Eine Mammutaufgabe

Der VfB Oberesslingen/Zell richtet vom 31. Juli bis zum 3. August den EZ-Pokal für Fußballer aus

Der EZ-Pokal lebt wieder auf: Nach drei Jahren Turnierpause haben die Fußballer der Region wieder die Möglichkeit, ihre Kräfte in der Vorbereitung auf die neue Saison zu messen. Mit dem VfB Oberesslingen/Zell hat die Eßlinger Zeitung einen Ausrichter an der Hand, der in diesem Jahr ganz besonders motiviert ist. Schließlich feiern die beiden Stammvereine – der VfB Oberesslingen und der TV Zell – nicht nur jeweils das 100-jährige Bestehen, vor 20 Jahren stand zudem die Fusion an. „Das passt perfekt, wir wollten das unbedingt in unserem Jubiläumsjahr“, sagt Günter Töpfer, der Sportvorstand beim VfB Oberesslingen/Zell ist. Von Mittwoch bis Samstag,  31. Juli bis 3. August, wird das Turnier nun auf dem Sportgelände in Zell zum insgesamt 41. Mal ausgetragen.

 Steffen Zahner, der Kapitän des TSV Denkendorf, erinnert sich noch gerne daran, wie er bei der bislang letzten Ausgabe 2015 in Deizisau den Siegerpokal überreicht bekam. „Es war anstrengend und wir waren richtig froh, dass wir das Ding gewonnen hatten“, sagt Zahner. Ehrensache, dass der Titelverteidiger auch bei der Neuauflage dabei ist. Wie 2015 wird auch jetzt wieder  an vier Tagen gespielt, wobei der Samstag   den K.o.-Spielen vorbehalten bleibt. 16 Mannschaften umfasst das Teilnehmerfeld. Mit dabei ist der Landesliga-Aufsteiger TSV Köngen, aber auch vier Bezirksliga-Teams und ambitionierte Kreisliga-A-Mannschaften wie der TSV RSK Esslingen, die Denkendorfer und der FC Esslingen. Besonders motiviert sind natürlich die Gastgeber vom VfB Oberesslingen/Zell.

Der frühere Regionalligaspieler Erol Türkoglu ist seit einem Jahr Trainer des Bezirksligisten FV Neuhausen und spricht davon, dass das Turnier „super als Vorbereitung“ sei. Udo Kressler ist ein alter EZ-Pokal-Hase. Der Spielleiter von Bezirksligist  TV Nellingen – mit sieben Erfolgen der Rekordsieger des Turniers – hat keinen  EZ-Pokal verpasst, seit er mit dem aktiven Kicken angefangen hat. Und das ist schon eine Weile her. Kressler hat „viele Spiele erlebt, in denen die unterklassige Mannschaft ebenbürtig war“, erzählt der 51-Jährige. Oft aber wurden die Nellinger ihrer Favoritenrolle gerecht.  Bei vier der sieben TVN-Erfolge stand Kressler als Spieler auf dem Platz. An das Finale beim Jubiläumsturnier – es war die 25. Ausgabe  –  im Jahr 1999 in Oberesslingen erinnert er sich besonders gern: Die Nellinger gewannen die spannende Begegnung gegen den TSV Denkendorf trotz doppelter Unterzahl mit 2:1 nach Verlängerung – „und ich durfte sogar ein Tor schießen“.

K.o.-Spiele am Samstag

Für den VfB Oberesslingen/Zell ist die Organisation des Turniers eine Herausforderung, Günter Töpfer spricht von einer Mammutaufgabe. „Wir sind sehr froh, dass es im Verein eine solch große Bereitschaft gibt, mitzuhelfen“, sagt der Sportvorstand. 150 Helfer packen im Vorfeld und während der vier Tage an. Seit Montag laufen die intensiven Aufbauarbeiten. Der Gastronomiebetrieb wird in einem Zelt organisiert, in dem man an den Turniertagen auch nach dem letzten Schlusspfiff noch sitzen bleiben kann.

