Die ganze Vielfalt des Lebens

Messe „aktiva“ des Wochenblatts ECHO mit Impulsen und Ideen – Fachkundiges und  interessiertes Publikum

Es war ein erfolgreiches Wochenende: Die Messe „aktiva“ des Wochenblatts ECHO  hat am Samstag und Sonntag rund 1000 Besucher ins Alte Rathaus in Esslingen gelockt. Die Ausstellung mit 16 Anbietern und die Fachvorträge sind gut angekommen. Die Themen der etablierten Messe: die ganze Vielfalt des Lebens, Gesundheit, Vorsorge,  neue und bewährte  Therapien machten wie immer einen großen Teil der Angebote aus. „Unsere Besucher sind jung genug, um ihr weiteres Leben aktiv und bewusst zu planen“, erklärte ECHO-Verkaufsleiterin Andrea Gisdol. So haben sich  viele Besucher mit dem Thema Mobilität auseinandergesetzt. Ingolf Gebhart hatte seine Elektroroller aufgebaut, die es als Ein- und Zweisitzer gibt, und die sich nicht nur an Gehandicapte richten. „Viele ältere Menschen, die nicht mehr Auto fahren, machen damit ihre Einkäufe“, erklärt er.  Sie fahren 15 Kilometer pro Stunde schnell und  40 Kilometer weit.

Flott unterwegs

Wer ein wenig flotter unterwegs ist, hat sich für die Pedelecs von Dietrich interessiert, die Nils Knappe vorführte. Gabriele Hirschberger zeigte wiederum Rasenroboter.  Nachgefragt war auch die Expertise von Natalie Klamt. Sie erklärte die Kriterien für eine seriöse Bewertung von Immobilien und beriet bei der Testamentgestaltung. Klamt hat festgestellt: „Es gibt viel falsches Halbwissen, was Erben und Vererben betrifft.“ Für manchen Hinterbliebenen  ergäben sich echte „Katastrophen“. Sie riet  zum frühzeitigen „Generationengespräch“.

Interesse weckte auch das Thema gesunder Schlaf zum Beispiel am Stand  der Firma Calypso.   Auch Ralf Wartmann von Ergo fit riet zu Matratzen, die sich dem Körper anpassen, damit dieser in der Nacht regenerieren kann.  Auch Zahnmediziner Rainer Roos hatte etliche Zuhörer bei seinem Vortrag. Er vollführte einen „Flug durch die Zahnmedizin“, bei dem eines deutlich wurde: Bei aller Digitalisierung bleibt die  Zahnmedizin doch redliche Handarbeit. Zu guter Letzt gab es noch ein Gewinnspiel der  Firma Ergofit Live-Zentrum: Der erste Preis, ein Wellness-Wochenende für  zwei  Personen im Wert von 289 Euro,  ging an Rosemarie Hörrmann aus Ostfildern; der  zweite Preis, ein orthopädisches Nackenkissen im Wert von  139 Euro, an  Uwe Lang aus  Esslingen; und den dritten Preis, ein  Tencelkissen im Wert von  89 Euro, holte sich  Dagmar Lommel aus Esslingen ab. bob / Fotos: bob / Kannacher (1)


Mit Bus und Rad am Stau vorbei

Sanierung der Vogelsangbrücke beginnt  – Weitere Baustellen in Esslingen – Maßnahmen sollen Belastungen mildern

Wer von den Fildern ins Neckartal und umgekehrt fährt, nimmt oft die Vogelsangbrücke, die in die Esslinger Stadtmitte führt. Doch die ist marode.  Am 19. März beginnen dort die Sanierungsarbeiten.  Dabei wird die Brücke  mehrfach teilweise gesperrt werden, Autofahrer müssen Umleitungen, Staus und Wartezeiten in Kauf nehmen – es drohen jede Menge Belastungen.  Zumal auch die Zollbergstraße ab Mitte April wegen Sanierungsarbeiten  voll gesperrt wird und die Geiselbachstraße  weiter nur halbseitig geöffnet ist. Deshalb hat die Stadt ein dickes Paket an ämterübergreifenden Einzelmaßnahmen geschnürt, die die härtesten Konsequenzen abfedern sollen.

