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Künftig größer: Das Wochenblatt ECHO stellt auf Zeitungsformat um

Das Wochenblatt ECHO, so wie es die Leser in dieser Woche in den Händen halten, ist das letzte seiner Art. Ab der nächsten Woche erscheint das Wochenblatt ECHO im Zeitungsformat, kommt also größer, übersichtlicher und mit mehr Informationen im Gepäck in die Haushalte.

„Wir haben damit ein hochwertigeres Produkt auf dem Markt“, urteilt ECHO-Geschäftsführer Andreas Heinkel. Das geänderte Format soll für eine klarere Struktur und auch eine bessere Anordnung sorgen. „Insgesamt schöner, moderner und pfiffiger“, fasst Heinkel zusammen. Dabei wurde viel verändert, viel modernisiert, ohne die Marke ECHO zu verändern.

Das älteste Wochenblatt im Kreis Esslingen reagiert mit der Formatumstellung auf geänderte Herausforderungen. Die Leser von heute wünschen sich vielfältige  lokale Informationen. Sie wollen schnell und umfassend  über für sie  relevante Themen in ihrer Region informiert werden. Wann wird der neue Kindergarten eröffnet, wann ist die Dauerbaustelle vor der Haustür beeendet?  Wo kann ich abends hingehen? Was ist wann, wo, am Wochenende bei uns los? –  Fragen also, die  Menschen jeden Alters betreffen, und die zu beantworten zu den zentralen Aufgaben eines Wochenblatts gehören. In gewohnter Weise werden die Informationen in der gut zu lesenden Mischung aus längeren, eigens recherchierten  Storys  und vielen unterschiedlichen  Kurzmeldungen angeboten. Das größere Format bietet jetzt die Möglichkeit  für mehr und zum Teil tie­fergehende  Informationen.

 Dazu kommen wertvolle praktische Inhalte über die ECHO-Sonderseiten zu den Themen Gesundheit, Bauen, Wohnen, Auto, Senioren und Kinder, Weiterbildung und Berufswahl, Wellness oder auch Sicherheit. Der unterhaltende Teil mit Rätsel und bunten Themen bleibt  bestehen.

 Für den Leser ergibt sich mit dem Blick ins Blatt eine deutlichere Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten. Die Werbekunden wiederum können bei der  klareren Struktur  mit größerer Aufmerksamkeit für ihre Werbebotschaften rechnen.  Auch die Abteilungen Druck und Logistik sollen vom größeren Format profitieren, da es einfacher zu verarbeiten ist.

Den Prozess der Umstellung – für alle Beteiligten immer eine große Herausforderung – hat  Heinkel als  reibungslos und erfolgreich  erlebt. „Wir sind besonders stolz darauf, dass das  gesamte Team aus Geschäftsleitung, Verkauf, Blattmachern und Redaktion die Umstellung eigenständig gemeistert hat“, sagt der Geschäftsführer. „Wir freuen uns jetzt auf das Feedback der Leser.“  Das neue ECHO –  ab nächster Woche im Briefkasten.  bob   / Foto: bob


„Frauen brauchen mehr Lust auf Macht“

100 Jahre Frauenwahlrecht: Interview mit der Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten, Barbara Straub

Seit 100 Jahren dürfen Frauen in Deutschland wählen und sich wählen lassen. Darüber hat das ECHO mit Barbara Straub, Gleichstellungsbeauftragte in Esslingen und eine der drei Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft für Frauenbeauftragte, gesprochen.

100 Jahre Frauenwahlrecht klingt zunächst nach einer Erfolgsgeschicher. Ist es das auch?
Straub: Erfolgsgeschichte insofern, als wir heutzutage tatsächlich an der Wahlurne und in den Parlamenten mitentscheiden, auch – aber nicht nur – über alle Themen, die das Leben von Frauen bedeutend betreffen wie zum Beispiel die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe oder den Platzverweis bei häuslicher Gewalt . Wir haben die formaljuristische Gleichberechtigung erreicht. Wenn wir auf die Verwirklichungschancen der Gleichberechtigung blicken, ist jedoch noch einiges zu tun – ich nenne nur Themen wie gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit, Alterssicherung, den Stellenwert von Sorgearbeit, auch professioneller, oder Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Wir haben eine Bundeskanzlerin, aber der Anteil der Frauen im Parlament ist zurückgegangen. Er liegt jetzt bei rund 30 Prozent, gegenüber 36 Prozent in der vorherigen Legislaturperiode. Das entspricht der Quote des Sudan. Wieso ist Deutschland so abgehängt?
Straub: Man weiß, dass sich Frauen heutzutage politisch ähnlich stark beteiligen wie Männer. Eine Begründung, warum Frauen sehr viel weniger als Männer in den Parlamenten zu finden sind, liegt an unserer Parteienstruktur. In Parteien sind Frauen deutlich weniger aktiv als Männer, wenngleich es deutliche Unterschiede zwischen den Parteien gibt. Innerhalb der Parteien gelten bestimmte Normen, Rekrutierungsmuster und Haltungen: Die Entscheidung für eine Quotenregelung oder das Reißverschlussverfahren, beeinflusst den Frauenanteil in einer Partei erheblich. Das würde nicht nur in der Politik als Katalysator wirken – und ist meines Erachtens nötig.

