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Erschienen am 20.03.2014

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Fusion droht das Aus

Kartellamt hat große Vorbehalte gegen Klinik-Zusammenschluss im Landkreis

Mit der Fusion sollte die über viele Jahre gepflegte Konkurrenzsituation entschärft, sollten die Kliniken im Landkreis zukunftssicher gemacht werden. Nun droht den Fusionsplänen von Kreiskliniken und Klinikum Esslingen das Aus: Das Bundeskartellamt hat große Vorbehalte geäußert. Noch bleibt Zeit, um Stellung zur Einschätzung des Amts zu beziehen, auch die Möglichkeit des Klagewegs besteht. Doch Enttäuschung und Unverständnis sind im Landkreis groß.
Nach mehreren Monaten des Grübelns hat das Kartellamt eine als Abmahnung zu bewertende vorläufige rechtliche Bewertung an die Beteiligten gesandt: Die wettbewerbsrechtlichen Bedenken werden damit begründet, dass das Klinikum und die Kreiskliniken Esslingen enge Wettbewerber auf den regionalen Märkten für akut­stationäre Krankenhausdienstleistungen seien. Durch einen Zusammenschluss würden für die Patienten die wichtigsten Behandlungsalternativen entfallen.
Diese Einschätzung lässt nach Auffassung der Geschäftsführer der Kliniken, Bernd Sieber und Thomas A. Kräh, die tatsächlichen Gegebenheiten des bestehenden engen Wettbewerbs außer Acht und entspreche nicht der Realität der Krankenhauslandschaft in der Region Stuttgart. Denn die Stuttgarter Kliniken seien sehr wohl eine Alternative für die Patienten, sagt Bernd Schieber, der Geschäftsführer am Klinikum Esslingen. Dass diese wenig genutzt wird, spreche eher für die Qualität der hiesigen Kliniken. Die Fusion sei zudem im Interesse des Landes und der Kostenträger. Die Leiter der von Gemeinde- und Kreisrat eingesetzten Projektgruppe, Bürgermeister Bertram Schiebel und Dezernatsleiterin Monika Dostal, ließen verlautbaren: „Es ist bedauerlich, dass das Bundeskartellamt die medizinisch und wirtschaftlich sinnvolle Zusammenführung der Kliniken voraussichtlich untersagen wird.“ Auch quer durch die Fraktionen von Gemeinde- und Kreistag wird diese Einschätzung geteilt. Dies ist wohl auch vor dem Hintergrund anderer Fusionen zu sehen: So hat das Kartellamt erst diesen Februar der privaten Mega-Übernahme von 40 Rhön-Krankenhäusern durch die zum Fresenius-Konzern gehörenden Helios-Kliniken zugestimmt. Es geht aber auch kleiner: Im Mai 2013 erfolgte die Freigabe für den Zusammenschluss der Kliniken des Main-Taunus-Kreises und des Klinikums Frankfurt-Höchst. Vor einigen Jahren gab es auch beim Zusammenschluss der Kreiskliniken Ludwigsburg, Vaihingen/Enz und Marbach keinen Einspruch.
Bis zum 25. April ist nun Zeit, zur vorläufigen Kartellamtsbewertung Stellung zu nehmen. „Das ist ein dickes Paket, das Kartellamt hat sich sehr intensiv mit der Sache auseinandergesetzt“, sagt Sieber. Der Geschäftsführer hat durchaus noch Fusionshoffnungen. Eine endgültige Entscheidung der Wettbewerbshüter wird im Mai erwartet. Wird dann die Fusion untersagt, bleibt der Klageweg. Doch vor diesen setzen Landkreis und Stadt auf eine detaillierte juristische Analyse und Bewertung der Erfolgsaussichten. Denn ein möglicher Gang bis vor den Bundesgerichtshof birgt nicht nur die Gefahr des Scheiterns, sondern kann Jahre dauern.  ch

