Abwasserrohre über der Straße

In der Esslinger Geiselbachstraße wird der Kanal aufwendig saniert –  Vollsperrung ab März 2020

Ein ungewöhnliches Bild bietet  sich dem Betrachter derzeit in der Geiselbachstraße: Blaue Rohre werden hoch aufgeständert über die Straße geführt – ein Hauch von Centre Pompidou in Paris. In Esslingen fließt aber zur Zeit das Abwasser aus den  Stadtgebieten Rüdern, Sulzgries, Krummenacker und Neckarhalde (RSKN) durch die Rohre, da  der  Kanal unter der Geiselbachstraße  saniert wird. Die Arbeiten sind mit Einschränkungen für Anwohner, Verkehrsteilnehmer   und auch die Bauarbeiter verbunden: Es gibt eine Einbahnstraßenregelung, Parkplätze fallen weg  und die Bautätigkeiten sind nur  in einem begrenzten Raum möglich.  Ab  März kommenden Jahres wird die Straße  dann für 15 Monate  sogar komplett gesperrt.

Im Jahr 2017 haben Untersuchungen gezeigt, dass der Geiselbachkanal reparaturbedürftig ist. Die Verkehrsbelastung und starker Regen haben ihm zugesetzt. Zur ersten Absicherung sind daraufhin in der Straße Stahlmatten in die Fahrbahn eingelassen worden, um die Stabilität zur erhöhen.

Die Aufgaben bei der Sanierung sind höchst komplex. Es gilt,  das marode und einbruchsgefährdete Kanalsystem unter der Geiselbachstraße zu   sanieren und im weiteren Verlauf teilweise neu aufzubauen. Gleichzeitig muss die Entwässerung der nördlichen Stadtteile gesichert sein,  Regenmengen müssen aufgefangen und abgeleitet, Versorgungsleitungen und rund 200 Hausanschlüsse gelegt werden. Außerdem werden ein zusätzlicher Fremdwasserkanal sowie eine Brunnenleitung verlegt. Schließlich wird im nördlichen Teil der Geiselbachstraße  auch   noch die Fahrbahndecke  erneuert. Der erste, kürzlich  begonnene Bauabschnitt betrifft die untere Geiselbachstraße bis zu Mittleren Beutau  und Ringstraße.  Dort wird der rund 100 Jahre alte Kanal auf einer Länge von rund 270 Metern verstärkt.

Dazu bringen  die Arbeiter glasfaserverstärkte Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von rund zwei Metern in das Kanalgewölbe ein, Spalten im Bauwerk werden mit einem Betongemisch verfüllt. Etwa 100 Kunststoffrohre werden so in den Untergrund eingelassen.  Diese seien Spezialanfertigungen, erklärt Projektleiter Daniel Weiss vom Tiefbauamt. Um die genauen Rohr-Abmessungen zu erhalten, hat ein  Dummy  aus Holz im Kanalgewölbe Modell gestanden. Für derartige Anfertigungen gibt es in Deutschland nur zwei Hersteller.

Während des ersten Bauabschnitts ist die Geiselbachstraße wie schon seit geraumer Zeit nur stadteinwärts zu befahren.  Wer in Richtung der nördlichen Stadtteile will, muss  den vorgegebenen  Umleitungen folgen. 

Laut Weiss sind fünf Arbeiter gleichzeitig unter Tage beschäftigt, einer bleibt draußen, um bei Bedarf seine Kollegen zu warnen. Denn bei einem sogenannten Starkregenereignis wird auch der  Kanal wieder geflutet.  

Der erste Abschnitt kostet 2,5 Millionen Euro. Er dauert bis ins Frühjahr 2020. Der nächste Abschnitt wird mit 3,5 Millionen Euro veranschlagt. Im oberen Teil der Straße muss der Kanal nämlich erneuert werden. Er ist auch wesentlich älter als im unteren Teil, enthält etliche denkmalgeschützte Baufragmente – etwa Teile der ehemaligen Stadtmauer und eines Stadttors. „Hier müssen die Arbeiten unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes erfolgen, um die Fundamente nach Möglichkeit zu erhalten“, erklärt Weiss. Auch der dauerhafte und   unbeschränkte Zugang der Anwohner sowie der Rettungskräfte zu allen Häusern im Baufeld müsse gewährleistet sein. „Logistisch ein Herausforderung“, sagt Weiss.

