Nicht nur für Frauen

Kirchliche und andere Frauengruppen haben in Plochingen ein Programm zusammengestellt – Kernpunkt Ausstellung

Wieder  heißt es „Plochinger Frauen feiern“: Das tun sie nicht zum ersten Mal, auch in der Vergangenheit gab es am Neckarknie immer wieder ein Frauenfest. Jetzt ist die Überschrift aber das Motto einer ganzen Veranstaltungsreihe in den ersten beiden Septemberwochen. Zusammengestellt wurde sie von verschiedenen örtlichen Frauengruppen, aus christlichen, aber auch anderen Zusammenhängen. Entsprechend bunt ist das Programm, zu dem eine Bastelaktion und ein Gottesdienst ebenso gehören wie eine Lesung, ein Kabarettabend, ein Kinofilm, ein Vortrag und ein Abschlussfest.

Ausgangs- und Kernpunkt der Reihe ist die Wanderausstellung „Gewoben in Gottes Geschichte“ zum 100-jährigen Bestehen des Evangelischen Frauenwerks in Württemberg. Sie nach Plochingen zu holen, war die Idee von Christel Raisch, die zusammen mit Pfarrerin Karin Keck die Frauentage vorbereitet hat. Weil im aktuellen Jahr gleichzeitig auch 100 Jahre Frauenwahlrecht gefeiert wird, beschlossen die beiden, die Sache breiter anzulegen. Sie sprachen die Frauengruppen in der Stadt an und rannten offene Türen ein: Geradezu gesprudelt hätten die Ideen, sagt Christel Raisch. Und später hätten alle selbstständig ihre Aufgaben in die Hand genommen: „Das war einfach ein tolles Miteinander. Man hat gespürt, dass sich in Plochingen viele darauf freuen.“

Als Veranstalterin tritt nun die Ökumenische Erwachsenenbildung auf, Unterstützer sind die Stadt und die Seniorenakademie. Zielgruppe sind ausdrücklich alle Altersgruppen, auch ganz junge Frauen und Mädchen: Sie sind beispielsweise mit dem Film „Embrace – Du bist schön“, in dem es um die Beziehung zum eigenen Körper geht, besonders angesprochen. Er wird am Mittwoch, 11. September, ab 19 Uhr, im Uniontheater gezeigt. Männer sind ebenfalls bei allen Terminen willkommen. „Es ist zwar ein Fest, das Frauen initiiert und vorbereitet haben, aber die Männer sind genauso dazu eingeladen“, betont Christel Raisch.

Den Auftakt der beiden Frauenwochen bildet ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, 1. September, ab 10 Uhr, in der Stadtkirche  – unter anderem wird es dabei  um Frauen in kirchlichen Ämtern gehen. Im Anschluss wird in der Ottilienkapelle die Ausstellung „Gewoben in Gottes Geschichte“ eröffnet, begleitet von einem kleinen Imbiss und Umtrunk. Dieser Ausstellungsort lag den Organisatorinnen besonders am Herzen. Zum einen liegt die Kapelle zentral am Marktplatz, zum anderen passt auch die Gestalt der heiligen Ottilie gut ins Bild. „Die Ottilie war seit Langem, schon im Mittelalter, eine wichtige Figur, mit der sich viele Frauen identifiziert haben“, sagt Pfarrerin Keck.

Es folgt am Mittwoch, 4. September, ab 19 Uhr, im Gemeindezentrum St. Konrad ein Abend mit dem Titel „Frau liest!“, bei dem Bücher vorgestellt und diskutiert werden. Am Donnerstag, 5. September, und Montag, 9. September, jeweils von 15 bis 18 Uhr, gibt es in der Ottilienkapelle die Mitmachaktion Filzen.

Kabarett und Abschlussfest

Mit Heike Sauer alias Marlies Blume und ihrem Kabarettprogramm „Zur Sache Frau!“ steht am Freitag, 6. September, 19 Uhr, ein echter Höhepunkt im evangelischen Gemeindehaus an. Am Freitag, 13. September, 19 Uhr, hält Ursula Schmidtblaicher im Alten Rathaus den Vortrag „100 Jahre Frauenwahlrecht in Gesellschaft und Kirche“.

Zum Abschluss wird dann einfach gefeiert. Am Sonntag, 15. September, treten ab 17 Uhr Anette Heiter und Bernhard Birk mit ihrem Programm „Wenn Zarah auf Marlene trifft“ in der Alten Steingießerei auf, danach gibt es Fingerfood, Bowle und Gespräche.  aia/ Foto: aia

Info: weitere Informationen unter www.plochingen.de


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.