Familiäres Dorffest auf der Alb

Schopflocher Scheunensommer am Wochenende 3. und 4. August – Offene Tore, Kunst, Musik und Begegnungen

Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. August, öffnen sich zum achten Mal die Tore von neun Scheunen im Lenninger Ortsteil Schopfloch. Die Besitzer geben Einblicke in die zumeist renovierten Gebäude, Künstler und Kunsthandwerker präsentieren ihre Arbeiten, Tänzer, Musiker, die Vereine, die Kirchengemeinde, Schüler und Kindergartenkinder zeigen die Vielfalt des Lebens auf der Alb.

Die Grundidee des Schopflocher Scheunensommers war zu zeigen, was sich hinter den Toren der Scheunen jener alten Bauernhäuser abspielt, die  nicht mehr  landwirtschaftlich genutzt werden. Künstler und Kunsthandwerker zeigten ihre Arbeiten, Sammler präsentierten alte Gerätschaften, Renovierer zeigten, wie man wertvolle historische Baustruktur vor dem Abriss bewahren kann. Mit den Jahren hat sich daraus ein familiäres Dorffest entwickelt, zu dem Musiker und Tänzer aus dem Ort und der  Umgebung, die Vereine, die Kirchengemeinde, Schüler und der Kindergarten beitragen.

„Auch in diesem Jahr wollen wir unseren Besuchern in einer familiären und entspannten Atmosphäre Handwerk, Kunst und Kultur in unserem Dorf zeigen“, erzählt Stefan Lipka, Sprecher der Interessengemeinschaft Schopflocher Scheunensommer, bei der die Fäden der Organisation zusammenlaufen. So sollen die Besucher zum einen den noch gut erhaltenen Ortskern erkunden können, dessen Häuser und Gärten teilweise noch durch die in vielen Dörfern früher üblichen, andernorts aber längst verschwundenen traditionellen kleinen Wege verbunden sind. Zum anderen aber können Scheunen und Werkstätten betrachtet werden, in denen Künstler, Kunsthandwerker oder auch Sammler alter Gebrauchsgegenstände ihre Stücke präsentieren und teilweise auch verkaufen. In den neun geöffneten Scheunen finden sich Malerei und Dekoratives aus Naturmaterialien ebenso wie aufgearbeitete alte Möbel und Alltagsgegenstände, Schmuckstücke und Kunstgewerbliches. Im Haberhaus, dem früheren Getreidespeicher, wird ein Antiquitätenflohmarkt aufgebaut. Dort findet sich auch die zentrale Gastronomie.

In und vor der Musikscheune  werden an beiden Tagen Musiker aus dem Ort und der näheren Umgebung ein vielfältiges Programm von Gospel über Jazz bis zum Blues bieten, auch ein Männerchor wird auftreten, und die Schüler der Musikschule Lenningen werden ein kleines Konzert geben. Vor der Musikscheune werden am Samstag einige Tanzpaare Figurentänze zeigen, der Lenninger Tanzkreis wird am Sonntag offenes Tanzen mit traditionellen Rundtänzen auf dem Dorfplatz anbieten. In der Musikscheune ist eine Ausstellung alter Fotografien aus Schopfloch zu sehen, der Garten hinter der Scheune lädt zum Ausruhen ein.

Ein Antiquariat bietet Bücher mit dem Schwerpunkt Schwäbische Alb an, an einem Stand gibt es Informationen zu den Fossilien der Alb, Besucher können ihre Funde bestimmen lassen. In einem Streichelzoo warten Alpakas auf die Kinder. Die Johanneskirche ist an beiden Tagen geöffnet, das Café Johannes bietet Kaffee und Kuchen, Limonaden und Brot aus dem  Backhaus an.

„Über allem steht, dass sich die Menschen begegnen und ein paar schöne Stunden zusammen verbringen sollen. Der Scheunensommer ist eben ausdrücklich nichts Professionelles und soll seinen familiären Charakter und seine außergewöhnliche Atmosphäre auch in Zukunft bewahren“, beton Stefan Lipka.  pst / Foto: IG Schopflocher Scheunensommer/Oliver Kahl

Info: mehr unter www.scheunensommer-schopfloch.de.


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