Mit dem  neuen Straßenaufbau und -belag kostet die gesamte Sanierung 9,1 Millionen Euro. Ab März 2020 wird der Straßenabschnitt für 15 Monate komplett gesperrt. Die Stadtverwaltung will unter anderem mit einer Taktverdichtung und größeren Bussen bei der Linie 111 gegensteuern.   bob / Foto: bob


Große Literaten

Nobelpreisträgerin Herta Müller eröffnet das 25. Literaturfestival LesART – Auch Deniz Yücel in Esslingen zu Gast

Zur  25. Auflage des Esslinger Literatur-Festivals LesART haben sich die Veranstalter der Stadtbücherei mit einer namhaften Gästeliste und einer spannenden Mischung ein besonderes Geschenk gemacht, auf besondere Auftritte darf sich natürlich auch das Publikum freuen. So eröffnet Nobelpreisträgerin Herta Müller am 7. November  die LesART, am darauffolgenden Wochenende gibt es im Alten Rathaus ein großes Jubiläumsprogramm für Jung und Alt. Ansonsten gilt wie all die Jahre: Viele große Namen aus der Literaturszene und vielversprechende Jungautoren kommen zur LesART nach Esslingen. In diesem Jahr stehen 27 Veranstaltungen auf dem Programm, weitere 19 Veranstaltungen finden beim Jubiläumswochenende statt. Insgesamt treten  33 Autoren, neun Musiker, ein Schauspieler,  ein Illustrator und ein Figurentheater beim Festival auf.

Neben Herta Müller ist mit dem Journalisten und Autor  Deniz Yücel ein weiterer Prominenter zu Gast. Yücel stellt am 16. November seine Analyse über die jüngste Entwicklung in der Türkei sowie die Funktionsweisen autoritärer Regime vor. „Die LesART  hat immer den  Anspruch, politisch motivierte  Literatur zu bieten“, sagte Programmleiterin   Renate Luxemburger. Das wird  auch bei Herta Müller deutlich. Die aus  der  rumänischen Diktatur geflohene Schriftstellerin thematisiert wie kaum eine ander das Leben  unter totalitärer Herrschaft. Sie wird ihr neues Buch „Im Heimweh ist ein Blauer Saal“ vorstellen. Zeitkritik hat auch der bekannte Spiegel-Blogger Sascha Lobo im Gepäck. Er geht am 26. November der Frage nach, warum die Welt  plötzlich aus den Fugen geraten zu sein scheint. Mit Navid Kermani kommt überdies am 15. November einer der einflussreichsten Denker Deutschlands zum wiederholten Mal zur LesART.

Brisanter Stoff

Kriminalgeschichten mit politisch hochbrisantem Stoff  schreibt Wolfgang Schorlau. In diesem Jahr stellt er seinen erst im Frühjahr erscheinenden Venedig -Krimi „Der freie Hund“  vor. Diesen ersten Teil einer neuen Krimiserie hat er mit Co-Autor Claudio Caiolo, der  am 22. November auch dabei sein wird, geschrieben. Literaturkritikerin  und Autorin Thea Dorn stellt zum Pre-Opening am 6. November wiederum ihr Buch „Deutsch, nicht dumpf“ vor. Sie wehrt sich gegen die Vereinnahmung des Begriffs „Heimat“ durch die Rechten.

Andere bekannte  Schriftsteller  sind die Büchnerpreisträger Terézia Mora (21. November) und Lukas Bärfuss (8. November) sowie Marlene Streeruwitz (13. November), eine der bedeutendsten österreichischen Autorinnen der Gegenwart. Vielfach preisgekrönte Autoren wie Raoul Schrott (12. November), Rafik Schami (17. November), Anke Stelling (20. November), Alina Bronsky (23. November) und Norbert Gstrein (28. November) sind ebenfalls  vertreten.

