Endspurt im Albvorlandtunnel

Der Durchbruch ist für Juli geplant – Die Bahn-Neubaustrecke Wendlingen–Ulm soll Ende 2022 eröffnet werden

Auf der Neubaustrecke  Wendlingen–Ulm schreiten die Arbeiten voran: Nach den Plänen der Deutschen Bahn sollen im Winter 2022 die ersten ICE-Züge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde über die neuen Gleise rauschen. Ein wichtiger Teil der Strecke ist der mehr als acht Kilometer lange Albvorlandtunnel, der südlich von Kirchheim gegraben wird. Die zwei Tunnelvortriebsmaschinen, die jeweils in einer Röhre eingesetzt werden, haben insgesamt noch rund 2500 Meter vor sich.

Seit Ende 2017 fressen sich „Sibylle“ und „Wanda“ durch das mehrere Hundertmillionen Jahre alte Gestein. Die letzten 1000 Meter, die jede Maschine dabei zurücklegen muss, hätten es in sich, sagte Jens Hallfeldt, Projektleiter des Abschnitts bei der Bahn, kürzlich bei einer Baustellenbesichtigung. „Dort haben wir eine ganz andere Geologie als auf den 7000 Metern davor“, erklärte er. „Es gibt deutlich mehr Kalk, mehr Verwerfungen und mehr Störzonen, in denen das Material der Maschinen mehr beansprucht wird.“ Diese Schwierigkeiten seien aber bereits vor Baubeginn bekannt gewesen und würden die Arbeiten nicht wesentlich aufhalten. „Wir rechnen im Juli mit dem Durchbruch“, sagte Hallfeldt.

Zwischen den beiden Tunnelröhren, die bis zu 22 Meter voneinander entfernt verlaufen, wird ebenfalls gearbeitet. „Alle 500 Meter gibt es Verbindungen“, so Hallfeldt. 16 solcher Bauwerke wird es geben, durch die auch Rettungskräfte Zugang zu einem eventuellen Unfall im Tunnel haben sollen.

An Spitzentagen wird das abgetragene Material mit 400 bis 600 Lastwagen fortgeschafft. Das sind zwischen 10 000 und 15 000 Tonnen, die untersucht und entsprechend entsorgt beziehungsweise weiterverwendet werden. In der Nordröhre, durch die später die Bahnlinie von Ulm verlaufen soll, laufen derzeit die Betonierungsarbeiten. Jeweils die ersten 400 Meter der Röhren werden mit flüssigem Beton verkleidet. Danach kommen die sogenannten Tübbinge zum Einsatz. Jeweils sieben dieser zehn Tonnen schweren Steine bilden ein ringförmiges Segment in der Tunnelverkleidung. Insgesamt werden in den beiden Röhren 54 000 Tübbinge verarbeitet.

Neben dem Albvorlandtunnel wird  zwischen Wendlingen und Aichelberg an verschiedenen Stellen gearbeitet. Eine Herausforderung ist dabei der Höhenunterschied. Von der tiefsten Stelle (271 Meter über Normalnull) steigt das Terrain kontinuierlich an. Zu spüren sei der Höhenunterschied auch bei der Güterzuganbindung, die die bestehende Strecke Plochingen – Tübingen am Ende des Albvorlandtunnels mit der Schnellbahntrasse verbinden soll. Für diese Anbindung ist unter der Autobahn 8 ein weiterer Tunnel gegraben worden. 

Die Brücke über den Neckar befindet sich derzeit im Bau. Sie führt in einer Höhe von zehn Metern über den Fluss und ist 136 Meter lang. Später werden die Züge  die Brücke innerhalb von zwei Sekunden überqueren. Bis der letzte von drei Brückenbauabschnitten in Angriff genommen werden kann, wird es allerdings noch dauern. „Das können wir erst 2020 beginnen, weil die Kreisstraße 1219 derzeit noch als Umgehungsstraße für die gesperrte Landesstraße benutzt wird“, sagte Hallfeldt. „Solange diese Umleitung besteht, dürfen wir da keine Beschränkung der Fahrbahn einrichten.“ Nahezu fertig ist hingegen die nur 56 Meter lange Brücke über die bestehende Bahnlinie in Wendlingen.

1500 Eidechsen umgesiedelt

 Im Laufe dieses Jahres soll es im Albvorland an verschiedenen Stellen noch allerhand sichtbare Veränderungen geben. Auch muss  – nachdem die Finanzierung steht – noch die Große Wendlinger Kurve angelegt werden. Mit knapp einem Jahr Verspätung wurde hingegen ein offener Streckenabschnitt vor dem Aichelberg direkt neben der A 8 angepackt: Die Bahn musste in dem Gebiet mehr als 1500 Zauneidechsen umsiedeln. Nun gehe es dort aber voran.  Nach den Probefahrten sollen im Dezember 2022  dann die ersten regulären Züge verkehren. Später können Fahrgäste innerhalb von nur einer halben Stunde von Stuttgart nach Ulm fahren. the / Foto: the


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Fairtrade liegt im Trend: Die Deutschen  kaufen immer mehr Waren, die unter akzeptablen Bedingungen produziert wurden. Sie auch? 

