Alles rund um das gute Leben

Messe „Lebensgefühl“ des Wochenblatts ECHO am 28. März bei Pfeiffer & May in Plochingen

Am Donnerstag, 28. März, lädt das Wochenblatt ECHO  zur Messe „Lebensgefühl“ bei Pfeiffer & May in Plochingen ein. Von 17 bis 21 Uhr wollen rund 30 Aussteller aus der Region die Besucher in die Welt rund um Lebensfreude, Genuss und Schönheit entführen. Die Messe findet zum  zehnten Mal statt und hat sich innerhalb des ECHO-Programms zu einem Renner entwickelt.

In diesem Jahr ist der Plochinger Badspezialist  Pfeiffer & May zum fünften Mal Gastgeber der Messe. Auf zwei Etagen verteilen sich die Stände der Aussteller – mit viel Platz  für  Präsentationen und die Gespräche mit den Kunden. Ein grundsätzlicher Vorteil des Veranstaltungsorts: Die Atmosphäre beim Badspezialisten Pfeiffer & May ist relaxt – die Weichen für einen angenehmen und entspannten Abend sind also gestellt.  

Spannende Mischung

 Alles, was das Leben lebenswert und  liebenswert macht: Unter dieser Überschrift lässt sich das  Konzept der  Messe zusammenfassen. Die Teilnehmer kommen aus den Branchen Lifestyle, Mode, Schönheit, Gesundheit, Wellness, Sport, Living, Vorsorge, Ernährung, Mode, Reisen und  mehr – alles Themen, die zu einem guten Leben beitragen. Die Aussteller sind zum Teil „alte Bekannte“, einige nehmen erstmals an der „Lebensgefühl“ teil.

„Wir versuchen immer, eine spannende Mischung an Ausstellern für unser Publikum zusammenzustellen“, sagt ECHO-Verkaufsleiterin Andrea Gisdol. Stets werde Wert auf seriöse und wertige  Angebote gelegt. „Wichtig ist uns, dass wir überwiegend inhabergeführte Unternehmen dabei haben. Für die Besucher ist es angenehm,  mit den Unternehmern direkt sprechen zu können. Die Aussteller wiederum nehmen die Gelegenheit wahr, sich einem größeren Publikum zu präsentieren.   Und das soll auch möglichst abwechslungsreich  geschehen“, sagt Gisdol.

Neben der reinen Präsentation von Waren und Dienstleistungen sind unterhaltsame  Elemente geplant, Aktionen wie Demos und Vorführungen zählen zum festen Bestandteil der Messe. 

So bittet die Plochinger  Tanzschule Taplo ab 17.30 Uhr zum  Workshop auf die Tanzfläche. Das Thema: Disco-Fox für Einsteiger. Der Workshop wird ab 19 Uhr nochmals angeboten. Ab 18.15 Uhr hält Natalie Klamt einen Fachvortrag zum  Thema Erben und Vererben. Um 18.30 Uhr wird die Messe offiziell eröffnet: Plochingens Bürgermeister Frank Buß und Pfeiffer & May-Geschäftsführer Georg Schillinger heißen die Gäste willkommen.

Der Eintritt ist frei

 Eine  Modenschau von Bärbel Moden und Accessoires  aus Reichenbach   steht ab 20 Uhr auf dem Plan. Barbara Bauknecht  zeigt dabei die neuesten Trends; anschließend können die Besucher noch anprobieren und shoppen.

Für Essen und Getränke    sorgen das Gasthaus Lamm aus Wendlingen mit leckeren Gerichten  sowie  das Esslinger Getränke-Center  Bayha, das ausgewählte  Weine  und auch   Kessler-Sekt zur Verkostung anbietet.

Der Eintritt zur Messe „Lebensgefühl“ ist frei.  Parkplätze stehen in ausreichender Zahl  auf dem Gelände von Pfeiffer & May im Plochinger Gewerbegebiet an der Filsallee zur Verfügung. bob / Foto: bob


„Ein lebendiges Museum“

Natur und Kultur im Freilichtmuseum in Beuren – Saisonstart am Sonntag mit „Feuer und Flamme“

Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren startet am Sonntag, 31. März, in die Saison. Einer der Themenschwerpunkte wird in diesem Jahr erneut der Erhalt alter, regionaler Obst- und Gemüsesorten sein. Unterstützt wird dies Bestreben durch die jüngste Neuerwerbung des Museums: Derzeit wird in den Streuobstwiesen des Museumsdorfs der Gartensaal eines Geislinger Gasthauses ausgebaut und fertiggestellt. Dort wird im September ein Erlebnis-Genusszentrum eröffnet. Im Veranstaltungskalender findet sich wieder eine Vielzahl von Angeboten für Familien, von Festen und Führungen. Die Ausstellung zum jüdischen Leben in Württemberg wird verlängert und durch eine Vortragsreihe ergänzt.

