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Bauen & Wohnen

Erschienen am 26.06.2014

ECHO Firmen-Fußball-WM 2014

Leistungsschau

Erschienen am 20.03.2014

Ausbildungs-Beilage 2013

Erschienen am 19.09.2013

aktiva 2013 Beilage

Erschienen am: 26.09.2013

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Filme unter Sternen

Kino auf der Burg vom 24. Juli bis 9. August – Live-Musik im Rahmenprogramm

Eine schlechte Nachricht vorneweg: Der Hahn ist nun endgültig tot. Der kultige Kurzfilm „Der Hahn ist tot“ wird beim Kino auf der Burg vom 24. Juli bis 9. August nicht mehr gespielt. Der Grund: Alle Filme werden nur noch in digitaler Fassung gezeigt, der „Hahn“ wird nicht rechtzeitig digitalisiert. Das ist eine Neuerung beim Kino-Festival, ansonsten setzen die Organisatoren vom Kommunalen Kino auf die bewährte Mischung aus ausgesuchten Filmen und dem anspruchsvollen Rahmenprogramm.

13 Filme stehen auf dem Programm. Den Auftakt macht am Donnerstag, 24. Juli, 22 Uhr, der deutsch-amerikanische Film „Grand Hotel Budapest“, der eine bitter-süße Geschichte über vergangene Zeiten erzählt – und das mit Stars wie George Clooney, Harvey Keitel, Willem Dafoe und Tilda Swinton.

Am Freitag, 25. August, 22 Uhr, steht mit „Vaterfreuden“ eine Komödie auf dem Plan. Dabei agiert Matthias Schweighöfer als Produzent, Regisseur, Schauspieler und Co-Autor.

„Lunchbox“ am Samstag, 26. Juli, 22 Uhr, ist der erfolgreichste Film im Kommunalen Kino der vergangenen zwölf Monate. Der Film, der in Mumbai spielt, ist laut Ankündigung ein „wunderschöner Film über die indische Metropole“ – aber kein Bollywood-Film.

„Die Bestimmung – Divergent“ nach dem Bestseller von Veronica Roth am Mittwoch, 30. Juli, 21.30 Uhr, ist ein Science-Fiction-Film, in dem sich Thrillerelemente und Philosophisches die Waage halten.

Am Donnerstag, 31. Juli, 21.30 Uhr, kommt „Der Medicus“ auf die Burg. Die Romanverfilmung nach Noah Gordon wird im Rahmen der interreligiösen Kulturtage gezeigt.

Der englische Film „Philomena“ von Stephen Frears am Freitag, 1. August, 22 Uhr, bringt mit Judie Dench und Steve Coogan zwei bemerkenswerte Hauptdarsteller auf die Leinwand.

Der französische Kassenschlager „Monsieur Claude und seine Töchter“ erzählt am Samstag, 2. August, 22 Uhr, von der „Globalisierung im eigenen Wohnzimmer“ und das laut Ankündigung mit „radikalem Witz und schwindelig machender Gagdichte“.

In Stephen Spielbergs „Gefährten“ am Sonntag, 3. August, 21.30 Uhr, sucht der junge Soldat Albert seinen geliebten Hengst Joey auf den Schlachtfeldern Europas.

Am Dienstag, 5. August, 21.45 Uhr, läuft „Fuck Ju Göthe“, der erfolgreichste deutsche Film der vergangenen Jahre. Ein Krimineller als idealer Lehrer – das birgt Komikstoff.

„Exit Marrakech“ läuft am Mittwoch, 6. August, 21.45 Uhr. Regisseurin Charlotte Link inszeniert die Vater-Sohn-Geschichte bildgewaltig vor der Kulisse Marokkos.

Eine Art Kammerspiel im Weltraum ist der oscar-gekrönte Film „Gravity“ am Donnerstag, 7. August, 22 Uhr, mit George Clooney und Sandra Bullock.

„Einmal Hans mit scharfer Soße“ am Freitag, 8. August, 22 Uhr, nach dem autobiografischen Buch von Hatice Akyün erzählt mit viel Humor vom deutsch-türkischen Alltag.

Den Abschluss macht am Samstag, 9. August, 22 Uhr, „Hannas Reise“, eine deutsch-israelische „amüsante Culture-Clash-Komödie“.                bob

Info: Zu allen Filmen Vorprogramm, es gibt Live-Musik und einen Vorfilm. Eintritt: 9 Euro (www.koki-es.de).

