Filmgenuss unter freiem Himmel

Kino auf der Esslinger Burg vom 25. Juli bis 3. August – Klassiker, Hollywood und Raritäten

Das Esslinger Open-Air-Film-Event Kino auf der Burg ist überregional bekannt. Jetzt lädt das Kommunale Kino zu einer weiteren Auflage der Veranstaltung ein: Vom 25. Juli bis 3. August  gibt es auf dem Burgareal wieder Hollywood-Kassenschlager, europäische Produktionen und Raritäten  zu sehen – das Ganze umrahmt von Live-Musik und Gastronomie. Wenn das Wetter mitspielt, steht einer gelungenen Veranstaltung nichts im Weg.

Das Kino auf der Burg startet am Donnerstag, 25. Juli, 21.45 Uhr, mit  dem Streifen „Bohemian Rhapsody“.  Der Musikfilm um die Band Queen und ihren Sänger Freddie Mercury zählt zu den erfolgreichsten Produktionen  der vergangenen Jahre.  Am Freitag, 26. Juli, 21.45 Uhr,  steht „Der Fall Collini“ auf dem Programm. Dabei geht es um die Gewissenskonflikte eines jungen Anwalts und um  ein dunkles Kapitel deutscher Rechtsprechung. Am Samstag,  27. Juli, 22 Uhr, ist „Der Junge muss an die frische Luft“ zu sehen. „Ein Sprachkunstwerk, das den Ruhrpott-Slang in allen Schattierungen schillern lässt, derb und deutlich, ehrlich und herzlich. Das Ganze garniert mit einer liebevoll-detaillierten Ausstattung, einem unglaublich guten Kinderdarsteller und dem Prädikat ‚besucherstärkster deutscher Film des Jahres’“, heißt es in der Ankündigung. Außerdem: Der Film, obgleich kein Jugendfilm, ist auch für junge Zuschauer geeignet.

Mit „25 km/h“ haben sich die Kinoveranstalter am Sonntag, 28. Juli, 22 Uhr,  für eine erfolgreiche deutsche Produktion entschieden. Der Reiz des Films liegt besonders bei seinen Hauptdarstellern Lars Eidinger und Bjarne Mädel, wenn man die Kritiken liest:  „Mit diesem exzellent besetzten Roadmovie zwischen Schwarzwald und Ostsee gelingt eine schöne Mischung aus nachdenklicher Tiefgründigkeit und luftig beschwingter Leichtigkeit“, heißt es. Auch andere bekannte deutsche Darsteller wie Franka Potente, Alexandra Maria Lara und  Wotan Wilke Möhring sind dabei.

Am Montag,  29. Juli, 22  Uhr, geht es weiter mit „Der Vorname“. Die Adaption eines französischen Theaterstücks thematisiert den  Vornamen Adolf.  Regisseur Sönke Wortmann hat den Stoff mit viel Humor und geschliffenen Dialogen realisiert. Es soll laut Kritiken sein bester Film seit Jahren sein.

„Monsieur Claude 2“ ist am Dienstag,  30. Juli, 22  Uhr, zu sehen. Die französische Komödie ist die Fortsetzung von „Monsieur Claude und seine Töchter“, die auch schon im Kino auf der Burg gezeigt wurde. Der  Kultfilm aus Frankreich war so erfolgreich, dass die Macher noch eins draufsetzen wollten. Die vier Töchter von Claude und Marie sind unter der Haube; ihre Ehemänner sind ein Jude, ein Muslim, ein Afrikaner, ein Asiate. Und die wollen mit ihren Angetrauten Frankreich verlassen und in ihre jeweiligen Heimatländer zurückkehren. Das wollen Monsieur Claude und seine Ehefrau Marie  verhindern – witzige Verwicklungen sind programmiert.

Für Kassenschlager gut

Am Mittwoch,  31. Juli, 21.45 Uhr, flimmert „A Star is Born“ über das Burg-Areal. Der Hollywood-Blockbuster lief auch erfolgreich in deutschen Kinos. Bereits viermal verfilmt, ist die Story immer wieder für einen Kassenschlager gut:  Ein Rockstar  entdeckt in einer Bar ein junges  Mädchen, das wunderbar singen kann. Er lädt sie zu seiner Show ein, sie begeistert die Massen, sie verlieben sich, werden ein Paar. Das Mädchen   wird ein Star. In dem Maße, wie ihr Stern steigt, sinkt der des  Rockstars unaufhaltsam und er verfällt dem Alkohol. Bradly Cooper und Lady Gaga sind die Hauptdarsteller.  Cooper ist auch der Regisseur.