Das Freilichtmuseum des Landkreises am Ortsrand der Gemeinde Beuren erfreut sich einer anhaltend hohen Besucherzahl. Rund 73 000 Gäste streiften laut der Museumsleiterin Steffi Cornelius im vergangenen Jahr durch das Museumsdorf, erkundeten die historischen Gebäude, informierten sich über das Alltagsleben in der Vergangenheit und erfuhren Spannendes über alte Obst- und Gemüsesorten, deren Anbau und  Verarbeitung. Angebote für Familien mit Kindern zur Natur der Region, die Sonderausstellung zum jüdischen Leben im ländlichen Württemberg, Führungen und Feste lockten zusätzlich an.

„Wir sammeln nicht nur Häuser, sondern auch Gründe, sie zu besuchen“, sagte Landrat Heinz Eininger bei der Vorstellung der Höhepunkte im Saisonprogramm. Das Freilichtmuseum sei nicht mit einer Ausstellung vergleichbar, die man sich ein einziges Mal betrachtet. „Es ist ein lebendiges Museum, in dem es immer wieder Neues zu erleben gibt, das für Familien, Naturfreunde und kulturhistorisch Interessierte gleichermaßen interessant und attraktiv ist“, beschrieb Eininger.

Ganz augenfällig wird in diesem Sommer die Tierwelt des Museums eine Bereicherung erfahren. Derzeit entsteht ein Schweinekoben im Dorf, in den zwei Schweine einziehen werden. Der Zuwachs entspreche auch dem Auftrag des Museums, jüngeren Besuchern zu zeigen, dass Lebensmittel nicht aus  dem Supermarkt stammen.

Entsprechend wird auch der Themenschwerpunkt der alten Obst- und Gemüsesorten der Region, ihres Anbaus und ihrer Verarbeitung erneut vertieft. So werden zur Eröffnung am Sonntag unter dem Motto „Feuer und Flamme“  die Holzöfen in den historischen Küchen angefacht und darauf mit Zutaten aus heimischem Anbau gekocht. Mitmachaktionen für Familien, Führungen, Veranstaltungen und einige Feste, darunter das  Mostfest, werden sich mit dem regionalen Anbau beschäftigen.

Dabei wird auch das neue Erlebnis-Genusszentrum eine wichtige Rolle spielen. Das wird im Gartensaal entstehen, einem 125 Jahre alten Gartenlokal aus Geislingen, das in den vergangenen Monaten am Rand des Museumsdorfs aufgebaut worden war. Dort sollen traditionelle Kultursorten aus der Region präsentiert und in einer Schauküche auch verarbeitet werden. Die Eröffnung ist für Mitte September geplant. pst / Foto: pst

Info: Freilichtmuseum Beuren, vom 31. März bis 3. November täglich außer montags geöffnet von 9 bis 18 Uhr; ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm liegt vielerorts im Landkreis aus; Telefon 07025 / 91 1900, www.freilichtmuseum-beuren.de.


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Teils stundenlang beschäftigen sich die Deutschen täglich mit dem Smartphone,  Experten warnen vor Belastungen für Körper, Psyche und das soziale Miteinander. Was meinen Sie, hängen wir zu lange am Handy?

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Senioren bleiben mobil

Erfolgreicher Start für das Bürgernetz-Mobil in Nabern – Ehrenamtliche unterstützen ihre Mitbürger

Das Bürgerbus-Projekt des Vereins Bürgernetz Nabern hat einen guten Start hingelegt. Montags und donnerstags bringen ehrenamtliche Fahrer ältere Bürger mit einem Kleinbus von Kirchheims Teilort aus in die Innenstadt, begleiten und unterstützen sie bei Bedarf und bringen sie später wieder nach Hause. Sind es derzeit noch überwiegend Fahrten zum Einkaufen,  zum Arzt oder zum Rathaus, erwartet der Verein mit dem Beginn der milderen Jahreszeit stärkeren Zuspruch durch Senioren, die ihre Freizeit in der Innenstadt verbringen möchten.

