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Erschienen am 22.11.2017


Erschienen am 11.10.2017

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Lebensgefühl-Messe 2017

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Max und Felix als Denkmalschützer

Viereckschanze im Esslinger Stadtwald: Kulturdenkmale im Waldboden schützen – Rückepferde sorgen für schonende Waldwirtschaft

  

Bodendenkmale, zumal im Wald gelegen, haben einen entscheidenden Nachteil: Man kann sie schlecht sehen. Das hat dazu geführt, dass die Forstwirtschaft ihnen über Jahrzehnte Schaden zugefügt hat. Um Waldbesitzer und Forstmitarbeiter für die Bodenschätze zu sensibilisieren, hat der Landesbetrieb Forst BW ein Merkblatt herausgegeben.
Im Esslinger Stadtwald, nahe dem Jägerhaus, liegt eine rund 2000 Jahre alte keltische Hofanlage im Boden, 150 Meter davon entfernt ein Gräberfeld. Ein Täfelchen am vorbeiführenden Waldweg macht Spaziergänger darauf aufmerksam. Doch die Reste der Anlage aus der frühen Besiedlungsgeschichte der Region ist nur für geübte Augen zu erkennen. Mehr als einen Hügel nimmt der ahnungslose Betrachter zunächst nicht wahr. Zwar sind Teile der Viereckschanze, wie die Keltenanlage heißt, bereits in den 1920er-Jahren ausgegraben worden, dennoch sind forstwirtschaftliche Arbeiten in diesem Bereich weitergelaufen wie immer. Das bedeutet, dass durch das Fällen und Durchziehen von Baumstämmen durch sogenannte Rückegassen mit schweren Maschinen Teile der Anlage abgetragen und geschleift wurden; das passierte in den zurückliegenden Jahren vielfach aus Unkenntnis.
Seit 2009 hat die Stadt alle Denkmale auf ihrer Gemarkung aufgelistet. Diese Denkmaltopografie bildet nicht nur die historisch relevanten Gebäude in der Altstadt ab, sondern eben auch Kulturdenkmale in freier Landschaft. Der Schutz dieser Denkmale ist allerdings eine Herausforderung. Die Holzernte, die Waldbewirtschaftung sowie das Anlegen von Wegen im Wald als Erholungsgebiet gehören zu den Faktoren, die im gemeinsamen Konzept des Landesamts für Denkmalpflege und des städtischen Forstbetriebs Esslingen beachtet und bearbeitet werden mussten.
„Es gibt eine Reihe von Methoden, die eine bodenschonende Bearbeitung des Waldes möglich machen“, erklärte Stadtförster Ingo Hanak kürzlich bei der Vorstellung des Projekts. Hanak, der sich seit drei Jahren intensiv mit der Thematik beschäftigt, führte vor, mit welchen Arbeitsgeräten beispielsweise der Boden schonend und flach geöffnet werden kann, um Setzlinge einbringen zu können. Wie Hanak berichtete, sind hohe alte Bäume um die Anlage herum gefällt worden. „Diese Bäume hätten bei Sturm umgerissen werden und auf die Anlage stürzen können.“ Das langfristige Ziel sei eine Bewirtschaftungsform, die ohne sturmgefährdete Bäume auskommt.
Einen wesentlichen Anteil am Walddenkmalschutz hat der Einsatz sogenannter Rückepferde. Max und Felix, die beiden Kaltblüter des Lichtenwalder Garten- und Landschaftsbauers Julian Sartorius, ziehen jedes bis zu 600 Kilo Holzgewicht aus dem Wald. Der Vorteil: Die Tiere transportieren die Holzstämme aus nächster Nähe der Denkmale ab und überbringen sie an weiter entfernt stehende Erntemaschinen.
Werden die Stämme nur über kürzere Distanzen über den Boden gezogen, ist die Gefahr geringer, dass sie sich eingraben und an diesen Stellen Schaden anrichten. Für das Konzept bedeutete dies, dass die Rückegassen neu bewertet wurden. Auch der Rückeweg der Pferde musste an das bestehende Rücke­wegenetz angeschlossen werden. Landesarchäologe Dirk Krausse ist von dem Konzept überzeugt: „Die keltische Viereckschanze ist ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Denkmalpflege und dem Forst beim Schutz archäologischer Denkmale im Wald.“ Auch Felix Reining, der ehemalige Kreisforstamtsleiter und jetzige Geschäftsführer von Forst BW, steht hinter dem Konzept: „Der Wald birgt zahlreiche Bodendenkmäler. Forst BW setzt sich aktiv dafür ein, dass sie geschützt bleiben.“
Und Burkhard Nolte, der Leiter des Esslinger Grünflächenamts, freute sich darüber, dass ein Esslinger Denkmal als Beispiel für das Merkblatt ausgewählt wurde.
Info: Das Merkblatt „Denkmale im Wald: Erkennen und schützen“ gibt es bei Forst BW oder zum Herunterladen im Internet unter www.forstbw.de. Es richtet sich an alle Waldbesitzer und Menschen, die im Wald arbeiten. bob / Fotos: bob