Mit Angela Lehner kommt am 29. November eine Autorin nach Esslingen, die mit ihrem Debütroman sowohl für den deutschen als auch den österreichischen Buchpreis nominiert wurde. Am 30. November geht die LesART mit dem Literaturfest zu Ende. Das ist wie jedes Jahr  die Plattform für Esslinger und regionale Autoren. Das Kinderprogramm bietet in diesem Jahr sowohl bekannte als auch neue Autoren. Angesprochen werden Kinder und junge Menschen im Vorschulalter bis zur Sekundarstufe.  Für die jüngsten Besucher ist Paul Maar  mit einem Märchen-Theater dabei. Auch dabei reicht das Programm von unterhaltenden Elementen  bis hin zur Schulung der Medienkompetenz in Zeiten der Fake News, wie Organi­satorin Bettina Langenheim erklärte.  Ein besonderes Paket hat die Stadtbücherei mit dem Jubiläumswochenende geschnürt. Workshops, Ausstellungen, Lyrik,  Zeitgespräche, Konzerte und mehr richten sich an junge und ältere Besucher.  bob / Fotos: dpa

Info: Ab Donnerstag, 24. Oktober,  können Karten für die einzelnen Veranstaltungen bei der Stadtbücherei reserviert und gekauft werden. Das geht über persönliches Erscheinen, Telefon oder Mail. Karten für die Erwachsenen-Veranstaltungen kosten 8 Euro, die Kinder- und Jugendlichen-Veranstaltungen sind zwar frei, es müssen aber Karten besorgt werden, Telefon: 07 11/35 12-23 37.


Von der Natur lernen

Lindenschule in Unterlenningen ist eine von sieben Projektschulen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Lindenschule in Unterlenningen ist auf dem Weg, eine von sieben „Biosphärenschulen“ im Biosphärengebiet Schwäbische Alb zu werden –  die vorerst einzige im Landkreis Esslingen. Seit Herbst 2018 arbeiten die 120 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern und den drei Projektpartnern daran. Läuft alles nach Plan, dann wird die baden-württembergische Kultusministerin und Schirmherrin der Aktion, Susanne Eisenmann, im Februar 2020 der Schule das Zertifikat überreichen.

„Ziel ist es, den Kindern zu zeigen, dass wir unsere Natur bewahren müssen und achtsam mit den Ressourcen umgehen“, sagt Melanie Amann, die Rektorin der Lindenschule. Bereits im Februar 2018 hatte sie wie alle Grundschulrektoren im Biosphärengebiet eine Mail von der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb mit einer Ausschreibung erhalten. „Wir hatten damals aber noch andere Projekte am Laufen“, begründet Amann, weshalb sie nicht sofort darauf reagiert hat. Als einige Wochen später noch einmal eine ähnliche Mail ankam, dachte die Rektorin: „Die haben vielleicht nur auf uns gewartet.“ Im Juli vergangenen Jahres unterschrieb sie schließlich eine entsprechende Vereinbarung mit der Geschäftsstelle Biosphärengebiet und gehörte fortan zu den sieben Pilotschulen, die sich an dem Projekt beteiligen.

Seither ist viel geschehen. Unter dem Motto „Vom Acker auf den Teller“ bauten die Erstklässler im eigens angelegten Schulgarten Kartoffeln an und beobachteten, wie diese gediehen. Für den letzten Tag vor den Herbstferien plant die Schule ein Erntefest, an dem die Kinder die Kartoffeln zu einer Suppe verarbeiten und ihren Eltern und Mitschülern bei einem gemeinsamen Mittagessen servieren. Für Heidi Segeritz, die die verschiedenen Aktionen als Lehrerin begleitet, geht es dabei auch darum, „dass die Kinder lernen, woher die Lebensmittel eigentlich kommen“. Inzwischen gibt es im Schulgarten ein Bienenhotel und es wurde eine Wildblumenwiese ausgesät. Es gedeihen Minze und Zitronenmelisse, mit denen die Kinder ihren Sprudel verfeinern oder Kräutertees kochen, und für den Küchenabfall gibt es einen selbst gebauten Kompost.

Die Zweitklässler gingen gemeinsam mit Heidi Schubert, der Streuobstpädagogin des Landkreises, auf die Streuobstwiesen, lasen Äpfel auf und produzierten mit einer kleinen Presse ihren eigenen Saft. Vor Ort beobachteten sie die Bienen, sahen, wie Äpfel langsam reiften, und für das Erntefest machen die Zweitklässler als Nachtisch Apfelmus. Und dann haben die Kinder noch einen Obstbaum gepflanzt.