Wie in vielen kleinen Ortschaften hatten auch im Kirchheimer Ortsteil Nabern ältere Menschen gewisse Probleme mit der Mobilität, wenn sie für einen Arztbesuch oder einen Behördengang auf das  Auto angewiesen waren, selbst aber nicht mehr fahren wollten oder dies wegen einer Einschränkung nicht konnten. Der Verein Bürgernetz Nabern ergriff daher im vergangenen Jahr die Initiative und startete in Kooperation mit dem Kirchheimer Verein Buefet ein Bürgerbus-Projekt. Ehrenamtliche Fahrer und Begleiter brachten ältere Naberner Bürger montags und donnerstags mit einem gemieteten Kleinbus in die Kirchheimer Innenstadt und unterstützten sie bei ihren Erledigungen. Das Angebot wurde aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ finanziell gefördert und war  für die Fahrgäste kostenlos. Der Bürgerbus fuhr ab dem vergangenen September zunächst einen Monat lang in einer Testphase, die zeigen sollte, ob der Zuspruch für die Anschaffung eines eigenen Kleinbusses ausreicht.

Die Testphase  stellte die Initiatoren zufrieden, zudem wurde ein örtliches Autohaus als Sponsor für einen Kleinbus gewonnen, und ab Mitte Januar nahm das Bürgernetz-Mobil seine Fahrten auf. „Derzeit haben wir zehn ehrenamtliche Fahrer, darunter auch drei Frauen, die die Fahrgäste montags und donnerstags nach Kirchheim und  wieder nach Nabern bringen“, erzählt Günter Gölz, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Bürgernetz. Regelmäßig sind zwei bis drei Mitfahrer an Bord. „Montags ist der Zulauf noch etwas dünn, da ist noch Luft nach oben“, berichtet Gölz. Derzeit konzentriere sich die Nachfrage der Fahrgäste auf den Donnerstag, an dem viele  auf den Wochenmarkt wollten und die langen Öffnungszeiten im Kirchheimer Rathaus nutzten.

Das Bürgernetz-Mobil ist dabei als Unterstützungsangebot für jene Naberner  gedacht, die aufgrund ihres Alters oder  einer körperlichen Einschränkung die Haltestellen des Linienbusses an der Durchgangsstraße nicht mehr gut erreichen können. Daher werden die Fahrgäste nach vorheriger Anmeldung zu Hause abgeholt, während der Fahrt nach Kirchheim von einem Mitglied des Vereins begleitet und auch wieder zurückgebracht. In Kirchheim gibt es eine feste Haltestelle nahe dem Rathaus. Bei Bedarf und nach Absprache werden die Fahrgäste jedoch auch zu ihrem Ziel, etwa zum Arzt, gebracht.  „Der Begleitservice ist eine große Hilfe, er wird von Sehbehinderten genutzt, auch ein Rollatorfahrer ist regelmäßig dabei. Wir haben regelrechte Stammkunden“, erzählt  Gölz und denkt, dass mit dem Frühjahr  der Zuspruch steigen wird. „Wir hoffen, dass die Leute dann nach Kirchheim zum Bummeln und zum Kaffeetrinken fahren.“ pst / Foto: Verein Bürgernetz Nabern

Info: Fahrten mit dem Bürgernetz-Mobil können bei der Ortschaftsverwaltung Nabern, Telefon 0 70 21/5 02-9 00, oder beim Verein Bürgernetz, Telefon 0 70 21/8 64-8 44,  angemeldet werden (www.nabern.de). zeit.de).


Literatur ohne Grenzen

Wendlinger Kulturzeit vom 28. März bis 13. April – Bücher, Autoren, Musik und Theater

Von Donnerstag, 28. März, bis Samstag, 13. April, wird bei der  Wendlinger Kulturzeit wieder ein buntes literarisches und musikalisches Programm über die Bühne gehen. Zur zehnten Auflage der Kulturreihe haben sich in diesem Jahr  zehn lokale Veranstalter zusammengetan, die mit ihren Angeboten den Facetten des Themas Literatur mit Lesungen, Musik und Theater nachspüren wollen.