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Ein besonderes Programm

Jubiläum: Württembergische Landesbühne besteht seit 100 Jahren – Doppelspitze Schirmer und Grube

Der Württembergischen Landesbühne (WLB) ist eine Punktlandung mit der Premiere von „Kabale und Liebe“ am 21. September gelungen: Auf den Tag genau vor 100 Jahren hat die damals frisch  gegründete Bühne unter dem Namen Schwäbische Volksbühne ihr erstes Stück auf die Bühne gebracht: „Kabale und Liebe“ – damals noch  in Göppingen. 1926, als die WLB nach Esslingen übersiedelte,  hieß das erste Stück ebenfalls wieder „Kabale und Liebe“.   Die  Spielerei mit der Vergangenheit ist nur eine der Besonderheiten, mit denen die  WLB die Spielzeit 2019/2020 und damit das Jubiläumsjahr  gestalten will.

Internationale Festivals

Das 100-jährige Bestehen der WLB bildet die Bühne  für einen engagierten anspruchsvollen Spielplan sowie für ein Seniorentheater-Festival, ein Kindertheater-Festival und einen Film.  Das gesamteuropäische Seniorentheater-Festival Stage  läuft bereits   vom 16. bis 19. Mai. Die Gruppen kommen aus Dänemark, Deutschland, Estland Georgien, Griechenland und der Schweiz. Umrahmt wird das Festival von Workshops und wissenschaftlich begleitet  von Studierenden vom Institut der Theaterwissenschaften  der Uni Leipzig. Am Festival  Stage nimmt auch die Seniorenspielgruppe der WLB teil.

Für Kinder ab zwei Jahren

Das Kinderfestival wird vom 16. bis 20. Oktober laufen, dabei sind sechs Produktionen  aus Deutschland, Kroatien, Italien, Holland/Belgien sowie Norwegen/England zu sehen. Auch ein Stück für Kinder ab einem Alter von zwei Jahren steht auf dem Programm.  Einen „restaurierten“ Film kündigt WLB-Intendant Friedrich Schirmer an. „Wunder in Amerika“ ist ein Schauspiel von Ernst Toller und Hermann Kesten, das die Verknüpfung von Religion und Geschäft in Amerika thematisiert.

Film restauriert

Das Stück galt als verschollen, bis Schirmer selbst 1978 das Soufflierbuch der Uraufführung in Mannheim wiederentdeckte. Die erste Wiederaufführung fand an der WLB statt, die Inszenierung wurde,  gefördert vom Land, fürs Fernsehen adaptiert und mehrfach ausgestrahlt, das letzte Mal 1994. Nun wurde der Film restauriert und wird am 22. September im Kommunalen Kino gezeigt.

Die kommende Spielzeit wird auch eine neue Form der Leitung, der Doppelspitze aus Friedrich Schirmer und Markus Grube, schaffen. Schirmer nennt das Konstrukt ein „gutes Beispiel für einen dritten Weg, als die Verbindung von Kontinuität und Wandel, von weitermachen und loslassen, und  passend für das Jubiläumsjahr“.  Acht Premieren stehen  an: Allen voran „Kabale und Liebe“ von  Friedrich Schiller  am 20. September in Göppingen und am 21. September in Esslingen. Es folgen  Siegfried  Lenz’ „Deutschstunde“, die Komödie  „Frank der Fünfte“ von Dürrenmatt, Peter Weiss’ Stück „Hölderlin“, „Das Licht“ als  deutsche Erstaufführung,   Antigone von Sophokles, „Die Mitwisser“ von Philipp Löhle, die  Uraufführung  Roadmovie „Heartbreaking – Die Biene und der Kurt“ aus der Feder  von Robert Seethaler ist eine Gemeinschaftsproduktion von WLB und Junger WLB. „Waidmannsheil“ im Podium 1 ist eine Co-Produktion  mit den Galgenstricken,  und im Podium 2 läuft „Heisenberg“.

Shakespeare auf der Maille

Sieben Premieren, darunter zwei Uraufführungen, bringt die  Junge WLB. Mit„Shakespeare in Love“ geht es im Juni 2020 auf die Freilichtbühne auf der Maille. Zu guter Letzt ein paar Zahlen:  Die vergangene Spielzeit war mit mehr als   120 000 Besuchern, und damit 11 000 mehr als im Jahr davor, laut Verwaltungsdirektorin Vera Antes die beste bisher.  bob / Foto: bul

Info: www.wlb-esslingen.de      


Traditionsfest

417. Nürtinger Maientag mit vielen Attraktionen und einigen Neuerungen – Umzug, Feuerwerk und  Musik

Von Freitag bis Montag, 17. bis 20. Mai, wird in Nürtingen der Maientag gefeiert. Vier Tage lang wird auf dem Oberensinger Festplatz in einem offenen Zelt und in einem Biergarten mit Musikvereinen, Kapellen und Partybands sowie in einem Vergnügungspark ausgiebig gefeiert. Am Eröffnungsabend gibt es nach vielen Jahren wieder ein Feuerwerk, am Samstag wird sich nach alter Tradition ein Festzug von der Stadtmitte zum Festplatz bewegen.