Die  Arbeiten an der Vogelsangbrücke betreffen  schadhafte Betonkonstruktionen,  Abdichtungen, Fahrbahnbeläge, Gehwege, Geländer, Beleuchtung, Ampelanlagen, Entwässerungs-, Strom- und Nachrichtenleitungen sowie die Gas- und Wasserleitungen der Stadtwerke. Das Bauwerk wird außerdem verstärkt, ein Monitoringsystem zum Abruf des Belastungszustands der Brücke wird eingebaut.

Betroffen sind rund 43 500 Fahrzeuge, die zur Zeit täglich über die Vogelsangbrücke rollen. Auch im Bereich unter der Brücke, in der Ulmer und der Vogelsangstraße, und bei den unter der Brücke liegenden Parkplätzen wird es zu Einschränkungen kommen. Jede Menge Nachtschichten werden erforderlich, da neben und über den Bahngleisen jeweils nur wenige Stunden in den zugverkehrsarmen Nachtstunden gearbeitet werden darf.

Das alles  ist notwendig, da   Esslingen nicht nur ein einziges „Brückenproblem“ hat.   Nach der Vogelsangbrücke ist die Hanns-Martin-Schleyer-Brücke an der Reihe, ein Neubau wird anstelle der alten Brücke errichtet.  Dazu bedarf es einer sanierten   Vogelsangbrücke, denn diese Baustelle wird laut Rathaussprecher Roland Karpentier die größte in Esslingen  seit Jahrzehnten sein. Die  Stadt baut   darauf, dass der Verkehr nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in den kommenden 20 bis 25 Jahren  ungehindert über die Vogelsangbrücke rollen kann – bis diese dann auch abgebrochen und erneuert wird.

Ab Mitte April wird auch die Zollbergstraße befestigt – dort drohen Hangrutschungen. Sie wird für fünf Monate  gesperrt.

Die Stadtverwaltung hat nun ein Paket mit 17 Einzelmaßnahmen angelegt, das die Belastungen so gering wie möglich und die Mobilität am Laufen halten soll. Das soll mit Initiativen von  optimierten Ampelschaltungen bis hin zum Pedelecverleih erreicht werden.

Auf der  Vogelsangbrücke fahren künftig keine  Fahrzeuge mehr, die breiter als 2,30 Meter  sind – ausgenommen Busse –,  um die Brücke während der  Bauzeit beidseitig befahren zu können.  Im Umfeld  werden Ampeln anders geschaltet. Die Adenauerbrücke  muss zusätzlich 10 000 Fahrzeuge täglich  aufnehmen. Auch dort sollen geänderte Ampelschaltungen die Belastungen einschränken und – wie in der Schorndorfer Straße geplant – werden Ampeln selbststeuernd auf den Verkehr reagieren.  Während der Arbeiten an der Vogelsangbrücke steht die Linksabbiegerspur Richtung Sirnau nicht  zur Verfügung. Auch andere Abbiegespuren werden geschlossen: So geht es am Hirschlandkopf nicht mehr nach links in die Wielandstraße und die Kennenburgstraße.

Gleichzeitig nimmt der ÖPNV Fahrt auf, indem Busse durch Nebenstraßen   Staus umfahren und  zusätzliche Busspuren wie   zwischen Rotenackerstraße und Mülberger Straße beziehungsweise stadteinwärts nutzen. Separate Busspuren, die auch Radfahrer nutzen können, sollen den Knoten Augustinerstraße und Berliner Straße optimieren. Taktverdichtungen und  alternative Linienführungen wie die über Uhlbach nach Obertürkheim tun ein Übriges.

Die Stadt hat auch die Radler im Blick: Radwege werden ausgebaut und neu angelegt, zum Beispiel  am Festo-Knoten,  an der Zollbergstraße, von der City nach Mettingen, zwischen Esslingen und Ostfildern sowie der Radschnellweg. Zum Umsteigen aufs Rad  will die Stadt zusätzliche Radboxen an den S-Bahnhöfen einrichten und einen Pedelec-Verleih anbieten.

„Wir rufen  Bürgerinnen und Bürgern dazu auf, wo möglich ihren Beitrag zu weniger Verkehr zu leisten“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Zieger. Hilfreich sei auch eine flexible Arbeitsgestaltung bei Unternehmen. bob / Foto: bul

Info: www.baustellen.esslingen.de 


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