Vielseitige Reisebegleiter

Landgasthöfe, Rockerbanden, Erotik und der Hund Theo: Die ECHO-Lesetipps für den Urlaub für Erwachsene und Kinder

Die Ferien beginnen, es darf entspannt werden. Ob am Meer, in den Bergen, in weiter Ferne oder auf dem heimischen Balkon: Ein gutes Buch gehört zum perfekten Sommer-Freizeitvergnügen dazu. Die Redaktion des Wochenblatts ECHO hat in den Neuerscheinungen gestöbert und einige Tipps herausgefischt, die beste Unterhaltung versprechen.

Freunde des Grillvergnügens, für die ein Barbeque ohne Fleisch undenkbar wäre, werden an diesem Buch wenig Freude haben. Der in Stuttgart lebende Autor Wolfgang Schorlau schickt seinen Ermittler Georg Dengler im siebten Fall in die finsteren Ställe der Fleischindustrie. Er ist auf der Suche nach seinem Sohn Jakob, der sich im Auftrag einer Tierschutzvereinigung in eine Putenmastanlage eingeschlichen hat, um die katastrophalen Verhältnisse zu filmen. Dort gerät er in die Fänge einer Rockerbande, die einen ganz anderen Auftrag hat und bei der Erfüllung keine Rücksicht auf Verluste nimmt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Schorlau erzählt die spannende Geschichte aus wechselnden Perspektiven und spickt sie mit gut recherchierten Details aus Massentierhaltung und Fleischindustrie. Wem danach noch ein Putensteak schmeckt, der darf sich hartgesotten nennen.
Wolfgang Schorlau: Am zwölften Tag, Denglers siebter Fall, Kiepenheuer& Witsch, Köln

Sind wir bald da? Dieser Satz dürfte Eltern, die mit ihren Kindern verreisen, nur allzu vertraut sein. In diesem Sommer wird er womöglich seltener als sonst vorkommen. Vorausgesetzt das Buch „Stuttgart wimmelt“ von Tina Krehan steckt im Handgepäck. Auf den sieben Bildern von Stuttgarter Plätzen wie dem Bahnhof, dem Schlossplatz oder der Wilhelma gibt es viel zu entdecken. In jedem Detail steckt eine kleine Geschichte, die jeder Betrachter ein bisschen anders erzählt. Und dann gibt es ja noch den Hund Theo und den Papagei Rufus. Die beiden sind in allen Bildern dabei, aber gar nicht so leicht zu finden. Langeweile hat da keine Chance.
Tina Krehan: Stuttgart wimmelt, Silberburg Verlag Tübingen

Wenn die große Reise noch in weiter Ferne liegt, wie wäre es dann mit vielen kleinen Entdeckungstouren? Der Kabarettist Christoph Sonntag bietet in seinem zweiten Band Ausflugstipps und interessante Anregungen, das Ländle zu entdecken. Dabei kommen auch Esslinger Ziele wie Ilshöfers Event Kochschule, das Kessler Karree 18, das Espressino und das Hotel Eco Inn zum Zug. In Wort und Bild stellt Sonntag seine Ziele vor und macht Lust darauf, die Region neu zu erleben. Für das Porsche Museum, für einen Testtrip in einem Flugsimulator und für Jake‘s Diner Bar gibt es sogar Gutscheine, die bei der Einlösung eine Vergünstigung versprechen.
Christof Sonntag: 133 1/3 Ausflugstipps, Silberburg Verlag Tübingen

Im Urlaub zu einer inneren Einkehr zu gelangen, ist ein hehres Ziel. Aber vielleicht helfen die Einkehr-Tipps in dem Buch „Der Landgasthof“, Körper und  Seele in Einklang zu bringen. Wolfgang Chur
und Albrecht Rittmann haben sich in Baden-Württemberg auf die Suche nach traditionellen Wirtshäusern gemacht und wahre Wohlfühl-Oasen entdeckt. Sie haben den Köchen in die Töpfe geschaut, in den Weinkarten geblättert, haben Histörchen und Anekdoten zusammengetragen und der kulturellen Bedeutung der Landgasthöfe nachgespürt. Auf 268 Seiten stellen die Autoren entdeckenswerte
gastronomische Tempel vor, die nicht nur durch ihr kulinarisches Angebot eine Auszeit vom Alltag versprechen.
Wolfgang Chur und Albrecht Rittmann: Der Landgasthof, Bechtle Verlag Esslingen