Der Nürtinger Maientag wird in diesem Jahr zum 417. Mal gefeiert und ist damit eines der ältesten Kinder- und Heimatfeste in Südwestdeutschland. Die erste urkundliche Erwähnung des Maientags datiert aus dem Jahr 1602. Ursprünglich hatte  es sich um den Frühlingsausflug der Nürtinger Schüler gehandelt, aus dem sich im Lauf der Zeit ein Heimatfest entwickelte. Noch immer wird der Maientag von den Nürtinger Schülern geprägt. So wird der Termin immer  in Abhängigkeit von den Schulferien festgelegt.

In diesem Jahr können sich die Festbesucher auf einige Neuerungen und viele Attraktionen freuen. Wie Clint Metzger, der Sprecher der Stadt Nürtingen, erzählt, wird der Vergnügungspark  dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtmarketing von einer professionellen Schaustellerfamilie organisiert. „Es wird einige Attraktionen geben, die man so in Nürtingen noch nicht gesehen hat“, sagt Metzger. So wird, neben einigen Klassikern wie einem Autoscooter und einem Riesenrad, auch eine Schaukel aufgebaut, die die Fahrgäste auf 40 Meter Höhe bringt. Neben dem Vergnügungspark wird auch die Gas­tronomie neu gestaltet. Der Biergarten wird  vergrößert, und statt in einem klassischen Bierzelt werden die Gäste in einem offenen Zelt sitzen. „Wir wollen das Ganze etwas  transparenter gestalten“, sagt Metzger. Auf dem Festplatz wird, als weitere Besonderheit, erstmals ein exklusiv für den Maientag gebrautes Bier ausgeschenkt.

Zum Auftakt des Fests am Freitag wird im Vergnügungspark in einer Happy Hour von 16 bis 17 Uhr jede Fahrt in den Karussellen für 99 Cent angeboten. Ab 18 Uhr laden die Chöre der Nürtinger Schulen zum Maisingen in den Hof der Stadthalle ein. Offizieller Start ist um 19.30 Uhr mit dem Fassanstich durch Oberbürgermeister Otmar Heirich. Um 22.30 Uhr steht zum ersten Mal nach elf Jahren Pause wieder ein großes Feuerwerk auf dem Festprogramm. Wie  Metzger erzählt, war auf dieses Spektakel  im Nachgang zur Finanzkrise 2007/2008 aus Sparzwängen verzichtet worden.

Der Festsamstag steht traditionsgemäß im Zeichen der Schüler. Nach dem musikalischen Auftakt ab 7 Uhr durch junge Musiker der Stadtkapelle und der Musikschule findet um 10.15 Uhr die traditionelle Brotübergabe der Landjugend an den Oberbürgermeister statt. Danach startet am Schillerplatz der große Festumzug der Schulen, der zum ersten Mal bis auf das Festgelände führt. Dort folgen  Schülerwettkämpfe wie der Kletterwettstreit  sowie Tänze der Jugend und der Vereine. Tagsüber und am Abend sowie den ganzen Sonntag über wollen Musikvereine und Partybands auf dem Festplatz für Stimmung sorgen. Zum Seniorennachmittag am Montag wird wieder ein Fahrdienst von den Stadtteilen zum Festplatz eingerichtet. pst / Foto: Stadt Nürtingen

Info: Anmeldungen zum Fahrdienst sind unter Telefon 0 70 22/7 52 32 möglich. Ein ausführliches Programmheft zum Maientag liegt in vielen Geschäften aus und ist unter www.nuertingen.de zu finden.


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Schweißausbruch, Herzrasen, Schwindel: Über fünf Millionen Deutsche haben panische Angst vorm Zahnarzt. Gehören Sie auch dazu? 

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Tierische Landschaftspfleger

Schafbeweidung erhält geschützte Gebiete und fördert die Artenvielfalt – Thymian und Silberdistel

Große Bereiche des Albvorlands und des Nordabhangs der Alb sind geprägt von Streuobstwiesen, Kalkmagerrasen sowie Wacholderheiden und sind als Landschafts- oder Naturschutzgebiete ausgewiesen. Dort findet traditionell eine Beweidung mit Schafen und Ziegen statt. Beim  Schafauftrieb am Hörnle oberhalb von Bissingen erläuterten Vertreter des Landschaftserhaltungsverbands (LEV) Landkreis Esslingen die Bedeutung der Schafbeweidung für die Kulturlandschaft.