„Fisherman’s Friends“ heißt der Film, der am  Donnerstag,  1. August, 22 Uhr, läuft. Die britische Komödie, die  an der romantisch-rauen Küste Cornwalls spielt, erzählt die angeblich wahre Geschichte eines zehnköpfigen Chors aus kornischen Fischern, die  durch einen Zufall mit traditionellen Seemannsliedern in den britischen Charts landeten und zu Kultstars wurden. Ihr Counterpart ist der zynische, erfolgsverwöhnte Londoner Musikmanager Danny.

Mit „Green Book –  Eine besondere Freundschaft“ kommt am Freitag, 2. August, 21.45 Uhr, ein oscarprämierter Film ins Programm.  Die Hauptdarsteller Mahershala Ali und Viggo Mortensen  spielen einen  promovierten Jazz-Pianisten und   dessen grobschlächtigen Chauffeur, einen Rassisten. Sie touren durch den Süden des Landes, bei der Quartiersuche angewiesen auf das „Negro Motorist Green Book“ , in dem Hotels, Restaurants und Tankstellen für Afroamerikaner aufgeführt sind.

 Den Schlusspunkt am Samstag,  3. August, 22 Uhr, setzt „ Womit haben wir das verdient?“. Die bissige Gesellschaftskomödie über Toleranz und ihre Grenzen aus Österreich hat die tolerante Mutter und ihre zum Islam konvertierte Tochter im Visier. Caroline Peters glänzt in der Rolle der Mutter Wanda, deren offenes Weltbild ins Wanken gerät.  bob / Foto: bul

Info: das Programm gibt’s unter www.koki-es.de. Einlass ist jeweils um 19 Uhr, gegen 20.15 Uhr beginnt allabendlich Live-Musik.


Wichtige Papiere fürs Handgepäck

Lesetipps des Wochenblatts ECHO: Waldbaden, Lust, List und neue Ermittler – Für Erwachsene und jugendliche Leser

Ist der Reisepass noch gültig, das Kartenmaterial noch aktuell? Sind alle Impfungen durchgeführt? Und habe ich genügend Lesestoff dabei? Fragen über Fragen, und nur bei der letzten kann das Wochenblatt  ECHO Hilfe anbieten. Aus der Vielzahl an Büchern von regionalen Autoren und  regionalen Verlagen hat ECHO-Mitarbeiter Olaf Nägele einige interessante Titel herausgepickt.

An heißen Sommertagen ziehen Seen und Freibäder Erfrischungssuchende an. Doch ein Sprung ins kühle Nass ist nicht die einzige Möglichkeit, um sich abzukühlen und zu entspannen. Die Alternative von Autorin Annette Rieger heißt Waldbaden. Der Trend aus Japan, der derzeit weite mediale Kreise zieht, bietet Erfrischung für Körper und Geist, regt das Immunsystem an, verbessert Schlaf und Konzentrationsfähigkeit und baut Stress ab. In dem reich bebilderten Band hat die Autorin die schönsten Plätze Süddeutschlands herausgesucht, hat Touren erarbeitet, die ein „Waldbad“ zum Erlebnis werden lassen.
Annette Rieger: Waldbaden, Belser Verlag, Stuttgart

Die Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung führt die junge Polizeikommissarin Isabel Böhmer nach Friedrichshafen an den Bodensee. Dort tritt sie eine Stelle bei der Wasserschutzpolizei an. Die pittoreske Kulisse, die netten Kollegen und die räumliche Nähe zu ihrer besten Freundin Lena – für Isabel könnte es nicht besser laufen. Dass sie sich jedoch in ihren Chef verliebt und mit ihm ihren Freund, der in Tübingen studiert, betrügt, passt nicht ganz in das paradiesische Setting. Doch dann geschieht ein Unfall, der Isabel zwingt, einige Lebensfragen neu zu überdenken. Ein sprachlich gelungenes, lockeres Lesevergnügen, nicht nur für Bodensee-Fans.
Marlies Grötzinger: Seebeben, Gmeiner Verlag, Meßkirch