Zwei, die der Leidenschaft fast schon abgeschworen haben, entdecken eben diese für sich neu. Fernsehredakteurin Sabine zieht nach einem Streit mit ihrem Mann in ein Hotel. Ein Blick aus dem Fenster offenbart ihr den Einblick in ein anderes Zimmer, das von Karl, einem glücklosen Drehbuchautor, bewohnt wird. Aus einer Laune heraus beschließt sie ihn anzurufen und schnell befinden sie sich in einem erotischen Telefonflirt. Dabei agieren beide unter falschen Namen, ahnen nicht, dass sie am nächsten Tag einen geschäftlichen Termin haben. Der in Esslingen geborene Autor Tommi Beyer ist ein Meister der Figurenzeichnung. Dadurch erhält die romantische, durch gelungene Dialoge und sprachliche Finesse aufgewertete Geschichte ihre Tiefe.
Thommie Bayer, Spatz in der Hand, Piper Verlag, 2014

500 Jahre ist es her, als ein Bündnis von Menschen mit einfacher Herkunft im Remstal unter dem Namen „Armer Konrad“ gegen das Herzogtum Württemberg aufbegehrte und sich blutig gegen die ungerechte Umverteilungspolitik zu Lasten der kleinen Leute wehrte. Jürgen Seibold hat diese historische Kulisse aufgegriffen und um fiktiven konfliktreichen Zündstoff erweitert. In seiner Geschichte verlieben sich die Freunde Hannes, der Sohn eines Tagelöhners, und Jost, der Sohn des Bürgermeisters von Beutelsbach, in das Mädchen Katharina. Die entscheidet sich für Hannes. Jost lässt nichts unversucht, um die beiden auseinander zu bringen. Ein Unglück reißt Katharina aus dem Leben, Hannes und Jost verlassen Beutelsbach und stehen sich in den kriegerischen Wirren des Bauernaufstands als Gegner gegenüber. Selten wurde Landesgeschichte so spannend, unterhaltsam und gut recherchiert erzählt.
Jürgen Seibold: Der Arme Konrad, Silberburg Verlag Tübingen
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Das Bafög für Studenten und Schüler soll um sieben Prozent steigen.
Zuletzt war das Bafög 2010 erhöht worden. Reicht das aus, um mehr
Kindern aus Geringverdienerfamilien das Studieren zu ermöglichen?

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Auf gepackten Koffern

Noch Chancen für Spätentschlossene – Frühbucherrabatt  schlägt Last Minute

Wer jetzt noch seinen Sommerurlaub buchen will, sollte sich schnell entscheiden. Laut einer Umfrage unter Reisebüros im Landkreis Esslingen gibt es ein ordentliches Angebot. Das variiert jedoch von Tag zu Tag. Wer auf fallende Preise spekuliert, hat jedoch das Nachsehen.

Last-Minute-Reisen sind Schnäppchen? Das war einmal. Mittlerweile haben Frühbucherrabatte die Schnäppchenpreise abgelöst. „Die Veranstalter haben komplett umgeschwenkt“, stellt Manuela Schiffner von der  Reiselounge Ostfildern fest. „Wer früh bucht, der wird belohnt.“ Bei Abschluss zum Jahresbeginn sind laut Reiseverkäufern Rabatte von bis zu 30 Prozent drin. Ein Nachlass, den man bei einer Last-Minute-Reise nicht mehr bekommt. Last Minute bedeutet eben nur noch im Wortsinn: in letzter Minute.

Markus Sperl vom Reisebüro Sperl in Nürtingen macht die Probe aufs Exempel, gibt ein paar Daten in den Rechner ein und checkt die Angebote. Eine Familie mit zwei Kindern zahlt zum Beispiel für zwei Wochen ab Anfang August in einem Vier-Sterne-Hotel in Griechenland rund 4000 Euro. Wäre diese Reise im Februar gekauft worden, hätte die Familie deutlich weniger gezahlt, so Sperl.

Die beiden ersten Sommerferienwochen sind erfahrungsgemäß die gefragtesten und demnach die Reisen entsprechend teuer. Wer jedoch  flexibel ist, kann von einem anderen Bundesland aus fliegen – dort, wo die Ferien bereits beendet sind, rät Sperl. So lassen sich wie bei der besagten Griechenlandreise auch mal bis zu 1000 Euro einsparen.