Die steilen Magerrasen- und Heideflächen des Teckbergs und des Hörnle sind  Teil des europäischen Netzwerks von Natura-2000-Schutzgebieten und als  besonders wertvolle Gebiete eingestuft. Sie bieten Lebensräume für viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Allerdings handelt es sich um Kulturlandschaften, die erhalten und gepflegt werden müssen. Traditionell geschieht dies in der Region mit Schafen und Ziegen. In der letzten Aprilwoche ist daher der Wanderschäfer Hans Dieter Wahl aus Welzheim mit einer Herde von rund 800 Schafen und einigen Ziegen an die Teck gezogen, die das Gebiet bis zum Herbst beweiden und so zum Artenschutz beitragen.

„Bis vor zwei Jahren war der Abhang am Hörnle noch Buschland, eigentlich aber ist es eine alte Kulturlandschaft, die als Naturschutzgebiet erhalten werden muss“, sagt die Agrarwissenschaftlerin Esther Gerhards, die zusammen mit Uwe Hiller die Geschäftsführung des LEV bildet. Da der Kalkmagerrasen und die karge Wacholderheide mit Maschinen nicht wirtschaftlich bearbeitet werden können und zudem im Vergleich zu anderem Grünland nur wenig Ertrag bringen, waren sie sich selbst überlassen und schließlich zugewuchert. Ein Pflegevertrag des LEV mit der Schäferei Wahl brachte schließlich die Wende.

Nach einer maschinellen Rodung machten sich die Schafe und Ziegen ans Werk, knabberten junge Triebe ab, drängten Brombeeren, Knospen und nachwachsende Büsche zurück. „Doch  mechanische Unterstützung ist weiterhin nötig. Der Wald drängt schnell nach“, sagt Gerhards. Dabei seien die Naturschutzbehörden auf Ehrenamtliche angewiesen. „Ohne die vielen freiwilligen Landschaftspfleger aus den Vereinen würde das nicht funktionieren“, betont sie.

Überall dort, wo  die Heide- und Magerrasenflächen erhalten werden, entstehen Lebensräume und Rückzugsgebiete für seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. „Schafe sind sehr wählerisch und fressen selektiv“, erläutert Gerhards. So meiden sie stachelige, bittere und sehr aromatische Gewächse, die damit stehen bleiben, blühen und sich vermehren können und gleichzeitig anderen, oft spezialisierten Arten wie etwa Schmetterlingen Schutz und Nahrung bieten. Daher findet man rund um den Teckberg  eine ganze Reihe von Orchideen, Thymian, Majoran, den Hauhechel und die für die Alb typische, aber selten gewordene und daher streng geschützte Silberdistel. „Manche Arten sind durch die Wanderschäferei erhalten worden und können sich nun wieder verbreiten“, sagt Gerhards und erklärt, dass  Samen und Pollen im Fell und im Kot der Tiere weitergetragen werden. „So werden die Artenvielfalt erhalten und der Genpool aufgefrischt und erweitert.“

Für den Schäfer Hans Dieter Wahl hat die Schafbeweidung noch den Nebeneffekt, dass sie  auch für heimische Produkte wie Wolle und Fleisch wirbt. „Man schmeckt das am Fleisch, ob die Schafe die guten Kräuter von den Albweiden gefressen haben. Da muss ich doch  nichts aus Neuseeland kaufen“, erzählt er. pst/Foto: pst


Leidenschaft für Landwirtschaft

Junge Nebenerwerbslandwirte drücken nebenbei die Schulbank und machen einen Abschluss

Gruppenbild, rechts außen Klassenlehrerin Claudia Kohn, hinter ihr Schulleiter Reinhold Klaiber, links daneben Erste Landesbeamtin Marin Leuze-Mohr und Kurt Mezger vom RP

Nach Feierabend in den Stall oder aufs Feld – und als ob das nicht genug wäre, drücken einige Feierabend-Bauern auch noch die Schulbank, um einen Berufsabschluss als Landwirt zu machen. Bei der Zeugnisübergabe und Abschlussfeier sprachen die aktuellen Absolventen über ihre Motivation.

Alle hätten bestanden, verkündete Reinhold Klaiber, der Leiter der Nürtinger Fachschule für Landwirtschaft, mit dem speziellen Ausbildungsgang für Nebenerwerbslandwirte. Und das nicht nur irgendwie, sondern mit einem Durchschnitt von 2,4. Das ist eine stolze Leistung für Leute, die eine Schule quasi als „Drittbelastung“ nebenher besuchen. Die 21 Männer und vier Frauen sind hauptberuflich im Handwerk, in der Industrie oder in der Verwaltung beschäftigt. Nebenbei betreiben sie ihre Landwirtschaft, haben häufig Familie und nun auch noch eineinhalb Jahre lang die Schulbank gedrückt. Die Ausbildung umfasst 600 Unterrichtsstunden in den Wintersemestern und fachpraktische Tage im Sommer.

