Günstiger und einfacher

Neuer BW-Tarif soll den Nahverkehr stärken – „Ein Ziel, ein Ticket“

Mit erheblichen Kostensenkungen im öffentlichen Nahverkehr will die Landesregierung mehr Menschen vom Auto in Busse und Bahnen im Südwesten locken. Mit der am 9. Dezember in Kraft getretenen Tarifreform würden Tickets billiger, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne)  bei der Vorstellung des neuen Baden-Württemberg-Tarifs.

Mit dem BW-Tarif soll es nun landesweit möglich sein, über die Grenzen der 22 Verkehrsverbünde im Südwesten von A nach B zu gelangen, ohne in einem anderen Verbund ein neues Ticket lösen zu müssen. Die Fahrt mit dem Bus oder der Stadtbahn am Start- und Zielort wird im Ticket inbegriffen sein. Der neue Tarif gilt auf verbundübergreifenden Fahrten in allen Nahverkehrszügen – einschließlich S-Bahnen – und Regiobussen. Dadurch sollen die Tickets auch deutlich preiswerter werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz nannte die Tarifreform einen Meilenstein für einen besseren und nachhaltigen Nahverkehr. Die Landesregierung müsse nun die nächsten Schritte mit dem gleichen Engagement angehen. Der Werbeslogan  zum  neuen BW-Tarif lautet: „Ein Ziel, ein Ticket.“

Was ändert sich genau?

Bei Fahrten innerhalb eines Verkehrsverbundes ändert sich gar nichts – dort gilt weiter der jeweilige Verbundtarif. Für Bahnfahrer, die über Verbundsgrenzen hinaus unterwegs sind, wird es aber interessant. Beispiel: Die Fahrt startet am Hauptbahnhof in Mannheim, Ziel ist das Stadion in Stuttgart. Am Automaten in Mannheim lässt sich dann als Zielort direkt „Neckarpark (Stadion)“ auswählen. Beim Umstieg von der Regionalbahn in die U-Bahn in Stuttgart ist kein separater Ticketkauf mehr notwendig.

Kann ich damit Geld sparen?

Ja. Die Nahverkehrs-Tickets im Tarif sollen im Schnitt 25 Prozent billiger werden, im Einzelfall bis zu 50 Prozent, verspricht Verkehrsminister Hermann. Die Preise sind in Absprache mit den einzelnen Verkehrsverbünden entstanden. So kostete die Fahrt von Karlsruhe nach Stuttgart  21,30 Euro – jetzt sollen es nur noch 13,90 Euro sein, inklusive der Nutzung des ÖPNV am Start- und Zielort. Insgesamt soll nach der aktuellen Preistabelle keine einzelne Fahrt in der 2. Klasse teurer sein als 29,80 Euro. Für Bahncard-Besitzer wird es noch günstiger.

Was ist bislang konkret passiert?

Der neue Tarif wird in mehreren Stufen eingeführt. Seit dem 9. Dezember sind Einzelfahrscheine und Tageskarten an den Automaten und Verkaufsstellen der Eisenbahnunternehmen oder als E-Ticket erhältlich. Auch Angebote wie das Baden-Württemberg-Ticket, das Metropol-Tages-Ticket für die Region Stuttgart oder das Regio-X-Ticket für die Region Karlsruhe werden als Tageskarten in den BW-Tarif überführt. Pendler mit Monats- oder Jahreskarte gehen erst mal leer aus.

Wie geht es weiter?

Bis 2021 ist geplant, auch Zeitkarten für verbundübergreifende Fahrten wie Monatskarten in den Tarif einzubeziehen. Dann soll man auch an der Bushaltestelle vor der Haustür das Ticket bis zum Zielort kaufen können,   also beispielsweise aus dem Mannheimer Stadtteil Vogel­stang direkt bis zum Stuttgarter Neckarpark, um beim obigen Beispiel zu bleiben.

Und wer zahlt das alles?