Im Ausland ist man da schon weiter?
Straub: In Frankreich verpflichtet das Parité-Gesetz auf kommunaler Ebene alle Parteien bei der Kommunalwahl, ihre Kandidatenlisten zur Hälfte mit Kandidatinnen zu besetzen. Unter den ersten sechs Listenplätzen müssen mindestens drei Frauen sein. Ansonsten werden die Parteien nicht zur Wahl zugelassen. Dadurch stieg der Anteil der weiblichen Abgeordneten in den Kommunalparlamenten von 1995 bis 2001 um über 20 Prozent auf 47,5 Prozent.

Was müsste hier geschehen, dass man das einführen könnte?
Straub: In Baden-Württemberg müsste der Landtag das Gesetz ändern. Der hiesige Landtag ist das Schlusslicht in Deutschland, was den Frauenanteil betrifft (24,5 Prozent). Bei Wahlgesetzänderungen geht es immer um Machtfragen – und wer gibt schon freiwillig Macht ab?

Der Anteil der Frauen in den Führungsetagen börsennotierter Unternehmen liegt bei zwölf Prozent, so wie in Indien oder der Türkei. Wie kommt es dazu?
Straub: Wir haben immer noch stark von Geschlechtsstereotypen geprägte Rollenbilder. 40 Prozent aller Akademikerinnen haben heute keine Kinder. Karrierefördernde Schritte bleiben Frauen im Alter, in dem sie Mutter werden könnten, häufig immer noch verwehrt. Auch hier gilt, dass Nachfolge meistens aus demselben Milieu generiert wird – und Männer Männer bevorzugen.

Was muss sich strukturell ändern?
Straub: Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Sorgearbeit betrifft nicht nur Frauen. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, regt schon lange eine Arbeitszeit von 75 Prozent bei vollem Lohnausgleich an, um die restlichen 25 Prozent im Bedarfsfall für Sorgearbeit verwenden zu können – und zwar nicht nur für Frauen. Sogenannte Frauenberufe wie Kranken- oder Altenpflege und Erziehung sind zu honorieren und ihre Bezahlung aufzuwerten. Sie sind das Fundament für das Funktionieren der Gesellschaft. Warum sollen denn sogenannte wertschöpfende Tätigkeiten in der industriellen Produktion besser bezahlt werden? Ein Manager kann auch nur dann arbeiten, wenn sein Kind betreut und sein Vater gepflegt wird. Die Betreuung der Kinder in Kitas und Schulen muss gut und ausreichend sein. Steuerliche Anreize, die in einer Partnerschaft den Ausstieg einer Person aus der Erwerbstätigkeit fördern wie zum Beispiel das Ehegattensplitting sind abzuschaffen.Damit gehen den Sozial- und Krankenkassen auch hohe Beiträge verloren.

Was können/müssen Frauen tun?
Straub: Sie müssen den Mut und die Kraft haben, eigene Lebensentwürfe zu verwirklichen. Dazu gehört, in Partnerschaften immer wieder die Sorgearbeit für Kinder und zu pflegende Angehörige zu verhandeln und gerecht zu verteilen. Frauen sollten untereinander Solidarität zeigen. Sie sollten „netzwerken“ und sich gegenseitig über Hierarchieebenen hinweg fördern. Frauen brauchen mehr Lust auf Macht.

Sie sind Gleichstellungsbeauftragte in Esslingen. Bis vor ein paar Jahren hieß Ihre Position noch Frauenbeauftragte. Brauchen wir denn keine Frauenbeauftragten mehr?
Straub: Auch als Gleichstellungsbeauftragte kümmere ich mich um gesellschaftliche, strukturelle Diskriminierungen, die meistens mehr Frauen als Männer betreffen. Beispiel: Alleinerziehende sind zu mehr als 70 Prozent Frauen. Alleinerziehende unterliegen besonderen Bedingungen bei den Einkommens- und Lebensverhältnissen. Sprich: Sie sind viel häufiger von Armut bedroht oder betroffen als andere Erwachsene. Alleinerziehende Väter geben ihre Berufstätigkeit normalerweise nicht auf und üben meist einen qualifizierten Beruf aus. Neun von zehn Kindern Alleinerziehender leben bei der Mutter, alleinerziehende Frauen und ihre Kinder sind besonders armutsgefährdet. Frauen, die – mit und ohne Kinder – in Obdachlosenunterkünften leben, finden keinen bezahlbaren Wohnraum – selten aber haben sie Suchtprobleme, worunter die meisten Männer in Obdachlosenunterkünften leiden.