„Vom Korn zum Brot“ lautet das Thema, mit dem sich die Drittklässler derzeit beschäftigen. Im November säten sie auf dem Gelände des Freilichtmuseums in Beuren Getreide aus. Schließlich dürfen sie die Ähren ernten, das Korn selbst dreschen und in die Owener Mühle zum Mahlen bringen. „Später werden wir dann mit dem Mehl beim Erntefest gemeinsam backen“, erzählt Amann.

Bei der Markungsputzete

„Wir hatten schon vorher viel in diese Richtung getan, doch fehlte einfach die entsprechende Struktur und wir wussten, dass das unser Thema ist“, sagt die Rektorin. So waren die Kinder bereits im April zu einer Markungsputzete aufgebrochen. Besonders freut sich Heidi Segeritz über die „tollen Rückmeldungen“, die sie heute noch bekommt. „Noch immer berichten Schüler, dass sie auf ihrem Schulweg wieder einmal vom Fahrrad gestiegen sind und Müll weggeräumt haben“, sagt sie.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb verspricht sich als Initiator eine „intensive und langfristige Zusammenarbeit“ mit Grundschulen sowie weiteren außerschulischen Partnern, wie es auf einem Plakat heißt. In Unterlenningen ist neben der Streuobstpädagogin und dem Freilichtmuseum auch der Sulzburghof mit im Boot. Für Amann und ihr Lehrerteam ist gerade diese Gemeinsamkeit von Eltern, Lehrern, Schülern und Projektpartnern „das Besondere an diesem Projekt“.  aka / Foto: Lindenschule


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Stuttgarts OB Fritz Kuhn will noch vor 2030 Autos aus der Innenstadt verbannen. Befürworten Sie eine autofreie Stuttgarter Innenstadt?

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Inspirationen sammeln

ECHO-Messe Fild(er)Leben am 17. Oktober in Denkendorf – 27 Aussteller zum Thema Lebenszufriedenheit

Das  Leben wird immer komplexer, viele Menschen wünschen sich mehr Orientierung. Diesem Wunsch trägt die aktuelle Veranstaltung des  Wochenblatts ECHO Rechnung:  Am Donnerstag, 17. Oktober, findet von 17  bis 21 Uhr die Messe Fild(er)Leben statt.  Es ist die dritte Auflage dieser Messe, die wieder beim  Badspezialisten  Elements in Denkendorf in der  Lichtäckerstraße 5 Station macht.

27 Aussteller aus der Region widmen sich am Donnerstag den großen Themen der Zeit: Gesundheit, Wellness, Schönheit, Bauen und Wohnen, Sicherheit,  Vorsorge  und Nachhaltigkeit sowie weiteren Belangen, die Menschen bewegen. Den Ausstellern ist gemein, dass ihre Angebote dazu beitragen können, die Lebenszufriedenheit der Menschen zu erhöhen, sie für Änderungen und Neuerungen zu sensibilisieren. Dazu kommt der Veranstaltungsort: Die  großzügig geschnittenen Räume bei Elements sorgen für eine außergewöhnliche Präsentationsfläche. Die Aussteller residieren in den „Kojen“ der Bäder-Ausstellung.  

Die 27  ausgewählten Aussteller bieten ein vielfältiges Spektrum. „Wir haben eine gute Mischung an Branchen“, sagt Andrea Gisdol, die Verkaufsleiterin des Wochenblatts ECHO. „Die Aussteller  können  dabei helfen, das eigene Leben und das der Familie und  Freunde besser und zufriedener zu machen, sie können   Anregungen geben,   wie man sein Umfeld sicherer macht, den Fokus auf die Gesundheit legt, das eigene Heim verschönert und modernisiert, sich selbst etwas Gutes tut und mehr Genuss ins eigene  Leben bringt.“ Gisdol und ihr Team nennen die Aussteller  „Experten für Themen, mit denen sich  anspruchsvolle moderne Menschen beschäftigen“. Ihr Rat an die Besucher: „Lassen Sie sich inspirieren.“

Wie immer bei den hauseigenen Messen hat das ECHO-Team darauf geachtet, dass die Aussteller aus der Region kommen, also vor Ort sind, wenn Kunden Nachfragen haben. So wird die Fild(er)Leben gleichzeitig auch zum Nachweis der geballten Kompetenz der Region Esslingen.  Die Aussteller selbst nutzen die Gelegenheit der Messe, um bekannte Kunden zu begrüßen und neue  anzusprechen. Ein unverbindliches Kennenlernen soll immer möglich sein. Aussteller aus den vorangegangenen Messen  sind wieder mit dabei, neue sind dazugekommen.