Um den neuen Tarif ins Rollen zu bringen, will das Land jährlich rund 20 Millionen Euro in die Hand nehmen. Für den neuen Tarif hat sich die Baden-Württemberg-Tarif-GmbH gegründet. Träger sind zum einen das Land Baden-Württemberg, zum anderen die Verkehrsunternehmen. dpa / Foto: dpa


Kreis spricht Urlauber an

 Natur und Kultur: Landkreis präsentiert sich auf der CMT– Neue Tourismusbeauftragte

Noch bis zum 20. Januar präsentiert die Tourismusmesse CMT mit mehr als 2200  Ausstellern aus mehr als 100 Ländern  Reiseziele und Freizeitmöglichkeiten. Mit dabei ist auch immer der Landkreis Esslingen, der seine vielfältigen Möglichkeiten, Freizeit  zu verbringen, in die Waagschale wirft. 

Mehr Touristen

Steigende Besucherzahlen zeigen, dass der Kreis Naturliebhaber und Kulturinteressierte verstärkt anspricht: Wie Marion Leuze-Mohr, Erste Landesbeamtin des Landkreises,  erklärte, stieg die Zahl der Übernachtungen von Urlaubern im ersten Halbjahr 2018 um 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 805 960 an. „Die Schwäbische Alb hat damit die höchste Tourismussteigerung in ganz Baden-Württemberg“, sagte sie. Sie sieht den Grund für die positive Entwicklung  auch im  Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.  Zudem habe die Zusammenarbeit mit Tourismusverbänden und dem Biosphärengebiet  Synergieeffekte gebracht.

Hochgehen, runterkommen, lautet das Motto des Projekts „Hochgehberge“, in dem die Landkreise Esslingen und Reutlingen, das Biosphärengebiet, die Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb und 18 Kommunen ein Konzept für 21 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 170 Kilometern auf der Alb entwickeln. Sechs der Wege sind bereits ausgeschildert und vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert, bis zum Sommer sollen auch die anderen das Prädikat „Premiumwanderweg“ erhalten. Zwei der neuen Wege liegen auf den Gemarkungen von Beuren, Erkenbrechtsweiler und Neuffen.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist seit zehn Jahren von der UNESCO anerkannt. Dies wird im Lauf des Jahres mit zehn Veranstaltungen gewürdigt, zwei davon finden im Kreis Esslingen statt. Im Mai startet   auf dem Hohenneuffen das Projekt „Hochgehberge“ mit einem Fest. Im November wird bei einem Alb-Symposium in Lenningen „unsere besondere Verantwortung für Naturschutz, nachhaltigen Tourismus und Regionalentwicklung“ diskutiert, sagte Roland Heidelberg von der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets.

Die Gemeinde Beuren steht gut da: Die Kooperationen, auch mit dem Freilichtmuseum, und die Einbindung der Panorama-Therme in das Tourismuskonzept hätten „nachhaltige Entwicklungen“ für Beuren gebracht, sagte Bürgermeister Daniel Gluiber. Derzeit arbeitet man an einer Machbarkeitsstudie für ein Hotel und Wohnmobil-Stellplätze nahe der Therme.

Neues Gebäude

Mit zusätzlichen Attraktionen will das Freilichtmuseum Beuren weitere Besucher interessieren. Für März ist die Eröffnung des Gartensaals aus Geislingen mit Erlebnis- und Genusszentrum für alte Sorten geplant. Mit dem Gartensaal kommt das 25. Originalgebäude ins Museumsdorf.

 Die Städte im Kreis präsentieren sich auf der CMT wieder unter dem Dach der Region Stuttgart. Plochingen stellt das 25-jährige Bestehen der Wohnanlage unterm Regenturm, genannt Hundertwasserhaus, mit Führungen, Vorträgen und weiteren Kulturveranstaltungen in den Vordergrund. Esslingen bewirbt mehr als 40 verschiedene Stadtführungen, eine davon die Nachtwächter-Führung, die Wolfgang Gorazdza durchführt.