Die Wendlinger Kulturzeit ist vor zehn Jahren aus der Initiative der Wendlinger Stadtbücherei heraus entstanden, lokalen Kulturanbietern ein gemeinsames Podium für Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Literatur zu ermöglichen. „Wir haben uns bewusst für den Titel Kulturzeit entschieden, da Literatur  nicht nur Lesungen bedeutet, sondern umfassender betrachtet wird. Die Veranstalter haben das Thema   sehr kreativ umgesetzt und wir machen keine Vorgaben“, sagt Karin Heinle, die Leiterin der Stadtbibliothek Wendlingen. Dies sei auch beim diesjährigen Programm wieder deutlich zu spüren. So wird die Kulturzeit mit einer vom Buchladen im Langhaus und der Stadtbücherei organisierten Lesung des Autors Jürgen Seibold eröffnet, der am Donnerstag, 28. März, seinen Regionalkrimi „Volltreffer“ vorstellen wird. Am Freitag, 29. März, nimmt die Volkshochschule bei einer Karl-May-Revue den Autor hinter dem Werk in den Blick. Am Folgetag präsentiert das Jugendhaus eine Grenzüberschreitung zwischen den Genres mit der Band „Fränk da Tänk & Vier Typen“ mit deutschen Texten und Musik. „Auch bei Musikveranstaltungen für Jugendliche wird die Betonung auf das Wort deutlich“, sagt Karin Heinle.

Schüler der Musikschule Köngen/Wendlingen präsentieren am Donnerstag, 4. April, im Treffpunkt Stadtmitte eine musikalische Version des Märchens von den Bremer Stadtmusikanten. Den Bezug zwischen Musik und Literatur illustriert auch die  Band „Poems on the Rocks“ bei einer Veranstaltung des Vereins Zeltspektakel am Freitag, 5. April. Die Band bringt ins Deutsche übersetzte Songtexte und Rockmusik auf die Bühne des Treffpunkts Stadtmitte und begleitet sie mit einer multimedialen Show.

Am Samstag, 6. April, lädt die Schiedmayer-Stiftung anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann zu einem Klavierabend  mit Johannes Gaechter ein. Der Autor Wolfgang Seibold begleitet das musikalische Programm mit einer Vorstellung seiner Biografie „Clara Schumann in Württemberg“. Ohne literarischen Bezug, aber mit dem Anspruch, den Frühling mit Kultur begrüßen zu wollen, kommen die Stuttgarter Saloniker am Sonntag, 7. April, nach Wendlingen. Das  Ensemble gastiert auf Einladung des Fördervereins der Musikschule Köngen/Wendlingen, der Erlös des Abends kommt der Musikschule zugute. Den Abschluss der Kulturzeit bildet der Sängerbund Wendlingen am Samstag, 13. April, mit gesungenen Bildern und Geschichten aus vergangenen Jahrzehnten.

Programmpunkte für Kinder

Von Beginn an nehmen bei der  Kulturzeit Angebote für Kinder  breiten Raum ein. So lädt die Stadtbücherei am Mittwoch, 3. April, Kinder ab einem Alter von drei Jahren zur Vorlesezeit mit der Wendlinger Autorin Silke Kugler in ihr Bilderbuchzimmer. Am Montag, 8. April, wird die Autorin Antje Wagner bei einer Schulveranstaltung aus ihrem Jugendroman „Hyde“ lesen. Am Freitag, 12. April, bringt das Theater Sturmvogel  das  Grimmsche Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein auf die Bühne des Treffpunkts Stadtmitte. pst / Foto: Archiv Stadtbücherei Wendlingen

Info: Wendlinger Kulturzeit, 28. März bis 13. April; ein Heft mit dem vollständigen Programm und vielen Informationen liegt aus (www.wendlingerkulturzeit.de).


Abgestimmt

In Deutschland mehren sich die Masern-Fälle. Kinder in Niedersachsen ohne Impfnachweis wurden sogar  daran gehindert, zur Schule zu gehen. Brauchen wir eine Impfpflicht?

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Impfpflicht?

