Senioren bleiben mobil

Erfolgreicher Start für das Bürgernetz-Mobil in Nabern – Ehrenamtliche unterstützen ihre Mitbürger

Das Bürgerbus-Projekt des Vereins Bürgernetz Nabern hat einen guten Start hingelegt. Montags und donnerstags bringen ehrenamtliche Fahrer ältere Bürger mit einem Kleinbus von Kirchheims Teilort aus in die Innenstadt, begleiten und unterstützen sie bei Bedarf und bringen sie später wieder nach Hause. Sind es derzeit noch überwiegend Fahrten zum Einkaufen,  zum Arzt oder zum Rathaus, erwartet der Verein mit dem Beginn der milderen Jahreszeit stärkeren Zuspruch durch Senioren, die ihre Freizeit in der Innenstadt verbringen möchten.

Wie in vielen kleinen Ortschaften hatten auch im Kirchheimer Ortsteil Nabern ältere Menschen gewisse Probleme mit der Mobilität, wenn sie für einen Arztbesuch oder einen Behördengang auf das  Auto angewiesen waren, selbst aber nicht mehr fahren wollten oder dies wegen einer Einschränkung nicht konnten. Der Verein Bürgernetz Nabern ergriff daher im vergangenen Jahr die Initiative und startete in Kooperation mit dem Kirchheimer Verein Buefet ein Bürgerbus-Projekt. Ehrenamtliche Fahrer und Begleiter brachten ältere Naberner Bürger montags und donnerstags mit einem gemieteten Kleinbus in die Kirchheimer Innenstadt und unterstützten sie bei ihren Erledigungen. Das Angebot wurde aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ finanziell gefördert und war  für die Fahrgäste kostenlos. Der Bürgerbus fuhr ab dem vergangenen September zunächst einen Monat lang in einer Testphase, die zeigen sollte, ob der Zuspruch für die Anschaffung eines eigenen Kleinbusses ausreicht.

Die Testphase  stellte die Initiatoren zufrieden, zudem wurde ein örtliches Autohaus als Sponsor für einen Kleinbus gewonnen, und ab Mitte Januar nahm das Bürgernetz-Mobil seine Fahrten auf. „Derzeit haben wir zehn ehrenamtliche Fahrer, darunter auch drei Frauen, die die Fahrgäste montags und donnerstags nach Kirchheim und  wieder nach Nabern bringen“, erzählt Günter Gölz, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Bürgernetz. Regelmäßig sind zwei bis drei Mitfahrer an Bord. „Montags ist der Zulauf noch etwas dünn, da ist noch Luft nach oben“, berichtet Gölz. Derzeit konzentriere sich die Nachfrage der Fahrgäste auf den Donnerstag, an dem viele  auf den Wochenmarkt wollten und die langen Öffnungszeiten im Kirchheimer Rathaus nutzten.

Das Bürgernetz-Mobil ist dabei als Unterstützungsangebot für jene Naberner  gedacht, die aufgrund ihres Alters oder  einer körperlichen Einschränkung die Haltestellen des Linienbusses an der Durchgangsstraße nicht mehr gut erreichen können. Daher werden die Fahrgäste nach vorheriger Anmeldung zu Hause abgeholt, während der Fahrt nach Kirchheim von einem Mitglied des Vereins begleitet und auch wieder zurückgebracht. In Kirchheim gibt es eine feste Haltestelle nahe dem Rathaus. Bei Bedarf und nach Absprache werden die Fahrgäste jedoch auch zu ihrem Ziel, etwa zum Arzt, gebracht.  „Der Begleitservice ist eine große Hilfe, er wird von Sehbehinderten genutzt, auch ein Rollatorfahrer ist regelmäßig dabei. Wir haben regelrechte Stammkunden“, erzählt  Gölz und denkt, dass mit dem Frühjahr  der Zuspruch steigen wird. „Wir hoffen, dass die Leute dann nach Kirchheim zum Bummeln und zum Kaffeetrinken fahren.“ pst / Foto: Verein Bürgernetz Nabern

Info: Fahrten mit dem Bürgernetz-Mobil können bei der Ortschaftsverwaltung Nabern, Telefon 0 70 21/5 02-9 00, oder beim Verein Bürgernetz, Telefon 0 70 21/8 64-8 44,  angemeldet werden (www.nabern.de). zeit.de).