Vorträge und Unterhaltung

Um die erhaltenen Informationen zu vertiefen, bietet die Messe auch ein Vortragsprogramm an. So wird Natalie Klamt ab 18 Uhr zum Thema „Erben und Vererben“ sprechen – ein „Dauerbrenner“, wie die Sachverständige für Immobilienbewertung sagt. Es gibt auch unterhaltende  Elemente wie die Weinprobe am Stand von Getränke Bayha. Warmes Essen kocht Metzger Widmayer.

Ausreichende Sitzgelegenheiten bieten den Besuchern Rückzugsräume zum Genießen, Plaudern und Ausruhen.  Während des Abends präsentiert das Unternehmen Viva Fashion & Food aus Denkendorf aktuelle Modetrends – mit einer sogenannten Flying-Modenschau. Dabei flanieren die Models zwanglos  durch die Räume. So lassen sich die neuen Kollektionen direkt aus der Nähe anschauen.    bob / Foto: bob

Info: Messe Fild(er)Leben, Donnerstag, 17. Oktober, 17 bis 21 Uhr, Lichtäckerstraße 5, Denkendorf.


Titelträume

Der KSV Esslingen richtet Finalrunde der Judo-Bundesliga aus

Der KSV Esslingen richtet das Finale um die deutsche Judo-Meisterschaft der Männer-Mannschaften aus. Am Samstag, 19. Oktober, 10 Uhr, messen die vier besten Teams der Runde in der KSV-Arena in Mettingen ihre Kräfte. Neben dem KSV werden der mehrfache deutsche Meister, Europacup-Sieger und Favorit TSV Abensberg, SUA Witten (Tabellenführer nach der Vorrunde in der Gruppe Nord) sowie der UJKC Potsdam  an den Start gehen. Mit der Finalrunde krönt der  KSV Esslingen den Veranstaltungsreigen zu seinem 125-jährigen Bestehen.

Nach sechs zweiten Plätzen in den vergangenen Jahren hoffen die Esslinger darauf, einen Coup zu landen und den Titel in die ehemalige Reichsstadt zu holen. Zuletzt gab es am letzten Kampftag der Vorrunde gegen den VfL Sindelfingen einen  klaren Heimsieg (13:1). Doch der Tabellenletzte Sindelfingen war für etwaige Titelambitionen kein Gradmesser. Der KSV belegt nach dem Ende der Vorrunde  in der Bundesliga-Gruppe Süd hinter Abensberg Tabellenplatz zwei.  Am vorletzten Bundesliga-Kampftag hatte es gegen Abensberg eine 5:9-Niederlage gesetzt.

Esslingens Teamchef Carsten Finkbeiner  warnte im Vorfeld des Finals vor etwaigem Hochmut. „Alle reden von dem Finale Abensberg gegen Esslingen: Wir müssen erst einmal das Halbfinale bestreiten, das ist immerhin gegen den Ersten aus dem Norden“, sagte er der Eßlinger Zeitung. Erst wenn Witten besiegt ist, winkt das entscheidende Duell  um den Titel – und dort wartet aller Voraussicht nach der   TSV Abensberg. Doch zunächst gelte die volle Konzentration dem Halbfinale. Doch das große Ziel wird trotzdem formuliert. „Abensberg ist Favorit, aber natürlich ist unser Ziel, den Meistertitel zu holen“, sagt Finkbeiner.  red / Foto: rr

Info: Finale um die deutsche Meisterschaft der Judo-Bundesliga in der Sporthalle des KSV Esslingen in Mettingen. Tickets gibt es in der Geschäftsstelle des Kraftsportvereins, Telefon 07 11/3 65 87 70, oder über die Homepage des Deutschen Judo-Bundes (www.judobund.de).