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Die ganze Vielfalt des Lebens

Messe „aktiva“ des Wochenblatts ECHO mit Impulsen und Ideen – Fachkundiges und  interessiertes Publikum

Es war ein erfolgreiches Wochenende: Die Messe „aktiva“ des Wochenblatts ECHO  hat am Samstag und Sonntag rund 1000 Besucher ins Alte Rathaus in Esslingen gelockt. Die Ausstellung mit 16 Anbietern und die Fachvorträge sind gut angekommen. Die Themen der etablierten Messe: die ganze Vielfalt des Lebens, Gesundheit, Vorsorge,  neue und bewährte  Therapien machten wie immer einen großen Teil der Angebote aus. „Unsere Besucher sind jung genug, um ihr weiteres Leben aktiv und bewusst zu planen“, erklärte ECHO-Verkaufsleiterin Andrea Gisdol. So haben sich  viele Besucher mit dem Thema Mobilität auseinandergesetzt. Ingolf Gebhart hatte seine Elektroroller aufgebaut, die es als Ein- und Zweisitzer gibt, und die sich nicht nur an Gehandicapte richten. „Viele ältere Menschen, die nicht mehr Auto fahren, machen damit ihre Einkäufe“, erklärt er.  Sie fahren 15 Kilometer pro Stunde schnell und  40 Kilometer weit.

Flott unterwegs

Wer ein wenig flotter unterwegs ist, hat sich für die Pedelecs von Dietrich interessiert, die Nils Knappe vorführte. Gabriele Hirschberger zeigte wiederum Rasenroboter.  Nachgefragt war auch die Expertise von Natalie Klamt. Sie erklärte die Kriterien für eine seriöse Bewertung von Immobilien und beriet bei der Testamentgestaltung. Klamt hat festgestellt: „Es gibt viel falsches Halbwissen, was Erben und Vererben betrifft.“ Für manchen Hinterbliebenen  ergäben sich echte „Katastrophen“. Sie riet  zum frühzeitigen „Generationengespräch“.

Interesse weckte auch das Thema gesunder Schlaf zum Beispiel am Stand  der Firma Calypso.   Auch Ralf Wartmann von Ergo fit riet zu Matratzen, die sich dem Körper anpassen, damit dieser in der Nacht regenerieren kann.  Auch Zahnmediziner Rainer Roos hatte etliche Zuhörer bei seinem Vortrag. Er vollführte einen „Flug durch die Zahnmedizin“, bei dem eines deutlich wurde: Bei aller Digitalisierung bleibt die  Zahnmedizin doch redliche Handarbeit. Zu guter Letzt gab es noch ein Gewinnspiel der  Firma Ergofit Live-Zentrum: Der erste Preis, ein Wellness-Wochenende für  zwei  Personen im Wert von 289 Euro,  ging an Rosemarie Hörrmann aus Ostfildern; der  zweite Preis, ein orthopädisches Nackenkissen im Wert von  139 Euro, an  Uwe Lang aus  Esslingen; und den dritten Preis, ein  Tencelkissen im Wert von  89 Euro, holte sich  Dagmar Lommel aus Esslingen ab. bob / Fotos: bob / Kannacher (1)


Mit Bus und Rad am Stau vorbei

Sanierung der Vogelsangbrücke beginnt  – Weitere Baustellen in Esslingen – Maßnahmen sollen Belastungen mildern

Wer von den Fildern ins Neckartal und umgekehrt fährt, nimmt oft die Vogelsangbrücke, die in die Esslinger Stadtmitte führt. Doch die ist marode.  Am 19. März beginnen dort die Sanierungsarbeiten.  Dabei wird die Brücke  mehrfach teilweise gesperrt werden, Autofahrer müssen Umleitungen, Staus und Wartezeiten in Kauf nehmen – es drohen jede Menge Belastungen.  Zumal auch die Zollbergstraße ab Mitte April wegen Sanierungsarbeiten  voll gesperrt wird und die Geiselbachstraße  weiter nur halbseitig geöffnet ist. Deshalb hat die Stadt ein dickes Paket an ämterübergreifenden Einzelmaßnahmen geschnürt, die die härtesten Konsequenzen abfedern sollen.

Die  Arbeiten an der Vogelsangbrücke betreffen  schadhafte Betonkonstruktionen,  Abdichtungen, Fahrbahnbeläge, Gehwege, Geländer, Beleuchtung, Ampelanlagen, Entwässerungs-, Strom- und Nachrichtenleitungen sowie die Gas- und Wasserleitungen der Stadtwerke. Das Bauwerk wird außerdem verstärkt, ein Monitoringsystem zum Abruf des Belastungszustands der Brücke wird eingebaut.