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Die FDP und ihr Chef Christian Lindner haben die
Sondierungsgespräche zu einer Jamaika-Koalition in
Berlin platzen lassen. Können Sie das nachvollziehen?

Foto: dpa

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„Ein ganz besonderer Abend“

Eisstockschießen, Eislaufen und Abendessen: Gewinner des ECHO-Krimirätsels treffen sich im Eisstadion Esslingen

  

Der Tatort des aktuellen ECHO-Krimirätsels war das     Eisstadion  in Esslingen. Dort wurde das Opfer von der Eismaschine des Eissportvereins überrollt. Die fünf Gewinner, die den Mörder ermittelt hatten, waren in der vergangenen Woche eingeladen, sich in verschiedenen Eissportarten zu versuchen. Und Fahrten auf der Eismaschine, dem Mordinstrument, waren auch  dabei. Die fünf Gewinner hatten beim Krimirätsel auf den Lehrer Peter Prell gesetzt. Der hatte sich verraten, als  er, obgleich er sich als kompletter Laie in Sachen Eissport und Eistechnik vorgestellt hatte, plötzlich sehr kundig über die Mammoth-Eismaschine sprach. Damit war er der Lüge überführt.

Joachim und Stefanie Brucker aus Unterensingen, Sven Maier und Kiriaki Dzemadidou aus Kirchheim, Ute und Jürgen Lang aus Baltmannsweiler, Karin Nutz und Georg Przybilski aus Ostfildern sowie Katja Möhle-Stöhr und Martin Stöhr aus Esslingen wagten sich aufs Eis, zunächst zum Eisstockschießen. Sie erfuhren, dass der Stock aus Stiel,  Körper und Laufsohle besteht  – und dass es unterschiedlich schnelle Sohlen gibt, erkennbar an der Farbe. Vereinspräsident Dieter Fingerle erklärte die Spielregeln: Bein Stockschießen kommt es darauf an, ähnlich wie beim Boule, den eigenen Stock innerhalb der Zielfläche möglichst nahe an die ausgelegte Daube zu schießen.

Erlaubt ist es auch, einen günstig liegenden Stock des Gegners wegzuschießen. Zwei Mannschaften wurden gebildet: Männer gegen Frauen.  Die Eisstockneulinge  stellten sich  geschickt an: Sie beherrschten das Ausloten zwischen kräftigem Schwung und gezieltem Wurf, der  innerhalb der Abmessungen verbleibt, ganz gut. Nach dem Wettbewerb konnte jeder Schlittschuhe ausleihen. Dabei standen etliche der Gewinner seit langer Zeit das erste Mal wieder auf Schlittschuhen. Entsprechend wackelig  verliefen die ersten Schritte. Wer zum ersten Mal  auf Kufen stand,  bekam von Dirk Fingerle  eine Einweisung in die richtige Hinfalltechnik. „Immer nach vorne fallen“, lautete das Motto. Nach gut zwei Stunden im Kalten  – den Abschluss bildete eine Fahrt mit der Eismaschine und Eismeister Dirk Fingerle  –  ging es in die warme Stube. Das Restaurant „Iglu“ hatte einen Tisch  reserviert und herbstlich geschmückt. Zum Auftakt servierte die Küche eine heißee Gemüsebrühe mit Schalotten und Maronen. Der Hauptgang versetzte alle in Entzückung: ein argentinisches Hüftsteak, butterzart und kross gebraten,  garniert mit Gemüse, Kartoffelgratin und Sauce Bernaise. Den Abschluss bildete ein fruchtiges Mangosorbet auf Brombeerspiegel. „Das war ein ganz besonderer Abend“, fasste Stefanie Brucker zusammen. „Es hat wahnsinnig Spaß gemacht.“  bob / Fotos: bob