Was macht eine Gleichstellungsbeauftragte anders?
Straub: Wollen wir die Gesellschaft hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit ändern, müssen wir auch die Unterstützung von Männern einfordern und erlangen. Auch sie profitieren von Gleichstellungspolitik, da Partnerschaften und Lebensverläufe so auf Augenhöhe und ohne Abhängigkeit stattfinden. Da bei der Gesundheitsvorsorge Männer schlechter abschneiden, organisierte ich beispielsweise Gesundheitstage und Vorträge. In der Kinder- und Jugendarbeit arbeite ich nicht nur mit dem Arbeitskreis Mädchen, sondern auch mit dem Arbeitskreis Jungen

Wie erleben Sie und Ihre Kolleginnen in der Landesarbeitsgemeinschaft die Arbeit für die Gleichberechtigung? Wo sehen Sie die größten Hürden?
Straub: Die Landesarbeitsgemeinschaft ist seit der gesetzlichen Verankerung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten bei Kommunen über 50 Einwohnerinnen und Einwohnern auf über 60 Mitglieder angewachsen. Wir brauchen dringend eine Geschäftsstelle ähnlich dem Landesfamilienrat oder dem Landesseniorenrat, um uns noch stärker als bisher als wichtige Institution im Land positionieren zu können. bob / Foto: privat


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CDU-Vorsitz-Kandidat Friedrich Merz fordert, Altersvorsorge
über Aktien steuerlich zu begünstigen. Ein guter Vorschlag?

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Aktien-Vorsorge?

Ergebnis

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Zeit der Gaukler

Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt  bis 21. Dezember

In Esslingen hat die größte und am längsten dauernde Veranstaltung im Kalender der Stadt begonnen: Bis zum 21. Dezember locken Weihnachtsmarkt und  Mittelaltermarkt  die Besucher in die Altstadt. Das Programm der Veranstalter der Esslingen Tourismus und Marketing GmbH (EST) aus Unterhaltung, Mitmachaktionen und Konsum zieht schon seit Jahrzehnten: 40 Jahre gibt es den Weihnachtsmarkt, 20 Jahre den Mittelaltermarkt. Rund eine Million Besucher kommen deswegen jedes Jahr in die Stadt.

Rund 160 Stände bauen die Beschicker auf dem Marktplatz, dem Rathausplatz und dem Hafenmarkt auf – mit einem leichten Übergewicht an Ständen auf dem Mittelaltermarkt. 40 weitere Stände kommen an den drei Adventswochenenden hinzu, wenn Eventmanager Til Maehr die überwiegend kunsthandwerklichen Aussteller für die Ritterstraße engagiert.

Neue Anbieter  gibt es auf den großen Märkten: Stände mit Gewürzen, Spätzle, Springerle, Mützen und Gourmetwaren ergänzen das bewährte Angebot. Auf dem Mittelaltermarkt sind  ein Stand mit Ledermasken   und im Zwergenland ein Wikinger-Karussell erstmals dabei. Dort gibt es auch eine Fachwerkbaustelle für Kinder. Ein neuer Märchenerzähler zieht ins Zelt auf dem Hafenmarkt ein. Dafür müssen die Kleinen auf die Weihnachtsbäckerei verzichten. Der Anbieter, die Bäckerei Zoller, hat kein Personal mehr gefunden, den Stand zu betreuen. Mitmachangebote und Workshops, auch für Familien, stehen jedes Jahr hoch im Kurs: So kann man  Räuchern lernen, Parfüm herstellen, drucken, einen Fechtkurs besuchen oder Bogenschießen üben. Ein historischer Tanzabend steht ebenso an wie  die Falknervorführungen und der Fackelzug zur  Burg.

Für  Stimmung soll das    tägliche  Programm der Gaukler, Marketender, Hökerer und Ritter sorgen. Die Veranstalter der EST legen beim Unterhaltungs- und Kulturprogramm großen Wert auf Qualität, wie Marktleiterin Petra Pfeiffer  betont.  Das Programm der Dauerkünstler auf dem Markt wird ergänzt durch temporäre und Einzelveranstaltungen. Renommierte Künstler der Szene treten dabei auf, wie die Gruppe  Faun, die am 11. Dezember im Münster St. Paul spielt. Der Markt ist mit 25 Markttagen und drei Wochenenden vergleichsweise kurz. Die EST steuert mit einer um eine Stunde verlängerte Öffnungszeit   donnerstags bis samstags dagegen. Shuttlebusse  verbinden die Innenstadt mit Parkplätzen in  Oberesslingen und Mettingen.