Thema Literatur

Leinfelden-Echterdingen hat einen neu überarbeiteten Gästeführer zum Siebenmühlental herausgegeben, Filderstadt stellt sich als Musical- und Wellnessstadt vor, ebenso wie Wernau, wo auf das Quadrium verwiesen wird. Die Stadt Kirchheim setzt auf literarische Führungen. Tourismusbeauftragte  Heike Büttner verweist auch auf die neu aufgelegte Postkartenserie, die auf verschiedene Attraktionen hinweist   und auf deren Webseiten lotst. Die Stadt Nürtingen widmet sich in ihrem Führungsprogramm der Literatur, speziell dem Dichter Hölderlin. Auch die noch laufende Playmobilausstellung wird beworben.

Erster Auftritt

 Ihr Arbeitsbeginn ist zwar erst am 1. Februar, die künftige Tourismusbeauftragte des Landkreises hat aber die CMT genutzt, um sich vorzustellen: Isabel Urich, 27 Jahre alt, studierte Tourismusmanagerin, stammt aus Neustadt in der Pfalz, zieht es als Nachfolgerin von Tanja Gems an den Neckar, weil sie die Vielfalt im Landkreis reizt: „Hier haben wir Großstädtisches und Natur auf engem Raum beieinander“, sagt sie, die auch die „langfristige Perspektive im erfolgreichen Landkreis“ gerne angeht. Tanja Gems hingegen bleibt dem Kreis erhalten: Sie ist jetzt Projektleiterin im Biosphärengebiet.  pst/bob / Fotos: oben bob, Mitte bob, unten pst

Info: CMT bis 20. Januar  Messe Stuttgart, geöffnet: Montag bis Freitag ab 10 Uhr, Samstag und Sonntag  ab 9 Uhr, Tageskarte ab 13 Euro, Familienkarte ab 28 Euro, Dauerkarte ab 40 Euro, Happy Hour ab 15 Uhr: 7,50 Euro. Mehr unter: www.messe-stuttgart.de.


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Neustart

Im Bewegungszentrum Pfulb nahe Schopfloch laufen die Skilifte wieder an – Ganzjähriger Sportbetrieb

Für viele Skifahrer und die Wintersport treibenden Vereine in der Region beginnt der Start in die Saison mit einer guten Nachricht. Nach einer langen Hängepartie laufen die drei Skilifte im Skigebiet Pfulb nahe Schopfloch in dieser Woche wieder an. Die Lifte oberhalb des Randecker Maars nahe Ochsenwang und in Donnstetten sind bereits gestartet.

Seit dem Jahr 1967 läuft an einem Hang oberhalb des Randecker Maars nahe dem Hof Ziegelhütte ein kleiner Skilift. Die Anlage wird seit 1989 von einer Familie aus Lenningen betrieben. Da der Abhang nur mäßig steil ist und die für Abfahrten geeigneten Abschnitte überschaubar sind, wird das Areal besonders von Familien mit Kindern und von Anfängern geschätzt.

Etwas weiter westlich im Skigebiet Pfulb finden aufgrund der Topografie auch eher ambitionierte Skifahrer ihre Möglichkeiten und seit Jahrzehnten auch eine Liftanlage. Im Jahr 2016 hatten die damaligen Betreiber signalisiert, das gesamte Areal mit Hanggrundstücken, Liftanlage, Skihütte und Kiosk aus Altersgründen abgeben zu wollen. Daraufhin hatte sich die Lehrerin und Sonderpädagogin Gabi Kazmaier aus Oberlenningen als Kaufinteressentin gemeldet. An der Pfulb sah sie ideale Bedingungen, ein inklusives Zentrum zu gründen, in dem behinderte und nicht behinderte Menschen ganzjährig Sport treiben können.

Vertrag unterzeichnet

Aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen den Betreiberfamilien gerieten die Verkaufsverhandlungen allerdings ins Stocken, was zur Folge hatte, dass die Lifte in der vergangenen Saison stillstanden. Dies war besonders für die Wintersportabteilungen der Vereine und die Skiclubs in der Region bitter, da sie mit ihren Angeboten in andere Gebiete ausweichen mussten. So mancher Skikurs fand sogar überhaupt nicht statt.