Betroffen sind rund 43 500 Fahrzeuge, die zur Zeit täglich über die Vogelsangbrücke rollen. Auch im Bereich unter der Brücke, in der Ulmer und der Vogelsangstraße, und bei den unter der Brücke liegenden Parkplätzen wird es zu Einschränkungen kommen. Jede Menge Nachtschichten werden erforderlich, da neben und über den Bahngleisen jeweils nur wenige Stunden in den zugverkehrsarmen Nachtstunden gearbeitet werden darf.

Das alles  ist notwendig, da   Esslingen nicht nur ein einziges „Brückenproblem“ hat.   Nach der Vogelsangbrücke ist die Hanns-Martin-Schleyer-Brücke an der Reihe, ein Neubau wird anstelle der alten Brücke errichtet.  Dazu bedarf es einer sanierten   Vogelsangbrücke, denn diese Baustelle wird laut Rathaussprecher Roland Karpentier die größte in Esslingen  seit Jahrzehnten sein. Die  Stadt baut   darauf, dass der Verkehr nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in den kommenden 20 bis 25 Jahren  ungehindert über die Vogelsangbrücke rollen kann – bis diese dann auch abgebrochen und erneuert wird.

Ab Mitte April wird auch die Zollbergstraße befestigt – dort drohen Hangrutschungen. Sie wird für fünf Monate  gesperrt.

Die Stadtverwaltung hat nun ein Paket mit 17 Einzelmaßnahmen angelegt, das die Belastungen so gering wie möglich und die Mobilität am Laufen halten soll. Das soll mit Initiativen von  optimierten Ampelschaltungen bis hin zum Pedelecverleih erreicht werden.

Auf der  Vogelsangbrücke fahren künftig keine  Fahrzeuge mehr, die breiter als 2,30 Meter  sind – ausgenommen Busse –,  um die Brücke während der  Bauzeit beidseitig befahren zu können.  Im Umfeld  werden Ampeln anders geschaltet. Die Adenauerbrücke  muss zusätzlich 10 000 Fahrzeuge täglich  aufnehmen. Auch dort sollen geänderte Ampelschaltungen die Belastungen einschränken und – wie in der Schorndorfer Straße geplant – werden Ampeln selbststeuernd auf den Verkehr reagieren.  Während der Arbeiten an der Vogelsangbrücke steht die Linksabbiegerspur Richtung Sirnau nicht  zur Verfügung. Auch andere Abbiegespuren werden geschlossen: So geht es am Hirschlandkopf nicht mehr nach links in die Wielandstraße und die Kennenburgstraße.

Gleichzeitig nimmt der ÖPNV Fahrt auf, indem Busse durch Nebenstraßen   Staus umfahren und  zusätzliche Busspuren wie   zwischen Rotenackerstraße und Mülberger Straße beziehungsweise stadteinwärts nutzen. Separate Busspuren, die auch Radfahrer nutzen können, sollen den Knoten Augustinerstraße und Berliner Straße optimieren. Taktverdichtungen und  alternative Linienführungen wie die über Uhlbach nach Obertürkheim tun ein Übriges.

Die Stadt hat auch die Radler im Blick: Radwege werden ausgebaut und neu angelegt, zum Beispiel  am Festo-Knoten,  an der Zollbergstraße, von der City nach Mettingen, zwischen Esslingen und Ostfildern sowie der Radschnellweg. Zum Umsteigen aufs Rad  will die Stadt zusätzliche Radboxen an den S-Bahnhöfen einrichten und einen Pedelec-Verleih anbieten.

„Wir rufen  Bürgerinnen und Bürgern dazu auf, wo möglich ihren Beitrag zu weniger Verkehr zu leisten“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Zieger. Hilfreich sei auch eine flexible Arbeitsgestaltung bei Unternehmen. bob / Foto: bul

Info: www.baustellen.esslingen.de 


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Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat die Weltmeister  Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng aussortiert. Die richtige Entscheidung?

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Richtige Entscheidung?

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„Ein Kind der Aufklärung“

 Volkshochschule wird 100 Jahre alt  – Auch Esslinger Bildungseinrichtung wurde 1919 gegründet 

Die Institution Volkshochschule (VHS) feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Als basisdemokratische Einrichtung nach dem Ersten Weltkrieg als Instanz der Volksbildung gegründet,  sind die Volkshochschulen in der  Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Die Esslinger Volkshochschule gehört zu den ältesten in Deutschland. Sie wurde 1919 gegründet. Das Thema behandelt die VHS in Esslingen mit einer Vernissage und einem Vortrag am Mittwoch, 13. März.

