„Keine größeren Probleme“

Neubau der L 1250 zwischen Wendlingen und Oberboihingen – Pendler müssen mehr Zeit einplanen

Die Landesstraße 1250 zwischen Wendlingen und Oberboihingen muss wegen des geplanten Baus einer Anbindung der Neckartal-Bahnlinie an die Schnellbahnstrecke Stuttgart-Ulm verlegt werden. Seit Montag der vergangenen Woche ist die Straße daher gesperrt, Autofahrer müssen  voraussichtlich bis Samstag, 24. August, Umwege in Kauf nehmen, auch der Busverkehr wird umgeleitet. Dies bringt zwar einige  Belastungen mit sich, doch das befürchtete Verkehrschaos ist bislang ausgeblieben.

Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke, auf der in einigen Jahren Schnellzüge von Stuttgart nach Ulm fahren sollen, gehen voran. Parallel zur Autobahn wächst derzeit südlich von Wendlingen die Bahnbrücke über den Neckar, auch die Trasse zum Albvorlandtunnel im Osten nimmt Gestalt an. In einiger Zeit soll der Bau der Anbindung der Bahnstrecke Stuttgart-Tübingen an die Schnellbahnstrecke, die sogenannte Kleine Wendlinger Kurve, begonnen werden. Der ist freilich die Landesstraße 1250 im Weg, die Wendlingen mit der Nachbargemeinde Oberboihingen verbindet. Sie soll künftig westlich der Bahnlinie verlaufen und auf der Höhe  des Otto-Werksgeländes in die bisherige Straße einschwenken.  Dafür muss allerdings eine Brücke über die Bahnlinie gebaut werden. Zudem muss ein Höhenunterschied von 13 Metern zur westlichen Seite hin überwunden werden. Dafür wird eine aufwendige Rampe konstruiert. Da für die Arbeiten nur sehr wenig Platz zur Verfügung steht, wurde die L 1250 komplett gesperrt. Voraussichtlich bis Samstag, 24. August, müssen Autofahrer, die zwischen den Kommunen pendeln, einen Umweg über Unterensingen und Zizishausen nehmen.

Der zusätzliche Verkehr auf den Umleitungsstrecken hätte  in der vergangenen Woche zu  Behinderungen geführt, große Probleme seien jedoch nicht aufgetaucht, berichtet  Fred Schuster, Abteilungsleiter für Ordnung und Soziales bei der Stadt Wendlingen. „In den Spitzenzeiten gibt es einen Rückstau von Autos, die von der Römerbrücke aus nach  Unterensingen abbiegen wollen“, erzählt er. Die Autofahrer hätten sich jedoch  schnell umgestellt. „Wenn es auf der Autobahn  einen Stau gibt, hat das wesentlich größere Auswirkungen auf die Stadt. Man muss eben etwas mehr Zeit einplanen“, sagt Schuster.

Auch Bernd Edele, Hauptamtsleiter der Gemeinde Oberboihingen, hat diese Beobachtung gemacht. „Wie erwartet ist die Umleitungsstrecke stark belastet, aber es gibt keine richtigen Probleme“, sagt er. Er  selbst pendle zwischen den Kommunen und müsse etwa 25 Minuten zusätzlich einplanen. „Wenig Probleme“ sehen Schuster und Edele auch beim befürchteten Schleichverkehr über die Feldwege östlich der L 1250. „Unser Konzept mit Absperrungen und Kontrollen  greift und ist wirkungsvoll“, sagt Schuster, und auch Edele spricht davon, dass  sich der Schleichverkehr „in den letzten Tagen stark in Grenzen“ halte. Allerdings weise die Gemeinde – auch wegen der vielen Kinder, die dort per Fahrrad  zur Schule nach Wendlingen fahren – Autofahrer eindringlich darauf hin, „es gar nicht erst zu versuchen“, die Feldwege zu nutzen. „Wir kontrollieren weiterhin und wir ahnden  konsequent“, stellt Edele klar. pst / Foto: pst


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