Das erste Turnierspiel wird am Mittwoch um 17 Uhr angepfiffen, der VfB Oberesslingen/Zell trifft dabei auf den TSV Berkheim. Neben den bereits genannten Mannschaften nehmen der SC Altbach, der TSV Baltmannsweiler, der TSV Deizisau, der TSVW Esslingen, der SV Mettingen, der FV Plochingen, der TB Ruit und die SG Eintracht Sirnau teil. Die Spiele der vier Vierergruppen werden bis Freitag ausgetragen. Der K.o.-Spiel-Samstag wird um 10 Uhr angepfiffen, das Finale ist auf 15.30 Uhr angesetzt.  sip/jds/ch / Foto: hr


Genussvolle Interimslösung

Esslinger Sommerfest vom 2. bis 12. August auf dem Marktplatz – Zwiebelfest-Nachfolge mit acht Wirten

Seit dem 30. Juli läuft der Aufbau auf dem Marktplatz: Von Freitag bis Montag, 2. bis 12. August, gestalten acht Wirte im Herzen Esslingens das Sommerfest. Das Fest, das in diesem Jahr das traditionelle Zwiebelfest ablöst,   soll Werbung für die Stadt machen und ein jüngeres Publikum anziehen.

Neuer, frischer, offener,   zeitgemäß eben – so will der neue sommerliche Gastronomie-Event starten. Eine weiße Landschaft aus Pagodenzelten wird auf dem Marktplatz aufgebaut, schwäbische und internationale Gerichte bestimmen die Speisekarten. Auch das ist ein neuer Touch, den das sommerliche Fest als Zwiebelfest-Nachfolger bekommen soll. Von den acht Wirten kochen  vier schwäbische Gerichte, aus den Küchen der  anderen kommen süd- und nordamerikanische, hawaiianische und  italienische Spezialitäten.

Weiße Zelte

Jeder Wirt kann zwei der fünf mal fünf Meter großen Zelte aufstellen. Das Innere kann er so gestalten, wie er möchte. Mit Sitzplätzen wie im Restaurant, als Bar oder einfacher als Bistro. Jeder Gastronom erhält zusätzliche Nutzflächen für Küche und Lager. Die Möblierung erfolgt mit Biergarnituren, Fässern und Stehtischen, ergänzt durch Pflanzen. Insgesamt bieten die  Wirte in und vor den Zelten rund 3000 Plätze an, insofern unterscheiden sie sich zunächst nicht vom Vorgängerfest. Die Grundfarbe ist weiß, die Gestaltung lockerer und offener als zu Zwiebelfest-Zeiten. 

Vom Teller und aus der Hand

Nicht nur die Internationalität soll die Speisekarte bereichern. „Wir wollen auch ein breiteres und vor allen ein jüngeres Publikum ansprechen“, erklärt Wirte-Sprecher Salvatore Marrazzo. „Die heutigen Gäste möchten Auswahl und Vielfalt.“ Und sie wollen  entscheiden, ob sie groß essen gehen oder ob sie sich etwas auf die Schnelle leisten wollen. So will jeder Wirt seinen Gästen offenlassen, ob sie am Tisch Platz nehmen und ihr Essen serviert bekommen oder ob sie im Vorbeigehen etwas Leckeres auf die Hand bekommen wollen.

Ein Brücke schlagen

„Insgesamt wollen wir die Gäste wieder mehr für das Fest und für die Stadt Esslingen begeistern“, beschreibt Marrazzo das längerfristige Ziel des Sommerfests. Die acht Wirte organisieren die Veranstaltung in diesem und im nächsten Jahr. Ab 2021 will die Stadt als Veranstalter auftreten. Da wären die Wirte gerne mit im Boot, sie wollen nicht nur die Lücke füllen, sondern eine Brücke schlagen. „Für die Neuausrichtung des Fests wollen wir uns empfehlen“, erklärt Marrazzo.

 Die offizielle Festeröffnung findet am 2. August statt. Um 18.30 Uhr wird Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger den Fassanstich vornehmen und die Wirte vorstellen. Jeweils sonntags bieten die Wirte Aktionen  für kleine Gäste  und für Familien wie Fotobox und Kinderspielhaus an. An den beiden Montagen gibt es jeweils ab 18.30 Uhr Musik. „Keine Beschallung, sondern  gute Musik als Walking Acts“, kündigt  Marrazzo an.

An allen Tagen bieten die Wirte von 14.30 bis 17 Uhr  auch Kaffee und Kuchen an, in der Hoffnung, dass auch die Nachmittagsstunden gut besucht werden. 