Im vergangenen März schließlich wurde der Vertrag unterzeichnet, Gabi Kazmaier und die Mitgesellschafter Jürgen Hahn und Waltraud Lenhart der zwischenzeitlich gegründeten gemeinnützigen GmbH Bewegungszentrum Pfulb machten sich ans Werk. Während der Sommermonate boten  Kazmaier und etliche ehrenamtliche Mitstreiter Wanderungen, Nordic-Walking-Aktivitäten und Tandemfahrrad-Touren für Menschen mit und ohne Handicap an. Zudem wurden Rollski-Angebote vorbereitet. „Wir bauen einen ganzjährigen Sportbetrieb auf“, sagt Kazmaier. Der Wintersport und der Liftbetrieb würden – ausreichend Schnee vorausgesetzt – zwar auch in der Zukunft im Gebiet Pfulb eine Rolle spielen. „Allerdings ist es nur eines unserer Standbeine.“ Freilich eines mit regionaler Bedeutung, denn die Skiclubs hätten sich mit ihren Winterangeboten wieder zurückgemeldet. „Wir decken an der Pfulb also ein breites Spektrum ab“, sagt Kazmaier.

In den vergangenen Wochen waren Gabi Kazmaier und ihre Mitstreiter, Mitglieder des Skiclubs Lenninger Alb und der Bergwacht sowie weitere ehrenamtliche Unterstützer aktiv, um die Lifte, die Hütte und den Kiosk betriebsbereit zu machen. Der Lift- und Hüttenbetrieb an der Pfulb startet nun am Mittwoch, 9. Januar (17 bis 21 Uhr). Auch am Freitag (15 bis 21 Uhr), Samstag (10 bis 21 Uhr) und Sonntag (10 bis 19 Uhr) soll der Lift laufen.

„Wir sind ein gemeinnütziger Betrieb und wollen mit Ehrenamtlichen arbeiten“, sagt Kazmaier. Dies gelte, neben den Sport- und Bewegungsangeboten, eben auch für den Hüttenbetrieb. „Wir sind nicht als Gastronomen angetreten“, betont sie, doch in den kommenden Monaten soll die Hütte zumindest sonntags wieder ihre frühere Funktion als geselliger Treff für Skisportler, Spaziergänger und Wanderer erhalten.

Im Idealfall sollen in der Pfulbhütte ab etwa Mai auch während der schneefreien Jahreszeit an den Wochenenden Sportler und Kursteilnehmer mit und ohne Handicap, Wanderer und Spaziergänger bewirtet werden. Dies sei allerdings davon abhängig, ob sich genügend helfende Hände finden, sagt  Kazmaier. Genaue Betriebszeiten könnten daher noch nicht genannt werden. „Wir bauen ja noch auf, und zunächst hoffen wir alle auf einen schönen Winter.“  pst / Foto: dpa

Info: Betriebszeiten von Skilifts und Hütte sowie Angebote des Bewegungszentrums Pfulb  unter www.bewegungszentrumpfulb.de, mehr Infos zu den zwei anderen Liften unter www.skilift-ochsenwang.de und www.skilift-donnstetten.de.


Der Südwesten im Fokus

Urlaubs- und Freizeitmesse CMT  vom 12. bis  20. Januar – 2100 Aussteller aus 100 Ländern

Bei der Urlaubs- und Freizeitmesse CMT, die vom 12. bis  20. Januar in den Hallen der Messe Stuttgart auf den Fildern stattfindet, ist auch der Landkreis Esslingen gut vertreten. Wandern und Fahrradfahren gehört schon lange zu den Schwerpunktthemen der Messe. Wege und Routen dafür bieten viele Gemeinden im Kreis, die hiesigen Städte punkten wiederum mit Führungen.  Das Freilichtmuseum Beuren präsentiert auf der CMT sein neues Programm, und mehrere Tourismusvereine weisen auf die Vorzüge der Schwäbischen Alb hin.