Geheimnis ist gelüftet

Narren präsentieren neue Prinzen- und Grafenpaare

Das Spekulieren und die Gerüchte haben ein Ende: Am Samstag, 11.11., wurden bei den Karnevalsvereinen die neuen Prinzenpaare „enthüllt“. Beim Narrenbund Neuhausen erlebten „Ihre Lieblichkeit“ Yvonne I. und „Seine Tollität“ Alex der Rheinische ein Blitzlichtgewitter und bewährten sich gleich beim Anstecken von Orden und auf der Bühne – mit dem charmanten Kinderprinzenpaar Prinzessin Jasmin und Prinz Paul an ihrer Seite. Auch die Karnevalsfreunde Esslingen freuen sich über ihr Grafenpaar Carmen I. und Stephan II.
Alle haben dichtgehalten bis zum Schluss – das freute Alex Preißer, den Elferratspräsidenten des Narrenbunds Neuhausen. Er denkt mit dem Start der Kampagne schon ans Nachfolger-Paar: Die Frage „Wer läuft mir über den Weg?“ sei bei Festen und Umzügen stets präsent, sagt er, denn „ich muss wirklich dahinterher sein“. Nicht immer ist es so einfach wie dieses Jahr, in dem der jetzige Prinz Alex, mit bürgerlichem Namen Alexander Neikes, sich beim Sommerfest nach den Pflichten der Majestäten erkundigte – womit er samt seiner Freundin Yvonne Kantner schon gebucht war. Sie ist mit den Schellenpetern groß geworden, er kommt aus einer rheinischen Karnevelshochburg, wo man sehr viel Geld bezahlt, um Prinzenpaar zu werden. In Neuhausen kostet es nichts: Das war die Chance für Alex, dessen neunjährige Tochter Lilly übrigens am 11.11. Geburtstag hat.
Die offizielle Begründung des Paars für seine Bewerbung klingt allerdings anders: Er sei vor die Wahl zwischen Prinzenpaar und Heiraten gestellt worden, sagt „Seine Tollität“, und habe dann das kleinere Übel gewählt. Aber wenn die beiden die Kampagne gut überstünden, sehe man weiter. Vor den vielen Terminen – Inthronisationen, Ordensbälle, Umzüge, Prunksitzungen – ist ihnen nicht bang. „Ich kenn’s gar nicht anders“, sagte Yvonne I. „Wenig Schlaf, viel unterwegs sein.“ Auch das Kinderprinzenpaar Jasmin und Paul weiß ganz gut, was es erwartet und freut sich aufs Cabrioletfahren und Bonbonwerfen bei den Umzügen. Beide sind bei der Wagenbaugruppe „Die Greifer“ aktiv, was sich in ihrem Zepter in Akkuschrauber-Form widerspiegelt. Tatsächlich sei das „Amt“ beim Nachwuchs deutlich beliebter, verrät Preißer: Per E-Mail reichen die Kinder teilweise sehr kreativ gestaltete Bewerbungen ein.
Auch die Karnevalsfreunde in Esslingen als noch junger Verein haben es wieder geschafft, ein Paar – bei ihnen ist es das Grafenpaar – zu gewinnen. Was nicht ganz einfach ist, wie Burgratssprecher Thomas Thiergärtner verrät. Esslingen ist bekanntlich keine Faschingshochburg und die Termine seien manchen Kandidaten einfach zu viel. „Man ist ziemlich unterwegs“, sagt Achim Schantze, der selbst zusammen mit seiner Frau Stefanie schon mal in diese Rolle geschlüpft ist. Zwei, drei Termine am Abend seien es schon mal, aber „wir haben es genossen“. So hatten die Karnevalsfreunde seit ihren Anfängen 1998 ebenfalls jedes Jahr ein Prinzenpaar oder zumindest eine Prinzessin.  aia / Foto: Karnevalsfreunde

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Die Wirtschaftsweisen plädieren für flexiblere Arbeitszeiten,
der starre Acht-Stunden-Tag sei veraltet. Sehen Sie das genauso?