Schulranzen füllen

Kreisdiakonieverband sucht Sponsoren zur Unterstützung von Schulkindern

Der Fall ist nicht selten: Eine alleinerziehende Mutter will ihr Kind zum Schuleintritt ausstatten. Die Anschaffung von Ranzen, Mäppchen, Schultüte, Turnbeutel und Sportsachen beläuft sich auf rund 300 Euro. Als Hartz IV-Empfängerin bekommt sie jährlich 100 Euro Unterstützung für den Schulbesuch des Kindes – ein Betrag, der bei Weitem nicht ausreicht. Der Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen unterstützt solche Familien im Rahmen des Schulkinder-Projekts.
Die Hilfe soll intensiviert werden, mit einem Flyer wird um Spenden geworben. Die Frontseite des Flyers ziert das Bild einer schwarzen Schiefertafel mit Kreidezeichnungen der dringend benötigten Schulutensilien sowie ein fröhlich lächelndes Kindergesicht. Darunter steht: „Damit kein Kind verloren geht.“ „Nach meinen Recherchen kostet ein Schulbeginn an die 300 Euro“, sagt Diana Büttner, die bei der diakonischen Bezirksstelle in Nürtingen arbeitet und Familien berät. Neben der Investition für den Schulranzen sind Mäppchen, Hefte, Stifte, Sportbeutel und Turnsachen und womöglich eine Schultüte zu schultern. Im laufenden Schuljahr kommen Kosten für Ausflüge oder besondere Aktionen dazu.
„Es sind kinderreiche Familien und Alleinerziehende, die die Kosten nicht schultern können“, sagt Eberhard Haußmann, der Geschäftsführer des Kreisdiakonieverbands. Er verweist auf die gestiegenen und weiter steigenden Energiekosten, die Familien sehr stark belasten. Das Schulkinder-Projekt läuft seit dem Jahr 2008, 134 Familien sind seitdem betreut und unterstützt worden. Im vergangenen Jahr hat der Verband 16 000 Euro ausgegeben. Wer um Hilfe ersucht, wird auf seine Bedürftigkeit überprüft. „Das Geld kommt also zu 100 Prozent dort an, wo es gebraucht wird“, sagt Dietmar Bauer-Sonn, der Leiter der Diakonischen Geschäftsstellen Esslingen und Filder. Alle vier Diakonie-Geschäftsstellen im Kreis – Nürtingen, Kirchheim, Esslingen und Filder – wollen nun vor Ort Paten und Spender anwerben.
Die druckfrischen Flyer sind mit den Informationen zum Projekt, einem Überweisungsvordruck und mit einer Anmeldung zu einer Patenschaft für ein Schulkind ausgestattet, bei der man sich für einen regelmäßigen Betrag im Jahr verpflichtet. Die Flyer gibt es in vier Versionen, je nach Geschäftsstellenbereich ist ein anderer Ansprechpartner mit  Kontaktnummer angegeben.
Ebenso wichtig wie das Aufbringen von Spenden ist das Ansprechen der Klientel. Diana Büttner hat einen schnellen und  kurzen Draht zu den Menschen, die genau diese Hilfe benötigen. In den Bezirken Esslingen und Filder müssen die Kontakte noch enger geknüpft werden, in den vier Geschäftsstellen laufen die Spendenaktionen völlig unterschiedlich. Haußmann berichtet von einem guten Spendenaufkommen in Nürtingen, seit der Ro­tary-Club als Spender gewonnen wurde. Am 6. Juli 2014 startet das Diakonie-Fund-Racing-Team beim Eßlinger-Zeitung-Lauf. 2013 gingen dabei 54 Frauen und Männer an den Start. bob

Info: Die Flyer liegen in den Kirchengemeinden aus.

Sehr sicher lebt es sich in Ohmden

Zahl der Straftaten im Landkreis Esslingen sinkt auf Zehnjahrestief – Landesweit
mehr Wohnungseinbrüche – Weniger jugendliche Täter

