Das Fest für alle Esslinger

Bürgerfest am Wochenende 6. und 7. Juli – EZ-Lauf am Sonntag – Start mit Schwörtag am Freitag

Die größte Hocketse der Stadt, Märkte, Schwörtag, Eßlinger Zeitung-Lauf und buntes Treiben in der Innenstadt: In Esslingen rüsten sich  rund 90 Vereine und Gruppen für das Bürgerfest am Wochenende des 6. und 7. Juli. Das  Fest  soll auch in seiner 46. Ausgabe   „das identitätsstiftende Fest der Bürger sein“,  wie Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger sagt. 

Den  Auftakt bildet  der Schwörtag, der in diesem Jahr am Freitag, 5. Juli, 18 Uhr, stattfindet. Im Schwörhof – bei schlechtem Wetter im Gemeindehaus am Blarerplatz – spricht der Kommunikationsforscher Bernhard Pörksen. Der Dozent an der Uni Tübingen beleuchtet die gesellschaftlichen Folgen der Vernetzung und Digitalisierung in seinem Vortrag „Die digitale Revolution“. Zieger beschäftigt sich seinerseits mit den aktuellen Entwicklungen in  der Stadt. Die Verpflichtung des Gemeinderats und des Oberbürgermeisters nimmt Stadträtin Annette Silberhorn-Hemminger vor. 

90 verschiedene Vereine und Gruppen stellen das Fest auf die Beine. Sie sorgen für das unterhaltende und das gastronomische Angebot in den Gassen und Straßen sowie auf den Plätzen. Die kulinarischen Spezialitäten kommen dabei aus einheimischen sowie aus internationalen Kochtöpfen, die Musik von allen musiktreibenden Gruppen und Vereinen der Stadt – erlebbar auf den zehn Bühnen der Innenstadt. Tanz- und Folkloreaufführungen sind ebenso zu sehen wie sportliche und andere Darbietungen.  Das Fest soll laut Zieger  Ausdruck der Vielfalt in der Esslinger Gesellschaft sein. Schließlich lebten in Esslingen 147 verschiedene Nationen friedlich zusammen, .

Das Programm auf der Maille richtet sich vorrangig an Familien. Die kleinen Besucher werden mit vielen Mitmachangeboten zum Spielen und Bewegen gelockt. Bewährte Programmpunkte aus den vergangenen Jahren sind wieder dabei, etwa das therapeutische Reiten oder die Vorführungen der Hundestaffel. Ein neuer Programmpunkt richtet sich ebenfalls an das jüngere Publikum: In der Ritterstraße wird es am Samstag erstmals eine Experimentiermeile rund um Phänomene der Wissenschaft geben. Jungen und Mädchen können chemische Zusammenhänge entdecken, Amateurfunk kennenlernen oder im Modell mit Lichtgeschwindigkeit durch die Tübinger Altstadt radeln.

Neuen Esprit will auch die schwimmende Stadtinszenierung am Ufer von „Klein-Venedig“ ins Programm bringen. Luftartisten, Musiker und Schauspieler aus dem Team des Straßenkunstfestivals erzählen skurrile Stadtgeschichten. Auch der mobile Pop-up-Friseursalon tratscht  unter dem Titel „Unter der Haube“ über Personen aus der Region. Ebenfalls neu ist die Plattform für freie Musiker am Sonntagabend. Auf der Bühne am Rathausplatz gibt es Live-Musik von sechs Formationen aus der Region – alle Genres sind vertreten, nur eigene Stücke sind Pflicht. Ansonsten wird die ganze Innenstadt zwei Tage lang beschallt: Bands aus der Region sind seit vielen Jahren dabei und haben ihr treues Stammpublikum.  Museen und Ausstellungen haben geöffnet.

Ein fester Teil des Fests ist der Eßlinger Zeitung-Lauf am Sonntag durch die Altstadt. Auch in diesem Jahr nehmen   wieder Starter aus ganz Deutschland teil. Um 11 Uhr beginnt der Hauptlauf.

Da die gesamte Innenstadt bespielt wird, werden die Besucher gebeten, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen. Auch  Anwohner der Innenstadt müssen teilweise auf gewohnte Zufahrten verzichten.  bob / Foto: bul

Info: Ein Faltblatt mit dem gesamten Programm liegt aus. 