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Bakterien in der Milch, Keime in der Wurst – zwei Lebensmittelskandale in jüngster Zeit. Brauchen wir mehr Kontrollen?

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„Zufrieden und entspannt“

Umbau der Hindenburgstraße in Nellingen schreitet rasch voran – Händler positiv überrascht – Lichterfest geplant

Die Bauarbeiten in der Nellinger Hindenburgstraße kommen zügiger  voran als geplant. Seit zwei Wochen rollt der Verkehr bereits im neuen Kreisverkehr. Auch für  Händler stellt sich die Situation besser dar als erwartet.  Da auch Umleitungen aufgehoben werden konnten, rechnen die Planer mit weniger Verkehr auf den Nebenstraßen. 

„Die Arbeiten gehen schneller voran als gedacht, wir sind der Zeitplanung momentan zwei Monate voraus“, berichtet Christoph Ruth von der städtischen Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft (SEG). Das sei möglich geworden, weil das ausführende Bauunternehmen wegen freier Kapazitäten verschiedene Bauabschnitte zusammengelegt hat. Mit der Freigabe des Kreisverkehrs in beide Richtungen konnte auch ein Teil der Umleitungen aufgehoben werden. Die Planer rechnen damit, dass sich nun der Verkehr auf den Umleitungsstrecken verringert.

Derzeit finden Arbeiten im Gehwegbereich statt, außerdem ist  mit Pflasterarbeiten begonnen worden. Ruth rechnet damit, dass der Bauabschnitt bis zur Bismarckstraße bis Weihnachten komplett fertiggestellt werden kann, inklusive der Möblierung des Straßenraums und der Baumpflanzungen. Den nächsten Bauabschnitt bildet dann die Strecke Hindenburgstraße zwischen der Bismarckstraße und der Otto-Schuster-Straße.

Die Situation für die Händler in der Hindenburgstraße ist nicht einfach. Viele Geschäfte sind nur zu Fuß zu erreichen. Der Bund der Selbstständigen (BdS) Nellingen hatte kürzlich wieder zu einem ihrer Baustellenevents geladen. Damit will man aus der Not eine Tugend machen und den Kontakt der Händler zu den Kunden festigen. Die  Baustellenfeste mit den langen Einkaufsabenden  kommen bei den Kunden gut an. „Wir wollen damit zeigen, dass bei uns etwas los ist und dass wir den Umbau positiv sehen, obwohl es gleichzeitig natürlich einige Einschränkungen gibt und es die Leute in den Umleitungsstraßen schwer haben“, sagt Manuela Schiffner, die Sprecherin des BdS. Schiffner freut sich nicht nur über den großen Andrang der Besucher. Bauleitung  und Arbeiter seien sehr zuvorkommend und hilfsbereit. „Sie zeigen den Fußgängern auch mal den besten Weg zu einem Geschäft“, sagt Schiffner. Angesichts des Baufortschritts und des künftigen Gesamtbilds  der Hindenburgstraße sei man „zufrieden und entspannt“. Für  Holger Heldmaier, der  ein Blumengeschäft in der Hindenburgstraße betreibt, ist das  rasche Fortschreiten der Bauarbeiten sehr erfreulich. Heldmaier, der auch Sprecher der Gruppe Handel im BdS ist, hat festgestellt: „Zu Beginn der Arbeiten hatten wir recht starke Einbußen an Kundenfrequenz, aber das hat sich sehr schnell normalisiert.“ Er ist sicher, dass dazu auch die bisherigen Aktionen der Händler während der Bauzeit beigetragen haben. Die Kommunikation mit der Stadt über Änderungen im Bauablauf nennt er überdies sehr gut.

Diese Einschätzung teilen Anwohner der  Otto-Schuster- und der Ludwig-Jahn-Straße allerdings nicht. Sie befürchten, dass die viel beklagte Belastung durch den Umleitungsverkehr auch nach Ende der Bauarbeiten anhalten könnte.  bob / Foto:   medricplus

Info: Weitere Events sind geplant. Trotz Baustelle wird in Nellingen am 26.  und am 27. Oktober die Kirbe gefeiert. Am Donnerstag, 21. November, steht ein Lichterfest in der Hindenburgstraße an. 