Im Landkreis Esslingen ist die Zahl der Straftaten 2013 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren zurückgegangen. Das geht aus der Kriminalitätsstatistik hervor, die die Polizei vor wenigen Tagen präsentiert hat. Allerdings ging auch die Aufklärungsquote leicht zurück, sie liegt bei etwas mehr als der Hälfte der Fälle. Sorge bereiten indes die vielen Wohnungseinbrüche im Land. Das Zehnjahrestief an Straftaten im Landkreis sei eine erfreuliche Entwicklung für die Sicherheit der Bürger, sagte  LKA-Präsident Dieter Schneider bei der Präsentation der Zahlen in Tübingen. Schneider verwies in diesem Zusammenhang auf landesweit insgesamt leicht steigende Fallzahlen. Das Präsidium Reutlingen ist seit der Polizeireform auch für die Landkreise Esslingen und Tübingen zuständig und wird derzeit kommissarisch von Schneider geleitet.
Bei den Straftaten je 100 000 Einwohner nimmt der Landkreis Esslingen eine Spitzenposition ein. Während hier der landesweite Durchschnitt bei 5450 liegt, weist Esslingen 4455 Straftaten auf und liegt damit auch vor Reutlingen (5392) und Tübingen (4884). Nimmt man diese Kategorie zum Vergleich, lebt es sich im Landkreis Esslingen hochgerechnet in Leinfelden-Echterdingen (8983), Plochingen (6675) und Kirchheim (5758) etwas gefährdeter als im Rest. Die Polizei verweist bei Leinfelden-Echterdingen aber auf eine Ausnahmestellung, da auch die Fälle am Flughafen Stuttgart und der Bundespolizei eingerechnet werden. Ohne diese liegt die Zahl bei sicheren 3745. Die Ohm­dener scheinen hingegen auf der ganz sicheren Seite: Hochgerechnet würden die Kriminalfälle dort 998 bei 100 000 Einwohnern entsprechen.
Die Anzahl der Straftaten im Kreis Esslingen ist im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent auf 22 658 gesunken. 10 425 Tatverdächtige (2012: 10 710) nahmen die Beamten dabei ins Visier. Erfreulich sei, dass die Tatverdächtigen unter 21 Jahren in den zurückliegenden zehn Jahren noch nie so wenig waren (2431). Schneider sieht den Rückgang der Jugendkriminalität auch als Erfolg des polizeilichen Präventionsprogramms. Dazu zählen Aktionen wie „Für starke Kids“ und „Cool sein – cool bleiben“. Tatverdächtige mit Migrationshintergrund gab es hingegen mehr: 4398 bedeuteten ein Plus um drei Prozent. Die Polizei führt dies auf vermehrte Verstöße gegen das Ausländer- und Asylverfahrensgesetz zurück, die von der Bundespolizei am Flughafen Stuttgart bearbeitet werden.
Im Bereich der Tötungsdelikte führt die Polizei mit 16 fünf Fälle mehr als im Vorjahr. Allerdings fallen darunter auch versuchte Tötungen. Im Jahr 2013 starben drei Opfer: Im März wurde ein 22-Jähriger im Streit im Asylbewerberheim in der Kirchheimer Charlottenstraße von einem 19-Jährigen erstochen; nach einem Streit mit einem 53-jährigen Mitbewohner und einem Messerstich in den Hals starb Ende Oktober ein 49-Jähriger in einem Wohnheim für Obdachlose in Kirchheim; und im Dezember starb eine 32-jährige Frau in Esslingen durch die Hand ihres 34-jährigen Schwagers – ebenfalls durch Messerstiche. Die Aufklärungsquote ist 2013 im Landkreis Esslingen leicht gesunken und liegt mit 57,5 Prozent (2012: 58,2) knapp unter dem Landesdurchschnitt von 58 Prozent. Die Gewaltkriminalität, zu der unter anderem Mord, Raub, gefährliche und schwere Körperverletzung zählen, wies im vergangenen Jahr einen Rückgang um über 13 Prozent auf 644 Fälle auf. Die Raubdelikte sanken um 31 Prozent auf 103, schwere und gefährliche Körperverletzungen gab es 499 (minus neun Prozent).
Auch die Straßenkriminalität hat abgenommen, insbesondere die Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen gingen stark zurück auf 1228 (2012: 1524). Auch die Zahl bei der von der Polizei als Aggressionsdelikte geführten Fälle sank: 763 gegenüber 908 im Vorjahr. Die Polizei analysiert, dass der öffentliche Raum insgesamt sicherer geworden sei. 2013 gab es im Kreis auch weniger Wirtschaftskriminelle (minus 291 auf 425 Fälle). Entgegen dem Landestrend wurde bei der Diebstahlskriminalität ein leichter Rückgang um 92 auf 7559 Fälle verzeichnet. Erfreulich sei hier insbesondere die Entwicklung beim Ladendiebstahl. Mit 1099 Fällen (2012: 2320) wurde der niedrigste Wert seit 2001 (1143) erreicht. Allerdings: Die Fälle von schwerem Diebstahl – etwa in Büros oder Läden oder das Aufbrechen von Autos – stiegen um 78 Prozent auf 244. Bei den Autodiebstählen verdoppelte sich die Zahl annähernd auf 41. Außerdem wurden deutlich mehr Handtaschen- und Geldbörsen in Geschäften gestohlen. Vor allem Ältere wurden hier Opfer der Langfinger. Erfreulich hingegen: Es wurden weniger Fahrräder gestohlen (495 gegenüber 579 im Jahr 2012), so wenig wie seit 1992 nicht mehr. Entgegen dem Trend in Baden-Württemberg und auch in Tübingen und Reutlingen sank die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Esslingen leicht auf 396. Ein Indiz für den Rückgang könnte die im Herbst 2012 eingerichtete Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch sein. Landesweit wurde bei den Wohnungseinbrüchen samt Diebstählen ein Anstieg um fast ein Drittel auf 11 300 verzeichnet. Nur jeder zehnte Täter wurde geschnappt. „Wir nehmen die Sache sehr ernst. Für viele ist der Einbruch in die eigenen vier Wände ein großer Schock, bei dem die psychischen Folgen oft schwerer wiegen als der entstandene materielle Schaden“, sagte Schneider. Wenn die Täter innerhalb von drei Minuten keinen Erfolg erzielen, wechseln sie häufig das Objekt. Etwa 46 Prozent der Einbruchsversuche scheitern, weil die Täter nicht in die Wohnung gelangen. Häufig zeigte hier der Einbruchsschutz an Tür und Fenster Wirkung, zu dem die Kriminalpolizei kostenlos berät.
Den Anstieg bei aufgedeckten Fällen der Rauschgiftkriminalität verzeichnet die Polizei als Erfolg ihrer im Februar 2012 eingeleiteten Neustrukturierung in diesem Bereich. Denn derlei Fälle werden nicht angezeigt, sondern bedürfen intensiver Ermittlungen. Und die Polizei hat ihre Rauschgift-Ermittler in Reutlingen konzentriert, deren Hauptaugenmerk liegt auf Handelsdelikten. Im Bereich der Internetkriminalität war ein Anstieg um knapp fünf Prozent auf 670 Fälle zu verzeichnen. Besonders auffällig sei dabei der hohe Anteil der Betrugsdelikte (394). ch