Dennoch gibt es noch genügend Auswahl an Reisen zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, wie Gabriele Rath aus dem DER-Reisebüro in Esslingen sagt. Das habe auch damit  zu tun, dass es seit Pfingsten recht ruhig zugegangen sei. Rath rechnet aber damit, dass noch etliche Kunden in der nächsten Zeit ihren Sommerurlaub buchen wollen. Bisher habe die Fußball-Weltmeisterschaft die Leute stark beschäftigt, vermutet sie. Aus England weiß sie, dass nach dem Ausscheiden der englischen Mannschaft das Reisegeschäft richtig angelaufen ist. Aber: „Ein wenig flexibel sollte man schon sein, was die Reisetage betrifft.“

Wer außerhalb der Wochenenden fliegen kann, hat auch mehr Auswahl. Außerdem sollte man sich schnell entscheiden können. Ein Angebot, das mittags auf dem Bildschirm erscheint, kann kurz drauf schon wieder weg sein. Oder es ist  teurer geworden. Also am besten wenig Zeit verlieren, sagt auch Sue Strohmaier, die Büroleiterin des DER-Reisebüros in Kirchheim.

Manuela Schiffner rät ihren Kunden daher, zunächst die Eckdaten ans Reisebüro zu geben und dann einen Termin für das Gespräch zu machen. Letztlich seien es immer die Flüge, die die Preise bestimmen, heißt es übereinstimmend. So wechseln bei kurzfristigen Buchungen auch oft die Flugzeiten. Statt der geplanten frühen Anreise und der späten Abreise reist man spät an und früh zurück – und der Urlaub ist um fast zwei Tage kürzer.                 bob

„Suses“ Kraftakt

Startschuss für Bau des Fildertunnels – Entscheidender Schritt für das Projekt Stuttgart 21 – OB Kuhn auf Annäherungskurs

Suse“, die XXL-Lady aus 2000 Tonnen Stahl, beginnt mit leichter Verzögerung sich zu drehen, nachdem der rote Startknopf gedrückt wird. Keiner der Stuttgart 21-Projektpartner lässt es sich vergangenen Donnerstag nehmen, den Auslöser für die riesige Tunnelbohrmaschine (TBM) mit dem kindlichen Namen zu betätigen. Das 120 Meter lange Monstrum wird in den nächsten Jahren einen Tunnel von 9,5 Kilometern zwischen Landesflughafen und der Stuttgarter City fräsen, den längsten des Bahnprojekts. Auch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn ist bei der Tunneltaufe mit von der Partie. Es ist das erste Mal, dass ein Grünen-Politiker eine S 21-Baustelle besucht.

Kuhn sagt, er sei zwar nach wie vor überzeugt, dass das Projekt nicht richtig sei, doch im Parlament und bei der Volksabstimmung habe es die Mehrheit erzielt. „Es gibt keinen Oberbürgermeister, der sagen könnte und dürfte, dass sei ihm egal.“ Das Vorhaben spalte die Stadt noch immer. „Meine Aufgabe ist es, die Spaltung zu überwinden.“ Sein Vorgänger, S 21-Fan Wolfgang Schuster (CDU), pflichtet bei: „Man hat als OB alle Bürger zu vertreten.“ Rund 50 Demonstranten protestieren bei der Zeremonie lautstark und mit Transparenten wie „Gute Bahn statt Tunnelwahn“ oder „Schluss mit Stadt- und Naturzerstörung“ gegen das „Milliardengrab“. Auch Kuhn legt den Finger in Wunden wie das noch fehlende Brandschutzkonzept für den Tunnel oder den Lärmschutz. Vor allem müssten die
Finanzfragen des bis zu 6,5 Milliarden Euro teuren Projekts soweit geklärt sein, dass es nicht zu Baustopp und einer Ruine in der Metropole komme. Bahnchef Rüdiger Grube registriert die Präsenz des Stadtoberhauptes zufrieden: „Nach schweren Stunden miteinander“ danke er Kuhn für dessen ersten Besuch einer S 21-Baustelle.

Der Fildertunnel ist ein Kernstück des Projekts, schafft er doch die Verbindung zwischen Stuttgart 21 und der Neubaustrecke nach Ulm. Das spiegelt sich auch im Namen der TBM wider: „Suse“ steht für „Stuttgart-Ulm schneller erreicht“. 2021 soll die Fahrzeit zwischen Landeshauptstadt und Münsterstadt von 54 auf 31 Minuten sinken. Die Bahn beziffert den Auftrag für den Fildertunnel und einen daraus abzweigenden Tunnel auf zusammen 700 Millionen Euro. Das Bauwerk soll 2019 fertig sein. Nächster Meilenstein für das Mammutprojekt ist der Anstich der unterirdischen Durchgangsstation am 5. August.