Das SWR-Fernsehen sendet am Sonntag, 2. Dezember, sowie am Montag, 10. Dezember,    in der Reihe  „Mensch  Leute“ Beiträge über den Markt.   bob / Foto: bul

Info: Weihnachts- und Mittelaltermarkt in Esslingen, bis 21. Dezember, täglich geöffnet von 11 bis 20.30 Uhr, donnerstags bis samstags bis 21.30 (www.esslingen-marketing.de).


Jetzt kommt der Bücherwinter

Die ECHO-Redaktion stellt ihre Tipps vor: Lesestoff für die kalte Jahreszeit

Eine warme Decke, die Kissenburg im Rücken, der Tee dampft in der Tasse und dazu die richtige Lektüre – derartig gewappnet kann der Winter kommen. Die ECHO-Redaktion hat aus den neuen Veröffentlichungen regionaler Verlage und Autoren lesenswerte Bücher ausgesucht, die ohne Mühe das schlimmste Schmuddelwetter vergessen lassen.

Der indische Falschspieler Vinajaka Khan ist auf der Flucht vor den Behörden in einem Aschram in einem Schwarzwald-Dorf gelandet, wo er, nach seines Meisters Wunsch, neben einer versiegten Quelle meditieren muss, bis sie wieder sprudelt. Eine recht fade Angelegenheit, was den umtriebigen Zeitgenossen so gar nicht ausfüllt. Viel mehr beschäftigt ihn das Verschwinden einer jungen Frau, was offensichtlich auch die Eigentums- und Machtverhältnisse in der näheren Region verändert hat. Zusammen mit seinem zunächst grummeligen Nachbarn begibt er sich auf Spurensuche, die nicht von allen Einheimischen goutiert wird. Die Schwierigkeiten folgen auf dem Fuß. Humorvoll erzählter Kultur-Clash, bei dem indische Lebensphilosophie auf badischen Klüngel trifft.
Daniel Bachmann: Die Tote im Tann, emons Verlag, Köln

Wenn es draußen kalt und dunkel ist, der Wind heult und Geräusche undefinierbarer Herkunft ans Ohr dringen, dann ist dies das perfekte Ambiente, um die neuen Gruselgeschichten der Stuttgarter Autorin Nina Blazon zu lesen. Die mulmigen Momente werden hier nicht nur durch grauenvolle Monster oder fiese Geister heraufbeschworen, sondern durch die Ängste der Protagonisten geweckt. Diese sind so nachvollziehbar geschildert, dass sich die junge Leserschaft (ab zehn Jahren) ihnen nicht entziehen können wird. Daher Vorsicht: Nina Blazon ist eine Meisterin ihres Fachs, so dass das Buch nur Kindern und Jugendlichen mit starken Nerven unter den Tannenbaum gelegt werden sollte.
Nina Blazon: Siebengeschichten, Aladin Verlag, Hamburg

In ihrem neuen Roman entführt die Autorin Pia Rosenberger erneut in das mittelalterliche Esslingen. Sie erzählt die Geschichte der Tochter des Gewürzhändlers weiter, in dem sie Tessa Berthiers Ziehtochter Leontine in eine Reihe von Konflikten schickt. Auf sie wird ein Brandanschlag aufgrund des Verdachts der Hexerei verübt, und ausgerechnet Mattis, der von ihrem Ziehvater Corenthin Wagner verfolgt wird und mit den Mordbrennern zu tun hat, rettet ihr das Leben. Leontine flieht nach Urach zur ehemaligen Herzogin Sabina, aber auch dort ist sie nicht sicher. Kenntnisreich, mit viel Liebe zum Detail und sprachlicher Finesse versteht es Pia Rosenberger, historische Fakten lebendig werden zu lassen. Ein spannender, temporeicher Plot und fein herausgearbeitete Figuren machen dieses Buch zum Lesevergnügen.
Pia Rosenberger: Die Prinzessin der Kelche, emons Verlag, Köln

Dass Vincent Klink nicht nur ein begnadeter Koch, sondern auch ein kluger Kopf ist, der mit allerlei Bonmots und Geschichten zu unterhalten weiß, hat er schon mehrfach bewiesen. In seinem neuen Buch gibt er Einblicke in seine Gedanken, die ihn bewegten und bewegen, die er seit dem 21. April 2006 täglich aufgeschrieben hat. Das hat viel mit seinem Beruf rund um die Gastronomie sowie Essen und Trinken zu tun, aber auch zeitgenössische Betrachtungen wie zum Beispiel zur Verleihung des alternativen Nobelpreises an kanadische Bauern, zum Abschuss des Problembären Bruno und zum Thema Reaktorsicherheit haben in seinem neuen Buch Platz gefunden. Obendrein gibt es jede Menge Rezepte und launige Anekdoten aus dem Leben des Chefs der Stuttgarter Wielandshöhe.
Vincent Klink: Angerichtet, herzhaft und scharf!, Klöpfer&Meyer, Tübingen