Foto: dpa

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Allee des Jahres

Vorbildliche Bürgeraktion in Wernau – Würdigung nach 18 Jahren

Nach prächtigen, alten Alleen muss man in Baden-Württemberg suchen. Trotzdem verläuft die „Allee des Jahres 2017“ im Ländle: Sie ist erst 18 Jahre alt und säumt die gut 1,5 Kilometer lange Strecke vom Wernauer Ortsausgang bis zum Weiler Freitagshof. Die Auszeichnung ist der Wernauerin Angelika Vetter-Kurz zu verdanken, die das Siegerfoto zum Wettbewerb „Allee des Jahres“ eingereicht hat. Sie geht aber auch an die Aktiven vom Obst- und Gartenbauverein (OGV), die die 160 Alleebäume vor 18 Jahren gepflanzt haben.

Alljährlich startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland  den bundesweiten Fotowettbewerb zur Allee des Jahres. Oft sind auf den prämierten Bildern grüne Tunnel aus ehrwürdigen Bäumen zu sehen. Im westlichen Deutschland wurde seit den 60er-Jahren vielen Alleen der Garaus gemacht, weil die Bäume als Gefahr für Autofahrer galten. Mittlerweile hat sich das gewandelt, der ökologische Wert der Baumreihen tritt in den Vordergrund: Sie filtern Feinstaub und andere Schadstoffe aus der Luft, nehmen Kohlendioxid auf, sind ein Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tiere.

Im OGV Wernau kam 1999, anlässlich seines 75-jährigen Jubiläums, die Idee auf, eine Allee zum Freitagshof zu pflanzen. Die Stadt zog mit und stellte jedem von Bürgern gespendeten Baum einen zweiten zur Seite. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen, manche Leute oder Vereine hätten gleich fünf oder zehn Bäume gestiftet, erinnert sich Helmut Fritz, einer der beiden heutigen Vorsitzenden. Als die „Milleniums-Allee“ bis zum Freitagshof reichte, habe man die Aktion gestoppt, sonst wären es wahrscheinlich noch ein paar Spitzahorne mehr geworden. Ausgewachsen sind diese übrigens noch nicht, sie werden noch einiges größer werden.

Die „Väter der Allee“, insbesondere Josef Beer und der damalige Vorsitzende Willi Hanninger, legten beim Pflanzen der Baumreihen rechts und links der L 1207 selbst Hand an. „Drei Wochen haben die geschafft“, sagt Helmut Fritz. Das Pflanzloch hob man mit einem kleinen Bagger aus, der damalige Ortsbaumeister setzte die Pflöcke, dann schaufelte man von Hand wieder zu.

Angelika Vetter-Kurz findet die Entstehungsgeschichte der Allee „genial“ – schön wäre es, wenn die Stadt zu ihrem nächstes Jahr anstehenden 50-jährigen Jubiläum etwas Ähnliches anstoßen würde, sagt sie. Denn jedes Stückchen Natur zähle. Die Wernauerin war sonntags mit dem Fahrrad und der Kamera unterwegs, als sie die herbstlich verfärbte Allee ablichtete, ganz ohne den Autoverkehr, der zu den Stoßzeiten unter der Woche manchmal nicht abreißt. Ihr Bild gewann unter 131 Einsendungen den ersten Preis. aia / Foto: Angelika Vetter-Kurz

Der Mann hinter dem Fräulein wird 50

Michael Panzer alias Fräulein Wommy Wonder feiert Geburtstag – Gala in Stuttgart – Seit 1984 mit Travestieshow unterwegs

  

Michael Panzer wird 50 Jahre, das Fräulein Wommy Wonder feiert seinen „Erfinder“ mit einer großen Gala – am  kommenden Wochenende im Spardawelt-Eventcenter beim Stuttgarter Hauptbahnhof.