Während der Umbauarbeiten an der Hindenburgstraße ist das Parken in der Tiefgarage An der Halle in der ersten halben Stunde kostenfrei.     Ein entsprechendes Ticket  kann am Automaten rausgelassen werden. Wird länger als eine halbe Stunde geparkt, wird  der entsprechende Geldbetrag eingeworfen. Der Automat berücksichtigt eine kostenfreie erste halbe Stunde. Das  Ticket muss hinter der Windschutzscheibe ausgelegt werden.


Musikfest im Zirkuszelt

37. Zeltfestival in Wendlingen mit breit gefächertem Programm – Bombastische Show, leise Töne und auch Kabarett

Das Zeltspektakel in Wendlingen zählt zu den  größten nicht kommerziellen Kulturveranstaltungen im Mittleren Neckarraum. In diesem Jahr wird von Donnerstag bis Sonntag, 10. bis 13. Oktober, im Zirkuszelt auf dem Festplatz am Wendlinger Sportgelände wieder ein breit gefächertes Programmangebot über die Bühne gehen. Vom monumentalen Rockspektakel über Pop und Blues bis zu  leisen Tönen und Kabarett ist für fast jeden Geschmack gesorgt. Die Auftaktveranstaltung mit dem Liedermacher Wolfgang Ambros ist bereits ausverkauft.

Der Veranstalter, der Verein Zeltspektakel Wendlingen-Köngen, hat für die 37. Auflage des Musikfests im Zirkuszelt wieder namhafte Künstler gewonnen. Für den Auftakt des viertägigen Festivals am Donnerstag, 10. Oktober, hat der Verein den österreichischen Liedermacher Wolfgang Ambros gewonnen. Er kommt zum zweiten Mal  nach Wendlingen und wird dem Publikum mit seinem Programm „Ambros pur!“, einer Auswahl seiner Lieder aus den vergangenen 40 Jahren mit kleiner Besetzung, einen leisen Abend bescheren. Der Konzertabend ist allerdings bereits ausverkauft.

Am Freitag, 11. Oktober, 20 Uhr, betritt die Band „Echoes“ die Bühne. Sie gilt als eine der führenden Pink Floyd-Tribute-Bands und hat nach Ansicht der Kritik die Interpretation der Stücke der  Vorbilder perfektioniert. So  präsentiert die Band in ihrer dreistündigen Show nicht nur die klanggewaltigen Songs aus  berühmten Pink Floyd­Alben, sondern bringt auch ein bombastisches visuelles Spektakel ins Zirkuszelt. Dies garantiere „ein außergewöhnliches und einzigartiges Erlebnis“, verspricht der Veranstalter. Der Abend wird von der Wendlinger Band „Scouts“ eröffnet.

Bekannt aus „Voice of Germany“

Am Samstag, 12. Oktober, 20 Uhr, wird der Gitarrist und Sänger Andreas Kümmert mit Songs aus seinem aktuellen Album Station im Zirkuszelt machen. Er wurde durch die Show „The Voice of Germany“ bekannt und ist nun mit Blues- und Popsongs unterwegs. Den Auftakt an diesem Abend macht die Tübinger Nachwuchsband „Sonic Love“.

Am Sonntag, 13. Oktober, 19 Uhr, beschließt Fräulein Wommy Wonder mit einem Kabarettprogramm das Festival. Sie bringt ihre Freunde Elfriede Schäufele und Schwester Bärbel mit, und  der Sänger Wolfgang Seljé wird  mit Sinatra-Songs auf Schwäbisch auftreten. Bereits ab 11 Uhr gibt es am Sonntag den traditionellen Zelt-Frühschoppen mit Kinderprogramm, ab 13 Uhr tritt die Wendlinger „Basement Big Band“ auf.   pst / Fotos: Veranstalter

Info: Zeltspektakel Wendlingen, 10. bis 13. Oktober, Zirkuszelt am Sportgelände Wendlingen (www.zeltspektakel.de).


Abgestimmt

Probleme mit der Hitze und wenig Stimmung im Stadion: Trotz guter sportlicher Leistungen steht die Leichtathletik-WM in Katar in der Kritik. War es ein Fehler, die Titelkämpfe nach Doha zu vergeben?

Foto: dpa

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