Tülay Schmid, Frau von Finanzminister Nils Schmid (SPD), ist Patin des Tunnels. Sie postiert eine Holzfigur der heiligen Barbara in ihren Schrein am Filderportal, bevor sie die Röhre mit Sekt auf den Namen „Tülay-Tunnel“ tauft. Als „Augenzwinkern der Götter“ interpretiert die türkischstämmige Muslimin, dass die historische Figur der Heiligen aus der Heimat der Familie ihres Vaters stammt. Die Patin sagt: „Der Fildertunnel soll nicht nur den Flughafen mit der Landeshauptstadt, sondern auch die Menschen in unserem Land wieder verbinden.“ Die Demonstranten verweisen jedoch darauf, dass der an den Fildertunnel anschließende Abschnitt mit dem neuen Flughafenbahnhof noch keine Baugenehmigung hat.

Info: Der Fildertunnel verbindet den geplanten Tiefbahnhof in der Landeshauptstadt mit dem Landesflughafen und der Neubaustrecke nach Ulm. Mit 9,5 Kilometern ist er der längste Tunnel des Bahnprojektes Stuttgart 21 und nach dem Landrückentunnel (10,7 Kilometer/Hessen) und Mündener Tunnel (10,5 Kilometer/Niedersachsen) der drittlängste Eisenbahntunnel Deutschlands. Er überwindet 155 Höhenmeter. Die beiden eingleisigen Röhren liegen weitgehend in einem Abstand von rund 30 Metern und sind alle 500 Meter durch Rettungsstollen miteinander verbunden. Die Erdschicht über den Röhren ist zwischen wenigen Metern und 220 Metern dick. Die Fahrzeit zwischen Hauptbahnhof und Landesflughafen wird von 27 auf acht Minuten verkürzt. Der Fildertunnel ist nahe dem Hauptbahnhof mit bis zu 100 Stundenkilometern befahrbar, in der unteren Hälfte mit 160 Kilometern pro Stunde und im oberen Abschnitt mit 250 Kilometern pro Stunde.

Info: Die Tunnelbohrmaschine „Suse“ fräst sich von der Filderhoch­ebene in Richtung Stuttgarter Talkessel. „Suse“ besteht aus 2000 Tonnen Stahl. An ihrer Vorderfront dreht sich ein Schneidrad von etwa zehn Metern Durchmesser, bestückt mit Werkzeugen, die das Gestein abmeißeln. Die elektrisch betriebene 120 Meter lange 5700-PS-Anlage umfasst eine Förderschnecke für den Abraum. Bei einer maximalen Strecke von 45 Metern pro Tag sind das 5000 Tonnen. Eine Art Kran passt die gerundeten Betonteile in den Tunnel ein, die mit Mörtel mit der Wand verbunden werden. „Suse“ – amtlich TBM S-738 – schuftet rund um die Uhr. Eine Maschinenbesatzung pro Schicht ist nicht größer als acht Arbeiter, 100 weitere unterstützen sie. Die Tunnelbohrmaschine kommt aus dem Hause Herrenknecht, einem badischen Unternehmen. Die Bohrer kosten zwischen 30 und 100 Millionen Euro. Trotzdem: Nach vier bis fünf Jahren Bauzeit ist „Suses“ Lebensdauer ausgereizt.              dpa

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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist zum vierten Mal Weltmeister
geworden. Glauben Sie, dass das deutsche Team über Jahre hinaus den Fußball
in der Welt dominieren wird?

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Wasser des Lebens

Auf Tour mit der schwäbischen Whisky-Botschafterin durch Owen – Mehr Brennereien in Deutschland als in Schottland

Das kleine Städtchen Owen am Fuße der Alb ist Deutschlands Whisky-Hauptstadt. Gleich drei Destillerien unterhalb der Burg Teck haben sich dem „Uisge beatha“, dem Lebenswasser, verschrieben. Der Whisky-Walk führt auf eine geschmacksreiche und ebenso informative Genuss-Tour durch die Brennerei und eine reizvolle Landschaft.

„Owen, mein Owen“ schwärmt die schwäbische Whisky-Botschafterin Angela Weis, als sie die Teilnehmer am Owener Bahnhof empfängt. Denn pünktlich zum Start des Whisky-Walks haben sich die düs­teren Regenwolken vorerst verzogen. Die nächsten Stunden wird die Edelbrand-Sommelière die 20 Teilnehmer mit den Finessen des schwäbischen Whiskys vertraut machen. Erste Station ist bei Immanuel Gruel. Seit 1989 bereits macht die Owener Familie eigenen Whisky. Unter dem Namen „Tecker“ haben sich die Single Grain und Single Malt in Kennerkreisen einen hohen Bekanntheitsgrad erworben.