Seit 1984 tourt Michael Panzer mit seiner Figur Frl. Wommy Wonder über die Bühnen der Republik. Er hat Fernsehauftritte, wirkte in Filmen mit, war und ist zu Gast in angesagten Shows und ist mit Comedy- und Medienpreisen regional und bundesweit ausgezeichnet. Wommy und Frl. Wommy Wonder sind eingetragene Warenzeichen, Markenzeichen die mächtigen Turmfrisuren, Abendkleider sowie Stöckelschuhe, mit denen sich Wommy auf eine Größe von 2,42 Meter schraubt.

Als er mit seinem Fräulein startete, hat der gebürtige Oberschwabe  noch katholische Theologie und Germanistik  studiert  – mit dem Ziel, Lehrer zu werden. Am Anfang liefen die Travestie  und das Studium  noch parallel. Seit 1991 ist Panzer im Hauptberuf Künstler. Geplant war der Metierwechsel allerdings nicht: „Ich habe alles eher intuitiv gemacht“, sagt Panzer heute.

„Hätte ich alles konsequent am Reißbrett entworfen und durchkalkuliert, hätte ich wahrscheinlich die Finger davon gelassen“, sagt Panzer. Die Frage nach dem möglichen Erfolg war ihm dabei nicht so wichtig. „Woran bemisst man das“, fragt er. „Am Einkommen, Feedback, Popularität oder Fernsehpräsenz?“ Er selbst sieht sich als „einer der Ersten in der zweiten Reihe“.

Das sei erstrebenswerter als sich in der Frontriege schnell  zu verschleißen.

Vielleicht ist Wommy so etwas wie das Fluchtvehikel aus dem Alltag, das ihm das „Überleben“ ermöglicht, sinniert Panzer. Wer hier die Strippen zieht, Wommy bei Panzer oder Panzer bei Wommy, sei nicht immer so klar. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen Panzer und Wommy. Der Grundhumor zum Beispiel, die Sicht auf die Welt, die bei Wommy überspitzt daherkommt. „Wommy ist ein Kunstwesen zwischen den Geschlechtern, das Männern und Frauen gleichermaßen die Leviten lesen kann, ohne dass jemand darauf böse sein kann“, erklärt Panzer die Figur. Daher ist Wommy auch kein klassisches Travestiemodell, das  optisch die perfekte Frau zu verkörpern versucht.

„Der kabarettistische Aspekt  des Genres  war von Anfang an  immer wichtiger“, sagt Panzer. Deshalb ist er bereits vor 20 Jahren auf Plastikfrisuren statt Echthaar auf Wommys Kopf umgestiegen.  Dadurch  seien der satirische Aspekt und der ironische Abstand gleich zu Beginn erkennbar und befreiten den Zuschauer von der Frage, ob auf der Bühne ein Mann steht, der eine Frau sein will.

Panzer und Wommy stehen seit 1984 gemeinsam auf der Bühne.  Auch wenn das  Fräulein alterslos sein soll, hat sich die Dame über die vergangenen 33 Jahre verändert. Haben früher die Parodien bekannter Sängerinnen wie Nana Mouskouri, Zarah Leander  oder Mireille Mathieu das Programm dominiert, wachse heute eine ganz anders medial geprägte Generation  heran, die man anders unterhalten müsse.

In die Zukunft will Panzer nicht allzu weit schauen. Das liegt ihm nicht. Aber mit Wommy will er alt werden: „Bis zum letzten Schnaufer, wenn die Leute das mögen.“ Denn letztlich ist Wommy Michael Panzers „beste Freundin, beste Beichtmutter und bester Saufkumpel. Irgendwie alles, was ich mag“.  Nur ein wenig weniger schwitzen könnte sie.

Seine Motivation und kreative Inputs  gewinnt Panzer aus dem Alltag und von seinen Mitmenschen. Nicht zuletzt lobt er seine Erziehung, die ihm eine gewisse preußische Disziplin und Arbeitsmentalität mit auf den Weg gegeben hat.

Und sein Wohnort Ostfildern hat es ihm angetan: „Solange meine Nachbarschaft so wunderbar ist wie momentan, kriegt mich auch niemand aus Nellingen weg.“

Jetzt wird erst einmal der 50. Geburtstag mit einem Kabarettwochenende gefeiert. Die Gala findet von  Freitag, 10.,   bis Sonntag,  13. November, im SpardaWelt Eventcenter beim Stuttgarter Hauptbahnhof statt.