Die CMT-Veranstalter erwarten insgesamt mehr als 2100 Aussteller aus 100 Ländern sowie aus 360 Regionen und Städten. Die CMT wird von ihren Töchtern Fahrrad- und Wander-Reisen, Golf- und Wellness-Reisen sowie Kreuzfahrt- und Schiffs-Reisen ergänzt. Im Caravaning-Bereich können die Besucher rund 1000 Fahrzeuge besichtigen. Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reise wird auf der CMT die Trends für das Reisejahr 2019  vorstellen. Partner der CMT 2019 sind die Bundesgartenschau Heilbronn und Kärnten, das als Partnerregion für den Caravaning-Bereich wirbt. Schwerpunktthema ist die „Outdoor in Baden-Württemberg“.

Mit rund 53 Millionen Übernachtungen im Jahr gehört Baden-Württemberg zu den beliebtesten Urlaubszielen in Deutschland. Es sind die vielseitigen Naturlandschaften vom Bodensee über den Schwarzwald und die Schwäbische Alb  bis in die Kurpfalz, für die sich immer mehr Gäste aus aller Welt begeistern. Nicht zuletzt Wandern und Radfahren werden quer durch alle Altersgruppen immer beliebter und gehören für viele Reisende zu einem Urlaub im Südwesten Deutschlands  dazu. Entsprechend wurde im ganzen Land in den vergangenen Jahren viel in den Ausbau und in die Qualität des Outdoor-Angebots investiert. 

Um das Outdoor-Thema weiter nach vorne zu bringen, hat die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) in Kooperation mit der  CMT und dem  Stuttgarter-Zeitung-Verlag erstmals den Outdoor Award Baden-Württemberg  ausgeschrieben.

 Wanderer und Radfahrer

„Weltbekannte Wanderregionen wie der Schwarzwald oder die Schwäbische Alb machen Baden-Württemberg zu einer der wichtigsten Wanderdestinationen in Deutschland“, sagt Andreas Braun, Geschäftsführer der TMBW. „Die Qualität und Vielfalt der Wege ist einmalig und reicht von legendären Fernwanderwegen wie dem Albsteig oder dem Westweg bis zu kurzen Themen- und Rundwegen.“ Die Anzahl der als Premium- und Qualitätswanderwege ausgezeichneten Routen in Baden-Württemberg sei innerhalb weniger Jahre auf mehr als 150 gestiegen.

Und auch für Radfahrer biete sich mit inzwischen 14 zertifizierten ADFC-Qualitätsrouten und thematischen Radwegen ein gutes Angebot. Mountain­biker haben die Wahl zwischen anspruchsvollen Single-Trails, Bikeparks und einem Wegenetz für sportliche Familien und Genussfahrer.

Ein Nationalpark, zwei Biosphärengebiete und sieben Naturparks machen die Vielfalt der Kultur- und Naturlandschaften in Baden-Württemberg erlebbar. Seit 2014 erstreckt sich auf den Höhenzügen des Nordschwarzwalds auf rund 100 Quadratkilometern Baden-Württembergs erster Nationalpark. Im Südschwarzwald und auf der Schwäbischen Alb können Besucher in zwei Biosphärengebieten Modellregionen erkunden, in denen das Miteinander von Mensch und Natur beispielhaft gefördert wird. Die sieben Naturparks ermöglichen nachhaltige Freizeitaktivitäten  in der Natur.

Die Abenteuer, die sich hierzulande erleben lassen, liegen quasi vor der Haustür. Egal, ob man den Adrenalinkick einer Downhill-Strecke sucht oder Ruhe und Entspannung beim Waldbaden: Freizeitangebote in der Natur erfreuen sich wachsender Beliebtheit. „In Baden-Württemberg warten viele Outdoor-Angebote abseits ausgetretener Pfade“, sagt Braun. In Schiltach gibt es über den Baumwipfeln des Schwarzwalds eine der längsten Zipline-Anlagen Deutschlands, per Tandemflug mit dem Gleitschirm kann man die Schwäbische Alb  erkunden, auf der Alb gibt es auch Canyoning-Touren. Im Donautal laden steil aufragende Felswände zum Klettern ein. Und wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, entdeckt Flora und Fauna am Bodensee vom Kanu aus.