Whisky besticht vor allem durch seine Aromenvielfalt. Es gibt Destillate mit rauchigen oder gar torfigen Noten, andere erinnern an reife Beeren, dunkle Schokolade oder Bananen. Prägend bei der Entwicklung dieser Geschmacksnuancen sind vor allem die Fässer, in denen der Brand gelagert wird. „Rund 60 Prozent des Geschmacks kommt vom Fass“, erklärt Gruel. Die Schotten setzen mit Vorliebe auf alte Sherry- oder Portweinfässer. Aber auch Rotweinfässer werden genutzt. Gruels Fasslager ist unter den schwäbischen Whisky-Brennereien eines der innovativsten. Hier sorgt nicht etwa eine Klimaanlage für gleichbleibende Bedingungen: Vielmehr macht sich der junge Brennmeister die Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie die gute Durchlüftung für den im Schnitt fünf Jahre dauernden Reifeprozess zunutze.

Durch Owens reichen Streuobstwiesenbestand geht es weiter Richtung Berghöfe. Weis erzählt auf dem kommoden Weg aus Owens Geschichte und über die Burg Teck, das Biosphärengebiet und den Hohenneuffen, der sich heute aber in Nebel hüllt. Und natürlich die Whisky-Leidenschaft der Schwaben. Rund 80 Brennereien im Ländle stellen das „Lebenswasser“ inzwischen her, bundesweit sind es etwa 160. „Das sind mehr als in Schottland“, so die Kennerin.

Einer von ihnen ist Thomas Dannenmann vom Owener Bellerhof. Im Gegensatz zu Gruel brennt Dannenmann im deutlich kleinen Umfang. Rund 300 bis 400 Flaschen Ertrag hat er pro Jahr. „Um gleich Mal mit einem Mythos aufzuräumen: Whisky wird nicht gebrannt“, klärt er auf. Streng genommen ist es ein Brand aus Getreidemaische. Roggen, Weizen und Malz setzt Dannenmann mit Wasser vier Tage an, um die Stärke im Getreidekorn aufzuschließen. Dann erst kommt der Brei in die Brennblase. Hier muss die Masse ständig in Bewegung sein, damit die Temperatur im gesamten Kessel gleich ist. Nur so kann das schädliche Methanol sauber abgetrennt werden. Bei Dannenmann durchlaufen die Whiskys bis zu fünf verschiedene Fassarten. „Das geht nur, weil die Brennerei so klein ist“, sagt der Schwabe. Bei ihm lernen die Whisky-Walker sein preisgekröntes Destillat in Fass-Stärke kennen: acht Jahre gereift. Für den Schöpfer der „Danne’s“, wie die Marke heißt, die Königsdisziplin des Whisky-Brauens. „Bei den anderen Sorten bleibt ein Viertel der Aromen und der Farbe im Filter hängen“, weist er auf die Intensität des Destillats hin.

Die letzte Etappe des rund viereinhalb Kilometer langen Walks endet in der Schau-Brennerei von Thomas Rabel. Dort brennt er seinen milden Dinkel-Whisky. Und noch einen Unterschied gibt es zu den beiden anderen Brennereien: Rabels Destillate reifen ausschließlich in Fässern aus Weiß- und Kalkeiche.

Mit ganz neuen Geschmackserlebnissen und meist auch mit einer oder zwei Flaschen in der Tasche geht es nach sechs Stunden zurück an den Bahnhof in Owen. Ein Nachmittag, der bei Teilnehmern intensiv nachwirkt, wie die Kommentare verraten: „Ich komme bestimmt wieder“, meint ein Mittfünfziger begeistert von der Mischung aus Genuss und Landschaftserlebenissen. Und ist damit nicht der Einzige.

Das Interesse jedenfalls ist groß an dem Event in der urigen Landschaft des Albtraufs. In dieser Saison kann die Whisky-Botschafterin keine freien Plätze mehr anbieten. Ermutigt vom Erfolg wird es deshalb ab Herbst den Whisky-Trail geben. Im Oldtimerbus geht es auf eine dreitägige Whisky-Erlebnisreise von Tübingen aus über die Alb.              mo

Info: Mehr ist im Internet unter www.schwaebischer-whisky.com zu finden.

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Bundesverkehrminister Alexander Dobrindt hat sein Maut-Konzept
vorgestellt. Die Gebühr soll über eine Vignette nur für Ausländer und
auf allen Straßen gelten, Deutsche werden per Kfz-Steuer entlastet.
Der richtige Ansatz?

Ein gutes Maut-Konzept?