In einer Wohnung im oberschwäbischen Biberach wird der vom Rumpf abgetrennte Kopf von Alvin Blank gefunden. Von seiner Frau und seinem kleinen Söhnchen fehlt jede Spur. Lediglich eine mysteriöse Datumsangabe am Badezimmerspiegel weist darauf hin, dass der Alptraum erst begonnen hat. Spuren führen Hauptkommissarin Greta Gerber zur Agentur Bussenkindle, die Paaren mit bislang unerfülltem Kinderwunsch Wallfahrtstouren zum Bussen, dem heiligen Berg Oberschwabens, anbietet. Und Pfarrer Goettle? Der beschäftigt sich mit einem Findelkind, das vor seiner Haustür abgelegt wurde, und ahnt zunächst nicht, dass er schon bald dunklen Mächten gegenübersteht, die den Jungen in ihre Gewalt bringen wollen.
Olaf Nägele: Goettle und das Kindle vom Bussen, Silberburg-Verlag, Tübingen

In einer Märznacht stürzt eine Frau namens Claire vom Balkon und fällt einer anderen, Helen, im wahrsten Wortsinn vor die Füße. Doch anstatt diesen Fall bei der Polizei anzuzeigen, nimmt Helen den Schlüsselbund zu Claires Wohnung an sich und beobachtet von ihrem Balkon aus, was geschieht. Ein Mann kommt aus dem Nachbarhaus, betrachtet die Tote und eilt davon. Es ist Claires Mann und Helen beschließt, dass sie ihm näherkommen will. Aus dem Wunsch wird Manie und so beginnt Helen ein dunkles und bitterböses Spiel, das keinen Sieger kennt. Silke Knäppers literarischer Kniff, die Geschichte aus zwei wechselnden Perspektiven zu erzählen, erzeugt Spannung und verhindert, ein vorschnelles Urteil über die Protagonisten zu fällen. 
Silke Knäpper: Das Lieben der Anderen, Klöpfer & Meyer, Tübingen

on/bs / Foto: on


Abgestimmt

Der südamerikanische Fußballverband schlägt vor,
die WM alle zwei Jahre abzuhalten. Finden Sie das gut?

Foto: dpa

WM alle zwei Jahre?

Ergebnis

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Fast ausverkauft

Grippesaison hat begonnen – Impfstoff wird knapp – Experten beraten Lösungen

In diesem Jahr kommt einiges zusammen: Die starken Grippewellen der beiden vergangenen Jahre lassen die Nachfrage nach einer Grippeschutzimpfung steigen,  späte  Entscheidungen der Krankenkassen über Impfpräparate und deren Erstattungen haben Engpässe bei der Produktion des Serums zur Folge.    Das Ergebnis: Der Impfstoff wird knapp, auch in Baden-Württemberg.

In manchen Teilen Deutschlands kann man sich laut dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) derzeit nicht sofort gegen Grippe impfen lassen. „Es gibt regionale Engpässe“, sagte Sprecherin Susanne Stöcker.  Es gebe generell aber keinen bundesweiten Impfstoffmangel zu beobachten. Das war vor etwa zwei Wochen. Mittlerweile hat sich die Situation gewandelt. „Die Lage in Baden-Württemberg ist prekär, wir sind so gut wie ausverkauft“, sagt nun Frank Eickmann, der Sprecher des Landesapothekenverbands im Südwesten.

Eine Erfahrung, die auch Apotheker Christof Mühlschlegel in Esslingen macht: „Wir haben im Prinzip keine Impfdosen mehr, immer mal wieder kommt in kleiner Anzahl was rein, aber wir müssen auch Patienten wegschicken.“  Eine sehr unbefriedigende Situation, wie Mühlschlegel, der auch Sprecher im Apothekerverband für die Region Esslingen/Göppingen ist, sagt. 

Impfdosen auf Vorrat bestellen, sei keine Lösung. „Den Impfstoff aus dem Vorjahr muss man wegwerfen, der greift nicht mehr“, sagt Mühlschlegel. Normalerweise dauert die Impfsaison von Oktober bis in den Dezember rein. Nun scheint sie   im Wesentlichen schon beendet zu sein. Für die Verknappung gibt es mehrere Gründe: „Zum einen gehen mehr Menschen zur Impfung als in den Vorjahren, zum anderen haben die Diskussionen um die Erstattung für den – besseren – Vierfach-Impfstoff viel Zeit gebraucht“, sagt Eickmann.  Bis  die Krankenkassen alle Parameter zur Erstattung der Kosten geklärt  hatten, war   es bereits Sommer. „Ärzte und Apotheken hatten bis zu diesem Zeitpunkt keinen Impfstoff vorbestellen können. Und die Hersteller – in Deutschland sind es drei – haben sich mengenmäßig  an den Vorbestellungen der vergangenen  Jahre orientiert“, erklärt Eickmann. Die Produktion einer Impfdosis dauere eben Monate.