Und dann gibt es  noch Übernachtungsmöglichkeiten in der Natur: im Wildcamp im  Schwarzwald, in einem alten Schäferwagen oder in einem der Baumhaus-Hotels, die es in vielen Regionen  gibt. Schließlich ist Deutschlands Südwesten  grün: Knapp vierzig Prozent der Fläche Baden-Württembergs sind von Wald bedeckt.   red / Foto: dpa

Info: Die CMT findet in den Hallen der Messe Stuttgart auf den Fildern vom 12. bis 20. Januar statt, geöffnet ist sie montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, an den Wochenenden von 9 bis 18 Uhr.  Die Tageskarte für Erwachsene kostet vor Ort 15 Euro (www.messe-stuttgart.de).



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Weniger essen, nicht mehr rauchen, mehr Sport, weniger Digitales: Der guten Vorsätze fürs neue Jahr gibt es viele. Haben Sie Ihre schon gebrochen?

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Überbrücken und freimachen

Mit Brückentagen lassen sich auch 2019 Urlaubszeiten verlängern – Behörden unterliegen Sonderregeln

Alle Jahre wieder: Der Blick in den Kalender des kommenden Jahres zeigt, mit welchen geschickt platzierten Urlaubstagen man als Arbeitnehmer möglichst viel Freizeit gewinnen kann. Auch 2019 ergeben sich Möglichkeiten. Aber: Einen Anspruch auf die sogenannten Brückentage haben Angestellte nicht.

Das Jahr 2019 fängt für „Brückenbauer“ gar nicht gut an: Die Heiligen Drei Könige am 6. Januar, als Feiertag in Baden-Württemberg und Bayern ein praktischer Ausklang der Weihnachtsferien, fallen auf einen Sonntag. Doch über das Jahr verteilt liegen die meisten der freien Feiertage in der Woche – eignen sich also gut, um davor oder danach geschickt Urlaub zu nehmen.

Zwei fest auf Donnerstag terminierte Feiertage im Frühjahr und Sommer, Christi Himmelfahrt am 30. Mai und Fronleichnam am 20. Juni, sind bei Brückenbauern willkommen. Mit jeweils einem freien Freitag beginnen extra lange Wochenenden bereits am Mittwoch.

Einen zweiwöchigen Urlaub können sich Arbeitnehmer günstig zusammenstellen, die am Freitag, 7. Juni, den letzten und am Montag, 24. Juni, den ersten Arbeitstag haben. In den zwei Wochen liegen der Pfingstmontag (10. Juni) und Fronleichnam als Geschenke.

Doch zurück ins frühe Frühjahr: Die Osterzeit lässt sich vorne und hinten verlängern. Wer vor dem Karfreitag am 19. April vier Tage freinimmt, hat insgesamt acht Tage frei. Noch besser: Vier Urlaubstage nach Ostern ergeben zehn Tage Freizeit. Und wer noch Montag und Dienstag, 29. und 30. April, dranhängt, nimmt Mittwoch, den 1. Mai, noch mit, geht am 2. Mai wieder arbeiten und kann auf 13 Tage Urlaub zurückblicken. Ähnlich begeistern dürfte die Zeit um den Tag der Deutschen Einheit, den 3. Oktober. Der Freitag danach ergibt ein langes Wochenende. Allerheiligen, das am 1. November auf einen Freitag fällt, verlängert ohne weiteres Zutun dieses Wochenende. Weihnachten wiederum bietet viele Möglichkeiten, da die Feiertage keinen Samstag oder Sonntag verschwenden und mitten in der Woche liegen. Da der 24. Dezember als halber Arbeitstag gilt, müssen Arbeitnehmer zweieinhalb Tage frei nehmen, um eine Woche Urlaub zu haben. Montag, der 30. Dezember, und der folgende halbe Silvestertag ergeben zwölf Urlaubstage. Wer dann noch den 2. und 3. Januar 2020 freinimmt, muss erst am Dienstag, 7. Januar, wieder arbeiten gehen. Zumindest in Baden-Württemberg, denn die Heiligen Drei Könige fallen auf einen Montag. So fängt das übernächste Jahr schon gut an für Brückenbauer.

