Café bei der Nachhaltigkeitsausstellung im Alten Rathaus. An diesem Nachhaltigkeitstag gibt es neben der Ausstellung im Bürgersaal Vorträge zu Themen wie Klimawandel, Windkraft, Gletscher, Meere und Nationalparks. Führungen und Touren ergänzen das Programm. An Familien mit Kindern und Jugendlichen wendet sich die zweiteilige „Klimaexpedition per Satellit“ mit Bildern der Erdoberfläche in Esslingen. Germanwatch und Geoscopia zeigen im Alten Rathaus am 21. April, ab 10.30 und 11.30 Uhr, beispielsweise Veränderungen des Regenwalds im Laufe der Jahre.

Sportlich geht es am 21. April ab 10.30 Uhr am Jägerhaus in Esslingen zu, wenn Betriebssportler zu Waldlauf-Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften über 4000 und 8000 Meter antreten. „Nachhaltig Einkaufen in Esslingen“ mit Jürgen Merks vom BUND heißt es am 21. April. Treffpunkt zur Führung ist um 11 Uhr beim Alten Rathaus. Zur Führung „Pflasterfugenbotanik“ bittet Reinhold Beck vom Naturkundeverein Esslingen am 21. April, 14 und 15 Uhr (Treffpunkt: Altes Rathaus). Ebenfalls ab 14 Uhr geht Tanja Pfeiffer von Greenpeace im Alten Rathaus der Frage nach, weshalb Baden-Württemberg einen Nationalpark braucht. Und ab 15 Uhr hält Referent Manfred Volker Haberzettel von der EnBW einen Vortrag zu „Windkraft in Baden-Württemberg und in der Region“ im Alten Rathaus.               bob

Info: Veranstaltungen sind kostenfrei, www.nachhaltigkeitstage-bw.deZ

um ersten Mal richtet das Land Baden-Württemberg unter dem Titel „Ab in die Zukunft“ die Nachhaltigkeitstage aus. Bis zum 26. April geht es darum, wie Menschen klima- und umweltbewusst leben und handeln können. Das Herz der Aktion sind die 48 Stunden für die Nachhaltigkeit am Freitag und Samstag, 20. und 21. April. Vorträge, Tage der offenen Tür, Ausstellungen und Führungen stellen im Kreis Esslingen vorbildliche Projekte vor.

So lädt am 20. April, 15 Uhr, die Hochschule Nürtingen-Geislingen zu einem „Weltbewussten Stadtrundgang“ ein. Dabei geht es um Globalisierung und nachhaltigen Konsum (Treffpunkt: Innenhof Hochschule). Am Samstag, 21. April, 10 bis 16 Uhr, bietet ein Tagesseminar der VHS Nürtingen mit dem Titel „Prima Klima“ eine Fortbildung für Nachhaltigkeitsmentoren an (Anmeldung unter www.vhs-nuertingen.de).

Das Mehrgenerationenhaus Linde in Kirchheim lädt am 20. April ab 12 Uhr unter dem Motto „Delikate Diskussionen“ zur generationenübergreifenden Tafel auf den Kirchheimer Marktplatz ein.

Das Kompostwerk Kirchheim lädt am Samstag und Sonntag, 21. und 22. April, von 11 bis 16 Uhr zu zwei Tagen der offenen Tür ein. Die Bezirksgruppe Geislingen des Naturschutzbunds Alb Neckar führt am 21. April ab 14 Uhr auf die Limburg. Treffpunkt ist am Parkplatz Friedhof Weinsteige in Weilheim.

Am Freitag, 20. April, 14 Uhr, weiht die Hochschule Esslingen mit Vorträgen und Filmen das Institut für nachhaltige Energietechnik und Mobilität ein. Am 21. April öffnet von 9 bis 16 Uhr das Esslinger Klima-Café bei der Nachhaltigkeitsausstellung im Alten Rathaus. An diesem Nachhaltigkeitstag gibt es neben der Ausstellung im Bürgersaal Vorträge zu Themen wie Klimawandel, Windkraft, Gletscher, Meere und Nationalparks. Führungen und Touren ergänzen das Programm. An Familien mit Kindern und Jugendlichen wendet sich die zweiteilige „Klimaexpedition per Satellit“ mit Bildern der Erdoberfläche in Esslingen. Germanwatch und Geoscopia zeigen im Alten Rathaus am 21. April, ab 10.30 und 11.30 Uhr, beispielsweise Veränderungen des Regenwalds im Laufe der Jahre.