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Esslingens Bretter

Seit 150 Jahren festes Theaterhaus in der Stadt – Großes Fest am 26. April 

Vor 150 Jahren, genauer im Januar 1864, wurde eine  Scheune in der Strohstraße zum festen Theaterspielhaus in Esslingen umgebaut. Seitdem macht die Stadt Theater, viel später unter dem Dach der Württembergischen Landesbühne (WLB). Das soll am Samstag, 26. April, in einem stadtweiten Festival gefeiert werden. „Das Theater in die Stadt tragen“ lautet das Motto für das Fest, das die Württembergische Landesbühne und der Verein der Freunde der WLB mit dem Netzwerk Kultur gemeinsam veranstalten.

Es war ein Brief des ehemaligen Esslinger Schauspielers Klaus Lerm, der auf das Jubiläum in diesem Jahr aufmerksam gemacht hatte. Doch der Stichtag der Theatereröffnung war mit dem 3. Januar denkbar ungünstig, wie WLB-Intendant Manuel Soubeyrand erklärte. Daher verlegte man das Fest kurzerhand  in die wärmere Jahreszeit. So soll am Samstag, 26. April, Theater in allen Facetten die Innenstadt rund ums Schauspielhaus beleben.

Vor 150 Jahren legte der Wunsch des aufstrebenden Bürgertums nach Unterhaltung den Grundstein für die Theatertradition in Esslingen. Eine alte Scheune in der Strohstraße, am heutigen Standort, wurde zum festen Schauspielhaus umgebaut. Das erste Stück, das dort auf die Bühne kam, hieß „Ein glücklicher Familienvater, ohne Weib und Kinder“ – ein klassisches Boulevardstück.

Das Fest will die Geschichte des Theaters in Stücken und Szenen erzählen: Thematisiert werden Höhen und Tiefen der Theaterzeit, die erfolgreichen Jahre unter Deutschlands erster Theaterdirektorin Mathilde Erfurth, die Verbindung mit der Heidenheimer Volksbühne zur Württembergischen Landesbühne im Jahr 1933, die Aufnahme des Spielbetriebs 1945 als erstes Theater in Deutschland ebenso wie die Operetten-Ära der Nachkriegszeit und anderes mehr. Aktuelle und ehemalige Schauspieler gestalten das Programm, das Erwachsene und Kinder ansprechen soll; dabei sind aber auch Kulturschaffende und Kulturvereine aus Esslingen und der Nachbarschaft wie das Figurentheater Lima, die Dieselstraße, Theater am Rande oder die Musikschule. Gespielt, gelesen, musiziert und gesungen wird im Theater selbst und auf den Straßen und Plätzen drumherum. 