Das Thema Urlaub wirft immer wieder rechtlich relevante Fragen auf. Die Experten des Internetportalsarbeitsrechte.de stellen klar: Ein Arbeitgeber muss die Urlaubswünsche seines Mitarbeiters berücksichtigen. Urlaubsanträge dürfen nur aus dringenden betrieblichen Gründen wie die fristgerechte Erfüllung eines Auftrags, personelle Engpässe, weil alle Angestellten gleichzeitig Urlaub machen wollen, Abschluss- und Inventurarbeiten oder ein erhöhtes Arbeitsvolumen abgelehnt werden. Oder wenn hoheitliche Aufgaben wahrgenommen werden: Das trifft im besonderen Maße für Behörden wie die Landkreisverwaltung zu. Dort regelt der Sitzungsterminkalender den Urlaub der Amtsleiter, des Landrats, der Protokollführer und anderer maßgeblicher Personen. „Sitzungsfrei sind eben nur die Ferien“, erklärt Peter Keck, der Pressesprecher des Landratsamts Esslingen. Das bedeutet auch für Männer und Frauen ohne schulpflichtige Kinder oder Ehepartner im Schulbetrieb, dass sie nur in den Ferien verreisen können. Das betrifft auch die Bundeskanzlerin. Auch Angela Merkel muss ihren Urlaub in die sitzungsfreie Zeit legen.

Ansonsten regeln die Abteilungsleiter im Landratsamt  die Urlaubswünsche ihrer Mitarbeiter. Feste Regeln gebe es jedoch nicht, sagt Keck. „Das wird im Team, im Gespräch miteinander entschieden.“ Die Voraussetzung sei, dass das Funktionieren der  einzelnen Ämter  immer gewährleistet sei. bob/Foto: dpa

Info: Im Internet finden sich unter dem Stichwort Brückentage Seiten, die bei der Urlaubsplanung helfen.


Abba-Show:

Am Dienstag 15. Januar, 20 Uhr, gastiert die Show „Abba Gold“ in der Nürtinger Stadthalle K3N. Dabei leben die Songs der schwedischen Pop-Band auf, Hits wie „Waterloo“, „Money, Money, Money“, „Thank you for the Music“, „Mamma Mia“, „Super Trouper“, „Dancing Queen“, „Chiquita“ oder „Fernando“ sind unvergessen. Auch bei der Gestaltung der Bühnenshow wird laut Ankündigung authentisch gearbeitet. Choreografie, die Glitzerwelt auf Plateauschuhen und das funkelnde weiße Klavier lehnen sich eng an den Vorbildern an. Mehr Infos unter www.mannekurz-events.de, Karten gibt es an bekannten Vorverkaufsstellen (ab 29 Euro zuzüglich Gebühren). Foto: Jan Kocovski


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Die Deutsche Umwelthilfe prüft, ob sich ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen erzwingen lässt. Ist ein solches Tempolimit sinnvoll?

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Tempolimit einführen?

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Zunächst keine Strafen

Zum neuen Jahr gelten in Stuttgart Fahrverbote für ältere Diesel – Etliche Ausnahmen – Schwierig zu kontrollieren

Die Schilder stehen schon, zum 1. Januar wird das Diesel-Fahrverbot im gesamten Stuttgarter Stadtgebiet dann zumindest in Teilen „scharf“ gestellt.