Eine lange Geschichte

Weilheim feiert Doppeljubiläum mit Festwochenende – Ein Glöckner erzählt, wie es wirklich war

Die Stadt Weilheim begeht in diesem Jahr ein doppeltes Jubiläum. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 769, im Jahr 1319 erhielt Weilheim das Stadtrecht. Das ganze Jahr über gibt es dazu Veranstaltungen.  Höhepunkt ist das  Festwochenende von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Juli. Ab Freitag, 12. Juli, macht die Theaterspinnerei Frickenhausen die Stadtgeschichte an vier Wochenenden in der  Peterskirche sinnlich erfahrbar.

Im Codex des Klosters Lorsch findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 769 die erste schriftliche Erwähnung Weilheims. Um die Mitte des elften Jahrhunderts lässt der  Adlige Bertold mit dem Bart auf  der Limburg eine Burganlage errichten und gründet im heutigen Stadtkern  ein Kloster. Kurze Zeit später verlegt die Familie ihren Sitz auf die  Burg Zähringen im Breisgau und das Kloster  nach St. Peter im Schwarzwald. Ortsherren in Weilheim werden die Grafen von Aichelberg, die es 1319 zur Stadt erheben, mit einem Mauerring befestigen und der Stadt das Marktrecht verleihen.

Die  lange Geschichte der Stadt wird nun während des ganzen Jahres  mit einer Ausstellung, Vorträgen, Filmen, Theater und Musik  gewürdigt. Zentraler Höhepunkt ist das kommende Wochenende. Von Freitag bis Sonntag wird auf den Straßen und Plätzen in der  historischen Kernstadt und in sechs  Zelten gefeiert. Das Fest startet am Freitag mit der Comedy-Nacht  „Weilheim lacht“, bei der die Besucher ab 18 Uhr die Wahl zwischen den Komödianten Alois und Elsbeth Gscheidle, Werner Koczwara, „Knoba Sörwiss“, „Helge und das Udo“, „Hillus Herzdropfa“ sowie den Bauchrednern Macelini und Oskar haben. Am Samstag findet in den Zelten ab 14 Uhr ein Familiennachmittag mit 18 Spielstationen und vielen Vorführungen statt. Ab 19.30 Uhr ist Party-Nacht angesagt. In den Zelten  gastieren bei freiem Eintritt die Bands „Acoustic Groove“, „NPEP“,  „Schlager-Café“, „Just for Fun“, die „Aspach Buam“ und „Superclusive“. Am Sonntag startet  um 13.30 Uhr ein historischer Festumzug mit 57 Gruppen, darunter elf Musikkapellen und ein Spielmannszug. Danach wird in der Stadt bis zum Abend weitergefeiert.

Ab Freitag, 12. Juli, wird die Weilheimer Geschichte dann aus einer anderen Perspektive beleuchtet. Bis   4. August spielt das Ensemble der Theaterspinnerei Frickenhausen jeweils von Freitag bis Sonntag in der Weilheimer Peterskirche das Stück „Der Glöckner von Weilheim – 1250 Jahre auf dem Buckel“.  Dafür wurde das Kirchenschiff mit Kulissen ausgestattet, einschließlich eines acht Meter hohen Glockenturms. Die  Produktion erzählt, unterstützt von  Projektionstechnik, Videoanimationen und Lichtinstallationen, die Stadtgeschichte jenseits historischer Daten. Ein uralter Glöckner lebt, unterstützt von seinem  Helfer, dem Weilheimer Schlüsselchen, schon immer in der Kirche. „1250 Jahre ist ein enorm langer Zeitraum. Unser Glöckner hat  alles erlebt und war immer dabei. Er kennt die Geschichten und kann erzählen, wie es sich angefühlt hat“, sagt Jens Nüßle,  künstlerischer Leiter der Theaterspinnerei. Mit seinen Erzählungen lässt der Glöckner die Menschen hinter der Historie aufscheinen. „Das wird ein Highlight“, verspricht Nüßle.   pst / Foto: Stadt Weilheim / Werner Feirer

Info: ausführliches Festprogramm  unter www.weilheim-teck.de, Hinweise zu Spieltagen und zum Theaterstück: www.theaterspinnerei.de


Abgestimmt

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat einen Vorschlag gemacht, um Ärzte und Kassen zu entlasten: Wer häufig zum Arzt geht, soll dafür zahlen. Eine gute Idee?

Foto: dpa

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