Es gibt zwei Außenbühnen – am Postmichelbrunnen und in der Ritterstraße. Geschäfte dekorieren ihre Auslagen mit Fotos aus der Theaterära. Das Programm beginnt um 10 Uhr und dauert bis in die Nacht.

Um 19 Uhr lädt Soubeyrand zur Präsentation des Buches „Play Mobil“ ins Theaterfoyer ein. Nach der offiziellen Eröffnung um 19.45 Uhr mit OB Jürgen Zieger und Staatssekretär Jürgen Walter startet das Bühnenprogramm mit dem Stück „Ein glücklicher Familienvater, ohne Weib und Kinder“. Ab 22 Uhr darf getanzt und gefeiert werden, gewürzt mit literarisch-erotischen und musikalischen Beiträgen.            bob

Info: Ein Faltblatt liegt aus, Information unter www.wlb-es.de. Eintritt frei, bis auf das Bühnenprogramm; Karten zu 10 Euro an der Theaterkasse, t 07 11/35 12 30 44.

So wenig Tote wie nie

Polizei zählt im Jahr 2013 mehr Unfälle – Häufig fliehen die Verursacher

Mehr Unfälle, weniger Tote: So lässt sich die Verkehrsunfallbilanz für den Landkreis Esslingen zusammenfassen, die die Polizei kürzlich vorgelegt hat. Demnach stieg die Gesamtzahl der Unfälle im vergangenen Jahr zwar auf 13 730 (2012: 12 997). Dabei starben acht Menschen, was einen historischen Tiefststand bedeutet. Im Jahr 2012 starben noch 13 Menschen auf den Straßen im Landkreis. Weiter bilanzierte die Polizei Rückgänge bei Unfällen mit motorisierten Zweirädern und auf dem Schulweg, es machten sich aber mehr Unfallverursacher einfach aus dem Staub.

2013 verunglückten 1894 Personen bei insgesamt 1501 Verkehrsunfällen. Die Anzahl der Schwerverletzten blieb mit 365 nahezu konstant (2012: 368), die Zahl der Leichtverletzten stieg leicht von 1476 auf 1521. Den bei den Unfällen entstandenen volkswirtschaftlichen Schaden beziffert die Polizei auf mehr als 158 Millionen Euro. Häufigste Unfallursache im Landkreis Esslingen waren 1571 Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren, gefolgt von 1146 Vorfahrtsverstößen, 558-mal waren die Fahrer zu schnell unterwegs. Überhöhte Geschwindigkeit wurde insbesondere Motorradfahrern zum Verhängnis.

Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel ist, werden seit fünf Jahren weniger. 2013 waren es 214, dabei starben vier Menschen, 28 verletzten sich schwer. 20 Fahrer waren bei Unfällen durch Drogenkonsum in ihrer Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt. Bei Unfällen dieser Kategorie wurden drei Personen schwer verletzt.

192-mal waren Fußgänger in Unfälle verwickelt (2012: 197). Während das Jahr zuvor noch fünf Fußgänger starben, waren es 2013 drei. Die Zahl der schwer verletzten Fußgänger sank von 59 auf 56, die der leicht verletzten von 136 auf 128. In der Rubrik „Motorisierte Zweiradlenker“ lagen die 312 Unfälle deutlich unter dem Mittelwert der vergangenen Jahre. Dabei verletzten sich 268 Motorradfahrer (2012: 284), 75 davon schwer (88). Bei zwei Motorradfahrern waren die Verletzungen so schwer, dass sie starben. Unfälle mit Radfahrern haben mit 396 wieder leicht zugenommen (2012: 379). Meist waren die Radler selbst schuld, 331 verletzten sich dabei.

Junge Erwachsene machten 1392 Unfälle (2012: 1319). Das Plus bei den Senioren 65 plus (von 1147 auf 1218) führt die Polizei auf den demografischen Wandel zurück – immer mehr Ältere fahren demnach Auto. Trotzdem war die Anzahl der verletzten Senioren mit 193 rückläufig (2012: 215). Ein junger Erwachsener (2012: vier) und zwei Senioren (2012: sechs) kamen ums Leben.