Als erste deutsche Großstadt führt Stuttgart zum 1. Januar Diesel-Fahrverbote für eine gesamte Umweltzone ein. Sie gelten zunächst nur für ältere Diesel, die nicht die Abgasnorm Euro 5 schaffen. Für Einwohner gelten die Verbote erst ab 1. April. Es gibt reichlich Ausnahmen, etwa für Handwerker. Polizei und Stadt kündigten zudem an, bei Verstößen zunächst eine Weile noch ein Auge zuzudrücken. Irgendwann zahlen Dieselsünder aber mehr als 100 Euro.

Warum gibt es in Stuttgart  Diesel-Fahrverbote?

Die Landeshauptstadt kämpft seit Jahren gegen eine zu hohe Belastung der Luft mit Schadstoffen. Verstärkt durch die Kessellage werden die EU-Grenzwerte immer wieder überschritten. Während die Belastung durch Feinstaub zuletzt besser wurde, liegen die Werte bei Stickstoffdioxid meist noch weit über dem Grenzwert. Quelle für Stickstoffdioxid ist vor allem das Auto.

Für welche Fahrzeuge gilt das Diesel-Verbot?

Betroffen vom Fahrverbot sind alle Kraftfahrzeuge mit Dieselmotoren der Abgasnorm Euro 4 und schlechter. Diesel mit  Abgasnorm ab Euro 5 sind vom Verbot noch ausgenommen.

Wo gilt das Diesel-Verkehrsverbot?

Stuttgart ist die bundesweit erste Stadt, in der das Fahrverbot ganzjährig in einer kompletten Umweltzone gilt – also im gesamten Stadtgebiet.

Ab wann gilt das Fahrverbot?

Ab 1. Januar 2019. Für Einwohner der Stadt Stuttgart gibt es eine Übergangsfrist. Ab April gilt das Verbot dann auch für sie.

Gibt es Ausnahmen?

Jede Menge. Neben dem Lieferverkehr sind Handwerker und  Krankenwagen, Polizei und Katastrophenschutz ausgenommen. Für Wohnmobile, Reisebusse oder Arztbesuche können Ausnahmen beantragt werden. Auch Einpendler und Touristen dürfen sie beantragen.

Wer kontrolliert?

In klassischer Aufteilung ist die Polizei für den rollenden Verkehr zuständig, plant aber zunächst keine gezielten Kontrollen. Diesel-Sünder sind sozusagen Beifang. In der Umweltzone stehende Fahrzeuge werden von städtischen Mitarbeitern überprüft, aber auch nur dann, wenn durch Diesel-Kennzeichnung am Kofferraum oder äußere Merkmale eine Überprüfung naheliegt – oder wenn sie durch falsch parken auffallen und ohnehin ein Bußgeldverfahren läuft.

Sind in der Umweltzone zugelassene Diesel gekennzeichnet?

Nein. Zwar hätten Land und Stadt gerne eine blaue Plakette ergänzend zur grünen, gelben und roten gehabt, doch da war Berlin dagegen. Die Idee einer speziellen Stuttgart-Plakette zur besseren Kontrolle der Fahrverbote wurde wegen des enormen Aufwands verworfen. Bleibt das Problem: Rein äußerlich ist die Euronorm nicht zu erkennen.

Wie hoch ist das Bußgeld?

Verstöße gegen das Verbot werden mit einem Bußgeld von 80 Euro geahndet. Rechtsgrundlage ist das Bundesimmissionsschutzgesetz. Zuzüglich Gebühren und Auslagen erwarten den Sünder eine Rechnung in Höhe von 108,50 Euro – aber es gibt keinen Punkteeintrag im Fahrerlaubnisregister.

Ab wann drohen Autofahrern tatsächlich Bußgelder?

Einpendlern drohen diese eigentlich vom 1. Januar an, Einwohnern mit Fahrzeugen mit S-Kennzeichen ab 1. April des neuen Jahres. Jedoch wollen sich Polizei und Stadt bürgernah und verständig zeigen – wie bei jeder neuen Regelung, teilen sie mit. Heißt: Zunächst bleibt es bei Verstößen bei Ermahnungen und Informationen. Wie lange sich die Autofahrer darauf verlassen können, ist aber unklar. dpa/ Foto: dpa