Vom Ehemann verlassen, am eigenen Selbstwert zweifelnd und mit dem Leben hadernd: Es ist die innere Zerrissenheit, die Neugier und der Wunsch, neue Impulse zu erleben, die Viktoria antreibt, auf eine Kontaktanzeige zu antworten. Ein Theater sucht neue Darsteller. Allerdings ist Liliths Secret eine etwas andere Bühne. Eine, die erotische Darstellungen inszeniert, um Besucherinnen und Besucher zu animieren, sich vor Ort körperlichen Freuden hinzugeben. Viktoria lässt sich darauf ein und erfährt neue Dimensionen ihrer Lust. Gleichzeitig nährt sie jedoch auch die Dämonen, die in ihr wohnen. Ines Witka beweist mit ihrem Roman, dass explizite erotische Inhalte literarisch verpackt werden können, ohne ihre Direktheit zu verlieren.
Ines Witka: Mut, Theater der Lust, Gatzanis Verlag, Stuttgart

Donna Lucia, das 93-jährige Oberhaupt der Bartolami-Familie, passt es überhaupt nicht, dass ihre Urenkelin Aurelia im fernen Bologna lebt, Mathematik unterrichtet und keine Anstalten macht, in den Schoß der Familie zurückzukehren oder zu heiraten. Um letztgenannten Vorgang zu beschleunigen, ersinnt die alte Dame eine List. Sie gibt vor, im Sterben zu liegen. Der Plan geht zunächst auf: Aurelia kommt nach Hause und wird mit dem Ansinnen der Urgroßmutter konfrontiert: Sie kann erst sterben, wenn Aurelia verheiratet ist. Aber die 32-Jährige ist mindestens so stur wie Donna Lucia. Heitere Sommerlektüre der Böblinger Autorin, die Lust auf eine Reise nach Italien weckt.
Lucinde Hutzenlaub: Pasta d’amore, Penguin Verlag, München

Justus, Oberdetektiv der drei ???-Kids, hat in einem Preisausschreiben einen Aufenthalt im Survivalcamp mit der Trainerin Linda Thompson gewonnen. Natürlich kommen seine Freunde Peter und Bob mit. Das Trio lernt viel Neues, zum Beispiel, wie man eine Sonnenuhr bastelt, welche Knotenarten es gibt, wie man ein Spiegelei an einem offenen Feuer brät. Doch dann wird Linda Thomp­son entführt. Zum Glück haben die drei Detektive den Survival Guide der Trainerin im Gepäck. Mit ihren Tipps meistern sie alle Herausforderungen der Wildnis und können zudem die Spuren deuten, die Linda Thompson gelegt hat. Die „SOS Schnitzeljagd“ vereint ein vergnügliches Abenteuer mit vielen Tipps zum „Überleben“ in freier Natur.
Die drei ??? Kids: SOS Schnitzeljagd, Kosmos Verlag Stuttgart

Mia,  zehn Jahre alt und „obercoole Hexe“, wohnt seit zwei Wochen in der Pension ihrer Tante Polly. Das gefällt ihr ziemlich gut, denn dank anderer Pensionsgäste und den vielen Tieren, die im Haus herumlaufen, ist hier immer was los. Für den Projekttag an der Schule beschließen Mia und ihre Klassenkameraden, ein Hühnerhaus für Pollys Pension zu bauen. Dass dies nicht ohne Turbulenzen vonstatten gehen kann, ist sonnenklar. Und dann verschwindet auch noch der Schmuck zweier Pensionsgäste. Turbulenter und fantasiereicher Lesespaß für Kinder ab einem Alter von acht Jahre.
Julie Bender: Mia Magie und die verrückten Hühner, Kosmos Verlag, Stuttgart

Die Vorbereitungen zur Bundesgartenschau in Heilbronn sind in vollem Gange. Der Fund der Leiche einer Biophysikerin trübt jedoch die Vorfreude auf das Großereignis. Das Opfer Vanessa Eickhoff hatte an einem wissenschaftlichen Projekt in Ulm mitgearbeitet und einen Satelliten entwickelt, der zur Erforschung des Klimawandels von Alexander Gerst zur Raumstation ISS gebracht werden sollte. Kommissar August Häberle wird nach Heilbronn gerufen, um die Ermittlungen zu unterstützen. Zum 19. Mal schickt Autor Manfred Bomm seinen Kultkommissar in einen Kriminalfall, der durch seine Vielschichtigkeit an Spannung gewinnt.
Manfred Bomm: Blumenrausch, Gmeiner Verlag, Meßkirch

red/Foto: Olaf Nägele


Junge Hände für altes Mauerwerk

Jugendbauhütte Baden-Württemberg startet – Sitz in Esslingen – Auftakt im September

Einen Stuhl restaurieren, auf dem einmal Goethe saß, einmal selber ein Fachwerkhaus errichten oder eine alte Parkanlage wieder zum Blühen bringen? Jugendliche können ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Denkmalpflege einsetzen  – seit Kurzem auch in Baden-Württemberg.