Während die Zahl der bei Unfällen leicht verletzten Kinder von 116 auf 134 stieg, blieb die Zahl der schwer verletzten Kinder mit 28 gegenüber dem Vorjahr gleich. Zu den Schulwegunfällen zählte die Polizei 45 (2012: 42).

Bei den Unfallfluchten war 2013 mit 3323 Fällen ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen (2012: 2943). Dabei wurden erheblich mehr Personen verletzt. Die Aufklärungsquote der Polizei verbesserte sich auf 53 Prozent (2012: 45 Prozent).        red

Satt und rauschig

Viele Jungtiere im Wald rufen Jäger auf den Plan – Menschengeruch verprellt Mütter – Amphibien brauchen Regen

Der milde Winter und das warme Frühjahr haben der Tierwelt zu einem Zuwachs verholfen. Besonders die Wildschweine rufen die Jäger auf den Plan. Und im trockenen Wald drohen Brände.

 „Die warmen Temperaturen haben Populationen kurzfristig explodieren lassen, und das könnte verheerende Folgen für die Land- und Forstwirtschaft haben“, sagt Thomas Dietz, der Kreisjägermeister im Landkreis Esslingen. „Die hohe Anzahl der Frischlinge zwingt zum Handeln.“ Die Schwarzkittel haben es laut Dietz sowieso gut. Die Mastbedingungen sind ideal, das Wild findet das ganze Jahr über ausreichend Nahrung. Wildschweine sind Allesfresser; in den Wäldern hierzulande finden sie reichlich Buchen­eckern und Eicheln. Das liegt laut Dietz daran, dass etliche Felder und Wiesen nicht mehr bearbeitet werden. Auf Streuobstwiesen und auf Feldern liege genügend herum, das die Schwarzkittel gerne fressen. „Die wandern von einem kalten Büfett zum nächsten“, sagt Dietz. Die Folge davon seien prächtig entwickelte Wildsauen, die dazu ständig an Paarung interessiert seien: „Die sind das ganze Jahr über rauschig“, so Dietz. Und der Wald demnach voller Jungtiere jeden Alters. „Im Juni laufen noch Gestreifte, also Frischlinge, rum, daneben schon  25-Kilo-Kerle“, schildert Dietz. Und ein Wildschwein, das im Januar geboren wurde, kann im darauffolgenden Herbst schon Junge werfen. Der Winter 2012/2013 hatte durch seinen Schneereichtum und die lange Kältephase eine „natürliche Reduktion“ der Population bewirkt. Viele Frischlinge haben nicht überlebt, weil ihre Mütter zu ausgekühlt waren, um ihren Nachwuchs ausreichend zu wärmen. In diesem Jahr müsse die Flinte für Reduktion sorgen. „Gegenüber der Landwirtschaft sind wir in der Pflicht“, sagt Dietz. Das sieht auch Anton Watzek, der Leiter des Kreisforstamts Esslingen, so. „Die Schäden, die Wildschweine auf Feldern, in Weinbergen und auch in Hausgärten verursachen, sind erheblich“, sagt Watzek.

Schon jetzt gilt der vergangene Winter als einer der zehn wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Milde Winter schaden aber den wenigsten Tier- und Pflanzenarten. Im Gegenteil: Die Schleiereule beispielsweise, sonst Sorgenkind der Vogelschützer, gedeiht prächtig.  Die Vögel sind gut durch den Winter gekommen, da ihre Leibspeise, die Feldmaus, nicht unter Schneedecken verborgen war. 

Rehe bekommen in diesem Jahr ihre Kitze früher. „Die Angst vor großen Verbissschäden ist jedoch unbegründet, da die Rehe ausreichend Futter im schneefreien Wald und Feld finden“, erklärt Watzek.  Allerdings sind  Bauern angehalten,  Jäger über Rehkitze in ihren Wiesen   zu informieren, bevor sie die Fläche mit Maschinen bearbeiten, so dass die kleinen Rehe in Sicherheit gebracht werden können.

Auch die Fuchspopulation hat im warmen Winter zugenommen. Allerdings hält die grassierende Reude und Staupe die Fuchszahl in Schach. Füchse, als Kulturfolger häufig in der Nähe menschlicher Behausungen, sollten nicht angelockt werden, indem man Haustieren Fressen nach außen stellt. Meister Reineke kann den Hund mit Staupe und Reude anstecken. Dagegen können Hunde aber geimpft werden.