Die meisten der frischgebackenen „Fachkräfte für Landwirtschaft“ sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, die Älteste ist 51. Ebenso breit ist das Spek­trum der Betriebe, die sie vertreten, ob Milcherzeugung, Pferdehaltung, Schweinezucht, Hühnerhof, Ackerbau oder Obstbau. Wer diese Ausbildung mache, sei „meistens sehr effizient im Organisieren“, sagte Kurt Mezger, der als Vertreter des Regierungspräsidiums an der Zeugnisübergabe teilnahm. Das ergebe sich schon daraus, dass viele mit der Nebenerwerbslandwirtschaft groß geworden sind.

Wie Rainer Kuhn, auf dessen Bohnackerhof in Oberboihingen die Abschlussfeier stattfand. Praktisch wüssten die meisten folglich schon sehr viel, aber theoretisch könnten sie noch manches lernen, sagte Schulleiter Klaiber. Zumal es in der Landwirtschaft unheimlich viel Rechtliches zu beachten gebe: Umweltschutz, Tierschutz, Fördermittel … – das mache einen erheblichen Teil der Ausbildung aus. Aber auch pflanzliche und tierische Erzeugung, Unternehmensführung und Betriebswirtschaft stünden auf dem Stundenplan.

Mit dem Gelernten hoffen die Nebenerwerbsbauern, effizienter wirtschaften zu können. Vielen gehe es nicht nur darum, den Hof der Eltern weiterzubetreiben, sondern „etwas zu gestalten, daraus zu machen“. Keineswegs alle haben die Landwirtschaft „geerbt“: Manche sind auch von außen reingerutscht oder haben sich ganz bewusst dafür entschieden. Dazu gehört Marcel Straub, der ansonsten Hauptamtsleiter einer Gemeinde im Kreis Reutlingen ist. Er half öfter auf dem Hof eines Freundes mit und hat dabei fürs Schlepperfahren und vor allem für die Milchkühe Feuer gefangen. Das sei zum einen ein Ausgleich zur Büroarbeit, aber auch „ein bisschen eine Leidenschaft geworden“. Dass er dann auch noch einen Abschluss draufgepackt hat, begründet der 29-Jährige damit, dass er „ein Hundertprozentiger“ sei und sich auf dem Hof auch inhaltlich einbringen wolle.

Erst 24 Jahre alt ist der Klassenbeste Michael Gscheidle, der Betriebswirtschaft studiert und derzeit den Master in „Agribusiness“ macht. Gegenüber dem theoretisch-wissenschaftlichen Studium habe er in der Landwirtschaftsschule die Themen bearbeiten können, „die man im Alltag und in der Praxis braucht“. In seinem Fall ist das ein extensiv bewirtschafteter Grünlandbetrieb mit Streuobstwiesen. Genossen hat der junge Mann, der eine Promotion im Bereich Unternehmensführung anstrebt, aber auch die Klassengemeinschaft und die guten Kontakte.

Tatsächlich ist die Ausbildung sehr gefragt, regelmäßig gibt es mehr Bewerber als Plätze. Zwei Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe in den Kreisen Esslingen und Göppingen – beide werden von der Fachschule für Landwirtschaft abgedeckt – würden im Nebenerwerb betrieben, sagte Erste Landesbeamtin Marion Leuze-Mohr. Damit werde nicht nur die Familientra­dition gepflegt, sondern es würden auch Lebensmittel erzeugt und die Kulturlandschaft ge­staltet. 

(aia)/ Foto: (aia)


Kanufahrt in den Tod

ECHO-Krimirätsel: Toter auf der  Neckarinsel – Bekannte Esslinger unter Verdacht

Kommissar Blickle hat über die Jahre seiner Karriere als Leitender Ermittler etliche Morde und außergewöhnliche Tötungsdelikte erlebt. Der aktuelle zählte zu den Letzteren.

Ein Mann lag tot am Neckar, neben ihm ein Kanu, das Paddel troff geradezu vor Blut. Der Mann war erschlagen worden, wie der Pathologe Dr. Hades schnell herausgefunden hatte.

So standen Horst Blickle und Kollegin Polizeimeisterin Bettina Schnell an diesem kühlen Dienstagmorgen im Mai am Ufer des Neckar-Altarms und schauten hinab auf das Szenario. Das Ufer lag geschützt hinter einem Wall, an dessen Fußende ein Spazierweg entlang führte – ein schlecht einzusehender Tatort. Die Tatzeit hatte der Pathologe in der Nacht von Montag auf Dienstag festgemacht. Zeugen, Motiv und Identität des Mannes – Fehlanzeige. Der Blick des Kommissars ruhte nachdenklich auf dem zerschmetterten Gesicht. Er glaubte, ihn schon mal gesehen zu haben, konnte sich jedoch an keine Einzelheiten erinnern.

