Mensch, Natur, Kultur

Kunst- und Aktionspfad der Ziegelhütte am Randecker Maar mit Skulpturenweg, Festival und Sommerfest

Die Jugendhilfeeinrichtung Ziegelhütte im Bissinger Ortsteil Ochsenwang am Randecker Maar im Unesco-Biosphärengebiet veranstaltet von Samstag, 29. Juni, bis Ende August zum dritten Mal einen Kunst- und Aktionspfad und an fünf Wochenenden ein Kleinkunstfestival. Auf die Besucher warten neben einer Neuauflage des Skulpturenpfads Konzerte, Open-Air-Kino und Theater, ein Mittelaltertag und ein Sommerfest. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Schirmherrschaft übernommen.

Bereits in den Jahren 2012 und 2015 hatte die Jugendhilfeeinrichtung  Ziegelhütte einen Kunst- und Aktionspfad auf die Beine gestellt. Das Angebot sollte nicht nur als  soziokulturelles Projekt darauf hinweisen, dass auch im ländlichen Raum der Schwäbischen Alb ein reiches Kulturleben herrscht. Auch für die von der Ziegelhütte betreuten Jugendlichen erwiesen sich die mit dem Kulturpfad verbundenen Aufgaben als Herausforderung, Lernfeld  und letztlich großer Erfolg.

„Das Konzept hat sich bewährt. Das Zusammenspiel von Kunst und der einzigartigen Natur des Randecker Maars war für viele Menschen ein besonderes Erlebnis. Kunstprojekte bilden einen wichtigen Schwerpunkt in unserer pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen, die einen besonderen  Förderbedarf haben. Für unsere Jugendlichen bedeutet die Zusammenarbeit mit Künstlern aus der Region und das Erleben, dass ihre Arbeiten ausgestellt und von vielen Menschen bewundert werden, daher eine ganz besondere und wertvolle Erfahrung“, sagt Hendrik van Woudenberg, Geschäftsführer des Trägervereins der Jugendhilfeeinrichtung Ziegelhütte.

 In diesem Jahr werden ein Skulpturenpfad von etwa fünf Kilometern Länge mit rund 50 Stationen, Führungen und Kunstaktionen angeboten. Dazu gibt es Workshops in den Bereichen Kunst, Gestaltung und Musik, ein Kleinkunstfestival mit Konzerten, Open-Air-Kino und Theater, einen Kunstmarkt, ein Mittelalterspektakel und den Internationalen Tag „Gemeinsam sind wir bunt“. Rund um den Skulpturenpfad finden an den Wochenenden zahlreiche kleine und große Kulturveranstaltungen statt. Auch dieses Mal ist der Eintritt zum Skulpturenpfad und zu allen Veranstaltungen frei.

Nach der Eröffnungsfeier  am Samstag, 29.  Juni, startet das Programm am Folgetag mit der Band „Blues 4 five“ und dem Gismo Graf Trio. Jugendliche der Ziegelhütte bieten wie an allen fünf Wochenenden Führungen zu den Kunstwerken an.  Am Wochenende 6. und 7. Juli steht der Sommerlustmarkt mit Kunsthandwerk und regionalen Produkten auf dem Programm. Am Samstag wird ein Lichterfest mit der Frauenband „Miss Foxy“ gefeiert.  Das dritte Wochenende, 13. und 14. Juli, steht im Zeichen eines Mittelalterspektakels mit der Ritterschaft zu Gmünd. Sie bietet Schwertkämpfe, Axtwerfen und Einblicke in historische Handwerkstechniken und Tänze. Die Musik liefern Gotthard der Barde und das Ensemble „Collini“. Am folgenden Wochenende, 20. und 21. Juli, werden Workshops für Musik, Fotografie, Bildhauerei und Zeichnen angeboten. Den Abschluss bilden am Freitag und Samstag, 26. und 27. Juli, das Kino-Open-Air und am Sonntag, 28. Juli, der Internationale Tag „Gemeinsam sind wir bunt“ mit Konzerten, Theater und Kunstaktionen. Der Skulpturenpfad ist bis Ende August geöffnet. pst / Foto: Ziegelhütte