Watzek sieht derzeit keinen Grund zu großer Sorge um die Flora im Wald. Frost und Schnee werde es in nennenswertem Ausmaß nicht mehr geben – junge Triebe seien also nicht gefährdet. Er sorgt sich eher um Waldbrände. Der Wald ist trocken, auch die leichten Regenfälle in jüngster Zeit haben daran nur wenig geändert. Auch der Borkenkäfer liebt es trocken. Laut Watzek sind zumeist Nadelwaldbestände bedroht. Der Regenmangel kann auch Amphibien schaden, die ohne Feuchtigkeit vertrocknen.

Was Tierfreunden immer wieder Sorgen bereitet, ist falsch verstandene Tierliebe gegenüber vermeintlich hilflosen und verlassenen Tierbabys. Rehkitze und Wildhasenkinder werden von ihren Müttern in Mulden in Wiesen und auf dem Feld abgelegt. Das Muttertier ist nur bei den Kleinen, um sie zu säugen. „Menschen, die diese Wildtierbabys mitnehmen, machen einen großen Fehler“, sagt Lenore Völker, die mit ihrem Mann Jürgen die Tierrettung Mittlerer Neckar betreibt. Sie und ihr Mann hatten in den vergangenen Monaten fünf Wildhasenbabys, die Menschen abgegeben haben. „Die Aufzucht mit der Flasche ist extrem aufwendig“, erklärt Völker. „Niemand kann das Muttertier ersetzen.“  Von den fünf jungen Hasen hat denn auch nur einer überlebt. Die Überlebenschancen bei der Mutter seien wesentlich höher. Junge Tiere sollten keinesfalls angefasst werden, sagt Völker. Riecht das Tier nach Mensch, wird es von der Mutter ignoriert und verhungert. Kleine Vögel hingegen dürfe man berühren, wenn man sie beispielsweise ins Nest zurücksetzen will.      bob

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Die TV-Klassiker-Show „Wetten, dass, . . ?“ wird nach 33 Jahren
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Ein perfekter Start ins Frühjahr

Viele Besucher bei ECHO-Messe Lebensgefühl in Deizisau – Modenschau im Bäderhaus Reisser – Branchenmix sorgt für großes Interesse

        

Es war wieder der erwartet entspannte Abend: Bei Bad Reisser in Deizisau hat auch die nunmehr  fünfte Ausgabe der ECHO-Messe Lebensgefühl für gut besuchte Räume gesorgt. Das hat seinen Grund: Die Messe mit ihren 30 Ausstellern  stellt neue Produkte und Dienstleistungen vor und animiert zum Ausprobieren. Auch das Drumhe­rum stimmt: Mit leckeren Gerichten aus Topf und Pfanne sowie spritzigen Getränken punkteten das Restaurant Zum Lamm in Wendlingen, die Sektkellerei Kessler und das Getränke-Center Bayha.

Ein Höhepunkt war sicherlich die Modenschau, die die Boutique Bandinu aus der Pliensaustraße in Esslingen auf die Beine gestellt hatte. Gekonnt gestylt und frisiert vom Friseurgeschäft Velly am Esslinger Roßmarkt zeigten die Models, was in dieser Saison Trend ist. Wie beispielsweise der „Stilbruch“, der als Motto über vielen Outfits steht und den Boutique-Inhaberin Sarah Bandinu den Zuschauern erklärte: „Man kombiniert sehr lässige mit feinen Teilen.“ Auf dem Laufsteg, der originell über die ausgestellten Bad-Bereiche bei Reisser führte, zeigten die jungen Frauen, wie das geht: Ein Blüschen mit Spitzen zur Jeans mit Rissen und Löchern, oder ein langes Oberteil mit Blumenmuster zu Leggings und derben Stiefeln.

Models und Zuschauer hatten offensichtlich viel Spaß an der Schau. Und am Stand von Sarah Bandinu konnte man einen neuen Schal, einen Gürtel oder ein Oberteil gleich mitnehmen.

Die Messe Lebensgefühl lebt von der Vielfalt der Aussteller. Gleich am Eingang zeigte ein Autohaus aktuelle Modelle, daneben gab es Pedelecs zu testen. Im Eingangsbereich der Ausstellungshalle folgten die Themen Einrichtung und Design. Auch gefragt waren fugenlose Bäder, innovative Haustechnik, gesundes Wasser, Coaching mit Hypnose, Schmuck- und Heilsteine, Silberschmuck, Modeschmuck  zum Wechseln, kulinarische Touren, Liköre, Säfte, Bioweine, Kosmetik, Gesundheit, Wellness und alternative Schmerzbehandlung.