Dem Vernehmen nach diskutieren Apother-, Ärzte- und Kassenverbände nun eine Lösung. Die könnte so aussehen, dass einzelne   Impfdosen aus den in Praxen vorgehaltenen Gebinden für Risikopatienten für Nicht-Risikopatienten verwendet werden. In Arztpraxen sind  Impfdosen in Zehnergebinden für chronisch Kranke oder Schwangere vorrätig. Alle anderen Impfwilligen erhalten ein Rezept vom Arzt und besorgen sich den Impfstoff in der Apotheke – wenn er noch vorrätig ist. Ob eine  Einzelentnahme aus den Zehnergebinden den Engpass komplett kompensiert, sehen Experten wie  Eickmann eher skeptisch. Sein Rat: „Wer sich impfen lassen möchte, der sollte  sich in seiner  Apotheke vor Ort  nach Beständen erkundigen.“

Die Grippe hat 2017/2018 zu fast 2000 Todesfällen geführt, 200 davon in Baden-Württemberg. bob / Foto: dpa


Eine emotionale Reise

Deutschlandpremiere von „Anastasia“ auf Stuttgarts Musicalbühne – Ensemble, Kostüme und Bühnenbild beeindrucken

Stuttgart und die Romanows – diese Beziehung ist enger und facettenreicher als so mancher glauben mag. Gleich mehrfach haben sich das Haus Württemberg und die russische Herrscherfamilie auf höchster Ebene miteinander vermählt. Allein Königin Olga von Württemberg, eine geborene Romanow, hat jede Menge für Stuttgart getan. Man denke nur an das Gymnasium Königin-Olga-Stift oder das Olgahospital. Seit vergangenem Donnerstag ist diese Verbindung um ein wunderbares Kapitel reicher. Denn seither ist „Anastasia“, die jüngste Tochter des letzten Zaren, zu Gast in der Landeshauptstadt. Aber bevor falsche Vorstellungen aufkommen: „Anastasia“ ist der jüngste Spross von Stuttgarts Stage Palladium Theater. Das fulminante Musical entführt seit der Deutschlandpremiere die Zuschauer vom tief verschneiten Sankt Petersburg ins lebensfrohe Paris der 1920er-Jahre.
Die Geschichte des Musicals beginnt im prächtigen Palais der russischen Herrscherfamilie. Noch vergnügt sich das Zarenpaar zusammen mit den vier Töchtern und dem Sohn. Aber die Oktoberrevolution fegt wie ein Wirbelsturm über das Land und die herrschenden Strukturen hinweg. Im Jahr 1918, also vor genau 100 Jahren, tötet ein Erschießungskommando die gesamte Familie Romanow – in der Musicalgeschichte überlebt aber die jüngste Tochter schwer verletzt. Auf der Straße geht das Gerücht um, sie habe dabei ihr Gedächtnis verloren und lebe seitdem unerkannt. Und so ist es auch: Als Straßenkehrerin kommt Anya, wie sie sich nennt, mehr schlecht als recht durchs Leben. Das Leid der Bevölkerung bekommt sie hautnah zu spüren.
Durch einen Wink des Schicksals erfährt sie, dass sie noch eine Verwandte in Paris hat. Zu ihr macht sie sich auf den Weg. Aber ohne Erinnerung und ohne Identität scheint es unmöglich, die Mutter des Zaren davon zu überzeugen, dass sie ihre Enkeltochter Anastasia ist. Auf ihrer Reise schließt sie Freundschaften fürs Leben, erlebt unendliche Liebe und grenzenloses Vertrauen, erfährt aber auch großes Leid und finstere Intrigen.
Diese Reise ist der perfekte Stoff für kontroverse Duette, gefühlvolle Balladen, impulsive Songs und abwechslungsreiche Ensemble-Stücke. Sie bietet aber auch einen wunderbaren Rahmen für aufwendige Kostüme – nicht nur was die verschiedenen, landestypischen Kleidungsstile betrifft. So bilden zum Beispiel die gerade geschnittenen, russischen Uniformen einen starken Kontrast zur frechen und verspielten Charleston-Mode im Paris der wilden 20-er Jahre oder zu der opulenten und farbenfrohen Zarenrobe. Das Ensemble – allen voran die angebliche Zarentochter – macht optisch einen großen Wandel durch. Dem Publikum wird immer wieder Neues geboten.
Sowieso ist „Anastasia“ optisch herausragend. Neben den Kostümen hat das Bühnenbild daran einen großen Anteil. Damit der heimliche Star des Musicals zur vollen Illusion gelangt, kommt hochmoderne LED-Technik zum Einsatz. Die mehr als 430 hochauflösenden LED-Panele erzeugen gestochen scharfe und realistische Bilder mit Tiefenwirkung. Das reicht von einer verschneiten Stadtsilhouette über eine farbintensive Morgendämmerung oder ein raumhohes Aktenarchiv bis zu scheinbar tanzenden Geistergestalten. Die Wand versteckt sich hinter den Kulissen mit Säulen, Kronleuchtern sowie Bodenplatten im Marmordesign und unterstützt das Bühnenbild. Dieses geschickte Zusammenspiel versetzt das Publikum in Sekundenschnelle von der Zarenresidenz in einen Nachtclub oder in ein prachtvolles Opernhaus und wieder zurück auf die Boulevards der Stadt. Drei Drehteller mit mehreren Metern Durchmesser und eine 18 mal zwölf Meter große und vier Tonnen schwere LED-Wand machen es möglich.
Die Hauptrollen sind passgenau besetzt: Judith Caspari (Anastasia), Milan van Waardenburg, Mathias Edenborn, Thorsten Tinney und Daniela Ziegler als Zarenmutter stehen an der Spitze des Ensembles. Die moderne Technik, die aufwendigen Kostüme und eingängigen Melodien unterstreichen jedes Wort, jedes Gefühl und jede Szene auf der Bühne. „Anastasia“ wird so zu einem Musicalerlebnis, bei dem die einzelnen Elemente zum großartig gelungenen Gesamtwerk verschmelzen. iby / Foto: Johan Persson / Stage Entertainment
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Bei einer Musical-Premiere lässt sich stets auch Prominenz blicken, beziehungsweise in Szene setzen. Das war auch bei „Anastasia“ nicht anders. So schaute auch Ex-Wimbledon-Sieger Boris Becker, als Tennis-Legende bezeichnet, in Möhringen vorbei. Nach der Vorstellung zeigte er sich „tief berührt“. Moderatorin und Sängerin Victoria Swarovski erzählte: „Anastasia war früher einer meiner Lieblingsfilme.“ Nach der Musical-Version war sie „ganz baff“. Model Barbara Meier sprach nicht zuletzt wegen des ausgeklügelten Bühenbilds von einer „wunderschönen Reise zum Träumen“. Moderatorin Verena Kerth genoss den Abend: „Das Stück ist unfassbar schön, wundervoll, tragisch und romantisch.“ Schager-Star Anita Hofmann erlebte Gänsehautmomente. Und Prinz Hans Georg Yourievsky, der letzte lebende Ur-Enkel eines russischen Zaren, sagte: „Mir sind die Tränen gekommen, das war sehr berührend für mich.“ red / Foto: Ben Pakalski

