Büfett auf Rädern

Streetfood-Festival in Esslingen vom 20. bis 23. Juni – Zwölf Foodtrucks mit internationalen Gerichten

Streetfood liegt  voll im Trend. Und so rollen Foodtrucks   demnächst auch nach Esslingen: Von Donnerstag bis Sonntag, 20. bis 23. Juni, findet auf dem  Hafenmarkt das erste Esslinger Streetfood-Festival statt. Zwölf Trucks, eine Bar und ein unterhaltendes Rahmenprogramm sollen das kulinarische Fest in der Stadt etablieren.

Marc Wilcke und Enzo Mes­sinese wollten ursprünglich gar nicht auf den Hafenmarkt, sondern auf den Marktplatz – als Nachfolger der Zwiebelfestwirte, die das Esslinger Traditionsfest nicht mehr ausrichten werden. Den Zuschlag für die Zwiebelfest-Nachfolge haben andere Wirte bekommen. So landeten Messinese und Wilcke mit  ihrer Idee des  Streetfood-Festivals auf dem Hafenmarkt.

Curry, Fleisch, Nudeln

Lange haben die beiden Veranstalter  die Genehmigung des Ordnungsamts noch nicht in der Tasche. „Ein paar  Wochen vielleicht“, sagt Marc Wilcke. Deshalb habe es schnell gehen müssen, denn für Foodtrucks gibt es eine große Nachfrage. Die Veranstalter haben nun zwölf Foodtrucks  und Stände für die vier Tage am Hafenmarkt verpflichten können. Die  Besucher werden indisches Curry vorfinden, den klassischen Burger, Wok-Gerichte, gefüllte Nudeln, ausgefallene Sandwiches, Würstchen im Teig, Fleischgerichte, Fleischspieße ebenso wie Dessert-Gerichte wie Frozen Yoghurt und Poffertjes – kleine gefüllte Pfannkuchen. Spezielle Tees, kalt und warm, bietet ein weiterer Stand an. Auch das Café am Museum ist aktiv und verkauft  Flammkuchen.

Die Stände und Trucks stehen im Rund am Hafenmarkt, in der Mitte wird eine Bar platziert, darum sitzen die Gäste auf Bierbänken oder relaxen auf Liegestühlen.

Familien willkommen

„Wir haben Wert darauf gelegt, dass es  ein erschwingliches Essen gibt, sodass man auch mit der ganzen Familie essen gehen kann“, betont Wilcke. So werde der Sonntag zum Familientag deklariert, an dem die Bar die Getränke zu günstigeren Preisen als sonst verkauft.  Ein Rahmenprogramm soll  unterhalten. Laut Wilcke  sind  Straßenmusiker  unterwegs, Zirkuspädagogen bespaßen  jüngere Gäste.  Die Auswahl der Food-Spezialitäten wiederum ist vielfältig. „Bei Streetfood-Festivals dominieren oft die Burger“, beklagt Wilcke. „Das wollen wir nicht.“ Viele unterschiedliche Speisen sollen angeboten werden. Ginge es nach Wilcke, hätte es ruhig noch ein wenig bunter  zugehen können. „Exotische Maultaschen hätten wir gerne noch gehabt.“ Doch in der Kürze der Vorbereitungszeit waren etliche Beschicker schon ausgebucht.

Junges Publikum

Insgesamt wollen die beiden Veranstalter ein jüngeres Publikum ansprechen, als es  das  traditionelle Zwiebelfest bislang getan hat. 

Die Idee mit dem Streetfood-Angebot hat Marc Wilcke schon länger umgetrieben.  Als das Zwiebelfest neu vergeben werden sollte, bewarben sich er und sein Partner Enzo Mes­sinese um ein Streetfood-Festival  auf dem Marktplatz. Ein anderes Angebot von Wirten bekam jedoch  den Vorzug. Dem Esslinger Gemeinderat gefiel aber die Idee der Foodtrucks. Sie forderten die beiden auf, sich für eine solche Veranstaltung am Hafenmarkt zu bewerben.

Streetfood-Festivals gibt es  in der Region mehrere. Wilcke und Messinese haben bereits ein Ess-Fest in Wendlingen organisiert. Weitere sollen folgen.  Das Festival in Esslingen soll das erste einer langen Reihe sein. „Wir hoffen, dass unser Konzept ankommt und sich  das Festival etablieren kann“, sagt Wilcke, der auch weiß: „Das letzte Wort hat der Gast.“  bob / Fotos: Jüptner

Info: Esslinger Streetfood-Festival, 20. bis 23. Juni, jeweils 11 bis 22 Uhr, Hafenmarkt Esslingen  (www.street-food-festival-esslingen.de).