Er sah sich um: Am Neckarufer befanden sich der Steg und die Anlegestellen des Rudervereins, auf der anderen Seite des Wegs das griechische Restaurant „Argo“ mit seiner großen Terrasse inmitten der grünen Wiese. Einzelpersonen und Familien saßen dort gerne. Blick­le kannte das Restaurant. Er saß und aß dort gern, meist am Montag nach dem Yoga, das er neuerdings besuchte, sein Favorit war der gegrillte Oktopus und diese Lammkeule auf Ratatouille, die drei Stunden in Rotwein gekocht wurde. Blick­les Gedanken schweiften ab. Er könnte ja dort zu Mittag essen und zum Nachtisch ein Hefezopf-Soufflé mit weißem Schokokern und selbst gemachtem Mokkaeis … „Chef“, unterbrach Schnell seine Gedanken. „Hier will jemand mit Ihnen sprechen“, sagte sie und deutete auf einen Mann, der eilig auf Blickle zukam. „Mein Name ist Ralf Weinberger“, sagte er und streckte Blickle die Hand entgegen. „Ich kenne das Kanu und ich kenne den Toten“, sagte er und hatte damit die Aufmerksamkeit des Ermittlerteams.

Gestohlenes Kanu

Weinberger berichtete, dass seine Agentur Canale Grande Kanutouren aller Art anbot, mit Zweier-, Einer- und mit Großkanadier. Mit und ohne Gastronomie. Seit Kurzem auch Stand-up-Paddling. „Ich bin der Vermieter des Kanus hier“, sagte er und deutete auf das Wasserfahrzeug, über das sich etliche weiß gekleidete Kriminaltechniker beugten und wichtige Mienen zur Schau trugen. „Der Mann dort hat mir das Kanu gestohlen“, sagte er. „So wie er mir alles wegnehmen wollte, was ich aufgebaut habe.“

 „Halt, wer ist der Tote?“, unterbrach Blickle  ihn. Der Mann heiße Tom Tilling und sei mit seinem Partner Sven Schwed als Investor für ein großes Gastro- und Eventunternehmen angetreten. „Und zwar hier“, rief Weinberger und deutete auf das Wiesengelände neben dem Argo. Blickle entfuhr ein Ausruf: „Genau“! Jetzt wusste er, woher er den Toten kannte. Dieser hatte eine Anzeige auf dem Revier aufgegeben.

Was wusste Weinberger?

Tilling hatte seinen Kompagnon, eben diesen Sven Schwed, beschuldigt, ihn zu bedrohen. „Der will mir an den Kragen“, hatte er gestammelt. Das wusste Blickle aus dem Bericht des Kollegen. So richtig ernst hatte das niemand genommen, zumal Tilling nichts Konkretes erklärte. Blickle ließ sich mehr über das Bauvorhaben erzählen. Demnach hatten Tilling und Schwed die Wiese neben dem Argo gepachtet und planten dort ein großes Restaurant mit Kanuverleih und Organisation von Kultur- und Erlebnistouren auf dem Neckar. „Deshalb war Tilling dauernd bei mir, hat rumspioniert, hat versucht, mich auszufragen und mir ganz offen seine Missachtung gezeigt. Gestern Abend hat er eines meiner Kanus gestohlen und ist damit weggepaddelt – weil er wissen wollte, wie lange man zwischen Neckarinsel und Innenstadt unterwegs ist.“

Blickle wurde nachdenklich, denn Weinberger bot ihm gerade ein astreines Mordmotiv an. Das würde dem Besitzer des Argo kaum anders gehen, dachte er, als er sich auf den Weg zum Restaurant machte. Zuvor wies er seine Kollegen an, nach dem Geschäftspartner des Toten zu fahnden. Laut Weinberger hatte das Investorenduo in einem Esslinger Hotel nahe beim Kanuverleih gewohnt.

Großprojekt auf der Insel?

Makis Sfetkos, der mit seinem Bruder Pantelis das Argo führt, kam ihm entgegen. „Ich habe schon gehört, ein Toter am Neckar“, rief er. Sfetkos machte kein Hehl daraus, dass er den Toten kannte und ihn hasste. Eine florierende Gas­tronomie in direkter Nachbarschaft, das hätte dem Gas­tronomen natürlich nicht geschmeckt. „Das wäre existenzbedrohend“, sagte er. „Menschen wie Ralf Weinberger und ich, die etwas aufbauen, werden allein gelassen. Wir wären ruiniert gewesen.“ Der hat ja auch ein Motiv, dachte sich Blickle. Erstaunt hörte er aber Sfetkos’ Informationen über den Geschäftspartner des Toten, Sven Schwed. „Die waren doch total zerstritten, Schwed hat herausgefunden, dass Tilling ein Verhältnis mit seiner Frau begonnen hatte, und ihn seitdem nicht mehr aus den Augen gelassen. „Tilling hatte Schiss vor Schwed, der war sogar bei der Polizei“, wusste Sfetkos. Noch einer, der der Mörder sein kann, sagte sich Blickle. Er tat, was er immer tat. Alle Verdächtigen verhören und nach ihren Alibis fragen. So saßen Geschäftspartner Schwed, Gastronom Sfetkos und Kanu-Unternehmer Weinberger zusammen – vereint im Hass auf den Getöteten. Sfetkos sagte, er habe an diesem Abend Ruhetag gehabt und sei nicht auf der Neckarinsel gewesen.   Weinberger war, nachdem er sein Kanu vermisst hatte, auf seinem Stand-up-Paddle zur Neckarinsel rausgepaddelt, hatte dort aber nichts sehen können: es sei zu dunkel gewesen. Schwed wollte die ganze Zeit im Hotel gewesen sein, er habe nicht gewusst, wo Tilling war. Blickle dachte kurz nach und plötzlich war alles klar: Die Handschellen klickten. Bei wem? Und warum? 