Vor wenigen Wochen fiel der Startschuss für die Jugendbauhütte Baden-Württemberg, mit Sitz in Esslingen.  Ein ganzes Jahr lang können Jugendliche im Alter von 16 bis  26 Jahren in den Einsatzstellen einer der  Jugendbauhütten im Land traditionelle Handwerkstechniken erlernen, sie am Original anwenden und so die Arbeit in der Denkmalpflege hautnah kennenlernen.  Seminare zu Stil- und Materialkunde, Forschungs- und Arbeitsmethoden, Grundlagen der Denkmalpflege sowie der Bedeutung des europäischen Kulturerbes ergänzen die praktische Arbeit am Denkmal.

Exakt nach dem Vorbild der mittelalterlichen Bauhütten lernen die jungen Leute direkt vom Meister – sprich, sie sind Teil des Alltagsbetriebs von Handwerksunternehmen und begleiten die Profis bei ihrer Arbeit.

In Baden-Württemberg sollen Jugendbauhütten an 15 Standorten eingerichtet werden. Welche das sind, wird derzeit erarbeitet. 22 Jugendliche können ihr FSJ dort ableisten.

Rund 4000 Jugendliche haben bislang bundesweit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege in den Jugendbauhütten absolviert und dort ihre Begeisterung für  kulturelles Erbe entdeckt. Manch einer hat dadurch  auch seinen Beruf gefunden: Teilnehmer an Jugendbauhütten  entscheiden sich nicht selten   für einen Beruf in der Denkmalpflege oder für ein  traditionelles Handwerk.

 Start der Jugendbauhütten innerhalb der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) war im Jahr 1999 in Quedlingburg in Sachsen-Anhalt. Das Projekt hat sich im Norden der Republik ausgebreitet, Länder im Süden und Südwesten sind noch weiße Flecken in der Jugendbauhüttenlandschaft.

„Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, dass sich etwa zwei Drittel der jungen Menschen nach dem Durchlaufen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege entscheiden, im Handwerksbetrieb eine Lehre zu machen oder ein fachentsprechendes Studium aufzunehmen. Das ist Nachwuchs, der auch in Baden-Württemberg dringend benötigt wird“, sagte  Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. „Das Projekt in der Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) baut seit 20 Jahren auf der Idee auf, jungen Menschen etwas zuzutrauen, ihnen die Möglichkeit zu geben sich auszuprobieren und in der Gemeinschaft etwas anzugehen, was sie sich vielleicht alleine niemals zugetraut hätten,“ so Silke Strauch, Teamleiterin Jugendbauhütten der DSD.

 Für den Esslinger Finanzbürgermeister Ingo Rust war es nur selbstverständlich, dass Esslingen Sitz der baden-württembergischen Jugendbauhütten wird. „Mit dem Landesamt für Denkmalpflege ist die landesweit zuständige Behörde in der Stadt ansässig“, sagte Rust. Überdies habe Esslingen eine sehr hohe Denkmaldichte, die Stadt atme Geschichte. „Esslingen ist sozusagen die Denkmalhautstadt des Landes“, betonte Rust.        Inzwischen hat der Leiter der Jugendbauhütte,  David Nonnenmann, seine Arbeit im Esslinger Technischen Rathaus aufgenommen.  red/bob / Foto: dpa

Info: Bauhüttler erhalten 416 Euro.  Ab sofort können sich junge Leute  bewerben. Start soll zum  September sein. Bewerbungen sind online möglich unter: www.denkmalschutz.de, Denkmale erleben anklicken und auf jugendbauhuetten/klicken.