Die Mischung kam gut an – die Stände waren belebt. Aussteller und Besucher kamen schnell miteinander ins Gespräch.

Das Fazit der Aussteller und der Veranstalter – Fliesen Baku und  Wochenblatt ECHO – fiel positiv aus. Rund 800 Besucher hatten die fünfte Ausgabe der Lebensgefühl besucht – eine Fortsetzung der Messe im nächsten Jahr ist beschlossene Sache. bob

In Würde gehen

Hospiz Esslingen öffnet am Wochenende – Belegung der acht Plätze ab 14. April

Nach vielen Jahren der Planung und rund 18 Monaten Bauzeit wird das von der evangelischen Gesamtkirchengemeinde getragene Hospiz in Esslingen am Samstag und Sonntag, 5. und 6. April, eingeweiht. Im Haus in der Kepler­straße 40 in Oberesslingen sollen sterbende Menschen umsorgt werden, ihnen soll ein Sterben in Würde ermöglicht werden. Das Hospiz steht allen Menschen aus dem Landkreis offen. „Betreut wird jeder, unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit“, erklärt Dekan Bernd Weißenborn. 

Das Hospizhaus ist das einzige im Landkreis Esslingen. Die Einrichtung ergänzt die kreisweite Hospizversorgung, die sterbenden Menschen ihre ganz spezielle Betreuung zukommen lässt. Das Hospiz ist ins ehemalige Pfarrhaus der Oberesslinger Martinskirche gezogen, das dazu um einen Anbau erweitert wurde. Acht stationäre Plätze befinden sich in beiden Gebäudeteilen sowie Räume für den ambulanten Hospizdienst, für Angehörige, Trauerbegleitung und Fortbildungen. Die Gäste sind Schwerstkranke, die aller Erwartung nach nicht mehr lange leben werden. Sie werden palliativ versorgt sowie psychosozial und seelsorgerisch unterstützt – 24 Stunden am Tag. Ab 14. April nimmt das Hospiz seine Arbeit auf. Die acht Plätze sind bereits belegt.

Alle Pflegekräfte haben Erfahrung in der Palliativbehandlung. Susanne Kränzle hat die Gesamtleitung, den ambulanten Bereich leitet Juliane Löffler und den stationären Sabine Schöttner-Becker. Die ärztliche Versorgung übernehmen niedergelassene Ärzte. Pfarrerin Dorothea Gölz-Most ist für das Haus zuständig, auch andere Seelsorger können sich einbringen.

Rund 60 Ehrenamtliche des ambulanten Hospizdiensts Esslingen arbeiten mit. Das sind längst nicht mehr nur ältere Menschen, sagt Juliane Löffler: „Immer mehr junge Menschen bringen sich ein.“ Im Mai läuft der nächste Vorbereitungskurs für die ambulante Hospiztätigkeit an.

Die Gesamtkosten von 2,7 Millionen Euro für den Hospizbau sind ausschließlich über Spenden, Vermächtnisse, Zuschüsse und Gottesdienstopfer finanziert worden. Die Kirche hat das Haus gestellt. Die Spenden kamen von Vereinen, Firmen und Privatleuten quer durch die Gesellschaft. Der Förderverein Hospiz, der seit 1991 existiert, hat erhebliche Summen aufgebracht. Er übernimmt drei Jahre lang jährlich 30 000 Euro vom Defizit. Für die Gäste ist der Aufenthalt kostenlos. Ob die acht Plätze ausreichen, wie es die Erhebungen im Kreis voraussagen, bleibt abzuwarten. In den drei Stuttgarter Häusern gebe es lange Wartelisten, sagt Löffler – Wartelisten für Menschen, die keine Zeit mehr haben.

Info: Samstag, 5. April, 10 bis 16 Uhr, Tag der offenen Tür mit Führungen und Informationen für Kranke und Angehörige. Sonntag, 6. April, 10 Uhr, Festgottesdienst zur Eröffnung mit Prälat i. R. Martin Klumpp und Dekan Bernd Weißenborn, anschließend Führungen. Mehr unter www.hospiz-esslingen.de.          bob