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Abgestimmt

Verkehrschaos vor Schulen:  Künftig sind für falsch parkende  Elterntaxis höhere Bußgelder fällig. Ist das angemessen?

Foto: dpa

Höhere Bußgelder?

Ergebnis

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Tabuthema in die Öffentlichkeit rücken

Plakatausstellung zu „Häusliche Gewalt“ im Landratsamt und unterwegs im Landkreis – Betroffene aus allen Gesellschaftsschichten

Häusliche Gewalt ist nach wie vor ein Tabuthema. Betroffene schweigen häufig, oft aus Scham, Existenzängsten oder der Angst vor weiteren Übergriffen. Außenstehende schauen oft genug weg. Fast 400 Mal pro Jahr wird die Polizei im Landkreis Esslingen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Paaren gerufen. Gut jede vierte Frau in Deutschland erlebt irgendwann Gewalt in einer Partnerschaft, eine höhere Dunkelziffer wird vermutet. Umso dringlicher ist es,  nicht länger die Augen zu verschließen.

Mit einer Plakataktion unter dem Motto „Zuhause sind wir sicher – oder trügt der Schein“ wollen die runden Tische „Hilfen bei häuslicher Gewalt“ das Thema in die Öffentlichkeit rücken und auf Hilfsangebote aufmerksam machen. Die Öffentlichkeit ist zudem dazu aufgerufen, genauer hinzuschauen und bei Bedarf zu handeln. Bei  sechs runden Tischen treffen sich im Landkreis Esslingen regelmäßig Vertreter von Polizei, Ordnungsämtern, Frauen- und Männerberatungsstellen sowie der  Sozialen Dienste. Auch Amtsgerichte, Suchtberatungsstellen und OEG-Trauma-Ambulanz (Opferentschädigung) sowie  Beauftragte für Chancengleichheit sind in das Netzwerk eingebunden.