Ein Stück Zeller Identität

Turnverein Zell feiert 125-jähriges Bestehen – Festwochenende mit Spiel, Sport und Tag der offenen Tür

In diesem Jahr feiert der Turnverein Zell  (TVZ) sein 125-jähriges Bestehen. Die größte Feier steht am Wochenende an.  Am 27. und 28. Juli lädt der TVZ zum großen Fest mit  Kinderprogramm und einem Tag der  offenen Tür aufs Sportgelände ein.

Die Gründungsversammlung hat am  11. August 1894 stattgefunden. 40 junge Männer sollen daran beteiligt gewesen sein. Der Lust an Leibesübungen wurde aber schon vorher gefrönt – im Garten des Gasthauses Ochsen, dessen Wirt ein Freund der frühen Sportler  war. Von 1919 bis 1933 bildeten der Gesangverein Konkordia und der TVZ noch einen gemeinsamen Verein.

Meistertitel nach Zell

Nach dem Ersten Weltkrieg gründeten die Zeller mehrere Abteilungen wie die für  Fußballer und Handballer, auch das Frauenturnen startete.  Auch Meistertitel gingen nach Zell: Der Leichtathlet Otto Eitel errang wischen 1929 und 1949 neun deutsche Meisterschaften über 5000 Meter, 10 000 Meter sowie  im Waldlauf. In den 60er-Jahren war es  Eberhard Rutzen, der  im gemischten Sechskampf württembergischer Jugendmeister wurde. In den 70er-Jahren wuchs  der Verein auf mehr als  300 Mitglieder und beteiligte sich in der Folge regelmäßig am Zeller Ortsfest. Damals   gewann Bernd Eitel die  württem­bergischen Jugendmeisterschaften im Sechskampf der C-Jugend. Ein weiterer Champion ist Stefan Gölz. Er  wurde Ende der 80er deutscher Meister im Mehrkampf der Schülerklasse 1.

Sprung auf 1000 Mitglieder

In diesen Jahren verzeichnete der TVZ mehr als 1000 Mitglieder, eine Folge des Wachstums war die Einrichtung einer Geschäftsstelle. Im Jahr 1994 feierte man  100 Jahre Turnverein und 75 Jahre Sportverein – wie in diesem Jahr mit einer Sportwoche.  „Die älteste Abteilung im Verein ist Turnen, die jüngste Basketball, die ihre  erste Spielsaison 2017 hatte“, sagt Birgit Siebenbürger, die im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Neu und jugendorientiert ist die Parkour-Gruppe.  Gesundheitssport stehe mit  der Herzsportgruppe oder den Kursen für Wirbelsäulengymnastik oder auch  mit Pilates auf der Agenda. Heute  hat der Verein rund 870 Mitglieder.  „Die Tendenz ist steigend“, fügt Siebenbürger hinzu. Siebenbürger und ihre Kollegen im Vorstand setzen verstärkt auf die Jugendarbeit. „Wir  veranstalten mehrere Aktivitäten jährlich, wie Ausflüge nach Tripsdrill, in den Europapark Rust, Filmabende, Halloweenparty oder das jährliche Kürbisschnitzen“, zählt Siebenbürger auf. Und mehr noch: „Unsere Jazztanzgruppe ‚Mitten drin’ tanzt jedes Jahr auf dem Esslinger Bürgerfest oder  auf einer Messe in Stuttgart und ist bei zahlreichen Wettkämpfen aktiv.“ Von den 870 Mitgliedern sind derzeit etwa 250 Jugendliche. „Das ist eine sehr gute Quote, die unsere Jugendarbeit bestätigt“, sagt Gerhard Heiland, der Geschäftsleiter Sport im Vorstand des TVZ.

Sport und Live-Musik

Das Jubiläumsfest erstreckt sich über zwei Tage. Das Programm im Überblick:

Samstag,  27. Juli, 14 Uhr Festeröffnung, 14.30 Uhr Sponsorenlauf, 16 Uhr Hocketse, 20 Uhr   Classic Rock mit „G.O.N.“; Sonntag, 28. Juli, 9.30 Uhr Beginn der Bewirtung, 9.50 Uhr Gottesdienst, 10.45 Uhr Live-Musik mit dem Musikverein Zell, ab 13 bis circa 16 Uhr Hocketse. Für die Kinder gibt es Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto. bob / Fotos: TV Zell

Info:  mehr unter www.tvz-neckar.de, Button Verein und dann Geschichte anklicken.


