Schöner als Stille

Jazzfestival Esslingen mit  Stars der Szene – Konzerte in Esslingen und Stuttgart

Dreimal hat das Jazzfestival Esslingen bedeutende Künstler des Genres nach Esslingen geholt. Jetzt geht das Festival in die vierte Runde, mit nicht minder großen Namen. Die Spielorte liegen in Esslingen und Stuttgart.

Das Programm startet am Mittwoch, 17. Oktober, mit Egberto Gismonti, der eine Art Doppelkonzert mit dem Tarkovsky Quartett gibt (20 Uhr, Stadtkirche St. Dionys in Esslingen). Der brasilianische Gitarrist und Pianist Gismonti hat in seiner langen Karriere eine eigene musikalische Sprache gefunden und aus Einflüssen des Jazz, der brasilianischen, aber auch der neuen Musik einen eigenständigen Sound entwickelt.

Am Donnerstag, 18. Oktober, gibt Ralph Towner ein Gastspiel. Sein vielschichtiges Gitarrenspiel hat nicht nur die Musik seiner Band „Oregon“ geprägt, sondern alle seine Soloalben und -konzerte. Er denke die Gitarre vom Piano her, sagen Musiker über ihn. Towner spielt erstmalig gemeinsam mit dem Pablo Held Trio (20 Uhr, Sparda Welt Stuttgart).

 Am Freitag, 19. Oktober, kommt mit Carla Bley die „Grande Dame des Jazz“ zum Festival. Die Autodidaktin spielt gemeinsam mit Steve Swallow und Andy Sheppard (20 Uhr, Sparda Welt Stuttgart). Am Samstag, 20. Oktober, steht Eleni Karaindrou auf dem Programm. Die Komponistin und Pianistin ist in Griechenland fast so etwas wie eine Ikone und hat den Soundtrack vieler Filme eingespielt (19 Uhr, Stadtkirche St. Dionys). Am Sonntag, 21. Oktober, spielen „Aziza“ aus Holland. Laut dem Magazin Stereoplay haben sich dort vier der derzeit gefragtesten und innovativsten Musiker des zeitgenössischen Jazz zusammengefunden (19 Uhr, WLB Esslingen). Am Freitag, 26. Oktober, kommt Martin Wind mit dem Light Blue Quartett nach Esslingen. Der gebürtige Flensburger  lebt seit 20 Jahren in New York, so spielte er unter anderem mit Benny Green, Pat Metheny, Johnny Griffin und zuletzt im Duo mit Philip Catherine   (20.30 Uhr, Jazzkeller Esslingen).

Den Schlusspunkt setzt am Sonntag, 28. Oktober, Django Bates mit seiner Formation Belovèd. Über das Trio heißt es, schöner könne Klaviertrio-Musik nicht sein, es habe einen ganz eigenen Klang, jeder Ton überrasche (20 Uhr, Dieselstraße Esslingen). 

Partner des Festivals ist ECM-Musik. Das Münchener Label, das mit dem Slogan  „The most beautiful sound next to silence“ – der schönste Klang neben der Stille –  wirbt, ist für die Produktion von zeitgenössischem Jazz und Klassik bekannt. Daher läuft am Samstag, 20. Oktober, 16 Uhr, der Film „Sounds and Silence – Travels with Manfred Eicher“ (der Gründer von ECM)  im Kommunalen Kino. Anschließend findet das „Jazzgespräch“ mit Eicher statt. Eberhard Weber, der in Esslingen geborene Bassist und bei ECM unter Vertrag, ist Schirmherr des Festivals. bob / Foto: Veranstalter


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