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Das Fest der Bürger

Esslingen feiert vom 4. bis 6. Juli mit Schwörtag und Eßlinger-Zeitung-Lauf

Das größte Fest der Esslinger steht vor der Tür: Am Samstag und Sonntag, 5. und 6. Juli,  laden Vereine und Organisatoren zum Bürgerfest in die Innenstadt. Den Festauftakt bildet am Freitag, 4. Juli, der Schwörtag im Schwörhof. Die Schwörtagsrede hält Zukunftsforscher Horst Opaschowski ab 16 Uhr zum Thema Wohlstand und Lebensqualität.

Das Fest ist in seiner 41. Ausgabe seinem Anspruch treu geblieben –  nämlich das Fest der Esslinger Bürger zu sein. Das bedeutet, dass mehr als 80 Organisationen und Vereine das Programm an beiden Festtagen gestalten. Alle Volksgruppen in der Stadt – sie kommen aus insgesamt zwölf Nationen – klinken sich ein:  Sie kochen, backen, tanzen, machen Musik und zeigen, was sie können. Musik und Folklore, Sport und Kunst erleben die Besucher auf den Bühnen der Innenstadt.

Stände säumen den Marktplatz, die Ritterstraße, den Kesselwasen und den Roßmarkt. Umweltschutzorganisationen, Vereine und Unternehmen zeigen sich am Samstag beim Umwelttag in der Abt-Fulrad-Straße. An beiden Tagen wird die Altstadt zum großen Flohmarkt. Auf der Maille lockt das Fest für die kleinen Besucher mit vielen Spiel- und Bewegungsangeboten. Erstmals in Aktion ist die Theatergruppe „Stage divers(e)“, die am Sonntag auf der Maille mit Straßentheater überraschen will.

Die Bühne auf der Maille wird auf Einladung des Vereins „Blues in Town“ von lokalen Bands bespielt.  Ansonsten wird die ganze Stadt beschallt: Bands aus der Region sind seit vielen Jahren dabei und haben ein treues Stammpublikum. Esslingens Partnerstädte Piotrkow Tribunalski sowie Vienne präsentieren sich ebenfalls mit Ständen. Museen haben bei freiem Eintritt geöffnet. Bereits am Freitag beginnt die Hocketse der Wirte am Hafenmarkt, die bis Sonntagabend dauert.

Ein fester Teil des Fests ist der Eßlinger-Zeitung-Lauf am Sonntag durch die Altstadt. Die Läufer werden um 11 Uhr auf die Zehn-Kilometer-Strecke geschickt, zuvor rennen Kinder und Jugendliche um die Wette. Die Veranstalter haben bei ihren Zeitplanungen die Fußball-Weltmeisterschaft bedacht und den Beginn des Schwörtags unüblicherweise schon um 16 Uhr festgesetzt – falls das deutsche Team um diese Zeit spielt. Was nun auch am Freitag gegen Frankreich der Fall ist. Die Vereine können an ihren Ständen während des Bürgerfests einen Fernseher aufstellen und Spiele anschauen lassen – und das auch bis über den üblichen Zapfenstreich um 24 Uhr hinaus. bob

Info: Freitag, 4. Juli, 16 Uhr, Schwörtag im Schwörhof (bei schlechtem Wetter im Gemeindehaus am Blarerplatz); Samstag und Sonntag, 5. und 6. Juli, jeweils ab 10 Uhr, buntes Treiben in der Stadt; sonntags ab 11 Uhr Hauptlauf des Eßlinger-Zeitung-Laufs, ab 15 Uhr Kinderfest auf der Maille. Das gesamte Programm liegt als Broschüre aus.

Gute Karrierechancen

Gastro-Branche spürt den Fachkräftemangel besonders deutlich – Auch ausländische Mitarbeiter sind knapp – Problem mit Arbeitszeiten

Es soll Küchenchefs und Wirte geben, die ihre Mitarbeiter bitten, im Urlaub geeignetes Personal zu rekrutieren. Von solchen Fällen hat Daniel Ohl vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) schon gehört. Unabhängig davon steht für ihn fest: „Wir hätten ein Problem ohne Ausländer.“ Die Gastro-Branche brauche offene Grenzen und Mitarbeiter aus dem Ausland – nicht nur aus den Mittelmeerländern, die mit ihren Wirtschaftskrisen kämpfen. „Es gibt auch sehr gute Erfahrungen mit Mitarbeitern, die aus Osteuropa kommen“, sagt Ohl.