„Das halbe Dorf hilft mit“

Fußballturnier Teckbotenpokal vom 28. Juli bis 4. August beim TV Neidlingen – Umfangreiches Rahmenprogramm

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, der Ball kann rollen. Von Sonntag, 28. Juli, bis Sonntag, 4. August, wird sich in Neidlingen fast alles um den Fußball drehen. 24 aktive Fußballteams aus dem Verbreitungsgebiet des Teckboten werden darum kämpfen, am Ende den Pokal mit nach Hause zu nehmen. Zusätzlich zum Sportlichen hat der Ausrichter TV Neidlingen ein umfangreiches Rahmenprogramm mit viel Musik organisiert.

Vor sechs Jahren hatte der TV Neidlingen das Turnier um den Teckbotenpokal zuletzt  ausgerichtet, seit mehr als eineinhalb Jahren laufen   die Vorbereitungen für die diesjährige Auflage. Mittlerweile  sind die letzten Runden absolviert. „Alles läuft und klappt hervorragend und wir sind sehr gut im Zeitplan“, berichtet  Marcel Hitzer, der Sprecher der Fußballabteilung im TV Neidlingen. Die Kabinen wurden renoviert, der Sportplatz und der Nebenplatz wurden in den vergangenen Wochen geschont, um möglichst gute Spielbedingungen zu gewährleisten. Um den Zuschauern überall gute  Sicht auf das Geschehen zu bieten, sollte der Nebenplatz für das Turnier eine mobile Tribüne bekommen. „Wir haben uns aber entschieden, die Tribüne fest zu bauen, die wird also bleiben“, erzählt Marcel Hitzer. Für die Zuschauer vor Ort wurde eine Ergebnistafel eingerichtet, für jene, die nicht dabei sein können, bietet der Verein einen Messenger-Dienst per Whatsapp an. „Da gibt es dann aktuelle Meldungen vom Spieltag wie die Ergebnisse und die Namen der Torschützen“, beschreibt Hitzer.

Für die Besucher sind Verköstigungszelte aufgebaut worden, außerdem wartet ein kleines Weindorf auf Gäste. Für die Kinder der Zuschauer wurde eine Spielstraße eingerichtet. Sämtliche Abendveranstaltungen mit DJs und Bands werden in der Reußensteinhalle direkt neben dem Stadion stattfinden. Außer Konkurrenz beim Turnier werden bei einem Einlagespiel am Finalsonntag die A-Jugend-Mannschaften des VfB Stuttgart und der Grashoppers Zürich gegeneinander antreten. Während der Turnierwoche können sich ambitionierte Hobbykicker beim Torwandschießen für eine Endrunde qualifizieren, bei der man mit Glück und Können 10 000 Euro gewinnen kann.

Damit das Turnier und das Rahmenprogramm reibungslos über die Bühne gehen können und sich die Zuschauer eine Woche lang wohlfühlen, hat der TV Neidlingen eine große Zahl an Helfern aktiviert. Wie Marcel Hitzer erzählt, müssen rund 500 Arbeitsdienste besetzt werden. Dafür stehen etwa 300 Helfer bereit. „Wir haben alle Vereine im Ort gebeten mitzumachen, und alle sind auch beteiligt. Man kann fast sagen, das halbe Dorf hilft mit“, berichtet Hitzer.

Den Auftakt des Turniers bildet das Spiel der SF Dettingen I gegen den TV Neidlingen II. Anschließend werden bis Freitag, 2. August, die Gruppenspiele ausgetragen. Die Achtelfinalpaarungen werden direkt im Anschluss an das letzte  Spiel ausgelost. Am Samstag, 3. August, werden die Achtel- und Viertelfinalspiele bestritten. Am Finalsonntag folgen das Halbfinale und das Spiel um den dritten Platz, das innerhalb einer Viertelstunde als Elfmeterschießen ausgetragen wird, und schließlich das Finale.

Das Abendprogramm wird bis Mittwoch von DJs bestritten, am Donnerstag spielen die „Party Terminators“, am Freitag die Band „James Bomb“ und am Samstag das Lindach-Quartett. Die Abschlussparty bestreitet wieder ein DJ.  pst / Foto: pst

Info: www.tv-neidlingen.de


„Dem Himmel ein Stück näher“

Evangelischer Gemeinschaftsverband Württemberg feiert seit 100 Jahren auf dem Jusi – Ministerpräsident als Festredner

Seit 100 Jahren feiert der Evangelische Gemeinschaftsverband (Apis) auf dem Jusi bei Kohlberg einen Gottesdienst im Grünen und ein Familienfest. Beim Jubiläumstreffen am Sonntag, 28. Juli, wird der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Festrede halten, der evangelische Landesbischof  Frank Otfried July predigt beim Gottesdienst.