Das Wochenende  wird ganz groß zelebriert mit Live-Band, Stammkünstlern und täglich wechselnden Gästen wie zum Beispiel Musicalstar  Kevin Tarte. Laut Panzer wird  es Sachen zu sehen und zu  hören geben, die nur für die drei Tage konzipiert wurden. bob / Foto links: privat, Foto rechts: Veranstalter

 

Infos zum Programm und zu den Karten unter www.wommy.de

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An Heiligabend, der dieses Jahr auf einen Sonntag fällt,
könnten Läden im Land bis 14 Uhr öffnen. Würden Sie das begrüßen?

Foto: dpa

Shoppen am 24.12.?

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T.C. Boyle liest

Esslinger Literaturfestival LesART vom 7. November bis 2. Dezember

Es war ein langgehegter Traum von Renate Luxemburger, die bei der Esslinger Stadtbücherei das Programm für das Literaturfestival LesART zusammenstellt: der Besuch des amerikanischen Schriftstellers T.C. Boyle in Esslingen. Der Autor wird am 22. November aus seinem aktuellen Roman „Die Terranauten“ lesen. Aber auch sonst kann sich die LesART, die vom 7. November bis zum 2. Dezember stattfindet, sehen lassen .
Vor einer Woche hat der Vorverkauf begonnen. Nach nur wenigen Stunden waren bereits neun Veranstaltungen komplett ausverkauft, darunter auch die des amerikanischen Kultautors Boyle. Dessen Lesung wird nun von der Württembergischen Landesbühne (WLB) ins Neckar Forum verlegt. Am 7. November beginnt der Kartenvorverkauf für die erweiterte Veranstaltung. Renate Luxemburger berichtet, dass am ersten Vorverkaufstag bereits um 7.30 Uhr Literaturliebhaber vor der Stadtbücherei auf den Einlass gewartet haben. „Mein Eindruck ist, dass das Interesse am Esslinger Literaturfestival von Jahr zu Jahr zunimmt“, sagte sie. Die Wahl größerer Veranstaltungsräume müsse die Ausnahme bleiben. „Das Festival lebt vom intimen Rahmen, in dem sich Publikum und Autor begegnen.“
Für die Beliebtheit des Festivals sieht sie auch die bewährte Programmmischung verantwortlich. Nicht nur die großen Namen tauchen im Programmheft auf, sondern auch Nachwuchsschriftsteller, junge Autoren und lokale Schriftsteller. Im Mittelpunkt stehen auch immer Themen der Zeit – umgesetzt in verschiedene literarische Formen.
T.C. Boyle beispielsweise behandelt in den „Terranauten“ die menschliche Eitelkeit und den Publicity-Wahn. Die deutsch-deutsche Geschichte, Rassismus im Alltag, Judenverfolgung, Postkommunismus und Mauerfall, aber auch Poesie als Widerstandswaffe sowie Flüchtlinge, Lobbyismus, der Islam und anderes Aktuelles sind Themen der LesART.
Junge Autoren haben einen wichtigen Platz bei der LesART. Renate Luxemburger empfiehlt die Lesungen mit Lize Spit (14. November) und Sasha Marianna Salzmann (30. November). Lize Spit gilt als Literatursensation aus Belgien. Sie liest aus ihrem Debütroman „Und es schmilzt“. Sasha Marianna Salzmann ist eine bekannte Theaterautorin. In ihrem Erstling „Außer sich“ begeisterte sie auch die Jury der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Im Kinder- und Jugendprogramm sind fünf Autoren eingeladen, die 16 Schul- und öffentliche Lesungen bestreiten. Das Besondere daran: Zoran Drvenkar, der Autor der Kurzhosengang, liest aus dem vierten Band der „Gang“ – ein Buch, das erst im Herbst 2018 erscheinen wird. bob / Foto: Bulgrin

Info: Karten nur über die Stadtbücherei, t 07 11/35 12-34 44 oder 35 12-33 33 und unter lesart@esslingen.de, Karten: 8 Euro, Kinder- und Jugendveranstaltungen sind frei,die Dauerkarte ist ausverkauft.

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Mit einem Tempolimit sollen illegale Autorennen auf der A 81
unterbunden werden. Ist das der richtige Schritt?

Foto: dpa

Tempolimit auf A 81?

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