Gutes Servicepersonal wird gesucht, noch dringender aber Köchinnen und Köche. Ein ganzes Bündel von Ursachen trägt zum Personalengpass in der Küche bei. Fachkräfte werden aufgrund des demografischen Wandels generell knapper, die Gastronomie mit ihren unbeliebten Arbeitszeiten am Abend und am Wochenende spürt das besonders deutlich. Hinzu kommt eine Bezahlung, die
nicht unbedingt dem „Stresslevel“ entspricht.

Die Zahl der Lehrlinge in der Branche hat sich in den vergangenen acht Jahren fast halbiert. Zählte Dehoga 2006 noch 42 857 Ausbildungsverträge, waren es im vergangenen Jahr 23 029. Der Verband der Köche Deutschlands (VKD) schlägt Alarm. „Ohne Auszubildende gibt es keine Fachkräfte. Ohne Fachkräfte gibt es keine Köche. Und ohne Köche kein Essen“, sagt VKD-Präsident Andreas Becker. Er fürchtet, dass aufgrund des Personalmangels in den nächsten Jahren zahlreiche Restaurants schließen müssen.

Und nicht alle Lehrlinge halten der Belastung stand. Dem Bundesinstitut für Berufsbildung zufolge wurden 48 Prozent der Koch-Ausbildungsverträge 2012 vorzeitig gelöst. Das liege ein Stück weit an den Bewerbern, heißt es beim VKD. Viele Berufsanfänger hätten falsche Vorstellungen vom Alltag in der Küche. „Kochshows im Fernsehen sind interessant, aber sie zeigen nicht die Wirklichkeit“, sagt Becker. „Köche müssen auf die Hygiene achten, sie müssen Allergene und Zusatzstoffe kennen, sie arbeiten anders.“

Steffen Reichel, Geschäftsführer im Nürtinger Schlachthofbräu, sieht „Stress und Druck“ in der Küche und im Service eher zunehmen. Die Toleranz der Gäste sinke, viele seien sehr ungehalten, wenn sie mal etwas länger warten müssten, beobachtet er. Gleichzeitig hat Reichel den Eindruck, dass den Azubis öfter mal der „Biss“ fehlt: Gerade von den Koch-Azubis werfe mancher das Handtuch. Und von denen, die ihre Lehre durchzögen, „arbeiten danach die wenigsten als Koch, sondern wechseln zu Zulieferern mit besseren Arbeitszeiten“, ist seine Erfahrung.

Nicht jeder kann wie das Hotel-Restaurant Schwanen in Köngen sonntags und in den Ferien auch mal länger schließen. Küchenchef Patrick Domon als Familienmensch freut sich darüber und weiß: „Unsere Leute freuen sich auch.“ Aber so etwas bleibt in der Gastro-Branche die Ausnahme. Der „Schwanen“ hat keine akute Personalnot, in der Küche arbeitet ein internationales Team. Auf die Stellenangebote, die das Hotel-Restaurant grundsätzlich im Internet stehen hat, gehe derzeit allerdings kaum eine Bewerbung ein, berichtet Nicole Domon – ein Indiz dafür, wie knapp das Angebot an Fachkräften ist. Schade sei das, denn eigentlich gebe es kaum einen schöneren Beruf, findet sie, die wie ihr Mann in der Gastronomie groß geworden ist.

Dass diese Arbeit richtig Spaß mache, hört auch Evi Ciriacopoulou von der Galleria Zeus in Esslingen oft. Sie hört es von Mitarbeitern, die gerne immer wieder bei ihr aushelfen. „Aber als Hauptberuf . . .“, sagt die Chefin und winkt ab. Auch sie hat schon mal nach griechischen Landsleuten Ausschau gehalten und ihre Illusionen verloren. „Dort wächst der Tourismus wieder und dann bleiben die guten Leute dort“, sagt sie. Trotzdem finde man als Wirt immer eine Lösung.

Auch der Hotel- und Gaststättenverband will das Problem konstruktiv angehen, setzt verstärkt auf die Weiterbildung von Hilfskräften und weist immer wieder auf die Karrierechancen in der Gastronomie hin. Knappes Personal komme nicht daher, „dass die Leute uns davonlaufen“, betont Daniel Ohl, sondern weil es der Branche gut gehe. Das habe mit der Konjunktur zu tun, aber auch mit der Reduzierung der Mehrwertsteuer im Jahr 2010. Seitdem seien Tausende neuer Stellen geschaffen worden. Und es sei doch auch positiv, dass Mitarbeiter nicht einfach zu ersetzen seien, meint er: „Sie können ein Schnitzel weder durch eine Maschine zubereiten lassen noch durch eine chinesische Outsourcing-Firma.“      aia/dpa