„Es war ein großer und auch gewagter Schritt vor 100 Jahren, die heiligen, aber auch engen Mauern einer Kirche zu verlassen und einen Gottesdienst in der Natur unter freiem Himmel zu feiern“, sagt Pfarrer Steffen Kern, der Vorsitzende des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Württemberg.

Der  im Jahr 1857 gegründete Verband geht auf die in der Region der Reutlinger Alb traditionell stark vertretenen pietistischen Gemeinschaften mit ihrem Zentrum in der Gemeinde Hülben zurück. Auch in Dettingen im Ermstal gab es eine Gemeinschaft, deren Leiter eine enge Beziehung mit Hülben pflegte. Aus welchem Grund der Gemeinschaftsleiter sowie der Dettinger Pfarrer schließlich den 673 Meter hohen und nicht ganz leicht zu ersteigenden Vulkanschlot für einen Gottesdienst wählten, sei nicht festgehalten worden, sagt Kern. „Wir können nur vermuten, dass es wegen des  weiten Blicks geschehen ist und dass auch die Wandervogel-Bewegung eine gewisse Rolle gespielt hat“, sagt er. Die Aussicht sei auch nach 100 Jahren noch prägend für den Gottesdienst auf dem Berg. „Wer mit uns auf dem Jusi feiert, ist dem Himmel ein Stück näher“, sagt Steffen Kern.

Über viele Jahrzehnte blieb das jährliche Fest der Apis auf dem Jusi als Kombination aus Gottesdienst und familiärer Feier konkurrenzlos. Entsprechend groß war die Anziehungskraft. Bis zu 3000 Teilnehmer kamen in der Vergangenheit auf den Jusi. Die große Zahl an Besuchern verursachte zunehmend Probleme, denn der Jusi ist aufgrund seiner besonderen Geologie und einer Vielzahl an seltenen und gefährdeten Pflanzen als Naturschutzgebiet eingestuft. Reglementierungen für die Besucher zum Schutz der sensiblen Natur am Berg blieben daher nicht aus. Nach und nach gingen die Zahlen zurück, „zuletzt waren es noch etwa 400 Menschen, die zum Fest kamen“, erzählt Kern. Dies werde in diesem Jahr aber sicher übertroffen. „Es ist schwer, das vorher einzuschätzen, aber bei so einem herausragenden Event mit dem Ministerpräsidenten und dem Landesbischof können es schnell  1000 oder auch 1500 Teilnehmer werden. Wir sind jedenfalls auf alles eingerichtet“, sagt Kern.

Das Jusitreffen der Apis am Sonntag, 28. Juli, beginnt um 10.30 Uhr mit einem Festgottesdienst. Der evangelische Landesbischof Frank Otfried July wird die Predigt halten. Im Anschluss hält Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Festrede zum Jubiläum des Treffens. Während einer Mittagspause können die Teilnehmer an der Grillstelle auf dem Berg ihr Mittagessen zubereiten. Das Grillgut muss allerdings mitgebracht werden. Ab 13.30 Uhr startet der zweite Teil der Jubiläumsfeier mit einer Gesprächsrunde und einem Grußwort von Kohlbergs Bürgermeister Rainer Taigel. Ein Posaunenchor und das Duo „Zwischentöne“ werden die Feier musikalisch unterstützen. Am Nachmittag wird ein Spielprogramm für Kinder angeboten. Bei Regenwetter wird das Fest in der Jusihalle in Kohlberg gefeiert.   pst / Foto: pst

Info: Jubiläumsfeier „100 Jahre Jusi“, Sonntag, 28. Juli, auf dem Jusi bei Kohlberg; www.jusi.die-apis.de


Abgestimmt

Nach dem Rücktritt von Präsident Wolfgang Dietrich wird Jürgen Klinsmann beim VfB Stuttgart als neuer Vorstandsvorsitzender der AG gehandelt. Ist er der Richtige für den Job?

Foto: dpa

Klinsmann zum VfB?

Ergebnis

Loading ... Loading ...