Weichenstellung

Die Stadt Nürtingen arbeitet an ihrer Zukunftsfähigkeit – Erste Handlungsempfehlungen vorgestellt

Die Stadt Nürtingen wird sich künftig neu orientieren müssen, wenn sie ihre Zukunftsfähigkeit erhalten will. Angesichts der wachsenden Konkurrenz der Kommunen in der Metropolregion Stuttgart muss die Stadt ihre Position und ihre Stärken neu definieren und an ihrer Außenwirkung arbeiten. Um die Weichen dafür zu stellen, wurde im Jahr 2017 ein Stadtmarketingprozess angestoßen. Das damit beauftragte Planungsbüro Gruppe Drei hat nun erste Handlungsempfehlungen vorgestellt.

„Nürtingen steht vor dem Problem, dass es nach außen sehr schwäbisch-bodenständig wirkt. Das kann der Stadt in dem dynamischen Entwicklungsprozess der Region durchaus auch zum Nachteil ausgelegt werden“, sagte der Marketingfachmann Alexander Doderer, der die Stadt zusammen mit seiner Kollegin Carolin Deberling seit zwei Jahren berät und den Stadtmarketingprozess begleitet. Der Gemeinderat hatte diesen Prozess 2017 angestoßen, um die Stärken und Schwächen der Stadt im Spannungsfeld der Kommunen herauszuarbeiten, die Außensicht und die Selbstwahrnehmung kritisch zu untersuchen und Handlungsempfehlungen vorzuschlagen. Damit sollten die Weichen in Richtung einer Zukunftsfähigkeit als attraktive Kommune gestellt werden können.

Nach Bürgerbefragungen, Workshops mit Einzelhändlern und Immobilienbesitzern, einer Bürgerkonferenz und einer Klausurtagung des Gemeinderats zum Thema legte das Planungsbüro schließlich erste Ergebnisse und darauf aufbauend Handlungsempfehlungen vor.

Als zentralen Aspekt machten die Planer eine beträchtliche Kluft zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung aus. Während die Nürtinger selbst ihre Stadt als „mutig, weltoffen und dynamisch“ sähen, wirke sie tatsächlich nach außen „konservativ, rückwärtsgewandt und stagnierend“, erklärte Doderer. Allerdings gebe es in der Bürgerschaft auch einen „Willen zur Dynamik“. Der sei auch vonnöten, wolle man das Spannungsfeld zwischen dem Verharren in alten Traditionen und dem Wunsch nach einer zukunftsfähigen Stadt überwinden. „Das bedeutet auch, die Komfortzonen zu verlassen, gewohnte Strukturen aufzubrechen, Risiken einzugehen und bereit zu sein, nach allen Seiten offen zu denken“, betonte Doderer.

Seine Kollegin Carolin Deberling sah in den daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen „einen Markenkern mit den zentralen Werten Lebenskultur, Kreativkultur und Bildungskultur“, den es zu konkretisieren gelte. „Die Stadt ist der Raum für Begegnung“ und müsse „das Gefühl des Zuhauseseins“ vermitteln, sagte sie. Dafür sollten etwa das Neckarufer  erlebbar gemacht und die Altstadt durch Gastronomie, Handel und Märkte wesentlich aufgewertet und belebt werden. Mehr Grünflächen in der Stadt und eine Outdoor-Galerie könnten Begegnungsräume schaffen. Ein Gründerzentrum sei sinnvoll, um Studenten und Hochschulabsolventen in der Stadt zu halten, ebenso die Steigerung der Attraktivität für Touristen, etwa durch eine Aufwertung des Wohnmobil-Stellplatzes.

Die Stadtverwaltung wird nun den Handlungskatalog mit Bürgerbeteiligung auf seine Realisierungschancen in den kommenden Jahren hin prüfen. Über die Einzelprojekte wird der Gemeinderat jeweils separat entscheiden. pst / Foto: pst


Freilichtbühne

Die Württembergische Landesbühne führt in ihrer Freilichtinszenierung in Esslingen in diesem Jahr Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ auf. Premiere auf dem Kessler-Platz hinter der Stadtkirche St. Dionys ist am Samstag, 22. Juni, 20 Uhr. Regie führt Christof Küster, Marion Eisele ist für Bühne und Kostüme verantwortlich. Dürrenmatts tragische Komödie handelt von einer Multimilliardärin, die nach Jahren in ihr Heimatstädtchen zurückkehrt und ein ungeheures Angebot unterbreitet: Einst  wurde sie vom zukünftigen Bürgermeister der Gemeinde sitzengelassen und erniedrigt. Sollte dieser nun aus den Reihen der Bürgerschaft getötet werden, verspricht sie der Bevölkerung der kleinen Stadt eine Milliarde. Das 1956 in Zürich uraufgeführte Stück  verhalf dem Autor zu weltweitem Erfolg. „Der Besuch der alten Dame“ ist eine Parabel über Opportunismus und die Korrumpierbarkeit einer Gemeinschaft durch Geld, das Stück erzählt aber auch von Liebe. Bis zum 27. Juli folgen noch 19 weitere Freilicht-Aufführungen (www.wlb-esslinden.de).   red/ Foto:  Patrick Pfeiffer


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