bob/Foto: Stockfotos

Die Lösung auf die Fragen „Bei wem klicken die Handschellen“ und „Warum“  bis zum 14.5. mit vollständiger Anschrift an marketing@ihr-wochenblatt-echo.de mailen. Den fünf Gewinnern und ihrer jeweiligen Begleitperson winken eine Kanutour mit Canale Grande und ein griechisches Büfett im Restaurant Argo am Sonntag, 26. Mai, ab 11 Uhr, in Esslingen.


Zukunftsmusik

Podium Festival besteht seit zehn Jahren – Überregionale Bedeutung – Themen Beethoven und Europa

Bereits der Auftakt im Jugendhaus Komma in Esslingen am Donnerstag, 2. Mai,19.30 Uhr,  soll   mit Werken von modernem Minimalismus bis klassischer Kammermusik, von elektro-akustischer Musik bis zu zarten Klavierstücken einen Vorgeschmack auf die Vielfalt des elften Podium Festivals geben. Bis zum 11. Mai läuft das Podium Festival mit   weiteren 17  Konzerten    in elf ausgewählten Locations.

Das Programm spannt einen wei­ten Bogen von einer Kombina­tion von Bach-Kantaten und Musik aus dem Weltall über einen musikalisch-literarischen Abend „Ode an Europa“ bis hin zum außergewöhnlich inszenierten Abschlusskonzert in der Esslinger Bechtle-Dru­ckerei. 

Künstler aus der ganzen Welt

An den rund  20 Veranstaltungen und  Performances wirken mehr als 70 Künstler und Künstlerinnen mit   – sie kommen letztlich  aus der ganzen Welt, meist jedoch aus Europa. Klassik neu denken, Raum und Zeit  für außergewöhnliche Projekte schaffen, neue Konzertformate entwickeln  – mit diesen Zielen ist Podium vor  zehn Jahren angetreten. „Das erste Festival unter dem Motto ‚Musik, wie sie will’  war klein, irgendwie hemdsärmelig und es hatte einen eher studentischen Charakter“, blickt Podium-Geschäftsführer Steven Walter auf die erste Veranstaltung im Jahr 2009 zurück, die er damals mit seinem Kollegen Minh Schumacher aus der Taufe gehoben hatte.

Dynamische Entwicklung

Das Podium habe über die Jahre eine dynamische Entwicklung genommen. „Es ist kein zeitlich begrenztes Festival mehr, sondern vielmehr  ein Produktionszentrum, eine Art Showcase  für außergewöhnliche musikalische und multimediale Projekte, die  in Esslingen  vorgestellt  werden und das ganze Jahr über auf Tournee sind“, erklärt Walter. Zu der Etablierung von Professionalisierung beim Podium Festival trägt auch die Entwicklung eines stabilen Netzwerks bei. So entstanden und entstehen Co-Produktionen mit renommierten Partnern aus der europäischen Musikfestivalszene. Das große,  über drei Jahre angelegte Fellowship-Projekt #bebeethoven führt zwölf internationale, finanziell unterstützte Künstler ins Podium.  Das  bringt, wie Walter sagt, „Hochkarätiges“ und „work in progress“ ins Programm.   Dazu komme das Rahmenprogramm des Festivals, das sich in zahlreichen Zusatzveranstaltungen wie Workshops und Mitmachangeboten für Kinder und Jugendliche darstellt.  Der Podium-Etat kommt über private Spenden und Förderungen von Stadt, Land und Bund zusammen.   

 Geblieben ist jedoch die Kernidee: kreativer Umgang mit zeitgenössischer Musik. Auf besondere Formate können sich  Podium-Besucher auch dieses Mal  einstellen. So gibt es  beispielsweise   Bachs Johannespassion in einer Bearbeitung für Cembalo, Schlagwerk und einen Sänger, mit Chorälen zum Mitsingen  oder Verdis Oper „La Bohème“ in einer Bearbeitung für Klavier und Violine; es gibt auch eine Vielzahl Erstaufführungen wie  Beyoncés Pop-Album „Lemonade“ in einer eigenen Version für klassische Instrumente.

