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Landesmuseum Stuttgart: Freier Eintritt in den Schausammlungen – Schwertersammlung ab Oktober – Schwaben im Kindermuseum

  

Wie bekommt man mehr Besucher ins Museum? Vor allem Menschen, die sich eigentlich nicht für Museumsbesuche interessieren? Das Stuttgarter Landesmuseum hat seit Jahresbeginn den Eintritt in die Schausammlungen freigegeben. Die erste Bilanz lautet: Es kommen mehr Besucher, vor allem andere als zuvor – und die Menschen besuchen die Museen anders.
Damit reihen sich die Stuttgarter in die Riege der wenigen deutschen Museumshäuser ein, die freien Zugang zu ihren Sammlungen gewähren. Die Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums Württemberg und die Adolf Würth GmbH finanzieren das Projekt mit 160 000 Euro. Das Landesmuseum erhofft sich, mit dem freien Eintritt in die Schausammlungen Barrieren abzubauen und Hemmschwellen zu senken – im Sinne einer gelebten Partizipation. „Dank des kostenfreien Eintritts können wir unserem Bildungsauftrag nochmals verstärkt nachkommen“, sagt Cornelia Ewigleben, Direktorin des Landesmuseums Württemberg.
Der freie Eintritt in die Schausammlungen des Landesmuseums Württemberg im Jahr 2018 gilt für die Häuser in Stuttgart – das Alte Schloss, das Haus der Musik im Fruchtkasten und das Römische Lapidarium – sowie für das Museum der Alltagskultur in Waldenbuch.
Eine Besucherbefragung begleitet das Projekt. Ergebnisse aus den Befragungen sollen im Herbst vorliegen. „Gefühlt wird der freie Eintritt sehr gut angenommen“, sagt Heike Scholz, die Pressesprecherin des Museums. Noch gibt es keine belastbaren Zahlen zum Besucherverhalten seit dem Start des freien Eintritts, aber Scholz und ihre Kollegen registrieren andere Besuchergruppen als die üblichen. „Es fällt auf, dass auf jeden Fall mehr Leute nach der Wegeführung fragen, die Aufenthaltsregeln nicht kennen oder auch sagen, dass sie das erste Mal da sind.“ Man habe bereits weitere Piktogramme angebracht.
Eingefleischte Museumsfreunde nutzen das neue Angebot auf ihre Weise – mit Spontanbesuchen beispielsweise. „Manch einer huscht schnell rein, zum Beispiel, wenn das Wetter umschlägt“, sagt Scholz und berichtet von einer Dame, die nun mehrmals die Woche komme und ihr Lieblingsobjekt betrachte.
Der freie Eintritt kann ein Baustein sein, kunstferne Menschen in Museen zu locken, ein Allheilmittel ist es nicht. „Man muss schon einen langen Atem haben“, sagt Heike Scholz. „Der Preis allein ist es nicht, wir brauchen auch spezielle Programme und Veranstaltungen, mit denen wir andere Gruppen ansprechen können.“ Scholz’ Beispiel für einen regen Besuch einer anderen Klientel sind die Veranstaltungen der Reihe Mord im Museum. Scholz: „Das hat eben Eventcharakter.“
Ungeachtet der Evaluation der Besucherzahlen wird es den freien Eintritt in den Schausammlungen auch im kommenden Jahr geben.
Derzeit läuft im Alten Schloss die Ausstellung „7 Super Schwaben“, eine Mitmachausstellung für Kinder und Familien (noch bis 29. Juli). Das Kindermuseum stellt in dieser beliebten Mitmachausstellung Persönlichkeiten aus der Region vor. Ob Torwand, Planetenspiel in einer Mondlandschaft oder Trickfilmstudio – an spannenden Stationen lernen kleine und große Besucher die Errungenschaften und Verdienste berühmter Schwaben kennen – vom Astronomen Johannes Kepler über Gottlieb Daimler bis zu Fußballstar Sami Khedira.
Im Schloss Waldenbuch, dem Museum der Alltagskultur, begibt sich die Schau „Mein Name ist Hase“ auf die Spur von allseits bekannten Redewendungen. Die Mitmachausstellung für Große und Kleine läuft noch bis zum 9. September.
Derzeit laufen die Vorbereitungen für die nächsten Sonderausstellungen: „Faszination Schwert“ ab dem 13. Oktober sowie die Mitmachausstellung für Kinder und Familien „Räuber Hotzenplotz“ ab 20. Oktober im Alten Schloss. Die Sonderausstellung, die sich an junge Menschen wendet, will auch alle diejenigen begeistern, bei denen Hotzenplotz Kindheitserinnerungen weckt. Der Beginn der Ausstellung liegt auf dem 20. Oktober, dem Tag, an dem der 2013 verstorbene Hotzenplotz-Erfinder Ottfried Preußler 95 Jahre geworden wäre.
Für „Faszination Schwert“ haben die Kuratoren im Depot des Museums nach geeigneten Stücken geschaut. Die Ausstellung geht der Frage nach, warum das Schwert bis heute eine magische Anziehungskraft auf so viele Menschen in einer hochtechnisierten Welt ausübt. Über die Jahrtausende gesehen war das Schwert nicht nur Tötungsinstrument, sondern auch Zeichen von Status und Macht.
Die Ausstellung soll von einem umfangreichen Begleitprogramm umrahmt werden. Zur Schau wird das Sonderheft „Archäologie in Deutschland“ mit 110 Seiten erscheinen, das im Museumsshop erhältlich ist. bob / Foto links: Landesmuseum / Foto rechts: bob

Info: www.landesmuseum-stuttgart.de

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