Literatur ohne Grenzen

Wendlinger Kulturzeit vom 28. März bis 13. April – Bücher, Autoren, Musik und Theater

Von Donnerstag, 28. März, bis Samstag, 13. April, wird bei der  Wendlinger Kulturzeit wieder ein buntes literarisches und musikalisches Programm über die Bühne gehen. Zur zehnten Auflage der Kulturreihe haben sich in diesem Jahr  zehn lokale Veranstalter zusammengetan, die mit ihren Angeboten den Facetten des Themas Literatur mit Lesungen, Musik und Theater nachspüren wollen.

Die Wendlinger Kulturzeit ist vor zehn Jahren aus der Initiative der Wendlinger Stadtbücherei heraus entstanden, lokalen Kulturanbietern ein gemeinsames Podium für Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Literatur zu ermöglichen. „Wir haben uns bewusst für den Titel Kulturzeit entschieden, da Literatur  nicht nur Lesungen bedeutet, sondern umfassender betrachtet wird. Die Veranstalter haben das Thema   sehr kreativ umgesetzt und wir machen keine Vorgaben“, sagt Karin Heinle, die Leiterin der Stadtbibliothek Wendlingen. Dies sei auch beim diesjährigen Programm wieder deutlich zu spüren. So wird die Kulturzeit mit einer vom Buchladen im Langhaus und der Stadtbücherei organisierten Lesung des Autors Jürgen Seibold eröffnet, der am Donnerstag, 28. März, seinen Regionalkrimi „Volltreffer“ vorstellen wird. Am Freitag, 29. März, nimmt die Volkshochschule bei einer Karl-May-Revue den Autor hinter dem Werk in den Blick. Am Folgetag präsentiert das Jugendhaus eine Grenzüberschreitung zwischen den Genres mit der Band „Fränk da Tänk & Vier Typen“ mit deutschen Texten und Musik. „Auch bei Musikveranstaltungen für Jugendliche wird die Betonung auf das Wort deutlich“, sagt Karin Heinle.

Schüler der Musikschule Köngen/Wendlingen präsentieren am Donnerstag, 4. April, im Treffpunkt Stadtmitte eine musikalische Version des Märchens von den Bremer Stadtmusikanten. Den Bezug zwischen Musik und Literatur illustriert auch die  Band „Poems on the Rocks“ bei einer Veranstaltung des Vereins Zeltspektakel am Freitag, 5. April. Die Band bringt ins Deutsche übersetzte Songtexte und Rockmusik auf die Bühne des Treffpunkts Stadtmitte und begleitet sie mit einer multimedialen Show.

Am Samstag, 6. April, lädt die Schiedmayer-Stiftung anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann zu einem Klavierabend  mit Johannes Gaechter ein. Der Autor Wolfgang Seibold begleitet das musikalische Programm mit einer Vorstellung seiner Biografie „Clara Schumann in Württemberg“. Ohne literarischen Bezug, aber mit dem Anspruch, den Frühling mit Kultur begrüßen zu wollen, kommen die Stuttgarter Saloniker am Sonntag, 7. April, nach Wendlingen. Das  Ensemble gastiert auf Einladung des Fördervereins der Musikschule Köngen/Wendlingen, der Erlös des Abends kommt der Musikschule zugute. Den Abschluss der Kulturzeit bildet der Sängerbund Wendlingen am Samstag, 13. April, mit gesungenen Bildern und Geschichten aus vergangenen Jahrzehnten.

Programmpunkte für Kinder

Von Beginn an nehmen bei der  Kulturzeit Angebote für Kinder  breiten Raum ein. So lädt die Stadtbücherei am Mittwoch, 3. April, Kinder ab einem Alter von drei Jahren zur Vorlesezeit mit der Wendlinger Autorin Silke Kugler in ihr Bilderbuchzimmer. Am Montag, 8. April, wird die Autorin Antje Wagner bei einer Schulveranstaltung aus ihrem Jugendroman „Hyde“ lesen. Am Freitag, 12. April, bringt das Theater Sturmvogel  das  Grimmsche Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein auf die Bühne des Treffpunkts Stadtmitte. pst / Foto: Archiv Stadtbücherei Wendlingen

Info: Wendlinger Kulturzeit, 28. März bis 13. April; ein Heft mit dem vollständigen Programm und vielen Informationen liegt aus (www.wendlingerkulturzeit.de).


Abgestimmt

In Deutschland mehren sich die Masern-Fälle. Kinder in Niedersachsen ohne Impfnachweis wurden sogar  daran gehindert, zur Schule zu gehen. Brauchen wir eine Impfpflicht?

Foto: dpa

Impfpflicht?

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