Thema Europa

Auch Aktuelles und gesellschaftlich Relevantes  haben die Programmmacher aufgegriffen.  „Zusammen! Halt!“ am Sonntag, 11 Uhr,  am Rathausplatz und in der Webergasse  stellt den Dialog aus Kunst und Musik als Klammer für das  gesellschaftliche Miteinander vor. Politisch wird auch die „Ode an Europa“ am Donnerstag, 9. Mai, 19.30 Uhr,  in  der  WLB.   bob / Foto: bul

Info:   Programm und Tickets gibt es unter     www.podium-esslingen.de


Später Start in die Saison

Freibad in Weilheim öffnet erst im August – Normalbetrieb in Lenningen – Fest in Kirchheim

Die Freibäder in der Region starten in die Saison. Das im vergangenen Jahr umgebaute Kirchheimer Bad hat seit 1. Mai geöffnet,  am Samstag, 4. Mai, wird die Saisoneröffnung mit einem Freibadfest gefeiert. Auch das kleine Lenninger Bad in Oberlenningen geht im Mai wieder an den Start. In Weilheim müssen sich die Badegäste noch bis 2. August  gedulden. Das Bad wird derzeit saniert.

Die  grundlegende Sanierung kostet  die Stadt 4,1 Millionen Euro. Wie Weilheims Stadtbaumeister Jens Hofmann berichtet, ersetzen jetzt Edelstahlbecken  die alten Becken, das Technikgebäude steht im Roh­bau, die Wassertechnik ist im Wesentlichen installiert und die Garten- und Landschaftsbauarbeiten an den Außenanlagen sind in vollem Gang. Kürzlich wurde die neue Filteranlage per Schwertransporter angeliefert und mit einem Autokran in das Technikgebäude gehievt.

Eine verspätet eingegangene Baugenehmigung und ein Fehler in der Bauzeitenplanung beim Gewerk Badewassertechnik haben zunächst zu einer Verzögerung des Projekts geführt. Die wurde jedoch zwischenzeitlich durch erhöhten Personaleinsatz wieder aufgeholt. „Insgesamt sind wir im Zeitplan und  gehen fest von einer Fertigstellung zum 2. August aus“, sagt Hofmann.

Kurze Badezeit

Angesichts der kurzen Badezeit von knapp zwei Monaten sollen Dauerkarten zu einem stark ermäßigten Preis angeboten werden. So zahlen Erwachsene 20, Jugendliche zehn Euro für die Saisonkarte . Die Preise für die Einzelkarten bleiben mit 3,50 Euro für Erwachsene und 1,90 Euro für Jugendliche gleich. Der Vorverkauf der Saisonkarten beginnt am Montag, 1. Juli, im Bürgerbüro der Stadt.

Die Stadt Kirchheim hat im vergangenen Jahr ihr Freibad komplett umgestaltet. Die Eröffnung hatte sich deshalb verzögert, und auch danach mussten die Badegäste noch mit einigen Einschränkungen leben. In diesem Jahr nun läuft alles rund, am  1. Mai hat das Freibad seine Pforten geöffnet. Für die Badegäste steht ein Attraktionsbecken mit Massagedüsen und einem Strömungskanal zur Verfügung. Den  anspruchsvollen Schwimmern bietet das 50 Meter lange Sportbecken mit acht Bahnen Trainingsmöglichkeiten. Für Kinder stehen ein warmes Becken mit Rutsche, ein Spielplatz und ein Klettergerüst bereit. Die großzügige Parkanlage mit altem Lindenbestand lädt zur Entspannung ein, auch ein Beach-Volleyballfeld steht bereit.

Am Samstag, 4. Mai, wird im Bad ein Eröffnungsfest mit Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker gefeiert. Ab 14 Uhr treten Musiker und Tangotänzer auf, ab 15 Uhr werden eine Wasserballshow und ein Aquafitness-Kurs geboten. Zum Abschluss gibt es ab 18 Uhr Live-Musik.

Die Eintrittspreise in Kirchheim bleiben gleich. Erwachsene bezahlen 4,50, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren 2,50 Euro. Entsprechende Zehnerkarten sind für 40  und 21 Euro zu haben, die Familientageskarte kostet zehn Euro.

Familienbad

Das kleine Freibad im Lenninger Teilort Oberlenningen will  mit einer beschaulichen  Lage und einem großzügigen Kinder- und Familienbereich mit Kinderbecken und Sandspielplatz punkten.  Für Schwimmer gibt es ein Becken mit vier 25-Meter-Bahnen und einem Ein-Meter-Sprungbrett, im Erlebnisbereich kann man sich mit einer Rutschbahn, Wasserspeiern und einem Wasserfall vergnügen. Das Bad ist im Mai und im September bis 19 Uhr, von Juni bis August bis 20 Uhr geöffnet. Bei Regen und niedrigen Temperaturen wird bereits um 13 Uhr geschlossen. Die Eintrittspreise wurden  leicht erhöht. Erwachsene bezahlen 4,50 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zwei Euro. Die Familienjahreskarte kostet 100 Euro. pst / Foto: Thomas Frank