Renate Dopatka und Semrah Dogan von „Frauen helfen Frauen“ in Kirchheim und Esslingen sind in ihrer täglichen Arbeit mit zahlreichen Schicksalen häuslicher Gewalt konfrontiert. „Die Frauen wenden sich entweder direkt oder auch über Angehörige, die Polizei, den Arbeitgeber oder Ärzte an uns. Es gibt drei Bereiche: das Frauenhaus, die Beratungsstelle und die Interventionsstelle“, erklärt Dopatka. Das Alter der Frauen sei ganz unterschiedlich, berichtet Dogan von ihren Erfahrungen in der Esslinger Beratungsstelle. „Normalerweise ist die Beratung ab 18 Jahren, die älteste Frau bislang war 88 Jahre alt.“ Beim Erstkontakt am Telefon schildern die Betroffenen ihre Situation, zeitnah wird dann ein persönlicher Termin vereinbart.

„In der Regel sind das Frauen, die in längeren Beziehungen sind, teils am Anfang einer Trennung. Hier helfen wir etwa bei Fragen wie ‚Was kommt da jetzt auf mich zu?’ oder ‚Was passiert mit den Kindern?’“, sagt Dogan. Für viele sei es  nicht einfach, sich vom Ideal der heilen Familie zu verabschieden. „Manche versuchen noch, das Verhalten des Mannes zu legitimieren.“ Es fielen dann Sätze wie „Er hatte Stress bei der Arbeit“ oder „Sonst ist er nie so“. „Da geht es ja auch um den Wunsch nach Liebe und Geborgenheit. Wir unterstützen, stärken und beraten die Frauen bis zur Entscheidung“, schildert Dogan.

 Häufig ging dem Anruf bei der Beratungsstelle ein längerer Prozess voraus. Bei den Fällen mit  massiver körperlicher Gewalt findet eine direkte Vermittlung in ein Frauenhaus statt. Das seien meist Frauen mit kleineren Kindern, oft ohne größeres soziales Netzwerk und keiner Möglichkeit, woanders unterzukommen, berichten Dopatka und  Dogan. Im Schnitt seien die Frauen zwischen 35 und 45 Jahre alt. Gehe es um  eine Trennung, seien die Kinder häufig schon erwachsen, die Frauen im Schnitt 40 bis 50 Jahre alt. Vertreten seien unter den Betroffenen alle Gesellschaftsschichten.

In akuten Fällen häuslicher Gewalt besteht die Möglichkeit, die Polizei zu verständigen. Diese kann einen sofortigen Wohnungsverweis gegen den Täter aussprechen. In begründeten Fällen kann zusätzlich ein Näherungs- und Kontaktverbot erlassen werden. Willigt die Betroffene ein, wird noch von der Wohnung eine unterschriebene Einverständniserklärung von der Polizei an die Interventionsstelle gesendet. Diese meldet sich dann innerhalb der nächsten drei Werktage bei der Frau. „Bereits am Telefon können wichtige Informationen gegeben werden. Wird ein Beratungsgespräch gewünscht, wird ein zeitnaher Termin vereinbart“, schildert Dopatka den Part der Interventionsstelle. Im Esslinger Bereich gebe es etwa 50 solcher Fälle pro Jahr, in Kirchheim im Schnitt 30, auf den Fildern 40.  Das seien aber nur die Fälle mit Einverständniserklärung. Dominique Jend von der Sozialberatung Stuttgart  mit Büro in Esslingen, arbeitet mit den Beschuldigten, die zum Großteil männlich sind. „Manche melden sich von sich aus, wenn sie wiederholt ein Problem mit Gewalt hatten und das ändern wollen“, sagt er. „Andere, die durch einen Polizeieinsatz zu uns gelangen, spielen die Vorwürfe oft herunter.“ Dann heißt es etwa, die Frau habe  provoziert. Bei der Beratungsstelle gebe es dann  Einzelberatungstermine. Und ein Gruppentraining zur Gewaltsensibilisierung über mehrere Monate, darin geht es um die Übernahme von Verantwortung, um das Entwickeln von Empathie gegenüber dem Opfer und um das Erlernen von Handlungsalternativen.  eis / Foto: eis

Hilfe bei Gewalt: www.landkreis-esslingen/haeuslichegewalt.de; Frauen helfen Frauen Esslingen (Telefon 07 11/ 35 72 12); Frauen helfen Frauen Filder (07 11/7 94 94 14), Frauen helfen Frauen Kirchheim (0 70 21/ 4 65 53); Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (08 00/ 0 11 60 16 / kostenlos); Fachberatung Gewaltprävention für gewaltausübende Männer und Frauen (07 11/ 21 84 09 66).