Sportlich geht es am 21. April ab 10.30 Uhr am Jägerhaus in Esslingen zu, wenn Betriebssportler zu Waldlauf-Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften über 4000 und 8000 Meter antreten. „Nachhaltig Einkaufen in Esslingen“ mit Jürgen Merks vom BUND heißt es am 21. April. Treffpunkt zur Führung ist um 11 Uhr beim Alten Rathaus. Zur Führung „Pflasterfugenbotanik“ bittet Reinhold Beck vom Naturkundeverein Esslingen am 21. April, 14 und 15 Uhr (Treffpunkt: Altes Rathaus). Ebenfalls ab 14 Uhr geht Tanja Pfeiffer von Greenpeace im Alten Rathaus der Frage nach, weshalb Baden-Württemberg einen Nationalpark braucht. Und ab 15 Uhr hält Referent Manfred Volker Haberzettel von der EnBW einen Vortrag zu „Windkraft in Baden-Württemberg und in der Region“ im Alten Rathaus.               bob

Info: Veranstaltungen sind kostenfrei, www.nachhaltigkeitstage-bw.de

Fachkräfte finden und binden

Agentur für Arbeit, IHK, Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsförderung der Region und der Landkreis Esslingen bündeln Kräfte

 Um Firmen in der Region zu binden, müssen Fachkräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.  Seit einigen Jahren klagen Unternehmen darüber, dass sie Stellen für qualifizierte Arbeitnehmer nicht oder nur unter Schwierigkeiten besetzen können. Wobei es nicht nur um Ingenieure geht, sondern auch um Akademiker, Meister und Facharbeiter. Um diesem Fachkräftemangel zu begegnen, haben die Agentur für Arbeit, die IHK Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen, die Kreishandwerkerschaft und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart unter Federführung des Landkreises Esslingen ein „Bündnis zur Fachkräftesicherung“ initiiert.

Die Aktion will Fachkräfte von morgen finden und langfristig an die Region binden. Dabei sollen auch neue Wege beschritten werden. Landrat Heinz Eininger, der  Schirmherr der Kooperation ist, sagt: „Der Bedarf an Fachkräften wird in den nächsten Jahren zu einer dauerhaften Herausforderung. Daher ist das Bündnis auch langfristig angelegt. Wir setzen auf eine nachhaltige Kooperation.“

Derzeit sind es insgesamt rund 130 verschiedene Projekte und Maßnahmen, die im Landkreis stattfinden. Dazu gehören eine Telefonaktion, ein Portal im Internet und eine Vielzahl anderer Instrumente, mit denen Fachkräfte akquiriert werden sollen.

Die Zahlen von Martin Scheel, dem Leiter der Göppinger Arbeitsagentur, zeigen, dass es deutlich mehr Ausbildungsstellen als Bewerber gibt. Derzeit fehlen rund 81 000 qualifizierte Arbeitskräfte in der Region Stuttgart. „Es ist wichtig, dass jeder Jugendliche durch gute Beratung die für ihn passende Ausbildung bekommt“, sagt Scheel. Für Hilde Cost, die Geschäftsführerin der IHK Esslingen-Nürtingen, wird die Entscheidung über die Berufswahl noch allzu sehr dem Zufall überlassen.

Das neue Bündnis will den Übergang von der Schule in den Beruf reibungsloser gestalten, unnötige Wartezeiten sollen vermieden werden. Außerdem sollen die Vorzüge der sogenannten dualen Ausbildung betont werden – die Kombination von schulischer und betrieblicher Ausbildung. Gleichzeitig stehen ältere Arbeitnehmer, Menschen mit Migrationshintergrund und Frauen im Fokus.

In diesem Jahr steht der doppelte Abiturjahrgang besonders im Fokus. Mittels der Reihe „Abi-Tours“ werden im Mai vier Veranstaltungen speziell für Abiturienten rund um die duale Ausbildung angeboten. Als spezielles Highlight soll am 24. April eine Informationsfahrt von rund 40 Abiturienten aus dem Landkreis auf die Hannover Messe stattfinden. Sie besuchen dort Firmen aus der Region bei sogenannten Career Walks und informieren sich über Ausbildungsgänge und Karrieremöglichkeiten. Das ist auch eine Chance für technikorientierte Firmen. „Mit Hilfe der Career Walks können die Unternehmen frühzeitig Kontakt zu potenziellen Mitarbeitern aufbauen und sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren“, sagt Helmuth Haag von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Das Bündnis will gezielt für „Engpassberufe“ werben. Von Engpässen  wird gesprochen, wenn bei einer freien Stelle weniger als drei Bewerber antreten. Vor allem in der Pflege und in bestimmten Handwerksberufen fehlen qualifizierte Bewerber. „Für uns geht es auch darum, breit über Handwerksberufe zu informieren, die nicht so im Zentrum stehen“, sagt der Esslinger Kreishandwerksmeister Karl Boßler. Er weiß: „Allzu viele, die  sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, wollen Mechatroniker werden, auch wenn sie sich eigentlich nicht dafür eignen. Auf den Hörgeräteakustiker kommt so schnell niemand.“ Die Kreishandwerkerschaft hofft, mit der Aktion Jugendliche für die Vielfalt der möglichen Handwerksberufe interessieren zu können. Dazu findet auch am 15. September ein Aktionstag des Handwerks im Freilichtmuseum Beuren statt. Dieses Projekt ist eingebettet in den bundesweiten Tag des Handwerks. Neben historischen Handwerksberufen werden auch innovative Techniken im Handwerk auf dem Museumsgelände beleuchtet. Ein Teil der Maßnahmen wird von der Agentur für Arbeit und der Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen kofinanziert, die restlichen Mittel werden von den Projektpartnern zur Verfügung gestellt.                 bob

Info: Internetportal unter www.perspektive-es.de, Telefonaktion: Montag, 23. April, 14 bis 17 Uhr: t 07 11/9 39 30-8 18, Wirtschaftsförderung Kreis Esslingen, t 07 11/39 02-20 90.