Info: www.jugendhilfe-ziegelhuette.de


Dem Nachwuchs eine Bühne

Das WO?!-Festival in Wendlingen findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt

Am Freitag und Samstag,  28. und 29. Juni, laden die Jugendhäuser „Zentrum Neuffenstraße“ in Wendlingen  und „Boing“ in Oberboihingen zum gemeinsam veranstalteten WO?!-Festival  ein. Dieses Stelldichein von Nachwuchsbands wird in diesem Jahr zum zehnten Mal veranstaltet. Gemäß dem üblichen Zwei-Jahres-Turnus findet das Festival dieses Mal wieder in Wendlingen statt, und zwar auf dem Festplatz „Im Speck“.

Als vorrangiges Ziel geben die Veranstalter an, dass sie lokalen Nachwuchsbands eine große Bühne bieten wollen. Doch es mischen sich auch namhafte Musiker jenseits der Region-Grenzen in die Schar der WO?!-Künstler. Headliner des Festivals sind am Freitag „Kafvka“ aus Berlin-Lichtenberg. Sie machen laut Ankündigung „Rap-Rock, Polit-Hop und Dada-Pop“. Am Samstag wurde als Topact die Stuttgarter Band „Antiheld“ verpflichtet, die laut eigenen Angaben „Straßenköterpop“ spielt. „Antiheld“-Frontmann Luca stammt aus Neckarhausen, nicht ohne Stolz verkünden die Veranstalter, dass er  mit dem Festival sozusagen aufgewachsen sei. Der Rapper ,,Sickless“ wird ebenfalls in die Kategorie der bekannteren Künstler eingeordnet. Im Vorfeld des Festivals wurde beim WO?!-Contest zudem musikalisch darum gerungen, welcher Nachwuchsband aus der Region ein Auftritt zusteht. Gewonnen hat diesen am Ende „The Story of March“ aus Reutlingen.

Außer den beiden Headlinern stammen alle weiteren 16 Bands aus der näheren und weiteren Umgebung des Veranstaltungsorts. Die Kirchheimer Band ,,Grup Huub“ hat sich hier bereits einen guten Namen erspielt. Wahre „Local Heroes“ sind „Funky Fizzle“ und ,,Ohne Kompass“ aus Wendlingen. Zudem sind dabei: „Crowd of Exempt“, „Junique“, „Fugger“, „Hell & Back“, „Endor4ne“, „Spacecowboys & Bernie“, „Junion“, „Leitmot!v“, „Olga Schmus“ und „Felix & Friends“.

Die Organisatoren aus den Reihen der beiden Jugendhäuser wollen auch in diesem Jahr ihrem Anspruch gerecht werden, ein jugendgerechtes Festival anzubieten. Das heißt: Essen, Getränke und Eintritt gibt es zu „günstigen Preisen“. So kostet ein Zwei-Tage-Ticket im Vorverkauf  15 Euro.

Eine Neuerung gibt es am Samstag: Um 14 Uhr startet erstmals ein Flunkyball-Turnier, bevor ab 16.30  Uhr die erste Band spielt. Konzertbeginn am Freitag ist um 18 Uhr. Zur After-Show-Party wird an beiden Tagen in ,,Die Kiste“ in Wendlingen  eingeladen. (red) / Foto oben: Kai Effinger/Blattkunst, Foto unten: Viktor Schanz

Info: mehr zu  Bands, Zeitplan, Eintrittspreisen, Anfahrt   unter www.wo-festival.de. Karten im Vorverkauf sind erhältlich bei:  Jugendhaus Zentrum Neuffenstraße in Wendlingen,  Jugendhaus Trafo in Köngen, Stadtbücherei Wendlingen,  Pusteblume in Oberboihingen, Jugendhaus Boing in Oberboihingen, der Wendlinger Zeitung und unter www.reservix.de.


Abgestimmt

Es gibt Pläne, das Fahren von Leichtkrafträdern auch ohne Führerscheinprüfung zu ermöglichen. Voraussetzungen: fünf Jahre Führerschein  Klasse B, mindestens 25 Jahre alt,  achtstündiger Kurs. Ein gute Idee?

Foto: dpa

Ohne Führerschein?

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