Folgende Wirte nehmen am Fest teil: Steffen Kauderer und Christian List – Roter Hirsch,  schwäbische Küche; Annette Currle – Currles Culinarium, schwäbische Küche; Thomas Kielmeyer – Kielmeyers Besen, schwäbische Küche; Rauschenbergers Eventcatering – internationale und schwäbische Küche; Salvatore Marrazzo – Accanto und Cosmopolita, italienische  Küche; Fotios Anastasiou – Fleischmann, amerikanische und hawaiianische Küche; Savvas Savvidis – Jack Moody’s, amerikanische Küche; Ioannis Siavilas – Joe Pennas, südamerikanische Küche.   bob / Foto: Sommerfest-Wirte


Familiäres Dorffest auf der Alb

Schopflocher Scheunensommer am Wochenende 3. und 4. August – Offene Tore, Kunst, Musik und Begegnungen

Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. August, öffnen sich zum achten Mal die Tore von neun Scheunen im Lenninger Ortsteil Schopfloch. Die Besitzer geben Einblicke in die zumeist renovierten Gebäude, Künstler und Kunsthandwerker präsentieren ihre Arbeiten, Tänzer, Musiker, die Vereine, die Kirchengemeinde, Schüler und Kindergartenkinder zeigen die Vielfalt des Lebens auf der Alb.

Die Grundidee des Schopflocher Scheunensommers war zu zeigen, was sich hinter den Toren der Scheunen jener alten Bauernhäuser abspielt, die  nicht mehr  landwirtschaftlich genutzt werden. Künstler und Kunsthandwerker zeigten ihre Arbeiten, Sammler präsentierten alte Gerätschaften, Renovierer zeigten, wie man wertvolle historische Baustruktur vor dem Abriss bewahren kann. Mit den Jahren hat sich daraus ein familiäres Dorffest entwickelt, zu dem Musiker und Tänzer aus dem Ort und der  Umgebung, die Vereine, die Kirchengemeinde, Schüler und der Kindergarten beitragen.

„Auch in diesem Jahr wollen wir unseren Besuchern in einer familiären und entspannten Atmosphäre Handwerk, Kunst und Kultur in unserem Dorf zeigen“, erzählt Stefan Lipka, Sprecher der Interessengemeinschaft Schopflocher Scheunensommer, bei der die Fäden der Organisation zusammenlaufen. So sollen die Besucher zum einen den noch gut erhaltenen Ortskern erkunden können, dessen Häuser und Gärten teilweise noch durch die in vielen Dörfern früher üblichen, andernorts aber längst verschwundenen traditionellen kleinen Wege verbunden sind. Zum anderen aber können Scheunen und Werkstätten betrachtet werden, in denen Künstler, Kunsthandwerker oder auch Sammler alter Gebrauchsgegenstände ihre Stücke präsentieren und teilweise auch verkaufen. In den neun geöffneten Scheunen finden sich Malerei und Dekoratives aus Naturmaterialien ebenso wie aufgearbeitete alte Möbel und Alltagsgegenstände, Schmuckstücke und Kunstgewerbliches. Im Haberhaus, dem früheren Getreidespeicher, wird ein Antiquitätenflohmarkt aufgebaut. Dort findet sich auch die zentrale Gastronomie.

In und vor der Musikscheune  werden an beiden Tagen Musiker aus dem Ort und der näheren Umgebung ein vielfältiges Programm von Gospel über Jazz bis zum Blues bieten, auch ein Männerchor wird auftreten, und die Schüler der Musikschule Lenningen werden ein kleines Konzert geben. Vor der Musikscheune werden am Samstag einige Tanzpaare Figurentänze zeigen, der Lenninger Tanzkreis wird am Sonntag offenes Tanzen mit traditionellen Rundtänzen auf dem Dorfplatz anbieten. In der Musikscheune ist eine Ausstellung alter Fotografien aus Schopfloch zu sehen, der Garten hinter der Scheune lädt zum Ausruhen ein.

Ein Antiquariat bietet Bücher mit dem Schwerpunkt Schwäbische Alb an, an einem Stand gibt es Informationen zu den Fossilien der Alb, Besucher können ihre Funde bestimmen lassen. In einem Streichelzoo warten Alpakas auf die Kinder. Die Johanneskirche ist an beiden Tagen geöffnet, das Café Johannes bietet Kaffee und Kuchen, Limonaden und Brot aus dem  Backhaus an.

„Über allem steht, dass sich die Menschen begegnen und ein paar schöne Stunden zusammen verbringen sollen. Der Scheunensommer ist eben ausdrücklich nichts Professionelles und soll seinen familiären Charakter und seine außergewöhnliche Atmosphäre auch in Zukunft bewahren“, beton Stefan Lipka.  pst / Foto: IG Schopflocher Scheunensommer/Oliver Kahl

Info: mehr unter www.scheunensommer-schopfloch.de.


Abgestimmt

Spätestens seit den „Fridays for Future“-Demonstrationen wird über Flugreisen diskutiert. Sind Sie angesichts des fortschreitenden Klimawandels bereit, weniger zu fliegen?

Foto: dpa

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