Um 18.30 Uhr eröffnet Esslingens Oberbürgermeister   Jürgen Zieger am 13. März das Programm mit einer Begrüßungsrede. Anschließend spricht Gudrun Kruip von der Theodor-Heuss-Stiftung zum Thema „Was Frauen stark macht“. Ab 19.30 Uhr wird das Projekt „100 Jahre Frauenwahlrecht und 100 Jahre VHS –  eine Spurensuche“ der Frauengeschichtswerkstatt Esslingen vorgestellt. Ab   20 Uhr ist ein  Rundgang durch die Ausstellung vorgesehen.

Die Esslinger VHS ist eine der ältesten in Deutschland. Sie entstand wie die  in Stuttgart, Ulm, Reutlingen  und Heilbronn  im Jahr 1919. Die ersten Kurse liefen ab Dezember 1919, meist in der Maschinenbauschule, später in anderen Schulen und im Lehrerseminar. Die ersten Dozenten waren Lehrer, Kunstmaler, Pfarrer. Man beschäftigte sich mit dem Werk Goethes oder besuchte die  „Erste Einführung in die Grunderscheinungen des menschlichen Seelenlebens“. Ein Lehrer der Waldorfschule sprach zu „Technik und Mathematik in ihren Beziehungen zu Kultur und Zivilisation“.  Zehn Jahre später standen Sprachkurse und Fotografie sowie „Die Frauenfrage“   im Programm. Erwerbslosen wurden die Gebühren erlassen.  

Die Volksbildung nach den Idealen der Weimarer Republik  war den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. 1933 wurde die VHS aufgelöst. Nach dem Krieg   startete die VHS wieder durch. Mit Fahrten, Führungen und Wochenendkursen gestaltete man das Programm zeitgemaß  und bediente ab 1948 die ersten Außenstellen. Auch die Gründung der Jugendmusikschule geht auf die VHS zurück. 

  „Die Volkshochschule, deren institutionelle Geschichte mit der Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919 beginnt, ist ein Kind der Aufklärung.  Ihre politische Ausprägung ist die Demokratie“, sagt der Direktor  des Verbands der Volkshochschulen Baden-Württemberg, Hermann Huba, zur Stellung der Volkshochschulen in der Gegenwart.  Ihren  Bildungsauftrag sieht er darin,  Teilnehmende individuell zu einem selbstbestimmten Leben und gesellschaftlich zur Mitgestaltung einer solidarischen Demokratie zu befähigen.

Der Verband zählt 169 Mitglieder. Kürzlich ist die Agenda 2022  erschienen, die die Zukunftsfähigkeit der Volkshochschulen im Land über eine Zertifizierungspflicht sichern soll. Alle Volkshochschulen sollen bis spätestens 2022 die Vorgaben   erfüllen.

Unter anderem geht es um die Sicherung aller Themenbereiche, umfassendes Weiterbildungsprogramm  sowie die professionelle Leitung der Einrichtung. Für kleinere Volkshochschulen sind das große Herausforderungen, die nicht immer zu bewältigen sind. Zum Beispiel in Lichtenwald: Nach 15 Jahren der Selbstständigkeit kehrt die VHS Lichtenwald unter die Regie der VHS Esslingen zurück.

So gibt es im Kreis Esslingen  die Volkshochschulen in  den großen Kreisstädten Esslingen, Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt, Nürtingen und Kirchheim.  Nur zwei kleinere Einrichtungen  sind noch selbstständig: Aichwald und Baltmannsweiler. Dort werde derzeit nicht über eine Rückkehr nach Esslingen nachgedacht, heißt es. In Aichwald werden rund 2000 Unterrichtseinheiten aus allen Fachbereichen angeboten, in Baltmannsweiler sind es 111 Kurse und 1323 Unterrichtsstunden.

Der Baltmannsweiler Bürgermeister Simon Schmid  spricht von der Zertifizierungspflicht  als Herausforderung, die es anzunehmen gelte. Für die VHS-Leiterin in Aichwald,  Delia Badilatti,  ist die  Aufgabe der Selbstständigkeit kein Thema, sie sieht den Vorteil der „Kleinen“ in der Nähe zu den Nutzern.  bob/pst / Foto: bob